Ab wann Selbstoptimierung kippt - Dr. Christian Becker

Shownotes

Unser heutiger Gast war bereits einmal bei uns und weil er so klare, wertvolle und wesentliche Einsichten geteilt hat, ist er mit genau diesen wieder bei uns: Dr. Christian Becker ist Geschäftsführer und Medical Director bei den Medical United Experts und Leiter einer innovativen Hausarztpraxis. Er verbindet klassische Medizin mit einem ganzheitlichen Blick auf physische, mentale und emotionale Gesundheit. Und er formuliert Dinge, die gerade leistungsorientierte Menschen nicht unbedingt gerne hören. Zum Beispiel, dass viele High Performer nicht leistungsfähig sind, sondern kompensationsfähig. Wir haben gelernt, Müdigkeit zu ignorieren. Stress wegzuarbeiten. Warnsignale zu übergehen. Und erst dann zu reagieren, wenn der Körper irgendwann nicht mehr mitmacht. In einem provokanten und zum Nachdenken anregenden Satz zusammengefasst: „Die meisten Menschen wollen keine Gesundheit. Sie wollen die Folgen ihres Lebensstils nicht spüren.“ Mehr dazu in der Folge, Mehr zu Christian und seiner Arbeit hier https://www.mux.care/ und https://www.mux.health/

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen bei einer neuen Episode von Werde CEO deines Lebens mit mir Oliver Herrmann.

00:00:19: Und ich bin Kai Schrader.

00:00:21: Unser heutiger Gast war schon einmal bei uns im Podcast, er ist Geschäftsführer und Medical Director bei den Medical United Experts und Leiter einer hoch innovativen Hausarztpraxis.

00:00:31: Bereits mit vierzehn hat ihn seinen Vater mit denen in den OP genommen ein ausreichend prägender Moment für ein späteres Medizinstudium samt Promotion.

00:00:40: aber als Facharzt tätig hat geforscht und mit dem besten Ärzten Deutschlands gearbeitet.

00:00:45: Neben seiner Tätigkeit, als Strategieberater hat ihn die Medizin allerdings nie so wirklich losgelassen und erlernte von Schamanen und Heilern Ayurveda-Kräutermedizin, Hypnose, traditionelle chinesische Medizin und die tibetische Heilkunst.

00:00:59: All das vereint er heute in einem ausgeprägt ganzheitlichen Ansatz.

00:01:04: Er schaut auf psychische, physische, mentale und emotionale Ressourcen.

00:01:12: War sowieso falsch?

00:01:14: All das vereint er heute in einem ausgeprägt ganzheitlichen Ansatz.

00:01:17: Er schaut auf physische, mentale und emotionale Ressourcen und betont die Notwendigkeit all diese Dimensionen kontinuierlich

00:01:23: zu pflegen.

00:01:24: Im letzten Podcast sprachen wir mit ihm darüber warum viele Menschen zwar sehr gut funktionieren aber zunehmend die Verbindung sie haben Körper ihre Gesundheit und auch ihre Seele verlieren.

00:01:33: Heute wollen wir mit ihm über einige unbequeme Wahrheiten sprechen, was die Schattenseiten von High Performance sind.

00:01:38: Warum viele Krankheiten eigentlich selbst gemacht sind und was unser Gesundheitssystem damit zu tun hat.

00:01:44: Außerdem werfen wir einen kritischen Blick auf die Szene rund um Biohacking und Optimierung und Fragen nach deren Grenzen.

00:01:50: Herzlich willkommen im heutigen T-Talk Dr.

00:01:53: Christian Becker.

00:01:54: schön dass du heute wieder bei uns bist!

00:01:56: Ja vielen Dank euch lieber Kai.

00:01:58: lieber Oliver ich freue mich das ist meine Ehre.

00:02:02: Wir freuen uns auch sehr, dich noch mal hier zu haben.

00:02:05: Und was uns interessieren würde ist wenn zu dir kommen ja quasi tagtäglich Menschen in deine Praxis.

00:02:15: und Kai hat gerade eben von dieser High Performance gesprochen wie würdest du sagen?

00:02:20: Wie geht es uns eigentlich basierend auf dem was Menschen jetzt mit den was Menschen zu dir kommt?

00:02:27: Und beim letzten Mal hast du gesagt wir funktionieren sehr stark.

00:02:31: hat sich etwas verändert?

00:02:32: oder wie sozusagen deine Diagnose in Anführungszeichen?

00:02:38: Wir fahren mit dem Rennwagen auf der Autobahn und sehen die Wand kommen.

00:02:43: Und ändern gesellschaftlich nichts, sondern wir lassen das zu Norm werden was mit uns als Hyperformern da medizinisch gesundheitlich passiert Und wir sehen eigentlich kommen, dass es nicht gut ist.

00:03:01: Wir sehen ganz klar Menschen werden immer kränker, chronischer Erkrankungen nehmen zu und die Lösung dafür ist die Abnehmensspritze.

00:03:11: Die Lösung dafür isst mehr Psychotherapie, die nächste Tablette, anstatt uns klarzumachen.

00:03:19: Die Ursache sind alle bekannt und nun dürfen sie auch adressieren.

00:03:24: Das heißt, die meisten High-Performer leistungsfähig, sie sind kompensationsfähig und das bedeutet in viele Menschen wirken stark.

00:03:37: In Wald haben Sie einfach nur gelernt Müdigkeit zu ignorieren, Einsamkeit zu überarbeiten, Angst zu überdecken wegzudrücken und ihren Sinnverlust zu kompensationen mit Dingen die Sie nicht brauchen.

00:03:52: diese kaufen.

00:03:55: Ja, das funktioniert sehr gut und sie funktionieren.

00:03:59: Aber dieses Funktionieren ist halt keine Gesundheit sondern das ist eine Kompensation.

00:04:07: Also ich kann es gut verstehen und ich mache's an meinem eigenen Beispiel fest.

00:04:12: Ich habe ja früher mein erster Job war in der Unternehmensberatung Und wir haben nächtelang durchgearbeitet und ein Freund von mir meinte Das kann er nicht machen.

00:04:21: deswegen hat er was anderes gemacht.

00:04:24: Der ist damals zum Großkonzern gegangen, weil er meinte, ihr braucht neun Stunden Schlaf.

00:04:29: Ich habe gesagt ich brauche nicht so viel Schlaf für mich.

00:04:31: die Unternehmensberatung ist super!

00:04:33: Ich weiß heute, das ist vielleicht nicht so gut, merke aber ja was brauche ich eigentlich?

00:04:41: und dass ich mich schwer tu, das richtige Maß zu finden, weil ich eben auch gelernt hab vermutlich zu kompensieren.

00:04:51: Und woran merke ich denn, dass ich als Mensch oder was ich brauche?

00:04:57: Was mir gut tut.

00:04:59: Neben dem das ich lesen kann... Ich sollte vielleicht eine sieben, acht, neun Stunden schlafen.

00:05:06: Aber was brauche ich eigentlich?

00:05:08: Woran kann ich so etwas festmachen?

