Trotz KI erfolgreich im Job - Prof. Dr. Jutta Rump

Shownotes

Prof. Dr. Jutta Rump Jutta gehört zu den profiliertesten Arbeitsmarkt-Expertinnen Deutschlands. Als Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung sowie als Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability beschäftigt sie sich seit Jahrzehnten mit der Zukunft der Arbeit. Sie berät Unternehmen, Verbände und Politik und verbindet wissenschaftliche Analyse mit einer sehr konkreten Perspektive auf die betriebliche Realität. Wie sieht also die Zukunft der Arbeit in Zeiten von KI aus? Fünf Gedanken aus unserem Gespräch: 🔹 Wir haben beim demografischen Wandel kein Erkenntnisproblem – sondern ein Umsetzungsproblem. Seit Jahrzehnten wissen wir, was auf uns zukommt. Trotzdem wurden viele notwendige Veränderungen immer wieder vertagt. Jetzt steigt der Handlungsdruck massiv.

🔹 KI wird den Fachkräftemangel entschärfen. Bis 2035 könnten rund 13 Millionen Babyboomer den Arbeitsmarkt verlassen. Juttas Einschätzung: Digitale Automatisierung und KI können einen erheblichen Teil dieser Lücke auffangen – aber nicht vollständig.

🔹 Nicht ganze Berufe verschwinden – Tätigkeiten verändern sich. Routineaufgaben haben ein hohes Automatisierungspotenzial. Gleichzeitig entstehen neue Rollen, und viele Berufe werden sich stärker in Richtung Mensch-KI-Zusammenarbeit entwickeln.

🔹 Fachwissen wird durch KI nicht unwichtiger – sondern wichtiger. Denn je eloquenter KI-Systeme Antworten formulieren, desto wichtiger wird die Fähigkeit, deren Qualität wirklich beurteilen zu können. Wer nicht weiß, wovon er spricht, erkennt auch nicht, wenn die KI falsch liegt.

🔹 Die entscheidenden Kompetenzen der Zukunft sind mehr als „Prompting“. Fachkompetenz. Strukturierungsfähigkeit. Präzise Fragestellungen. Digitale Anwendungskompetenz. Kritisches Denken. Und natürlich die Fähigkeit, mit anderen Menschen zu interagieren und Verantwortung zu übernehmen.

Mehr zu Jutta und ihrer Arbeit: www.ibe-ludwigshafen.de www.hwg-lu.de Bild von Simon Wegener

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00:00:01: Werde CEO deines Lebens!

00:00:06: Der T-Talk mit Oliver Herrmann und Kai Schrader.

00:00:14: Ich glaube, dass uns bis zu den Prozent unserer Tätigkeiten eine Veränderung unterworfen sind.

00:00:20: Und ich glaube ehrlich gesagt auch, dass ein Großteil unserer Beruflichkeiten mit diesen Änderungen konfrontiert sind aber es bedeutet nicht, dass sie wegfallen.

00:00:30: Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahre-二-tausendfünfunddreißig dreizehn Millionen Babyboomer nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt sind.

00:00:37: Das heißt wir haben eigentlich eine Lücke die sich in dieser Größenordnung von sechs bis sieben Millionen bewegt.

00:00:42: das ist eben dieser immer wieder propagierte Arbeits und Fachkräftemangel.

00:00:47: Trotz all dieser Turbulenz sollten wir irgendwie versuchen, auch mit Zuversicht in die Zukunft zu gucken und ein bisschen optimistischer zu werden.

00:00:55: Und uns darauf besinnen was wir wirklich gut können und wenn wir mit ein bisschen Zuversichten nach vorne gehen dass wir auch diese Krisen gut managen werden.

00:01:07: Unser heutiger Gast gehört zu den profiliertesten Arbeitsmarkt-ExpertInnen Deutschlands.

00:01:12: Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit den großen Fragen unserer Arbeitswelt.

00:01:16: Wie verändert der demografische Wandel unsere Unternehmen?

00:01:19: Welche Kompetenzen werden in Zukunft wirklich noch gebraucht und welche Rolle spielt künstliche Intelligenz für Karriere, Führung und Zusammenarbeit.

00:01:27: Als Professorin für allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung sowie als Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability Zählt sie zu den wichtigsten Stimmen rund um die Zukunft der Arbeit.

00:01:42: Sie berät Unternehmen, Verbände und Politik ist Mitglied zahlreicher Expertenkommissionen und macht komplexe Entwicklungen rund um Fachkräftemangel New Work und Transformation verständlich und praxisnah.

00:01:53: Wir wollen heute sprechen über den Arbeitsmarkt der Zukunft, über den Einfluss von künstlicher Intelligenz auf Berufe- und Karrierewege, über lebenslanges Lernen und darüber welche Fähigkeiten Menschen brauchen, um auch in einer weltpermanente Veränderung erfolgreich unterfüllt zu arbeiten.

00:02:09: Herzlich willkommen bei WDCO deines Lebens, Professor Dr.

00:02:13: Jutta Rumpf.

00:02:14: Schön, dass du heute bei uns bist!

00:02:15: Ja

00:02:15: ich danke erstmal für die Einladung und ich freue mich auf das Gespräch.

00:02:19: Genau, liebe Jutta, Du beschäftigst dich ja seit Jahrzehnten mit den Veränderungen unserer Arbeitswelt.

00:02:25: was hat Dich eigentlich ursprünglich an diesem Thema so fasziniert?

00:02:28: Wie bist Du dahingekommen und dabei geblieben?

00:02:31: Wenn man das so will auch die Geschichte des Instituts für Beschäftigung und Employability.

00:02:37: Ich bin vor mehr als zwanzig Jahren nach Ludwigshafen gegangen, als Professorin und habe dann auch relativ zügig ein Forschungs- und Transferinstitut gegründet.

00:02:49: Eben jenes IBE.

00:02:51: Und immer schon hat mich fasziniert.

00:02:54: die Entwicklung in der Arbeitswelt und die Vielfalt, die mit diesen Entwicklungen verbunden ist beispielsweise schon damals sichtbar.

00:03:03: Demografie technologische Entwicklungen, wirtschaftliche Auf- und Abs fand ich immer ganz spannend.

00:03:09: Auch gesellschaftliche Implikationen die daraus gekommen sind.

00:03:12: dann habe ich mich immer gefragt wie ist eigentlich die Brücke in die betriebliche Welt also auf den Arbeitsmarkt einerseits aber auch Wie sieht das in Unternehmen aus?

00:03:22: Wie sieht es bei Führung aus?

00:03:24: was bedeutet dass für Kompetenzen und Qualifikationen bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen?

00:03:29: wie gestalten sich Arbeitsbedingungen gerade immer vor diesem Hintergrund der Entwicklungen unter Trends?

00:03:35: Und fasziniert hat mich auch das Wechselspiel der Trends und dann diese entsprechenden Ableitungen.

00:03:42: Unsere Grundphilosophie im Institut war von Anfang an nicht nur eine Analyse zu machen, sondern auch die Brücke in die betriebliche Welt zu schaffen.

00:03:50: Also diese Brücke des Transfers auch.

00:03:52: Und Jahr zwei war das schon auch durchaus ein Alleinstellungsmerkmal.

00:03:57: Es gab einige, die haben die wissenschaftliche Seite gemacht Transfer in die betriebliche Praxis gemacht, aber etwas in einer Hand zu haben.

00:04:07: Das gab es halt nicht und so sind wir losgelaufen.

00:04:11: und ich finde es immer wieder faszinierend mit dem Wissen von heute und auch der Analyse von heute in die erst einmal nahezukunft zu blicken also natürlich erstmal in die Gegenwart zu blücken und dann auch in die Nahe Zukunft zu Blicken und dann vielleicht sogar noch ein bisschen weiterzuschauen.

00:04:30: das finde ich schon extrem spannend Und habe auch festgestellt, dass man tatsächlich Dinge die man heute weiß.

00:04:38: Auch für die Zukunftsgestaltung sehr wohl nutzen kann und es nicht unbedingt richtig ist zu behaupten das es morgen sowieso ganz anders kommt.

00:04:49: Ich glaube es gibt durchaus eine Reihe von Megatrends Das sind absolute Langläufer.

00:04:53: also das beste Beispiel ist Demografie.

00:04:56: Ganz ernsthaft was wir heute auf der Agenda haben das haben wir vor dreißig Jahren schon gewusst Und ich finde ehrlich gesagt, es hat auch etwas mit dem Thema Digitalisierung und künstliche Intelligenz zu tun.

00:05:08: Da kommt die Entwicklung natürlich viel schneller als bei der Demografie.

00:05:12: aber auch wenn man das heute analysiert und zwar wirklich sauber analysiert basierend auf Prozessen und sich überlegen wie die Prozesse aufgestaltet sind und was diese Technologie macht und welche Implikationen es dann hat für die Arbeitswelt.

00:05:26: Ich glaube schon dass man wichtige Erkenntnisse hat und die auch wichtig sind für die Gestaltung.

00:05:32: Ich würde da einmal rein fragen wollen, weil ich Tee verlegen wollte, du hattest das Demografie angesprochen.

00:05:39: Und dass es ja schon seit dreißig Jahren bekannt ist.

00:05:42: Man kann ja Geburtenentwicklung und alles... Also man kann sie mit Sterbetafeln usw.

00:05:46: modellieren.

00:05:48: Warum?

00:05:48: Weil du bist ja näher dran an diesen Gremien- und Diskussionsrunden.

00:05:53: Warum wurde ich dann nie irgendetwas gemacht oder vielleicht zichtbar gemacht.

00:05:59: Stichwort Wendensystem, stichwort Altersvorsorge, stochwort Fachkräftemangel etc.

00:06:07: und jetzt kommt plötzlich so eine Art Panikstimmung auf.

00:06:10: zu Recht was sind da die Gründe Mechanismen?

00:06:14: Also ich sage mal selbst dreizig Jahre reichen darf ich nicht aus man weiß es eigentlich schon seit fünfzig Jahren.

00:06:20: also das war warum ist nichts passiert?

00:06:23: ja ist ne gute Frage.

00:06:26: Es gab auch genug, die in der Vergangenheit immer wieder gesagt haben wir müssen uns damit beschäftigen.

00:06:32: und es gab auch genug.