00:05:12: Das ist eine sehr gute Frage.

00:05:14: Letztlich nennt man das Interozeption und ich würde es gar nicht so kompliziert machen.

00:05:21: Ganz einfach!

00:05:22: Wir dürfen uns häufig am Tag die Frage stellen, wie fühle ich mich gerade?

00:05:29: Denn das ist ein guter Messfühler für uns festzustellen was mit uns los ist.

00:05:37: Das beschreibt letztlich was wir denken, das beschreibt den Zustand auch unseres Körpers.

00:05:43: Problem ist nur dass wir diese Introzeption häufig verloren haben.

00:05:46: und eine gute Krücke Aber es ist eine Kröcke, sind Variables und

00:05:52: Co.,

00:05:52: die uns wieder erlauben Transparenz zu machen was eigentlich mit uns los ist.

00:05:57: Viel schöner fändig wenn wir alle in der Lage wären zu beschreiben wie wir uns gerade fühlen würden welche Emotionen wir haben.

00:06:05: Und das tun wir nicht sondern Die meisten sind da eben nicht verhaftet und ehrlich zu sich Sondern die meisten Menschen da draußen.

00:06:17: Antworten auf die Frage, wie geht es dir heute?

00:06:20: Wie geht's dir?

00:06:21: Ja gut.

00:06:21: Danke!

00:06:22: Und ihr ja auch gut.

00:06:23: Ja super, ja schön okay.

00:06:24: und dann geht zum nächsten Tagespunkt.

00:06:28: ich stelle diese Frage auch regelmäßig meinen Patienten und wenn ich das Gefühl habe da steckt mehr noch dahinter frage ich ja und wie wirklich jetzt?

00:06:39: und dann kommt eben mehr.

00:06:41: und diese Frage könnten wir uns jeder von uns täglich selbst stellen.

00:06:45: Wir könnten sie auch auf ein Post-It schreiben und diese Posts überall hinhängen vor uns zu Hause, würden immer wieder daran erinnert.

00:06:52: Und das würde viele Themen lösen weil wir dann wüssten was mit uns los ist.

00:06:57: Es gibt verschiedene Tools die sehr wirksam sind wie Meditation beispielsweise.

00:07:00: Die Meditation dient nicht nur der Entspannung während der Meditationspraxis sondern Sie erlaubt uns auch Immer wieder tagsüber so einen kurzen Check in zu machen.

00:07:09: Was fühlen wir uns denn gerade?

00:07:13: wieder die Möglichkeit darauf zu reagieren, nicht um unsere Gedanken zu kontrollieren.

00:07:18: Das geht sowieso nicht sondern um uns bewusst dazu machen was ist mit uns los und das dürfen wir wieder mehr machen.

00:07:31: Warum stellen sich Menschen diese Fragen nicht häufiger?

00:07:36: Tja!

00:07:37: Das ist eine gute Frage.

00:07:39: ich glaube dass wir uns kollektiv täuschen.

00:07:47: Ich meine, niemand steht morgens auf und sagt ich belüge mich jetzt.

00:07:52: Sondern die Menschen sagen nach nächste Woche wird es ruhiger der Urlaub wird schon richten.

00:08:01: Ich fange damit an wenn das Projekt fertig ist Wenn die Kinder größer sind Und dann sind plötzlich zehn Jahre vorbei.

00:08:10: Die meisten Menschen wollen keine Gesundheit sie wollen die Folgen ihres Lebens die jetzt nicht spüren Und das ist was völlig anderes.

00:08:18: Viele wollen essen wie bisher, schlafen wie bisher arbeiten wir bisher, befördert werden wie bisher so viel verdienen wie bisher und trotzdem gesund bleiben.

00:08:28: Also funktioniert Biologie nicht?

00:08:30: Aber muss es denn ein Widerspruch sein?

00:08:32: weil also ich meine wenn man die Menschen auf der Straße fragen würde was ist das wichtigste im Leben?

00:08:38: mich behaupte mal ohne dass ich jetzt gemacht habe das häufigste was kommt ist gerade eben wenn im Verwandtenkreis vielleicht wieder so einen Schicksalsschlag war Gesundheit.

00:08:47: Und es ist schon spannend, weil wir übernehmen ja Verantwortung.

00:08:51: Wir übernehmen Verantwortung für Kinder, für Jobs, für Budgets und zum Teil Millionen-Budgets.

00:08:59: aber für das was wir selber sagen das Wichtigste im Leben sei Gesundheit dann nach dem was du sagst nicht in der gleichen Form.

00:09:07: Aber du hast eben gesagt wir verwechseln dass eine mit dem anderen oder spielen das einigings andere aus Job Karriere versus Gesundheit.

00:09:17: Eigentlich ist auch Gesundheit die Voraussetzung für Leistungsfähigkeit?

00:09:21: Das wissen wir alle, wenn wir ein Unternehmer fragen oder ein Topmanager was ist das wichtigste Gut was du hast dann kommt reflektorisch Gesundheit bei vielen zumindest nicht beeilen.

00:09:35: Das hängt ja auch noch mal bisschen von der eigenen Priorisierung ab.

00:09:38: Das Thema ist aus meiner Sicht dass dieses... Dass uns das bewusst ist Wir aber nicht bewusst uns steuern, sondern dass wir tagtäglich da tun läuft alles unterbewusst ab.

00:09:50: Das sind Automatismen das sind auch nicht bewusste Entscheidungen, sondern es sind Entscheidungen die wir uns abgenommen werden von unserem Unterbewusstsein.

00:09:59: und dieses Unterbewustsein hat die letzten Jahrzehnte als Kinder haben das gelernt in der Schule von unseren Eltern gelernt was wichtig ist und was nicht.

00:10:13: was wir lesen, das sind ja letztlich alles Narrative die unsere Werte auch dann formen.

00:10:21: und unser gesellschaftlicher Wert ist aktuell nicht Gesundheit.

00:10:26: Das ist so sondern unsere Wärter bestehen aus anderen Dingen.

00:10:31: Es sind nevulöse Dinge wie Karriere oder erfolgreich sein und wenn man da mal Menschen fragt Patienten Die können das gar nicht richtig beantworten, was ein Karriere ist.

00:10:45: Da kommen dann... Ja, die kommt nebeln Tüten!

00:10:51: Das ist nicht wirklich fassbar.

00:10:53: und das ist das Problem, dass wir A- nicht wirklich fest für uns klar haben, was wollen wir eigentlich vom Leben?

00:11:01: Und da drin nochmal im besonderen Klarhaben, Was bedeutet für uns persönlich gesund sein, uns wohlfühlen um dann auch unterbewusst diesen Wert Gesundheit auf Stelle eins zu priorisieren.

00:11:17: Und das können wir aktiv tun durch eine Werteübung, aber vor allem auch unterbewusst in dem wir uns mit Gesundheit beschäftigen.

00:11:26: und wenn wir uns immer die Frage wiederstellen was ist denn für mich gesund sein?

00:11:30: Wie fühle ich mich persönlich wohl?