00:06:34: Die ganz klar vorhergesagt haben dass sich das Zeitfenster für ein sozialverträglichen Umbau insbesondere auch der Sozialversicherungssysteme sich im Jahre zwei tausend und drei zehn geschlossen hat.

00:06:49: Das haben die auch vorher immer wieder gesagt, also mit anderen Worten das Zeitfenster um etwas sozial verträglich umzubauen war irgendwann tatsächlich zu.

00:06:58: Und dann die Botschaft alles was wir jetzt quasi verschleppen dass wird hinterher in der Umgestaltung umso brutaler werden und das sehen wir doch heute so.

00:07:08: Es ist natürlich die ganz spannende Frage warum ist es nicht zum Zuge gekommen obwohl es ehrlich gesagt allen halben bekannt war Und ich kann mir das eigentlich nur so erklären, dass es nicht tatsächlich in dem Sinne spürbar war.

00:07:22: In unserem Alltag.

00:07:24: Es war eine theoretische Diskussion.

00:07:26: Das war eine Vorhersage für das Jahr zwei tausend zwanzig.

00:07:30: Zwei tausendsweinzwanzig, zweitdreienzwanziger vier und dann weitergehend ist eine Vorheirsage.

00:07:35: Dann hat man das eigentlich durchaus wohl zur Kenntnis genommen.

00:07:39: aber es ist dann im operativen Tagesgeschäft unseres Lebens unserer Arbeitswelt, unseres politischen Agierens untergegangen.

00:07:48: Da gab es immer wieder was anderes, das dazu geführt hat dass es viel dringender ist zu bewältigen und natürlich haben wir das auf dem Schirm aber das haben wir schon... Es wird schon werden!

00:07:58: Und es gab durchaus auch eine Reihe von Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen.

00:08:03: die haben das auch nicht ernst genommen.

00:08:05: Also wie häufig habe ich Ihnen Interviews gehört?

00:08:07: Ja, ich hab das wohl gehört.

00:08:09: Aber ganz ernsthaft, wir haben gedacht es kommt schon nicht.

00:08:11: Das wird schon nicht so schlimm werden.

00:08:13: Dann habe ich immer gedacht Hallo!

00:08:14: Ich meine demografische Daten kannst du jetzt nicht einfach so vom Tisch wischen.

00:08:18: Ich meine Kinder die nicht geboren worden sind vor fünfzig Jahren, die werden auch heute keine Eltern sein und die werden noch heute nicht auf dem Arbeitsmarkt sein Und eine Alterung vollzieht sich dann automatisch.

00:08:29: Also ich meine, das ist eigentlich eine Zwangsläufigkeit aber am Ende des Tages ist es so.

00:08:33: Es ist immer untergegangen und viele fragen mich auch immer wie kommen sie denn darauf dass sich das Zeitfenster schon vor mehr als zehn Jahren geschlossen hat?

00:08:42: Naja also da müssen man sich einfach nur die demografischen Daten nehmen und dann sieht man Abwand tatsächlich die Abgänge, die Alterung wirklich einsetzt und die Abgänge einsetzt.

00:08:51: Und dann rechnet man zurück bei einem Sozialversicherungssystem wie lange braucht man um beispielsweise eine Parallelabsicherung aufzubauen, die dann tatsächlich auch hilfreich ist und die stabil ist?

00:09:04: Wenn man das quasi zurückrechnet, kommt man relativ schnell auf das Jahr zehnt, in so dieser Range.

00:09:13: Es gab durchaus einen eine große Kommission der Robert Bosch-Stiftung mit einem entsprechenden Gutachten, die da nochmal im Jahre zwölf noch einmal dezidiert darauf hingewiesen hat.

00:09:28: Wir sind eine Minute vor zwölfe und man hat es auch zur Kenntnis genommen ist gut diskutiert worden aber passiert ist dann leider nichts.

00:09:39: Wen genau meinst du mit Mann?

00:09:42: Jutta?

00:09:43: Mann, meine ich jetzt im Sinne von MAN.

00:09:47: Also da meine ich einerseits Politiker und Politikerinnen in auch Spitzenfunktionen.

00:09:55: Ich meine damit auch das Thema Gewerkschaften und Verbände.

00:10:02: Ich mein damit auch die Kammern.

00:10:04: Ich mehne damit ehrlich gesagt auch Führungskräfte Top-Führungskräfte in Unternehmen Und ich meine ehrlich gesagt uns treiben.

00:10:13: Also jeden, wir alle gemeinsam!

00:10:16: Ich will niemanden wirklich die alleinige Schuld zuschieben sondern ich sage einfach wir alle gemeinsamen haben das mal zur Kenntnis genommen einige mehr einige weniger aber handeln hat sich nicht

00:10:27: vollzogen.".

00:10:28: Das heißt selbst in den zwanzig dreizehn gehst du davon aus dass die Informationen von denen du gerade sprachst die ihr mit Institutionen geteilt habt eigentlich auch in der ähnlicher Form und Güte beim Endverbraucher angekommen sein sollten, um dann in entsprechende individuelle Maßnahmen übersetzt zu werden?

00:10:44: Ja ich denke schon.

00:10:45: Also ich sage mal es ist nicht so dass das in der Schublade verschwunden ist.

00:10:49: Es gab immer schon Artikel in Zeitungen.

00:10:54: Damals war das Netz ja jetzt noch nicht so ausgeprägt wie es heute ist und Social Media gab's ja in dem Sinne auch noch nicht, aber wer sich ein bisschen informiert hat oder hätte das sehen können absolut.

00:11:06: Ich habe mal, es gibt ja den deutschen Arbeits- und Sozialminister damals Norbert Blüm, der damals ich weiß, in den Achtziger Jahren oder noch früher gesagt hat.

00:11:14: Die Rente ist sicher und das war damals schon falsch.

00:11:17: Ja, das wussten wir eigentlich damals schon.

00:11:19: Und trotzdem hat er's gesagt und es wiegt natürlich viele Menschen in Sicherheit, in einer Scheinsicherheit da.

00:11:24: Ja aber weißt du also in der Zeit von Norbert blüm gut okay?

00:11:29: Aber wenn wir jetzt mal in die zweitausender Jahre hineingehen Wenn man sich das mal so betrachtet, die Anfang von zweitausend bis zweitausend und acht oder so.

00:11:39: Die standen wirklich sowohl in der Experten-Diskussion aber auch wenn man die Medien sich anschauen schon sehr stark vor dem Hintergrund.

00:11:50: was kommt da auf uns zu demografisch?

00:11:52: Also ich komme jetzt nun natürlich aus der Wissenschaft.

00:11:55: und dass die Jahre zwei tausende bis zwei Tausende oder Ende der neunziger bis ich sage mal zwei tauschend acht so Das waren ungefähr zehn Jahre, die waren wirklich in der Demografieforschung.

00:12:07: Ich würde mal fast behaupten, alles was demografisch relevant ist, ist in diesem Jahrzehnt durchgeforscht worden.

00:12:14: Also wir haben da kein Erkenntnisproblem mehr gehabt!

00:12:17: Spätestens im Jahrzustand gab es keine Erkenntnissprobleme mehr.

00:12:20: Wir hatten eine Umsetzungsherausforderungen und es war allen halben bekannt Und es ist nichts passiert.

00:12:28: und dementsprechend haben wir wertvolle zehn Jahre oder vielleicht sogar noch länger, also wenn wir zwei dreizehn als Stichjahr mal nehmen.

00:12:37: Haben wir annähernd zehn bis fünfzehn Jahre ein schlichtweg einfach vertrödelt.

00:12:45: Ich sage mal so ich weiß gar nicht möchte eigentlich niemandem Vorwurf machen aber am Ende des Tages es ist schon durchaus ein Versagen von einer Reihe von Institutionen und wir haben damit auch wertvolle Zeit einfach verstreichen lassen.

00:13:04: Und das ist jetzt die Suppe, die wir jetzt auszulöffeln

00:13:07: haben.".

00:13:08: Welche Maßnahmen hätte du dir damals erwartet oder wird es vielleicht doch heute erwarten?

00:13:13: Du hast gesprochen von Gewerkschaften, von Arbeitgebern und der Politik.

00:13:18: Wie würde sich eine Maßnahmenempfehlung heute von einer Maßnahmenempfehlung Anfang der Zweitausende unterscheiden?

00:13:26: Ich hätte mir gewünscht dass wir so früh wie möglich das Sozialversicherungssystem umgebaut hätten und zwar nicht nur im Sinne von einer Rista- und Rührubrente, sondern dass wir von Anfang an sehr viel konsequenter dieses drei Säulenmodell was jetzt angedacht wird.

00:13:42: auch dort schon in die Wege geleitet hätte.

00:13:44: Dann hätten wir annähernd fünfzehn Jahre gehabt, um eine zweite und auch eine dritte Säule aufzubauen.

00:13:51: mit der Riesse- und Rhyroprente ist ja der Versuch unternommen worden, die private individuelle Säulen ein bisschen zu unterstützen aber es gab eben keine betriebliche Säune.

00:14:00: also das Thema der betrieblichen Altersversorgung als verpflichtendes Element reinzunehmen, hätte man durchaus vor fünfzehn Jahren schon in den Blick nehmen können, weil die Zahlen waren eigentlich relativ offen.

00:14:10: Die war nicht nur relativ, sie waren ziemlich eindeutig.

00:14:13: das hätte ich mir gewünscht.

00:14:15: Das gleiche gilt im Übrigen auch für das Thema der Krankenversicherung.

00:14:20: Auch das war dort schon sehr bekannt was eine demografische Entwicklung macht mit einer Krankenversicherung, die so aufgebaut ist wie sie aufgebaut.

00:14:31: Also das beispielsweise der Break-even einer Krankenversicherung liegt ungefähr beim Alter von dreiundsechzig.

00:14:37: Wenn man vor dreiundsächsig ist, gibt man eher was rein und nimmt weniger raus.

00:14:41: wenn ich älter als dreiund sechzig bin dreht sich das Ganze.

00:14:44: das heißt Ich nehme mehr raus als ich reingebe.

00:14:47: Und wenn man dann die Demografie drauf spiegeln lässt Dann sieht man dass die Gruppe der Älter werden denn die Grö also die Gruppen der über Dreiundsechsigjährigen Die wird einfach deutlich wachsen und damit merkt Man Dass Das ganze in Schieflage kommt alleine nur Von demografie aus.

00:14:59: Wenn man das weiß, dann kann man sich auch überlegen wie baut man ein solches System um und wie hält man es stabil insbesondere wenn man sich dann noch anschaut.

00:15:08: Wie ist in den Grundpfeilern aufgestellt?

00:15:10: Das war schon sichtbar.

00:15:11: Entschuldigung also hätte man letztendlich ganz wunderbar umbauen können.

00:15:16: Das gleiche gilt natürlich auch für die Pflegeversicherung.

00:15:18: Die haben wir jetzt im Laufe der Jahre in den letzten Jahren umgebaut.

00:15:21: aber auch das war sicherlich mit dem demografischen Daten bereits seit Jahrzehnten absolut klar und sichtba als solches.

00:15:28: Das nächste ist natürlich auch, wie sieht es eigentlich aus wenn wir eine älterwährende Belegschaft haben und dann das Renteneintrittsalte aus?

00:15:38: Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

00:15:41: Also auch da hat es natürlich schon Dinge gegeben, wie beispielsweise das Heraufsetzen auf siebenundsechzig und dann das tatsächliche gelebte Renteneintrittsalter ist dann auch durchaus angestiegen.

00:15:54: Das muss man schon ganz klar sagen aber auch mit dem Hinweis wir sehen dann Arbeitsbedingungen aus.

00:16:00: Wir sehen Schichtmodelle aus vor diesem Hintergrund also da sind wir auch dabei.

00:16:08: In einigen Betrieben hat das stattgefunden die sich natürlich durchaus auch klar geworden sind, dass wenn sie eine Konstanz haben wollen in den Betrieben.

00:16:19: Auch mit einer älter werdenden Belegschaft und die Wirtschaftskraft und auch die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleiben muss.

00:16:27: Dann muss ich natürlich da rein investieren.

00:16:30: aber es war durchaus etwas von denenjenigen, die eher proaktiv mit solchen Dingen umgehen.

00:16:35: Es war einfach nicht so auf der Agenda und jetzt passiert das dann stattessen.

00:16:40: und dann der nächste Punkt war dann sicherlich auch die Frage, wie gestaltet man einen Arbeitsmarkt vor diesem Hintergrund?

00:16:48: Und da muss man auch schon ganz klar sagen das Durchschnittsalter in den Betrieben ist gestiegen.

00:16:53: Der Anteil von Menschen, die älter sind also jenseits der Sechzig in den betrieben ist in den letzten Jahren auch durchaus sehr stark angestiegen.

00:17:01: aber wenn ich mit Mitte Fünfzig aus dem Arbeitsleben herausgeschleudert werde und auf dem externen Arbeitsmarkt ankomme.

00:17:10: Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit diesem Alter in eine neue Anstellung komme ist genauso gering und genau so schwierig wie das übrigens vor zwanzig Jahren schon war.

00:17:21: da hat sich übrigens nicht viel geändert.

00:17:24: also mit anderen Worten wir kommen jetzt ins tun weil der Handlungsdruck jetzt so elementar groß ist.

00:17:33: Also mit anderen Worten, wir sind jetzt in einem Muster unterwegs.

00:17:37: Das hätte ich mir so gewünscht dass das nicht passiert.

00:17:39: Wir sind in einem rein reaktiven Muster unterwegs und wir hätten viele viele viele Jahre Zeit gehabt präventiv Und pro aktiv an dieses Thema heranzugehen und das haben wir einfach Nicht auf der Agenda gehabt.

00:17:56: Jetzt hattest du Eingangs auch angesprochen.

00:17:58: Es gibt ja Trends, die ihr beobachtet und es gibt ja die Möglichkeit daraus Ableitungen zu treffen so dass man zumindest ein Stück weit in diese Zukunft schauen kann.

00:18:07: Welche Trends siehst du aktuell?

00:18:10: Die uns in den nächsten Jahren beschäftigen werden?

00:18:13: Und was wird das für Implikation haben, dass wir vielleicht besser vorbereitet sind und jetzt besser weichen stellen können als wir es damals, vorhin damals gemacht haben im Hinblick auf die Demografie jetzt nicht nur auf demografie beschränkt.

00:18:26: ja so ein ganz grundsätzlich.

00:18:28: Ja und jetzt kommen wir zu einem Thema.

00:18:30: natürlich gibt das eine ganze Reihe von Trends, die gleichzeitig also mit der Gleichförmigkeit auch wirken und sich teilweise ehrlich gesagt auch widersprechen beziehungsweise auch kontrovers zueinander stehen.

00:18:43: am Ende des Tages Und jetzt mache ich ne kleine Rolle rückwärts wenn ich ganz ehrlich sein soll auf uns einströmt, da müssen wir auch Prioritäten setzen.

00:18:54: Wir können nicht alles zur gleichen Zeit mit den gleichen Ressourcen machen und das bedeutet, wir müssen uns darüber im Klaren werden dass wir Prioritäten setzten und eine Entscheidung darüber fällen welche dieser Trends Wichtiger sind.

00:19:17: und was ist das?

00:19:18: Es sind Aushandlungsprozesse, die da auch eine Rolle spielen.

00:19:21: Aber um einfach mal ein Stück weit vier zu nennen von denen ich der Ansicht bin dass wir die auf jeden Fall auf der Agenda haben müssen Und Die auch tatsächlich bewältigen müssen Das Eine Ist Das Thema, was wir gerade hatten, Demografie.

00:19:36: Ich glaube da müssen wir nicht mehr darüber reden, ich glaube das sind wir relativ klar und jetzt hier hoffentlich auch einig was das Thema betrifft.

00:19:43: Das zweite ist das Thema der digitalen Transformation also Digitalisierung künstlicher Intelligenz.

00:19:50: Das dritte ist natürlich das Thema de ökonomischen Entwicklung.

00:19:54: die sind im Moment extrem turbulent die übrigens ganz stark auch verwoben sind mit der Thematik, der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz.

00:20:04: Und auch verwobben sind mit einer demografischen Entwicklung.

00:20:08: und das Vierte was wir in der auf die Agenda setzen müssen ist das Thema der ökologischen Entwicklungen also Klimawandel beispielsweise.

00:20:17: und auch die Ökologische thematik ist verwoben mit den ökonomischem ist verwoben letztendlich auch mit den technologischen Themen.

00:20:26: Beispielsweise, was alle drei miteinander verbindet ist das Thema Energie.

00:20:30: Digitalisierung und künstliche Intelligenz braucht Energie.

00:20:34: Das ist ein ganz, ganz wichtiger Stoff dafür.

00:20:37: Und der Energieverbrauch, der damit verbunden ist, ist ja auch nicht unwesentlich.

00:20:42: Gleichzeitig ist Ökologie und Ökonomie im Sinne von Geschäftsmodellen, Prozessen

00:20:47: etc.,

00:20:47: miteinander verknüpft.

00:20:49: Und wenn wir gleichzeitig feststellen, dass die Digitalisierung und die künstliche Intelligenz natürlich Einfluss auf Ökonomie nimmt.

00:20:55: Auf Geschäftsmodelle nimmt auch Wettbewerbsfähigkeit nimmt letztendlich sogar auf das Thema der Globalisierung nimmt dann sieht man wie das alles irgendwie miteinander eigentlich greift.

00:21:05: und diese Komplexität also ich muss sie alle auf dem Schirm haben und ich muss gleichzeitig die Wechselwirkung Und das denke ich ist unsere Agenda für die nächsten Jahre.

00:21:20: Gibt es da Modelle, die sozusagen in denen ihr diese ganzen Dimensionen gleichzeitig auch betrachten und simulieren könnt?

00:21:28: Also so Szenario Rechnungen oder wie muss ich mir das vorstellen, wie ihr da arbeitet.

00:21:33: also wir arbeiten erst einmal im Sinne von einer Exploration.

00:21:36: Wir versuchen erstmal diese Wechselwirkungen aufzulisten indem wir eine Interdependenz Darstellung machen.

00:21:45: Also wir schreiben diese unterschiedlichen großen Trendplöcke hin, überlegen uns welche Unterentwicklung und Untertrends gibt und versuchen dann quasi sichtbar zu machen wie die alle miteinander vernetzt sind.

00:21:58: Da legen wir keine Zahlen hinter sondern versuchen das erst mal als Big Picture sichtba zu machen um zu gucken wie wirkt es eigentlich ohne eine Aussage dazu zu treffen in welcher Stärke die miteinander wirken.

00:22:13: Aber erst einmal dieses Big Picture zu machen und da muss man ganz klar sagen, das haben wir schon eigentlich immer gemacht.

00:22:18: also ich hätte auch immer gesagt dass wir eine Stärke hatten und haben diese Komplexität für uns sichtbar zu machen Und diese Wechselwirkung zu identifizieren und in anführenden Strichen aufzumahlen.

00:22:31: Jetzt hilft natürlich die künstliche Intelligenz immens dabei.

00:22:35: Also das muss man schon sagen Das ist schon toll, wenn man das so betrachtet.

00:22:40: Wenn man das dann quasi reingibt und sagt kannst du es noch mal ein bisschen schärfen richtig?

00:22:44: Kannst du mir dann im Prinzip ein Stück weit Einschätzung geben und mit der KI zusammen solche Modelle zu bauen?

00:22:52: Und da merkt man schon dass das menschliche Gehirn also die menschlichen Intelligenz ist schon nicht schlecht aber in der Kombination mit der künstlichen Intelligenz ganz ernsthaft!

00:23:01: Da ist eine unglaubliche Hebel drin.

00:23:03: Also da merken wir auch wie Wie präziser man auch wird und wie passgenauer das wird.

00:23:11: Und dann kommt da plötzlich nochmal ein weiterer Hinweis hin, und noch mal eine weitere Perspektive wird aufgemacht in der man dann quasi auch in der menschlichen Intelligenz im Team noch einmal darüber diskutiert.

00:23:22: Wenn man das mal so betrachtet würde ich sagen dass wir im Team... eine Fülle von menschlicher Intelligenz haben, die wir auch miteinander verknüpfen im Sinne der Schwarmintelligenz.

00:23:32: Aber wir freuen uns auch seit dreieinhalb Jahren auch Kollegen und Kolleginnen dem Team zu begrüßen, die der künstlichen Intelligenzwelt

00:23:39: angehören.".