00:11:31: Was ist es?

00:11:33: Das Vollbad nehmen oder einmal in der Woche die Sauna gehen oder ein großes Eis essen oder es ist die Party am Wochenende?

00:11:44: Wirklich stellen uns ehrlich Antworten, können wir uns auch selbst stellen oder das Gespräch mit einer KI führen.

00:11:51: Dann wird uns vielen klar, dass sie sich eigentlich nicht richtig wohlfühlen und dass sie keine Definition von Wohlfüheln

00:12:00: haben.".

00:12:01: Ich finde es total abstrakt.

00:12:03: also diese simple Frage – ich kenne das ja auch von mir wobei ich versuche mir das zunehmend häufiger zu stellen wie fühle ich mich in unterschiedlichsten Situationen aber dass uns diese simple Frage so fern scheint.

00:12:19: Also ich glaube sogar, meine These wäre bis zu einem gewissen Zeitpunkt mussten Menschen sich das gar nicht fragen weil sie einfach intuitiv ihrem Gefühl gefolgt sind was zum jetzigen Zeitpunkt gerade für sie wichtig und gut ist.

00:12:34: Und dann scheint ja sowas passiert zu sein, dass man mehr und mehr davon abgenommen hat sich diesem intuitiven Gefühl hinzugeben, also ich stelle mir das ist wirklich vor.

00:12:48: Früher in Tribes.

00:12:52: Man ging jagen und man hat gegessen, man hat sich ausgeruht... Also da musste ich mich nicht erst fragen wie fühle ich mich?

00:12:58: Wie geht es mir gerade was brauche ich jetzt?

00:13:00: sondern bist du im Instinkt nachgegangen Und hast quasi effektiv darauf reagiert.

00:13:06: und das war in dem Moment auch so.

00:13:08: richtig So und dann ist irgendetwas passiert, dass die Menschen angefangen haben diese innere Stimme zu überhören und dann selbst nicht mehr an den Punkt kommen einfach mal proaktiv zu fragen wie es ihnen eigentlich geht.

00:13:23: Und damit quasi in so eine Art Yammertal oder in so ein Dilemma reinsteuern indem wir uns aktuell befinden wo einfach vielzahl der menschen darüber berichtet das sie sich regelmäßig ausgebrannt fühlen oder sonstige Beschwerden mit sich tragen.

00:13:37: also auf diesem zeitstrahl Kannst du das ähnlich, also siehst du es ähnlich Christian?

00:13:43: Und was ist... Wo sind wir der Fall abgebogen.

00:13:49: Letztlich fehlt uns doch die Aufmerksamkeit für das, für die Dinge in unserem Leben, die uns wohlfühlen lassen.

00:13:57: und diese Aufmerksamkeit wird man sagen wurde uns genommen durch süchtig machende Digitale Tools durch Social Media.

00:14:09: Bildschirmzeit bedeutet, letztlich die Sucht unserer Zeit ist die Zeit am Bildschirmen der sozialen Medien.

00:14:21: Die da drauf optimiert sind uns die Aufmerksamkeit darauf zielen zu lassen und dass wir haben völlig verlernt ohne digitale Medien etc.

00:14:39: auszukommen und das kann man Text Stress nennen, wie auch immer und das ist ein schleichender Prozess der deutlich an Geschwindigkeit aufgenommen hat und jetzt nochmal beschleunigt wird.

00:14:54: also ich sehe immer mehr Patienten die völlig getrieben von Entwicklung der KI mit fear of missing out ... ihr Geschäft vorantreiben, weil die Kain sagt du musst jetzt so ein Produkt entwickeln.

00:15:10: Du brauchst einen neuen Service.

00:15:12: Dies kannst du noch machen und das kannst du auch noch machen... Und immer weniger Aufmerksamkeit tatsächlich in der echten Realität im echten Leben zur Verfügung steht.

00:15:26: Die Lösung kann ich auch was zu sagen wenn nicht darf ist aus meiner Sicht dass wir das wieder lernen erlernen dürfen.

00:15:33: genauso wie manche wieder lernen müssen zu laufen, nachdem sie lange auf der Intensivstation waren und krank waren dürfen wir wieder lernen uns zurückzuverbinden mit der Natur.

00:15:48: Das bedeutet am Anfang vielleicht auch ein bisschen Disziplin.

00:15:50: es fühlt sich komisch an morgens nicht aufs Handy zu schauen oder morgens das Frühstück draußen im Garten einzunehmen bei Sonnenaufgangen oder den kalten See zu springen etc.

00:16:06: Das ist natürlich ein Thema, weil wir leben in einer Zeit, in der Menschen mehr Disziplin für ihr Netflix-Abo aufbringen als für ihren Schlaf etc.

00:16:14: Und das heißt am Anfang brauchen wir Rituale die gesund sind und da helfen uns vielleicht auch Variables nochmal kurzfristig – also das Paradoxe!

00:16:23: Also wir nutzen Digitalität damit wir dann letztlich uns zurückverbinden und dass es okay so lange wir bewusst um sind, ein Schritt dazwischen ist.

00:16:33: Und es gibt mich auch Menschen, die sagen sich was soll der ganze Quatsch?

00:16:38: Werfen das alles in die Mülltonne und leben direkt so dass es gesund ist.

00:16:46: Wir haben das verlernt und wir wurden dazu angestiftet und wir haben uns anstiften lassen und das gemeine ist, dass es sich unterbewusst läuft.

00:16:56: Das kann man überall nachlesen.

00:16:58: Es ist ja letztlich banal dass wir zu viel Aufmerksamkeit in der virtuellen Welt haben und etc.

00:17:09: Das ist alles nichts Neues, das Problem ist, dass auch das unterbewusst abläuft und wir bewusst das Unterbewusstsein trainieren dürfen wieder uns gesund zu verhalten.

00:17:24: Lass uns da auf jeden Fall drauf eingehen.

00:17:25: aber sag nochmal wenn ich jetzt also diese Frage an mich stelle wie fühle ich mich eigentlich?

00:17:32: Da kommt erst mal sowas zurück wie, naja.

00:17:35: Also vielleicht auch so, wie ich mich jemand andere mitteilen würde?

00:17:37: Ja geht schon.

00:17:39: Hörde!

00:17:40: Bisschen müde... also dann wirkt das zumindest auf mich noch nicht ausreichend granular um mit dieser Information dann wirklich was anzufangen.

00:17:51: Wie müssten wir uns die Frage richtig stellen sodass jeder für sich selbst letztlich die Informationen herausarbeiten kann Mit denen er dann wiederum in die Bütte gehen kann, um nach und nach wirklich mal zu schauen.

00:18:05: Wie geht es mir?

00:18:06: Und aus diesen Informationen dann auch wirklich Hebel abzuleiten damit es ihm oder ihr besser geht.

00:18:16: Meine Beobachtung ist dass viele Menschen da draußen gar keinen Vokabular dafür besitzen wie sie sich eigentlich fühlen.

00:18:29: Das Vokabular besteht aus gut, schlecht traurig wütend und das heißt die Granularität um auszudrücken wie das Gefühl gerade ist fehlt.

00:18:42: Ich glaube es ist ganz wichtig auch wieder zu erlernen.

00:18:45: dafür gibt es hier eine Menge Literatur.

00:18:48: Es gibt so Emotionsräder wo man das Verständnis für Gefühle vertiefen kann.

00:18:54: Es gibt verschiedene Ebenen Ärger, das kann sein dass man neidisch ist.

00:19:03: Dass man wütend ist, genervt also erst bei dieses Vokabular lernt und auf der anderen Seite auch das Vokabilar natürlich wieder mit einer Empfindung verknüpft in der tatsächlichen.

00:19:15: Und es geht nur indem wir dann auch uns tatsächlich immer wieder die Frage stellen wie fühlen wir uns gerade?

00:19:20: Und dann schauen welches Wort trifft es denn am besten?

00:19:28: Das bringt dir, dass du in der Lage bist, dir bewusst zu machen wie deine Gefühlslage aktuell ist und dich mit anderen auch mitteilen kannst.

00:19:40: Also dein engstes Umkreis weiß ja häufig gar nicht, wie du dich fühlst.

00:19:47: Dann nehmen wir mal das Beispiel Ehe.

00:19:50: Da ist es sich entscheidend, spüren, wie es dem anderen geht und dass man sich auch mitteilen kann.

00:19:56: Was aber passiert?

00:19:57: ist das nicht ehrlich geäußert wird, auch wegen der Konsequenzen möglicherweise?

00:20:04: Ich sehe immer wieder irgendwo nicht darüber gesprochen wird, wie man sich fühlt oder... Und das passiert noch häufiger in der quasi über Bande gespürt wird.

00:20:13: also wenn es darum geht, dass sich vielleicht jemand einsam fühlt dann reagiert er mit Ärger oder Wut und wird laut anstatt einfach zu sagen Ich fühle mich heute einsam, ich hätte gerne mal eine Umarmung.

00:20:27: Und das geht natürlich nur wenn ich an mir selbst, wenn ich selbst Bewusstheit habe darüber wie ich mich tatsächlich fühle und auch ehrlich zu mir bin.

00:20:36: Und B., dass ich das Vokabular habe, das dem anderen mitzuteilen oder auch eine Offenheit etc.

00:20:42: besteht.

00:20:44: Die Erfahrung ist, das hilft enorm sich das klar zu machen und das dürfen wir wieder lernen.

00:20:53: In der Kommunikation kann ich mir es gut vorstellen.

00:20:55: Also wenn ich in der Lage bin, mich anderen Feingranularer darzustellen wie's mir wirklich geht dass man dann auch ein konstruktiveres Gespräch kommt.

00:21:03: Du hast gesagt ist es wichtig dieses granularere Vokabular dann auch mit entsprechenden Empfindungen zu koppeln.

00:21:09: Kannst du das nochmal näher ausführen?

00:21:11: Ich gehe davon aus!

00:21:11: Du meinst also wo im Körper spiegelt sich dieses Gefühl dem ich gerade einen Namen gegeben habe wieder?

00:21:19: Wo spielt sich das Abwurzelsgefühl?

00:21:21: Es ist im Bauch, es ist in der Herzgegend.

00:21:26: Wie sieht das aus?

00:21:27: Eine Visualisierung wäre auch interessant.

00:21:32: Das kann man übrigens sehr gut visualisieren, indem man es malt oder eine Knetmasse erknetet.

00:21:42: Interessanterweise ist es so wenn Menschen blind sind und sie eine Maske auf den Kopf haben Gefühl oder auch im Symptom, dass wir bei einer bestimmten Krankheit haben.

00:21:53: Eine Masse modulieren, eine Knetmasse und danach dann sich das Gebilde ansehen.

00:22:01: Und dann in einem zweiten Schritt einer Übung diese Masse zu einer Kugel zum Beispiel formen.

00:22:07: die fühlen sich auch besser danach.

00:22:10: Das heißt auch eine gewisse Visualisierung von Gefühlen ist enorm wichtig.

00:22:14: es ist ein Verfahren in der Psychotherapie.

00:22:17: Und das braucht es gar nicht sein, denn ich glaube viel wichtiger ist dass wir uns im Alltag auch wenn wir keine Symptome haben noch keine Symtome haben.

00:22:26: Nicht per Definition krank sind, dass wir da uns klar machen was fühlen wir?

00:22:31: Wo ist das Gefühl?

00:22:34: wie würden wir's vielleicht bezeichnen?

00:22:36: Also sind wir wieder auf der kommunikativen Ebene.

00:22:38: und noch viel wichtiger wie hätten wir es denn gerne?

00:22:40: also wenn in einer bestimmten Situation mich wüten fühle Dann darf ich mich fragen, wie wäre ich denn gerne in der Situation?

00:22:47: Wäre ich gern gut drauf?

00:22:48: Was heißt das ja?

00:22:49: Ich wär gerne glücklich.

00:22:50: Ich würde mich gerne richtig gut fühlen und ich würd' gerne viel lachen!

00:22:56: Dann ist es der nächste Schritt um sich zu fragen, was braucht's denn dafür?

00:23:01: Na, ich lache nicht.

00:23:01: Gut, ich hab lachend verlernt und darf jetzt wieder üben.

00:23:06: Das heisst... Der Weg über die Emotionen ist sehr wichtig weil es das Ergebnis aus dem ist, was wir denken Und es ist die Vorstufe von, das nicht immer so ist völlig klar.

00:23:21: Aber häufig leider auch die vorstuft von einer Manifestation eine Erkrankung, die dann entstehen kann.

00:23:29: Das ist nicht vereintwachen, das ist ein multifaktorelles Geschehenerkrankungen, die steht aber sicherlich, dass was wir über Krankheit denken, auch einer der Maßgebietenfaktoren ob eine Krankheit entsteht oder nicht?

00:23:45: Hattest du vorher noch mal davon gesprochen, Gesundheit versus Krankheit?

00:23:49: Und ich glaube wir haben ja ein Gesundheitssystem beziehungsweise eigentlich mehr so ein Krankheitssystem.

00:23:56: Wir wissen sehr genau wie man Krankheiten angeht.

00:24:00: Haben wir eigentlich ein positives Bild was Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit?

00:24:06: oder woran kann man das festmachen?

00:24:08: Du hast gerade eben von Wohlbefinden gesprochen.

00:24:09: also ich habe mein subjektives Gefühl kann nicht befragen aber haben wir auch sowas wie Das ist Gesundheitsbild?

00:24:18: Das haben wir eben nicht.

00:24:23: Es ist viel nicht klar oder es ist fast niemanden klar und ich würde auch weitergehen, wir haben kein Krankheitssystem sondern wir haben ein Reparatursystem.

00:24:32: Und dafür ist es brillant.

00:24:33: also wir haben eine Notfallmedizin, eine Chirurgie, Unfallchirurgien, Intensivmedizin.