00:23:41: Also die Kombination hat das ist schon angesprochen Mensch-und Maschine an dieser Stelle, die den größten Hebel hat jetzt in den von ihr genannten Trendsdemografien, Digitalisierung ökonomische Entwicklungen, ökologische Entwicklungen.

00:23:56: Da kam der Begriff, kannst dich Intelligenz jetzt direkt nicht vor.

00:23:58: Ich vermute da steckt in der Digitalisierung drin aber ist natürlich momentan so in aller Munde und gibt ja die unterschiedlichsten Aussagen KI nimmt eher Jobs weg.

00:24:09: Die anderen Sachen dafür gibt es überhaupt noch gar kein Beleg.

00:24:13: wie schaust du auf künstliche Intelligenz?

00:24:15: Und also bisschen hat das das ja gerade eben schon beschrieben dass es den, dass ich dann Hebel geben kann.

00:24:20: Aber grundsätzlich wie wird es diesen Arbeitsmarkt fundamental beeinflussen.

00:24:27: Ich würde gerne mal mit einer ganz langweiligen Sache anfangen, ja?

00:24:32: Also ich glaube wenn man sich dieser Thematik...ich nenne das mal digitale Transformation als Oberbegriff.

00:24:38: Wenn man sich der nähert, würde ich als allererstes zwei Dinge klären wollen.

00:24:44: Das erste ist Was verstehen wir darunter?

00:24:47: Wir verstehen unter der Thematik der digitalen Transformation erst einmal zwei Ausprägungen.

00:24:53: Das erste ist die digitale Automatisierung, also mit anderen Worten es sind ganz bestimmte Prozesse oder Prozessschritte, die tatsächlich eine sehr starke Routine beinhalten, repetitierbare Aufgaben und Tätigkeiten beinhalten, die immer nach einem gleichen Muster ablaufen.

00:25:10: Und da haben wir das Potenzial der digitalten Automatisierung.

00:25:13: Diese digitale Automatisierung übernimmt das Ganze, die KAPA sozusagen und der Mensch wird rausgedrückt.

00:25:19: Und es ist quasi dieses System was quasi dazu beiträgt dass dieser Prozess dieser Prozesschritt in diese Automatisierung abläuft.

00:25:27: da würde ich jetzt zwei Unterkategorien aufmachen.

00:25:30: Das eine kann sein Es läuft einfach so ab.

00:25:32: dann würde Ich sagen das ist eine digitale automatisierung Die dumm ist und Dann Kann Ich die Natürlich auch noch mit einer Intelligenz versehen, das heißt mit jedem Durchlauf quasi lernt das System und verbessert sich in sich selbst so nach dem Motto.

00:25:46: Das ist für mich die eine Seite.

00:25:48: Die andere Form ist es für mich – und das würde ich tatsächlich davon trennen – die künstliche Intelligenze als Assistenzsystem.

00:25:54: Das bedeutet, ich bin weiterhin dort als Mitarbeiterin, als menschliche Intelligenz.

00:25:59: Aber Ich werde ergänzt durch ein Assistenzsystem und ich möchte das auch genauso verstanden wissen.

00:26:04: Ein Assistenzesystem und dieses Assistenze System macht mir das Leben leichter.

00:26:10: Das sammelt für mich Daten, das wertet die Daten aus, das erkennt Muster und auf der Muster Erkennung stellt das vielleicht Texte, Entscheidungsvorbereitungen unterstützt mich im wahrsten Sinne des Wortes in einer ganz, ganz hohen Qualität als solches.

00:26:28: Und die Qualität wird da hoffentlich auch immer besser.

00:26:31: Das würde ich jetzt erstmals unterscheiden wollen.

00:26:33: und die zweite langweilige Thematik, die ich da jetzt leider noch reinbringen muss ist dass ich immer eine Voraussetzung habe und ich muss meine Hausaufgaben machen und der wirklich saubere Einstieg in diese Welt die gute alte Prozessanalyse.

00:26:50: Das heißt, das erste was ich machen muss ist... Ich muss das, was ich dort habe diese Prozesse, die muss sich sauber auflisten!

00:26:57: Die muss ich sauber dokumentieren!

00:26:59: Die muß ich saber analysieren!

00:27:01: Ich muß die Schnittstellen, die damit verbunden sind, identifizieren und benennen und auch beschreiben.

00:27:09: Dann muss ich auf diesen jetzt dokumentierten Prozess, muss sich eine Prozessoptimierung legen also gucken wo kann ich es besser machen?

00:27:17: Da muss ich versuchen dort wo es möglich ist Standardisierung und Harmonisierung reinzubringen.

00:27:22: und wenn ich das ganz sauber gemacht habe dann beginne ich diesem Prozess zu hacken oder zu zerstückeln Und dann gehe ich hin und überlege mir Wo hab ich das Potenzial für eine digitale Automatisierung.

00:27:35: Und wenn ich das quasi identifiziert habe, schaue ich mir dann an.

00:27:39: An welcher Stelle kommt der Einsatz der künstlichen Intelligenz als Assistenzsystem rein und dass was übrig bleibt?

00:27:46: Das ist original menschlich so.

00:27:48: diese Fleißarbeit Diese Pflicht, diese Fleißarbeit die muss ich immer am Anfang machen.

00:27:55: Ansonsten ist es ehrlich gesagt weder effektiv noch effizient als solches und da muss sich das Verbrennen von Geld.

00:28:02: Das ist dann ehrlich gesagt Trial and Error im Sinne von nicht systematisch und nicht strukturiert und schwierig ganz schwierig also diese Fleissarbeit ist vorher zu tun.

00:28:12: so wenn ich das mache und ich mache dass in dieser Form dann habe Klare Aussagen über Kapazität.

00:28:19: Dann habe ich klare Aussage darüber, welche Kompetenzen und Qualifikationen dann notwendig sind und die dann tatsächlich auch bei Menschen sind.

00:28:28: Und dann hab' ich eine Sympiose aus Mensch und Technik – und das ist der Wettbewerbshebel!

00:28:36: Auch im globalen Wett bewerb'.

00:28:38: Und da sind wir in Deutschland noch gar nicht so schlecht aufgestellt.

00:28:41: Ich meine, wir lieben Prozesse!

00:28:43: Wir lieben Effektivitäten und Effizienzen.

00:28:45: Wir sind auch richtig super in dieser Welt unterwegs ne?

00:28:48: Ich meine ich kenne kaum einen Standort der zumindest bis vor Kurzem so prozessverliebt war.

00:28:54: also haben wir doch echt und gleichzeitig haben wir eine solide Auf der breiten Basis gute Qualifikationen in unserer Gesellschaft.

00:29:04: Es gibt kaum ein Land, was tatsächlich Beruflichkeiten so klar definiert haben und ein solches professionelles Bildungssystem in unterschiedlichen Facetten drauf setzt.

00:29:16: Also mit anderen Worten wir sind da eigentlich ganz gut unterwegs.

00:29:20: natürlich können wir immer besser werden und natürlich ist jetzt auch zu gucken wie wir das schärfen und welche.

00:29:24: die zentralen Kompetenz und Qualifikation der Zukunft sind gar keine Frage aber die grundlegenden Hausaufgaben Die haben wir eigentlich schon gemacht, wenn man so auf das System guckt.

00:29:36: Ich finde es extrem spannend.

00:29:37: also was ich aus der... Was ich aus deiner Antwort gerade heraus interpretiert habe, ich weiß nicht ob das stimmt ist dass ja diese Prozessanalyse von der du beschreibst, dass sie tatsächlich notwendig ist und ich sehe das genauso wie du die scheint etwas sehr individuelles zu sein.

00:29:54: Also, da gibt's wahrscheinlich schon Kategorien die man dann bilden kann innerhalb eines Wirtschafts und dann vielleicht auch innerhalb von Sektoren.

00:30:04: Aber höre ich dabei heraus dass du gar nicht so global galaktisch sagen kannst also sowas wie in den Medien wird propagiert oder es wird manchmal zur Diskussion gestellt sind das bis zu Achtzig Prozent alle Arbeitsplätze wegfallen werden und die anderen zwanzig Prozent verändern sich wenn du diese Ideen von dir oder diese Thesen die du gerade mit uns geteilt hast, einfach mal auf Deutschland beziehst.

00:30:26: Also wie siehst du das denn konkreter?

00:30:28: Welche Arten von Jobs auch prozentual?

00:30:31: Was fällt weg?

00:30:32: Was verändert sich und was wird neu geschaffen?

00:30:34: Womit dürfen wir rechnen in zehn Jahren?

00:30:37: Mir stellt man häufig die Frage dass ob achtzig Prozent der Berufe ins Zukunft wegfallen.

00:30:42: Das falte ich für schlichtweg falsch.

00:30:46: Ich glaube, dass achtzig bis fünfundachtzig Prozent unserer Tätigkeiten, einer Veränderung unterworfen sind.

00:30:53: Und ich glaube, ehrlich gesagt auch das ein Großteil unserer Beruflichkeiten diesen Veränderungen mit diesem Veränderungskonfrontiert sind.

00:31:02: aber es bedeutet nicht dass sie wegfallen.

00:31:04: Das glaube ich definitiv nicht.

00:31:06: Es gibt ein paar die werden wir so nicht mehr haben.

00:31:09: Das glaube Ich tatsächlich.

00:31:10: Also insbesondere wenn man sich anschaut Berufe Die sehr stark damit verbunden sind Routinen abzuarbeiten.

00:31:25: Also, wo das wirklich auf eine reine Routine ist und da bleibt auch nicht mehr viel für den Menschen übrig.

00:31:31: Da wird zumindestens dieser Beruf einer starken Veränderung unterworfen sein und es kann auch sein dass dieser Beruf wegfällt.

00:31:38: Das kann durchaus sein aber es sind ehrlich gesagt nicht so viele.

00:31:43: Ich würde mal sagen die meisten von uns müssen sich schon damit auseinandersetzen dass in den nächsten fünf bis nächsten zehn Jahren, also es kommt immer noch an wie schnell wir sind.

00:31:55: Aber ich würde lassen wir uns geben einfach mal die fünf Jahre das in den letzten fünf Jahren Die Berufsfelder sich verändern werden Mal mehr oder mal weniger.

00:32:07: Also nicht gehen, so hast du mich auch nach Beispielen gefragt.

00:32:09: Dann möchte ich dir auch ein paar Beispiele geben.

00:32:11: Wir haben beispielsweise in den letzten drei Jahren uns sehr intensiv mit dem Bankensektor beschäftigt.

00:32:18: Wir hatten ein großes Forschungsprojekt da ging es um auch dieses Thema digitale Automatisation und künstliche Intelligenz als Assistenzsysteme.

00:32:27: was hat das für einen Einfluss auf die Prozesse?

00:32:31: So sind wir eigentlich erstmal reingegangen auf die prozesse.

00:32:33: Und was bedeutet das?

00:32:38: Da muss man natürlich schon sagen, dass in ganz bestimmten Teilfunktionen von Banken das Substitutionspotenzial also die Technik tatsächlich übernimmt zwischen dreißig und fünfzig Prozent liegt.

00:32:52: Aber es gibt andere Teilfunctionen.

00:32:54: in einer Bank da ist es gerade mal zehn Prozent.

00:32:57: Also Beispiel für die Insider, wenn man im Hintergrund sowas macht wie Marktfolge.

00:33:05: Also spreche ich über Prüfe bestimmte Dinge als solches.

00:33:08: Ich gebe ganz bestimmte Empfehlungen auf der Basis von ganz bestimmten Prozessen, die vordefiniert sind.

00:33:14: dann ist das Substitutionspotenzial höher.

00:33:17: also wenn ich direkt beim Kunden bin und direkt mit dem Kunden zusammen arbeite um eine ganz spezifische Situation des Privatkunden oder des Firmekunden zu besprechen.

00:33:26: Da habe ich natürlich ein ganz anderes, da hab' ich einen System als Assistent dabei.

00:33:30: aber das eigentlich geht es um diese Interaktion und diese individuelle Situation dafür eine Lösung zu finden.

00:33:36: Also oder aber jetzt gehen wir mal aus der Bank heraus wenn ich in die Versicherung gehe, wenn es da ganz bestimmte Prozesse gibt, die in der Schadensabwicklung sind dann kann nicht ganz klar auch diese Routinen identifizieren.

00:33:51: Oder Aber Wenn Ich Inne Übersetzung hineingehe?

00:33:55: als solches.

00:33:56: Ich meine, wir alle kennen die künstlichen Intelligenzen, die quasi täglich besser werden wenn es um das Thema des Übersetzens geht und auch ehrlich gesagt nicht nur das sukzessive übersetzen sondern auch das simultanen zu übersetzen.

00:34:08: Auch da haben wir das aber überhaupt gar nicht so.

00:34:11: also wir haben jetzt ein paar Berufe, aber geht doch mal in meinen Beruf!

00:34:14: In meinem Beruf der Wissenschaft oder der Transfers und auch der Lehre wird bei mir aufschlagen.

00:34:23: Ich habe beispielsweise zehn Assistenten und Assistentinnenstellen, von denen ich im Moment sieben besetzt habe mit Menschen.

00:34:31: Und viele Jahre bin ich durch die Welt gelaufen und hab gesagt ja am Fachkräftemangel!

00:34:35: Also ich such immer noch gute Leute.

00:34:37: so ist das nicht ne?

00:34:38: Aber ich habe mittlerweile künstliche Assistentin seit dreieinhalb Jahren im Team und die werden stetig besser.

00:34:46: Wir merken einfach tatsächlich dass wir diese drei Stellen vielleicht gar nicht mehr besetzen müssen Weil wir genau die haben.

00:34:55: Oder wenn ich in der Lehre bin, wie sieht mein Alltag aus?

00:34:59: Ich stehe da vorne und erzähle was... ...ich meine ganz ernsthaft!

00:35:06: Die Standardwissen muss ich nicht mehr erzählen.

00:35:08: Aber was ist dann der Alltag in der Leere?

00:35:11: Das wird ein völlig anderer sein.

00:35:13: So um nur mal ein paar Beispiele zu sagen.

00:35:16: Und die Voraussetzung dass sich eine verlässliche Pognose mache in Anführungsstrichen verlässlich, ist doch erst einmal das ich den Prozess verstehe und dass sich das Potenzial der Technik in Kombination mit dem Prozess zusammenbringe.

00:35:32: Und dann kann ich auch eine Ableitung machen.

00:35:36: Dann kann ich das tatsächlich auch identifizieren.

00:35:39: um es mal deutlich zu sagen, das ist natürlich durchaus eine höchst individuelle Sache aber wir wissen noch auf das im bestimmten Branchen Und damit auch in bestimmten Funktionen innerhalb von Unternehmen einer Branche, bestimmte Prozesse nach ähnlichen Mustern ablaufen.

00:35:56: So und wenn ich das identifiziere dann kann ich durchaus auch Lösungen produzieren und Lösungen anbieten.

00:36:04: die sind da nicht mehr nur individuell sondern die können dann halbin individuell sein oder sie können auch standardisiert sein und damit sind Sie ehrlich gesagt was die Implementierung betrifft kostengünstiger und sind dann nicht nur was für Großbetriebe oder wirtschaftlich sehr wohl solvente Betriebe, sondern dann ist es tatsächlich irgendwann in Flächeneffekt.

00:36:26: Wenn du jetzt vor dem Hintergrund, den du gerade eben beschrieben hast, was sich da verändern wird wenn jetzt gerade junge Menschen vielleicht so bei der Wahl sind okay?

00:36:38: Was sollen sie für einen Beruf wählen?

00:36:39: oder noch früher Ausbildung versus Studium versus welche Richtung?

00:36:44: Was wird es zu denen mit auf dem Weg geben, welche Kompetenzen werden vielleicht wichtiger in Zukunft und welche werden vielleicht unwichtiger werden?

00:36:53: Also nicht komplett wegfallen.

00:36:55: Vielleicht aber siehst du da was gibt's da was?

00:36:58: Ja also das erste was ich natürlich immer sagen würde ist guckt auf eure stärken.

00:37:05: Ganz ehrlich.

00:37:05: Guckt auf eure Stärken!

00:37:07: Das ist das allerwichtigste.

00:37:09: Und wenn die Leute sagen wie soll ich das erkennen?

00:37:12: dann würde ich sagen Wann vergesst ihr Zeit?

00:37:15: Wenn ihr was tut.

00:37:17: Also wenn ihr was was tut, wann vergisst ihr Zeit?

00:37:20: und denkt euch guck mal!

00:37:22: So spät ist jetzt schon.

00:37:24: Dann hat einem das grundsätzlich schonmal Spaß gemacht und wenn einem etwas Spaß macht dann sollte man davon ausgehen dass da irgendwie durchaus Bezug zu einer Stärke sein könnte.

00:37:35: Und dann und dann zu schauen, wofür finde ich?

00:37:37: Beruflichkeiten die genau das schon auch mehr oder weniger als wird ja nicht immer hundert Prozent passen.

00:37:42: aber dass sich da schon mal sage Ja das passt Da habe ich eine gewisse Passgenauigkeit Das wäre eigentlich ganz gut so.

00:37:49: dass zweite ist Die Frage ist welche Kernkompetenzen sind ganz entscheidend in dieser Welt der Digitalisierung unter künstlichen Intelligenz.

00:38:04: Lass uns das mal jetzt mal gerade rausrengen, wenn wir sagen dass es ein zentraler Megatrend und der wird mehr oder weniger fast alle Tätigkeiten und Berufe irgendwie beeinflussen.

00:38:15: Das wird irgendwie immer irgendwie mehr oder wenige auftauchen.

00:38:18: dann ist doch die Frage welche wesentlichen Kompetenzen braucht es in diesem Zusammenhang?

00:38:23: Und jetzt kommt etwas.

00:38:24: ich weiß da streite Ich mich ganz häufig mit auch mit meinen Kollegen und Kolleginnen.

00:38:30: Ich bin der Ansicht, dass Fachkompetenz und Fachwissen in Zukunft umso wichtiger ist.

00:38:37: Und lasst mich das mal an einem Beispiel sichtbar machen.

00:38:41: oder nehme ich uns und mich mal in den Blick.

00:38:45: so wir arbeiten im Team.

00:38:46: Ich hatte es schon gesagt seit mehreren Jahren mit Kunst also in der digitalen Automatisation aber auch vor allen Dingen in der künstlichen Intelligenz als Assistenzsystem.

00:38:55: Das ist auch unsere Realität.

00:38:57: Und ich habe gemerkt, dass am Anfang die das Niveau hatten wie ein Kindergartenkind aber in einer unglaublichen Geschwindigkeit haben.

00:39:05: Die sich entwickelt zu einem zu einem Experten und eine Expertin also kann so richtig sehen wie diese künstliche Intelligenz Das Niveaux wirklich stetig In einer unglaublichem Geschwindigkeit angestiegen ist.

00:39:18: So wenn ich heute mit einem meiner Assistenten auf der künstlichen Seite zusammen arbeite dann bekomme ich irgendwann einen Text.

00:39:28: Und diesen Text, das ist ja letztendlich etwas, das hier ein Vorschlag den lese ich dann und dann stelle ich fest mittlerweile dass sich ein wirklich dezidiertes Fachwissen brauche um Wort für Wort Satz fürs Satz kontrollieren zu lesen um herauszufinden ob das was du sagst so eloquent dargelegt wird, auch tatsächlich richtig ist.

00:39:56: Und weil das so eloquent rüberkommt überliest man gerne mal was.

00:40:01: also sitze ich dann da Wort für Wort und Satz für Satz bin mittlerweile soweit dass ich mir sogar schon wieder ausdrucke und dann daneben was schreibe.

00:40:10: so die gute alte Papier kommt plötzlich wieder zum Einsatz und dafür brauche ich doch Wissen Und dafür brauche ich, ehrlich gesagt auch Spezialisten wissen.

00:40:19: Einerseits brauche schon den generalistischen Überbau aber dann brauche Ich das spezialisten müssen weil sonst kann das System ja alles mögliche erzählen und am Ende des Tages ist es meine Entscheidung Es ist meine Unterschrift ich stehe da für gerade ich trage dafür die Verantwortung Und deswegen ganz ernsthaft glaube ich dass es wichtig.