00:24:38: alles Weltklasse – nicht immer aber in vielen Bereichen sind für der Weltkasse.

00:24:46: Aber ein Reparatursystem kann keine Gesundheitskultur schaffen, das ist wie eine Feuerwehr.

00:24:53: Eine Feuerwehr ist super wichtig und niemand würde behaupten die Feuerwehr verhindere Brände.

00:25:02: Und die Feuerwehre zu fragen... Wie machen wir Brandverhinderungen?

00:25:11: Das funktioniert aber es ist nicht ihr Fokus.

00:25:14: Thema Wir brauchen eine Gesundheitskultur.

00:25:18: Das heißt, wir brauchen einen Begriff davon... Was ist denn Gesundsein?

00:25:25: Und das ist eben mehr als Abwesenheit von Krankheit!

00:25:29: Wie könnte ich jetzt für mich anfangen, für mich selber so ein Gesundheitsbewusstsein zu entwickeln?

00:25:36: Worauf sollte ich schauen?

00:25:37: was wären so Schritte damit ich so ein Bild für mich kreiere außer dass ich es mir Also das ist natürlich schon ein Punkt, damit ich feststelle wie es mir eigentlich geht.

00:25:48: Welche Gefühle, welche Emotionen ich habe, welche Symptomatik nicht hab, welche Wehwächer nicht vielleicht haben, welche Schmerzen und so weiter.

00:25:55: aber was wären so Schritte die ich tun könnte?

00:25:59: Ohne ständig auf meine Garmin-Uhr oder Woop oder Aura Ingg gleich zu schauen.

00:26:05: Ja genau diese Variables mit HV und Schlafqualität was die alles ausspucken, sind natürlich ein guter Proxy.

00:26:16: Wir wissen das in einer bestimmten Norm dieser Indikatoren, dass dann die Wahrscheinlichkeit von Krankheit singt.

00:26:27: Das heißt aber immer noch nicht, dass jemand eine gute HIV hat und nicht erkrankt oder sich gut fühlt.

00:26:32: Und deswegen ist der Gesundheitsbegriff etwas sehr individuelles Und das bedeutet, da komme ich zurück zum Anfangsthema.

00:26:48: Wir dürfen und müssen uns wie auch immer die Frage stellen, wie fühle ich mich denn richtig gut?

00:26:57: Wie geht Gesundheit in richtig für mich persönlich?

00:27:00: Was ist das?

00:27:01: Wie fühl ich mich dann richtig

00:27:02: gut?!

00:27:03: Ist es tatsächlich das Feierabendbier?

00:27:06: Und ich bin mir sicher, dass viele die Frage beantworten würden.

00:27:10: Also wenn ich ganz ehrlich bin dann nicht.

00:27:13: Ich hatte jetzt wieder einen letzten Tag.

00:27:15: ein Patient der hat gesagt ja also ich feiere und ich dachte das wäre irgendwie.

00:27:20: dann kann ich Luft ablassen aber am nächsten Tag mache ich regelmäßig mit Kopfschmerzen auf.

00:27:27: Das finde ich schon mal gut überhaupt so ehrlich zu sein.

00:27:31: Die Phase der Wahrheit, Choose in so einer vier Felder Matrix als Ex-Berater denke ich gerne drin.

00:27:36: Die Ursache ist da zumindest schon mal adressiert.

00:27:40: Es ist bekannt die Ursache is bekannt aber sie ist bei vielen eigentlich nicht adressieren.

00:27:44: das würde nämlich jetzt bedeuten dass diese Person sagt ne ich lass das ja ich treffe Freunde abends und betrinkt mich nicht sondern ich lach einfach mal so.

00:27:57: Ich weiß, ihr hättet jetzt gerne die Universal-Formel oder den Wert, den man gerne tracken könnte.

00:28:01: Das ist auch extrem skalierbar sowas.

00:28:05: Nur das Schöne ist, dass tragen wir alle in uns.

00:28:08: Wir könnten uns diese Frage stellen und dürfen sie uns ehrlich stellen.

00:28:10: Viele haben auch verlernt zu spüren, zu wissen wie ist denn das eigentlich wenn man sich wohlfühlt?

00:28:20: Für mich fühlt es sich so an Korken, der auf dem Wasser schlimmt und nicht die ganze Zeit unter das Wasser gezogen wird.

00:28:29: Das habe ich mir nicht selber ausgedacht.

00:28:31: Das berichten viele Meditations-Gurus, dass es auch erstrebenswert ist.

00:28:39: Ich glaube wir kennen das Gefühl wenn wir so komplett in unserer Mitte sind und das Gefühl haben alles ist okay und alles ist in Ordnung.

00:28:47: Das ist für mich persönlich Gesundheit.

00:28:52: Und damit das fassbarer wird ist es auch gut, sich zu fragen.

00:28:56: Wie komme ich?

00:28:56: Was brauche ich denn um dahinzukommen?

00:28:59: und das sind vielleicht nicht die sieben dreißig Supple-Mens in irgendeiner Eisbad Religion oder jeder neue Hype sondern Das ist vielleicht ein guter Schlaf.

00:29:11: Und was ist das für mich?

00:29:12: Was ist das ehrlich?

00:29:13: wird letztendlich einen Patient gesagt ja Ich brauch sechs Stunden schlafen und das reicht mir?

00:29:19: Ich weiß es nicht.

00:29:20: Ist das ehrlich?

00:29:23: Kann ja gut sein.

00:29:24: Manche brauchen vielleicht zu wenig, für mich wäre es zu wenig.

00:29:29: Wie sind meine Beziehungen zu meinen Freunden?

00:29:33: Sind die wirklich so wie ich das gerne hätte?

00:29:34: Habe ich Freunde um mich herum mit denen ich nicht gerne treffe oder mit dem ich mich ständig bettel und definiere wer mehr hat, wer mehr Karriere macht

00:29:44: etc.,

00:29:44: oder... Was ist für mich Sinn des Lebens?

00:29:52: Wie schätze ich die Natur?

00:29:54: Wie bewege ich mich, fühle ich mich wohl in meinem

00:29:56: Körper?".

00:29:58: Zwei drei Punkte, die mich interessieren würden über Christian.

00:30:02: Die Frage nach dem was brauche ich eigentlich um mich wirklich wohl zu fühlen und du hattest dieses Beispiel gebracht mit dem Feier anbieten.

00:30:10: Was ich spannend finde ist also ich kenne das von mir... Also ich find schon fast ein bisschen Platz zu sagen Ich wundere mich dann dass ich am nächsten Tag Kopfschmerzen habe aber gut Aber grundsätzlich zu erkennen, dass es mir wahrscheinlich am nächsten Tag besser geht.

00:30:27: Wenn ich abends nichts trinke also... Ich glaube das Gewahr sein haben die meisten Hörerinnen und Hörern Und trotzdem machen sie's ja!

00:30:36: Das heißt aus irgendeim Grund scheint hier nicht ausreichend Bedarf da zu sein oder tatsächlich ein trifftiger Grund darzusehen etwas daran zu ändern.