00:40:39: das nächste was meines Erachtens extrem wichtig ist ist natürlich durchaus auch, dass ich die richtigen Anweisungen gebe.

00:40:49: Das heißt, ich muss doch erst einmal sagen, die Qualität meines Promt meiner Anweisung... Lass mir das mal als Order oder Anweisungsbeschreibende.

00:40:58: Die Qualität darüber entscheidet was da rüber kommt?

00:41:04: Was geliefert wird?

00:41:05: Manchmal höre ich, dass Leute sagen, ah, die künstliche Intelligenz, sie ist ja so schlecht!

00:41:09: Dann denke ich immer nur vielleicht können es auch an Prompting liegen.

00:41:12: also das könnte durchaus sein.

00:41:13: Also muss ich doch systematisch strukturiert meine Fragestellung oder mein Order, da muss ich erst einmal beschreiben dann muss sich das präzise formulieren und das sind doch wir nennen das metakognitive Kompetenzen.

00:41:31: also eine sogenannte Verbalisierung Strukturierungs- und Systematisierungskompetenz wäre von Vorteil.

00:41:37: so und da frage ich mich wer hat die?

00:41:41: Ist das die digitale Spaltung in unserer KI-Welt?

00:41:44: Da ist nicht mehr offline und online, da ist es jetzt diese Fähigkeit.

00:41:47: Und wann lerne ich die?

00:41:50: Das Dritte was sich super wichtig finde ist natürlich die digitalle Anwendungskompetenz sollte mit dem System auch schon arbeiten können.

00:41:57: Ich sollte auch die Vorteile, die Chancen aber die Nachteile und Risiken, die sollte ich auch wissen.

00:42:04: Und ich sollte auch wissen, wann auch gut ist, wanns Schluss ist jetzt!

00:42:10: und auch mir überlegen, wie eine ethische Fragestellung gehört da glaube ich auch zu.

00:42:18: Einfach zu sagen wann ist jetzt mal Schluss von dem Ganzen?

00:42:21: Und ziehe dann auch mal eine künstliche Grenze ein finde ich gehört alles dazu!

00:42:27: Ich find das großartig wie du es beschrieben hast.

00:42:29: Ich will nur ein Beispiel vielleicht noch ergänzen weil das ist gerade im aktuellen mir begegnet aus dem Sport heraus, weil Cladingspläne immer mehr im Umfeld mit KI erstellt werden, das Problem ist eben dass die immer dort.

00:42:44: in der Regel gehen die LLMs dorthin wo es am lautesten ist.

00:42:47: Wo am meisten über etwas gesprochen wird.

00:42:49: Das muss aber nicht das sein was am relevantesten ist ja was tatsächlich die wissenschaftliche Fundierung ist.

00:42:56: und da gab's da gibt's massive Diskrepanzen zwischen dem was erwiesen ist und wirksam ist an Trainings Einheiten und dem was sozusagen im Netz irgendwo diskutiert wird bei Reddit, und dementsprechend in der KI hochgewichtet oder höher gewichtet wird.

00:43:13: Also wenn man da nicht exakt präumtet genau was du sagst dann bekommt man den falschen Plan.

00:43:18: Und?

00:43:19: Wenn Du nicht das Fachwissen hast um das dann richtig einzuschätzen und zu sagen Was erzählst Du mir da eigentlich?

00:43:25: also wenn ich das jetzt mal vor meinem eigenen Wissen mal reflektiere Da müssen wir glaube ich nochmal eine extra Runde drehen Und deswegen bin ich da so hinterher und halte es für absolut fatal und sehr gefährlich, auf diese beiden Dinge zu verzichten.

00:43:42: Und ehrlich gesagt, auf diese drei Dinge zu verzichten oder sie einfach hinten anzustellen und zu sagen naja es kommt doch eigentlich eher jetzt auf die Sozialkompetenz an.

00:43:49: Es kommt doch, wir sollten uns doch jetzt auf das besinnen was der Mensch besonders gut kann und wo er das Alleinstellungsmerkmal hat.

00:43:55: ja da will ich auch gar nicht von der Agenda nehmen finde ich auch wichtig.

00:44:00: aber dass andere bitte nicht vernachlässigen Das ist mindestens genauso wichtig.

00:44:04: halt das glaube ich eigentlich sogar.

00:44:06: Ehrlich gesagt gerade in den jetzigen Zeiten wo einfach vieles quasi im Umbruch Und wo vieles auch noch gestaltet werden muss, halte ich das umso wichtiger.

00:44:17: Also bitte nicht falsch verstehen!

00:44:18: Ich finde Sozialkompetenz auch wichtig aber ich möchte trotzdem hier einfach ein Schwergewicht drauflegen wollen.

00:44:25: Glaubst du Jutta dass KI den demografischen Arbeitskräftemangel tatsächlich entschärfen kann?

00:44:33: Ja das glaube ich.

00:44:34: Das glaube ich zutiefst.

00:44:36: ja.

00:44:36: also ich denke mal dass der Beggang, der Babyboomer, der jetzt einsetzt.

00:44:43: Der reißt natürlich durchaus Löcher.

00:44:45: also um noch mal eine Zahl in den Raum zu werfen wir gehen davon aus das bis zum Jahre zwei tausendfünfunddreißig dreizehn Millionen Baby Boomer nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt sind und wir haben in der Pipeline auf der jungen Seite die dann quasi wenn die Alpen rausgehen kommen die Jungen rein ungefähr mehr oder weniger die Hälfte sind.

00:45:03: So, das heißt wir haben eigentlich eine Lücke, die sich in dieser Größenordnung von ich sag mal sechs bis sieben Millionen bewegt.

00:45:10: Das ist die Lücke so und das ist eben dieser immer wieder propagierte Arbeits- und Fachkräftemangel.

00:45:17: aber diese Arbeits-und Fachkräftenmangel wird aufgrund der digitalen Automatisation und des Einsatzes der künstlichen Intelligenz wird nicht in dieser Schärfe kommen.

00:45:28: da bin ich mittlerweile ziemlich davon überzeugt.

00:45:32: Wir werden sehen, ob meine Überzeugung stimmt oder ob ich mich tatsächlich dann in ein zwei Jahren oder drei vier Jahre quasi meiner jetzige Meinung krevidieren muss.

00:45:42: aber im Moment bin ich zutiefst davon überzeugen dass wir durchaus einen Arbeits- und Fachkräftemangel sein das heißt der Produktivitätsgewinn der mit Digitalisierung und Künstliche Intelligenz einhergeht wahrscheinlich nicht in der Größe von sechs und ein halb bis sieben Millionen sein, um das mal in Kapazitäten auszurechnen.

00:46:03: Aber er wird definitiv oder ich würde es anders ausgründen, der Fachkräftemangel wird definitiver nicht so große Schloch reißen.

00:46:14: Ich würde davon ausgehen dass er da sein wird aber dass wir vielleicht am Ende Zwei Drittel dieser Lücke können wir durchaus durch konsequente digitale Automatisierung und Einsatz von künstlicher Intelligenz an Assistenzsysteme, können wir tatsächlich abdecken.

00:46:33: Und es bleibt ein Drittel übrig, die dann tatsächlich menschlich fehlt.

00:46:38: So würde ich meiner heutige Prognose.

00:46:42: Die ist mutig das weiß ich sehr wohl.

00:46:45: aber wenn ich mir einfach überlege was ich jetzt auch so sehe im Moment dann könnte ich mir das durchaus als realistisch vorstellen.

00:46:57: Das einzige Dumme ist, dass diese Automaten oder allgemein oder KI keine Sozialabkommen sein.

00:47:06: Also es gibt so zwei Dinge.

00:47:07: also das eine ist natürlich, wenn wir weniger Menschen in Arbeit haben... Wenn wir weniger in Arbeit haben, dann zahlen die natürlich logischerweise weniger Steuern.

00:47:19: Dann haben wir weniger Sozialabgaben und das trägt natürlich angesichts der demografischen Entwicklung mit diesem Baby Boomer Bauch, der da nicht mehr in Arbeit ist aber in den Sozialsystemen auftaucht und zwar als Empfänger.

00:47:31: Ist das natürlich durchaus eine Thematik, die wir lösen müssen?

00:47:35: Das ist genau das Thema.

00:47:36: Das heißt, die wirklich spannende und sehr schwierige Zeit in den Sozialsystem wird zwischen und zwei Tausendfünfundvierzig sein.

00:47:46: Danach entspannt es sich wieder, weil dann langsam aber sicher unser Babybummerbauch abschmilzt.

00:47:53: Dann werden die Sozialversicherungssysteme verlassen logischerweise, weil da die Babybumme gehen sie sterben.

00:48:03: Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt den ich in dem Zusammenhang auch immer mal gerne nennen möchte.

00:48:09: das ist wenn wir wie jetzt gerade diese technologische Revolution haben, die gleichzeitig mit einer ökonomischen Veränderung in großem Stil einhergeht.

00:48:23: Dann zeigt sich das logischerweise auch darin dass Stellen abgebaut werden beziehungsweise stellen sich auch verändern in eine große Maße Und im Moment habe ich so ein bisschen das Gefühl, dass das in der Bevölkerung sogar nicht so richtig ankommt.

00:48:39: Weil dieser tatsächlich stattfindende Stellenabbau und Stellenumbau sich nicht in Arbeitslosigkeit zeigt.

00:48:50: also in einer normalen Demografie würde sich das jetzt automatisch auch auf dem Arbeitsmarkt widerspiegeln indem die arbeitslosen Zahlen nennenswert in die Höhe gehen oder gehen werden.

00:49:02: Und das tun sie nicht vor dem Hintergrund der Demografie, die Demographie legt sich wie eine Wolldecke über diesen Arbeitsmarkt und damit quasi nimmt es auch einen Handlungsdruck in Bezug auf Bevölkerung wenn ich das mal als große Gruppe von Menschen betrachte.

00:49:19: Das heißt wenn Arbeitslosigkeit steigt und zwar nennenswerte Masse steigt aber relativ rapide dann hat das natürlich bitte nicht falsch verstehen mit menschlichen Schicksalen verbunden.

00:49:31: Aber es führt dazu, dass die große Gruppe von Menschen in Bewegung kommt und sich überlegt wo haben wir Alternativen?

00:49:38: Wie müssen wir uns verändern damit wir aus dieser schlimmen Situation herauskommen?

00:49:43: Und wenn ich jetzt aber die Demografie sehe da legt sie sich wie eine Woldeke auf den Arbeitsmarkt und das führt tatsächlich nicht dazu, sich vielleicht eine neue Beruflichkeit zu bewegen oder vielleicht auch Standorte zu wechseln etc.

00:50:04: Also Mobilitätsbewegungen in jeglicher Form, die finden tatsächlich in dem Maße nicht statt weil man es irgendwie nicht spürt.

00:50:13: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels?

00:50:15: Oder der Digitalisierung oder beide?

00:50:17: Nein also der demografische Wandel ich meine wenn man's mal so betrachtet wir haben Stellenabbau und viele Unternehmen machen das einerseits über die Alterschiene Und deswegen quasi sind die, die da sind und auf dem Arbeitsmarkt sich noch bewegen.

00:50:33: Denen geht es ja gut!

00:50:35: Die haben kein Handlungsdruck.

00:50:37: So dann denkst du musst dich nicht bewegen?

00:50:41: Das ist eigentlich das ganz Fatale.

00:50:43: Das Thema Abskilling und Greasekilling wird nicht so dringend empfunden wie sein müsste eigentlich.

00:50:50: So ist es.

00:50:50: Ganz genau dieses wird eigentlich nicht so wahrgenommen weil im Prinzip passiert... So nach dem Motto, guck mal wenn jetzt hier was passiert.

00:50:59: Ja gut ich verliere vielleicht mein Job aber ich finde bestimmt auch schnell wieder neuen zu diese wie soll ich sagen also das was wir immer wieder beobachten ist mit Veränderungen in großem Stil stattfinden und es sind ökonomische und technische Veränderung dann führt das in der Regel dazu dass sich dann der Arbeitsmarkt auch ziemlich stark bewegt.

00:51:22: Also da hat man dann Bewegungen drin.

00:51:24: Und zwar Bewegung in zweiler Hinsicht, einerseits in den Mengen und andererseits natürlich auch in der Qualifizierung und in der Kualität als solches zu.

00:51:32: Wenn du im Prinzip so etwas hast wie eine Wolldecke und du siehst diese Dinge nicht weil Sie überdeckt werden durch eine andere Entwicklung, durch eine gegenläufige Entwicklung Dann kann das dazu führen dass man eben nicht eine so starke Veränderungsbewegung und Veränderung bereit schafft ohne Veränderungen Fähigkeit innerhalb des Arbeitsmarktes beobachtet ist?

00:51:54: Ich würde gerne noch ein Aspekt mal beleuchten, da hat es das vorhin angesprochen.

00:51:59: Dass du ja auch KI-Agenten bei dir quasi als Kolleginnen oder im Team hast und integriert hast ganz grundsätzlich vielleicht als eigener Beobachtung aber auch wie ihr das begleitend in Unternehmen seht.

00:52:15: Wie verändert sich oder muss sich dadurch auch Führungen verändern im Team und verändert es dann irgendwann vielleicht auch mal Organisationsstrukturen oder Hierarchiestrukturen in irgendeiner Form, oder auch klassische Jobgrading-Profile oder Bewertungssysteme.

00:52:32: Wenn ich plötzlich mit Maschinen sozusagen die Anführungszeichen auf Augenhöhe also irgendwie befehle mir da die Worte arbeite was verändert sich da?

00:52:42: Dann wird sich verändern.

00:52:45: Ja, das ist eine ganz spannende Frage.

00:52:47: Also im Prinzip ist die Frage was eigentlich das Alleinstellungsmerkmal des Menschen?

00:52:53: Da sind wir wieder genau bei dieser Thematik und wenn wir schauen was Alleinststellungsmerkmals des Menschen ist dann ist es vor allen Dingen die Interaktion mit anderen Menschen.

00:53:02: Dann ist das die Köpfe zusammen zu stecken und über den Tellerrand hinauszuschauen Den Geist des Blitzes zu haben.

00:53:09: Und wie gestaltet man Settings in denen die Hoheit der Mensch hat Mit seiner?

00:53:16: Also ich würde mal sagen, eine KI kann auch kreativ sein.

00:53:19: Eine KI kann also innovativ sein aber es ist meistens eine inkrementelle Innovation.

00:53:25: und das heißt eine Kreativität in einem in einem Team Setting in dem Muster erkannt werden oder Muster gestaltet werden Muster Erkannt Werden und aufgrund der Mustererkennung weiße Flecken erkannt Werde zu.

00:53:36: Aber Das Ist Nicht Der Geist des Blitz Das ist die Hoheit des Menschen.

00:53:40: Und jetzt ist die Frage, wie sieht ein Setting aus in der Arbeitsorganisation und in der Führung?

00:53:45: Aber auch in dem Miteinander und in einer Kultur, indem wir genau dieses, genau dieses fördern und genau dort die Basis- und Rahmenbedingungen gestalten.

00:53:55: Da sind wir natürlich schon dabei uns Gedanken darüber zu machen an welcher Stelle.

00:54:01: wie sieht eine Arbeitsumgebung aus, in der quasi der Mensch genau diese ureigensten dieses uneinste Alleinstellungsmerkmal wirklich voll zur Geltung bringt.

00:54:13: der Raum aus, wie sieht die Architektur aus?

00:54:15: Wie sehen die Rahmenbedingungen aus.

00:54:17: Wie gestaltet sich ehrlich gesagt auch das Thema in Bewegung bleiben ohne die Balance zu verlieren?

00:54:22: also natürlich wissen wir dass wir in dieser Welt alle im Bewegung bleiben aber Balance gehört auch dazu.

00:54:26: du hattest schon den Ausflug in Sport gemacht.

00:54:30: jeder der der Sport macht weiß dass das die beiden relevanten Komponenten sind und die gelten für die Arbeitswelt.

00:54:36: Also das Thema Work-Live Balance ob wird es dem Begriff jetzt mögen oder nicht mögen ist schon auch ein ganz wesentliches Element.

00:54:44: Wie bleibe ich im Balance in einer Welt der hohen Beweglichkeit und der hohe Flexibilität?

00:54:51: Und der hohem Veränderung, also das gehört auch dazu.

00:54:55: Damit ist klar wie gestalten sich dann Führungssettings?

00:55:00: Partizipativ wird ja immer genannt kooperativ aber ich glaube dazugehört auch Verbindlichkeit und eine Konsequenz.

00:55:05: Kultur zu haben Leitplanken.

00:55:07: wir alle brauchen gemeinsame Leitplan auf die wir uns committen.

00:55:11: Diese Welt, in der wir unseren Geistesplitze haben und unsere Interaktiven miteinander unterwegs sind ist doch keine regelfreie Welt.

00:55:19: Dann wären wir doch im Chaos und in der Anarchie, sondern es sind Regeln!

00:55:23: Wer sind diejenigen, die darauf achten dass wir die gemeinsamen Regeln einhalten?

00:55:31: Dass wir auch eine Gemeinschaft sind und nicht das Sammelsurium von... Einzel Kämpfern und Kämpferinnen und das Sammelsurium von Egoismen, sondern am Ende des Tages müssen wir auch zusammenkommen.

00:55:44: Und das braucht Regeln!

00:55:45: Und wer achtet darauf dass diese Regeln eingehalten werden?

00:55:48: Wer achtet drauf dass wenn ich eine Mindermeinung habe Man mir durchaus sagt, Jutta es gibt eine Zeit und es gibt einen Platz.

00:55:56: Da kannst du mal um deine Position, kannst du werben?

00:56:01: Da kannst Du versuchen die anderen in den Team zu bringen.

00:56:02: aber es gibt auch Zeiten da musst Du Dich auch ehrlich gesagt einsortieren.

00:56:06: Dann musst Du dich auch mal unterordnen.

00:56:08: Da kannst Du jetzt nicht dein Ding machen!

00:56:11: Und das ist zum Beispiel für mich ne Uhr eine Zuführungsaufgabe.

00:56:15: Ein Thema ist ja, wie bleibt man?

00:56:17: Du hast es angesprochen zwischen Beweglichkeit und Balance.

00:56:21: Aus dem Sport wüsste ich jetzt, wie ich ein Trainingsplan machen müsste oder wieder ausschaut.

00:56:27: Was bedeutet das für Menschen im Arbeitsleben entweder am Beginn oder vor allem mitten im Arbeitslebend gerade eben vor dem Hintergrund, dass du beschrieben hast, dass wir es eigentlich durch den Arbeitsmarkt und die Arbeitslosenmarkt nicht spüren oder viele Menschen es nicht spürten.

00:56:42: Was können Menschen tun?

00:56:43: oder wie bleibt man beweglich?

00:56:45: Und ohne jetzt zu hyperventilieren und neugierig.

00:56:49: Und was kann man tun, was dann auch sinnvoll ist?

00:56:53: Ja also ich glaube mal wenn ich jetzt anfange bei mir im Garten zu gärten an, dann ist es zwar persönlich nett und bestimmt auch erfüllend aber bringt mich für den Arbeitsmarkt vielleicht weniger.

00:57:02: Also was sind so Sachen, Empfehlungen vielleicht, wenn du sie geben magst Wie bleibt man beweglich oder wie bleibt man neugierig, das Stichwort Leben des langes Lernen vielleicht auch?

00:57:13: Ja.

00:57:13: Also was ich tue?

00:57:15: also Ich mache einmal im Jahr meistens zwischen Weihnachten und Neujahr nehme ich mir einen halben Tag Zeit und reflektiere Das jetzt zu Ende gehende ja und mache mir Gedanken darüber wir die nächsten zwei Jahre aussehen könnten Und überlege mir schlichtweg Was ist gut gelaufen was es nicht so Gut gelaufen?

00:57:39: Wie musst du dich jetzt weiterentwickeln für die nächsten Jahre?

00:57:42: Also das, was du dir jetzt auf die Agenda setzt.

00:57:44: Und dann mache ich mir so eine Art Plan.

00:57:47: Das bedeutet natürlich schon durchaus im Laufe des dann daraus folgenden Jahres, dass sich Malie und da mal wieder neu justieren muss.

00:57:52: aber grundsätzlich versuche ich mir ein Ziel zu setzen und versuche mir eine Strategie zurechtzulegen und damit verbunden Meilensteine.