00:30:47: was ich gemerkt hatte war, dass in dem Moment wo ich Kinder bekommen habe, ich gemärkt hab

00:30:51: Puh!

00:30:52: Also je ausgerouter ich abens insbnein je ausgerouter ich morgens aufstehe, je disziplinierter ich abends ins Bett gehe.

00:31:00: Umso emotional souveräner bin ich über den Tag und je emotional souväräner ich über dem Tag bin um so besser fühle ich mich zumindest am Ende des Tages weil ich mit sehr gutem gewissen Spiegel schauen kann weil ich weiß dass sich mit den unterschiedlichen emotionalen Höhen und Tiefen das Vater-Science einer Ehe oder das gesamten Familienzusammen spielt.

00:31:23: Ich bestmöglich umgehen konnte.

00:31:25: Ja?

00:31:26: Ist anders, als wenn ich das durchleben muss mit vierenhalb Stunden Schlaf und einem dicken Kopf.

00:31:34: Als Beispiel!

00:31:36: Das war für mich ausreichend Grund hier wirklich komplett zu switchen.

00:31:41: aber es ist natürlich auch ein... Ich will nicht sagen harte Einschnitt.

00:31:44: Aber eine Kinder zu bekommen ist jetzt halt auch nichts Alltägliches.

00:31:48: Also das hat nicht jeder.

00:31:49: oder vielleicht sind die Kinder schon älter und man denkt man gönnt sich jetzt wieder.

00:31:52: was also Meine These ist, es braucht ausreichend Grund.

00:31:59: Ist bei den Menschen, spüren die Menschen noch auf?

00:32:01: Also was muss passieren um ausreichenden Grund zu spülen bevor ich krank werde?

00:32:07: Menschen verändern sich aus zwei Gründen große Schmerzen oder große Ziele.

00:32:13: Große Schmerzten das ist an deinem Beispiel zu bleiben die Kinder, was von einem wollen.

00:32:28: Wo man dann zu müde ist und mit denen zu interagieren oder wo es noch anstrengender wird und man völlig erschlagen ist.

00:32:37: Das sind große Schmerzen.

00:32:39: Große Schmerze ist auch Krankheit.

00:32:42: Irgendwann die Krebserkrankung entsteht oder der Schlaganfall der Herz infarkt.

00:32:47: Das ist im Übrigen mal wieder der Moment, wo Menschen sagen, es war alles ganz schlimm.

00:32:53: Aber ich hab's überlebt und ich weiß jetzt, dass ich mich ändern darf.

00:32:59: Also ich muss nicht mehr krank sein um vorzuschieben – das war mir lange nicht bewusst, sagen dann Menschen -, dass ich mehr Zeit für mich brauche, unter und rund, sondern ich darf ... Ich darf das jetzt!

00:33:16: Und diese Schmerzen sind aber häufig nicht verhandelt, wie du schon sagst.

00:33:20: Nicht jeder kriegt Kinder oder das ist einschneidend und in meiner Sprechstrunde mache ich den Menschen teilweise Schmerz.

00:33:29: Also Diabetes tut nicht weh oder ein Bluthochdruck tut nicht Weh Aber so'n Laborwert der drangiert ist, der tut manchen dann schon weh, also gerade den Menschen die da, die das auch gerne optimal hätten.

00:33:46: Das ist dann ein Vehikel.

00:33:47: Deswegen sind Variables gar nicht schlecht, um mal zu merken aber was ist denn da los?

00:33:53: Aber es ist nicht die Lösung weil wir nicht für jede Situation einen Variable tragen und außerdem mag ich das auch nicht.

00:34:01: Learning from pain, das ist so anstrengend.

00:34:04: also das ist über Umwege.

00:34:07: deswegen meine ich brauchen wir eine Gesundheitskultur als Gesellschaft Damit wir nicht zu lange warten müssen, weil ich könnte mir vorstellen das dauert vielleicht noch ein bisschen.

00:34:20: Darf jeder für sich selbst einfach damit anfangen?

00:34:23: So einfach ist es also Sich klarzumachen wie fühle ich mich denn gut?

00:34:28: Wie geht's mir denn gerade?

00:34:29: Wie gehts mir dann jetzt am nächsten Morgen wenn Ich party gemacht habe?

00:34:34: wie geht's mit den am nächsten morgen Wenn ich nur fünf stunden geschlafen hab Weil ich mich habe so treiben lassen dass mein Chef zufrieden ist weil ich im nächsten Paul war oder abends auch irgendeine noch einen Foliensatz fertig gemacht habe, was auf einem Excel-Modell oder was auch immer um Menschen zufrieden sind.

00:34:51: Und wie geht's mir denn?

00:34:56: Wie hätte ich es gerne?

00:34:57: da sind wir große Ziele.

00:34:58: also wie möchte ich aussehen?

00:35:01: Wie möchte ich morgens mich fühlen wenn ich aufstehe?

00:35:03: Möchte ich aufwachen mit schon wieder ein Tag... So!

00:35:10: Was machen wir heute Mensch?

00:35:11: Klasse.

00:35:12: Also gehe ich jetzt heute im Seeschwimmen, gehe ich irgendwie Eis essen mit meinen Kindern oder was machen wir?

00:35:18: Oder gehen wir Gokat fahren oder schreibe ich ein Buch.

00:35:26: Möchte ich dafür die Power haben?

00:35:28: Das heißt, ich brauche eine motivierende Energie, eine motivierte Strategie und das geht aus meiner Sicht wenn wir uns das visualisieren.

00:35:39: Da gibt es verschiedene Tools Vision Boards und Co.

00:35:43: Ich kann mir das aufschreiben, ich kann mir es aufnehmen.

00:35:46: Ich kann's als Manifest runterschreiben am besten all das und dann habe ich das für mich persönlich klar.

00:35:55: Und dann kann ich mir überlegen wie schaffe ich das denn?

00:35:58: Brauche ich da... Wie funktioniert den?

00:36:00: Braue ich dafür OK-Arts?

00:36:02: Also brauche ich dafür klar definierte Ziele und so funktioniere ich.

00:36:07: Wie motivier' ich mich denn?

00:36:08: Wie hat das in der Vergangenheit funktioniert?

00:36:11: Viele Menschen daraus machen das Überschmerzen.

00:36:13: Das haben wir gut gelernt, die Schule.

00:36:16: Schlechte Noten ärger irgendwie dann noch zu Hause und dann setzen sich viele hin und dann fangen sie an zu lernen.

00:36:25: eine Strategie oder kurz vor der Klausur kenne ich auch alles ja dann nochmal schnell lernen davor irgendwie nichts getan.

00:36:35: das sind da die Prokrastinierer teilweise nicht die dann später dann auch erst mal warten bis der schmerz ganz groß wird Und dann fangen sie anders zu tun.

00:36:46: Das ist nicht nur im Bereich des Lernens, sondern das Gehirn generalisiert das.

00:36:52: Das passiert auch beim Thema Gesundheit.

00:36:54: Da sind vielleicht die Menschen, die lange sich vernachlässigen und irgendwann was tun wenn es gar nicht mehr anders geht.

00:37:07: Das heißt festzustellen wie funktioniere ich?

00:37:09: Wie motiviere ich mich?

00:37:12: das dann diese Strategie zu nutzen für das Thema Gesundheit.

00:37:15: Also ein Bild zu haben, was attraktiv ist plus eine Strategie oder einen Tool Set, nicht Strategie, ein Tool Set.

00:37:24: Wie komme ich dahin?

00:37:26: Wenn jetzt Menschen deine Energie gerade eben die du hattest aus der Hände zusammengeklatscht hat das gespürt haben und dich von großen Zielen abreden hören und sagen oh nee so viel Energie habe ich nicht, das schaffe ich eh nicht.

00:37:39: vielleicht das andere wieviel von diesen Beschwerden die wir haben, sind denn die Rechnung für den Lebensstil, den wir vielleicht zu lange ignoriert haben oder positiv formuliert.

00:37:50: Wie viel von dem was du beschreibst mit Gesundheit, Leistungsfähigkeit Spaß Energie und so weiter ist in unserer Hand?

00:37:57: Also was können wir durch unseren Lebensstiel verändern?

00:38:00: also ist das der Löwenanteil oder ist es weil Genetik uns sowieso ein Strich durch die Rechnung macht eigentlich der kleinste Anteil

00:38:08: Das is in vielen Teilen der Löwgenanteil.

00:38:11: Jetzt kommt nur der andere Teil der Medaille.

00:38:14: Es ist halt, dass es nicht bei jedem so ist.

00:38:17: Es gibt auch Menschen die genetisch vielleicht Pech hatten eine andere Veranlagung haben eher zu Übergewicht neigen oder auch eine Konditionierung erlebt haben, eine Erziehung, die dazu gebracht haben sich nicht ideal zu ernähren.

00:38:36: und das kann man in anderen Gesundheitsbereichen weiter denken.

00:38:39: Was?

00:38:42: auf der einen Seite ließe sich sehr, sehr viel tun.

00:38:46: Auf der anderen Seite sind auch Menschen Schicksal ihrer Historie ihre Umstände Per se.

00:38:55: könnten sie sich davon befreien?

00:38:57: ich fände es aber vermessen zu sagen jeder muss das und jeder kann dass.

00:39:03: Ich glaube wir dürfen nur die richtigen Anreize dafür schaffen, dass Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten sich gesünder verhalten.

00:39:20: Dass sie nicht dazu incentiviert werden krank zu werden und das wünscht sich keiner, krank sein oder bewusst ist es aber bei vielen ein bequemer Mechanismus um das Leben weiter so zu leben wie sie es gerade leben.

00:39:40: Das ist nicht bei jedem so, es geht mir auch nicht um Schuld mit dem Finger auf jemanden zu zeigen nur... Es ist der Löwenanteil für die Zivilisationskrankheiten.

00:39:55: Der Löwenanteil, der dafür verantwortlich ist unser Verhalten und Das darf uns klar sein.

00:40:03: Und es profitieren ja auch viele Menschen davon, dass wir krank sind.

00:40:09: und das ist so... Es wünscht sich keiner, dass irgendjemand krank ist aber es profitiert sehr viel davon.

00:40:18: Bevor wir zu dem Profiteuren von diesen Krankheiten weitergehen wenn du sagst Vieles davon läuft unter Bust ab und eigentlich müssten wir uns sehr bewusst mit neuen Verhaltensweisen ausstatten um quasi auch als Gesellschaft in der Lage zu sein, so eine neue Form der Gesundheitskultur zu etablieren.

00:40:43: Dann geht damit ja auch einher dass ich mich von Mustern löse die aktuell nicht auf das einzahlen was ich mir eigentlich wünsche.

00:40:51: du hast ganz zu Beginn gesagt das Thema rundum Handy sucht.

00:40:57: Was sind denn aus deiner Sicht gute Hebel, gute Maßnahmen um vielleicht die Screen Time pro Tag schon mal um zwanzig dreißig Prozent zu reduzieren?

00:41:11: Was hat sich da in der Alltagspraxis bewährt?

00:41:14: Das ist könnt ihr jetzt das nächste Top Ten Buch dann schreiben.

00:41:17: Da sind die zehn Maßnahmen.

00:41:20: ja also Können wir darüber reden, sage ich auch gleich was zu.

00:41:24: Auch da wieder... Was ist für dich persönlich?

00:41:30: Was ist bei dir persönlich das, was sich dazu bringt, an wieder mehr in die Natur zu gehen?

00:41:38: Also ich kann für mich sagen und ja also und in der realen Welt halt zu dem.

00:41:43: ich kann Für mich sagen Ich fühle mich einfach besser!

00:41:48: Ich fühl mich gut wenn ich eine Stunde Durch den Waldlaufe fühle ich mich gut.

00:41:52: Ich habe jetzt gerade hier vor der Podcastaufnahme, da hab' ich mich mit so einem kleinen See unten am... Also nicht in Starnbergersee, der ist größer, sondern vom Haus und einen kleinen künstlich angelegten See ein bisschen grün.

00:42:05: Da habe ich gedacht allein das bisschen Grün führt schon dazu dass ich mich besser fühle.

00:42:09: die Wertschätzung.

00:42:10: Das ist bei mir ... In dem Moment, wo ich... Dann habe ich kurz aufs Smartphone geguckt.

00:42:18: Dachte ich, was passiert da gerade auf LinkedIn?

00:42:20: Und dann habe ich gemerkt, oh eigentlich tut mir das grad nicht gut!

00:42:24: Das heißt für mich persönlich ist der Meterhebe und das wäre auch ein bisschen meine Empfehlung.

00:42:29: Auch nicht weil ich mir das jetzt selber ausgedacht hab sondern es ist gut belegt.

00:42:34: Da sind wir wieder bei dem, was ich vorhin gesagt habe dass wir uns bewusster werden.

00:42:38: wie fühlen wir uns denn grade?

00:42:43: konkreter gesprochen auf das Thema Bildschirmzeit.

00:42:47: Nach einer Stunde oder so darf man ruhig mal einen Check-in machen, wie fühle ich mich denn jetzt gerade vom Bildschirmen?

00:42:53: Bin ich da entspannt?

00:42:54: Wie sind denn meine Schultern sich da so davor?

00:42:56: oder wird es sich da irgendwie entspannter vor?

00:42:59: Was bräuchte ich denn gerade?

00:43:03: Bewusstsein schaffen dafür dass uns das nicht gut tut und das braucht am Anfang auch eine Routine, eine Erinnerung von Mutter ich und da gibt es ja auch Tools, die einen erinnern oder man setzt sich ein Timer das man nach einer gewissen Zeit aufsteht.

00:43:19: All das geht.

00:43:20: irgendwann wird daraus ein Habit schaffen.

00:43:24: Dann merken wir dass das tut mir gut.