00:58:01: Diese Strukturierung gibt mir auch eine Möglichkeit zu realisieren, wo muss ich auch in einer Eigenverantwortung und der Eigeninitiative in eine Weiterentwicklung gehen.

00:58:16: Den Abskillingen gehen vielleicht sogar auch in Rescaling im Sinne von dass sich ganz neue Felder aufmache.

00:58:23: das hilft mir.

00:58:24: Das ist mir ein roter Faden.

00:58:25: Ich brauche diese Strukturierung Und wenn und ich wünsche mir eigentlich immer, dass mein Arbeitgeber wenn wir dann in die entsprechenden jährlichen Gespräche hineingehen, dass man Arbeitgeber mit mir an manchen dieser identifizierten Strategiebausteine und Meilensteine zusammen daran arbeitet.

00:58:45: Wenn man das regelmäßig macht einmal im Jahr zum Beispiel und man hat auch regelmäßig mitarbeitende Gespräche Beurteilungsgespräche Entwicklungsgespräche Dann kann man das durchaus mitnehmen.

00:58:57: Ich glaube übrigens, dass das bei der Führungskraft und dem Unternehmen auch ganz gut ankommt.

00:59:02: Wenn man in dieser Form auch strukturiert vorbereitet ist aber dann hat man sozusagen etwas einen roten Faden, den man von zwei Seiten bespielt.

00:59:11: die eine Seite des bin ich mit meiner Eigenverantwortung Das andere ist das Unternehmen als Arbeitgeber, der mich dann auch dabei unterstützt.

00:59:20: Wunderbar!

00:59:20: Es ist eigentlich ein total schöne fast schon Schlusssatz für BDC oder eines Lebens mit dem, was du gerade eben gesagt hast.

00:59:30: Gibt es sonst noch irgendwas, das du ober jetzt auch nicht vorbeigekommene sind?

00:59:34: Wo du sagst, dass sollten unsere Zuhörerinnen unbedingt mitnehmen, was wir noch nicht besprochen haben oder was du ihnen nach dem Weg geben möchtest in diesen Zeiten?

00:59:44: Ja... Wir sind ja wirklich gerade in Zeiten die sehr, sehr turbulent sind Und ich glaube, diese Art von Turbulenz kombiniert mit dieser Geschwindigkeit und dass wir das alles auch noch in Echtzeit irgendwie immer mitkriegen.

01:00:00: Das ist schon sehr, sehr einzigartig.

01:00:05: Ich merke ein Stück weit, wenn ich morgens dann an meinem Schreibtisch vorbeikomme und ich gucke in mein Smartphone und sehe was in den letzten acht Stunden alles da an Nachrichten aufgelaufen einerseits an Nachrichten aus der Welt, aber auch aus Nachrichten von meiner kleinen Welt.

01:00:24: Dann habe ich manchmal so ein bisschen das Gefühl ... dass ich der Hamster im Rat bin und ich frag mich dann manchmal auch an guten Tagen frage ich mich das nicht, an schlechten Tagen frag ich mich wirklich sehr stark.

01:00:36: wie lange erhältst du es eigentlich noch aus?

01:00:39: Und erlebe auch, dass es mich manchmal nach unten zieht.

01:00:43: und wenn ich dann so raus gucke denke ich das geht mir nicht nur alleine so diese manchmal so depressive Stimmung, die wir haben oder dieses only bad news or good news sowas in der Richtung.

01:00:56: Ich glaube das bringt uns nicht weiter.

01:00:58: Wir trotz all dieser Turbulenz sollten wir irgendwie versuchen auch mit Zuversicht in die Zukunft zu gucken und ein bisschen optimistischer zu werden.

01:01:10: Wir sind so gerade in einer leichten depressiven Schraube, und die ist glaube ich auch nicht mehr leicht.

01:01:15: also wir betrachten alles so negativ es ist alles immer schlecht und wir machen das schlecht Und wir sind die schlechtesten.

01:01:22: und ich denke mir Ich bin viel unterwegs international.

01:01:24: natürlich gibt es Länder die sind gar nicht so schlecht aufgestellt aber ganz ernsthaft man Solle sich einfach mal die Nachrichten in diesen Ländern einmal anhören.

01:01:32: Also irgendwie habe ich das Gefühl jeder ist so in seiner eigenen Wappel unterwegs und uns darauf besinnen, dass wir auch in den letzten Jahren und Jahrzehnten so einen schlechten Job nicht gemacht haben.

01:01:46: Und natürlich bedeutet das, dass sie uns da nicht drauf ausruhen sollen!

01:01:49: Natürlich, das wissen wir alle aber auch mal darauf besinnen was wir wirklich gut können und wenn wir mit ein bisschen Zuversicht nach vorne gehen dass wir diese Krisen gut managen werden Und das würde ich mir wirklich wünschen.

01:02:04: Ich versuche, mir das auch jeden Tag zu erzählen aufs Neue und immer mit dem Lächeln auf der Lippe durchs Leben zu laufen.

01:02:10: Ich weiß es fällt mir manchmal schwer aber am Ende des Tages... ...ich glaube wenn wir in einen Aufschwung kommen wollen dazu gehört auch Zuversicht!

01:02:19: Das klingt ganz wunderbar.

01:02:20: liebe Jutta Sag uns doch Wenn Menschen mehr über dich deine Forschung vielleicht weitere Veröffentlichungen lernen oder wissen möchten wo können sie das finden?

01:02:30: Ja, also auf unserer Homepage ist das ganz gut.

01:02:34: Das ist www.ibe-ludwegshafen.de findet ja alles was ihr braucht.

01:02:41: wir versuchen dort alles was wir veröffentlichen dort kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

01:02:47: Und ansonsten bei LinkedIn, also wir teilen auch sehr zeitnah unsere Erkenntnisse auch bei LinkedIn insbesondere.

01:02:55: Also auch da lohnt es sich mal reinzuschauen.

01:02:57: Da haben wir als Institut etwas das ist IBE Ludwigshafen oder aber Jutta Rumpf.

01:03:03: Vielen Dank!

01:03:03: Wir verlinken's unten nochmal in den Show.

01:03:05: Super

01:03:05: dass nett danke dir.

01:03:06: Ganz herzlichen Dank liebe Jutta für diesen tollen Ritt durch Vergangenheit und Zukunft und deine Einordnungen, was du persönlich auch geteilt hast.

01:03:18: Ganz herzlichen Dank dass du hier warst!

01:03:21: Ich danke euch für die Einladung hat Spaß gemacht.

01:03:30: Was eine super spannende Episode.

01:03:32: was ein schöner Ausklang von Jutta.

01:03:35: es hat mir sehr gut gefallen und daran würde ich auch tatsächlich gerne anknüpfen.

01:03:39: also die Zuversicht beizubehalten optimistisch nach vorne zu schauen ist meines Erachtens nach mit eine Grundbedingung dafür, dass es überhaupt positiv für uns als Gesellschaft aber auch für jeden Einzelnen oder jede einzelne weitergehen kann.

01:03:55: Das ist definitiv was ich mir auch immer wieder täglich hinter die Ohren schreiben muss.

01:04:01: darüber hinaus hat mich dieses ganz grundsätzliche auf die eigenen stärken verlassen und konzentrieren sich mal wieder damit beschäftigen in diesem kontext von reskilling aber auch einfach grundsätzlich im kontext, wie orientiere ich mich in meinem leben hat mir sehr gut gefallen.

01:04:16: Einfach weil das wäre was der prinzipienorientiertes gewesen zu sein schien und eine gewisse zeitlosigkeit mit sich bringt.

01:04:23: wenn ich weiß was ich besonders gut kann dann ist es nicht unwahrscheinlich dass ich da drin auch besonders gut sein kann und dass das auch von anderen entsprechend wahrgenommen wird Und vielleicht auch insbesondere dann eine entsprechende Zeitlosigkeit mit sich bringt und einen damit auch davor fight in Zeiten von KI austauschbar zu sein, wenn man eben die Möglichkeit hat diese Stärken in ein explizites Fachwissen zu übersetzen.

01:04:50: Von dem die Jutta ja auch sagte das wird weiterhin notwendig sein weil es gibt aktuell noch diese Idee von der Mensch ist quasi immer die letzte Instanz die nochmal drüber schaut.

01:05:02: Dafür braucht es Fachwissen und das eignet sich wahrscheinlich umso besser und umso schneller an, um so eher dass mit den eigenen Stärken und Interessen korreliert.

01:05:10: Lieber Oliver was hast du dir mitgenommen?

01:05:12: Ja plus eins zu dem was Du gesagt hast Kai und ich fand die Leidenschaft mit der sie es auch vorgetragen hat gemerkt sie brennt für dieses Thema durch.

01:05:23: Und auch die persönlichen Eindrücke und Einblick in die Art und Weise, wie Sie im Institut schon arbeiten.

01:05:31: Mit welcher Selbstverständlichkeit sie von künstlichen Agenten im Team spricht als vollwertige Teammitglieder im Grunde genommen ist bemerkenswert.

01:05:43: also da es ist real angekommen Aber eben auch nicht im Sinne einer Bedrohung, sondern im Sinne eines... Ja das ist so und der Mensch und die KI zusammen machen dann den großen Hebel aus.

01:05:56: Das fand ich extrem spannend zu sehen oder zu hören.

01:06:01: Und das andere ist ihr Bild mit der Balance.

01:06:05: Stärken ist gut, Geschwindigkeit ist gut ja und wie im Sport auch.

01:06:09: Aber wir dürfen auch nicht vergessen diese Balance, dass es eben da noch mehr gibt im Leben.

01:06:16: Das ist auch andere Sachen die uns dann auch erden.

01:06:18: ja auch wenn's vielleicht mal turbulent und stürmisch um uns herum wird das mich ja auch noch mehr Beine in unserem Leben aufbauen und haben zwischen denen wir diese

01:06:29: Balance

01:06:30: geben dürfen.

01:06:31: Genau, das waren meine Takerweise.

01:06:33: Ich habe total gut gefallen und wenn es euch liebe Zuhörerinnen auch so gut gefallen hat, die Kai und mir dann empfehlt uns gerne weiter, abonniert uns hinterlasst uns eine Bewertung und bis in zwei Wochen wieder und bleibt zuversichtlich!

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