00:43:27: dann möchte ich mehr davon haben Gab ja auch schon einige Versuche, dieses Thema Bildschirmen Zeit zu viel Bildschirmzeit digital zu lösen.

00:43:43: Also irgendwie eine Sperre einzubauen nach einer bestimmten Zeit da signalisiert einem das Handy auch.

00:43:49: Denn die Zeit ist überschritten und dann gibt es einen Shutdown.

00:43:52: dass kontakariert so ein bisschen das Geschäftsmodell von digitalen Tools.

00:43:58: also muss man anderen Revenue Stream geben, um das Ganze sozusagen zu finanzieren.

00:44:05: Das ist nicht im primären Interesse einer digitalen Hardware oder Software aber es hilft schon.

00:44:14: Besser denke ich mit analogen Maßnahmen die digitalen Themen zu lösen also tatsächlich in die Natur zurückgehen und auch mein Buch im Hintergrund zu haben und darin zu lesen, nicht auf dem

00:44:32: Tablet.

00:44:33: Auch wenn das Tablet deutlich bequemer ist.

00:44:36: Das erleichtert einige meiner Probleme die ich habe, wenn ich einen Urlaub fahre da nehme ich ungern zehn Bücher mit.

00:44:44: Sondern es sind Tablets und eReader ist super!

00:44:48: Die Bücher drauf.

00:44:53: Wie kann ich das enthebeln?

00:44:55: Indem mir bewusst wird, das tut man eigentlich nicht gut.

00:44:57: Wenn ich dann auf dem eReader lese... Ich habe ein iPad und dann popt da noch einen E-Mail hoch.

00:45:04: Wie hätte ich es denn gerne?

00:45:05: Ja, ich wäre gern fokussiert und hätte mich gut beim Lesen fühlen.

00:45:09: Okay was kann ich tun?

00:45:12: Indem ich die E-Mehrfunktion abschalte oder den E-mail Account lösche auf dem iPad.

00:45:16: Das heißt ist immer wieder das Bewusstmachen von wie fühle ich mich gerade Und was kann ich tun, damit es mir besser geht?

00:45:25: Auch im Umgang mit Tech.

00:45:27: Jetzt gibt's ja noch ein anderes Extrem von Optimierung.

00:45:34: Wir wollen High-Performing sein.

00:45:36: und eine andere Szene.

00:45:38: Du hast das ja angesprochen – mit Supplements!

00:45:41: Und dass Menschen sagen, sie wollen noch gesünder, noch langlebiger sein, Stichwort Longjavity und nutzen dafür alles Mögliche an wearable Supplements Biohacking, Eistommen und Schlaubmichtwort.

00:45:56: Was davon ist aus deiner Sicht sinnvoll oder Wissenschaft?

00:46:02: Und was davon ist Business und übertrieben?

00:46:05: Ist es nicht nur dann noch ein weiterer Stressfaktor für uns, ums noch mehr zu optimieren in verschiedener Hinsicht?

00:46:15: Definitiv!

00:46:18: Und zwar enttäglicher Stress Faktor.

00:46:23: Irgendwann wird Selbstoptimierung zu einer besonders gesellschaftlichen akzeptierten Form von selbst Ablehnung.

00:46:33: Selbst Optimierung zu eine gesellschaftlich akzeptierte Form von Selbst Ablehnung, wow!

00:46:43: Also wenn ich mich nicht akzeptiere und ständig das Gefühl habe, ich müsste etwas weiter optimieren, dann lehne ich mich doch im Kern ab oder?

00:47:00: Ja, wenn ich es draufschau aus einer defizitären Sicht.

00:47:04: Und wenn ich jetzt aber... Ich nehme mal den Blick eines Leistungssportlers, der sagt, ich will hier hundert Meter einfach in einem Hundertstel schneller laufen und trainieren, trainieren und optimiere mich aus diesem Anreiz her.

00:47:16: Jetzt kann ich sagen, ja, ich mach's aus dem Anspruch der defizitären Haltung oder ich sag, nee, ich'll einfach noch schneller werden!

00:47:23: Ich will besser werden!

00:47:24: Das ist ja jetzt erstmal nicht

00:47:26: verkehrt.".

00:47:27: Absolut.

00:47:29: Also ich glaube, das war jetzt auch eine Metapher.

00:47:31: von dir in dem Inhalt gesprochen hat es natürlich möglicherweise nicht viel mit Gesundheit zu tun noch schneller zu laufen.

00:47:39: in diesem Fall dann also einer weiteren Optimierung.

00:47:43: aber jemand der sich der gesundheitlichen Thema hat stellt sich schon die Frage was kann ich denn optimieren um gesünder zu werden?

00:47:57: Symptom habe oder irgendwie verschobene Laborwerte außerhalb der Norm.

00:48:02: Was kann ich denn jetzt selbst tun, damit das besser wird?

00:48:06: Und dass ist eben auch das Gute an diesem Longevity-Trend, wie man will, Biohacking.

00:48:18: Das ist das Gut, dass es den Fokus darauf legt wieder gesünder ein gesunderes Verhalten zu haben, etc.

00:48:28: Der Nachteil ist nicht immer es dieses sehr scharfe Messer in den richtigen Händen bedeutet für mich wenn ich einen Geschäftsmodell rund um das Thema Supplements habe und ich einen Anreiz habe möglichst viele Supplements zu verkaufen dann lege darauf den Fokus und meine Kunden kaufen die zwei Disapplements, ändern dafür aber vielleicht nicht das Verhalten, dass ihn tatsächlich den besseren Schlaf verschaffen würde oder die Gewichtsreduktion.

00:49:04: Das ist dann wieder ... Ja, wie soll ich sagen?

00:49:08: Es ist letztlich ein schlechter Workaround für den Einzelnen.

00:49:15: Und gleichzeitig gibt es so, es gibt nicht Menschen, Mikronährstoffdefizite, die davon profitieren.

00:49:22: Nur es ist... Wenn ich ein Geschäftsmodell um die Supplements herumbaue oder um irgendein anderes Thema was skadierbar ist dann führt das nicht unbedingt zu dem besten Verhalten des Einzelnenen.

00:49:40: Dennoch und dass auch Realität profitiert Menschen davon.

00:49:45: profitieren Menschen davon, dass ihnen wieder ein D-III-Defizit, das sie so supplementiert werden.

00:49:50: Und da gibt es mittlerweile gute Evidenz zu.

00:49:53: und es gibt andere, um mal bei dem Thema Supplements zu bleiben, andere Defizite die sind nicht so gut erforscht.

00:50:01: Wenn wir vielleicht in Zukunft feststellen, dass es dann irgendwann Evidenzen dafür gibt wenn wir große Datenmengen gesammelt haben.

00:50:08: Das heißt... das ist irgendwo auch ein positiver Trend.

00:50:15: Nur wie alles, ist auch das Thema Janusköpfig ja?

00:50:18: Also es gibt eine Nebenwirkung und diese Nebenwerkung ist diese oder eine Selbstoptimierung die am Leben vorbeilebt weil ich habe noch nie einen Patienten getroffen der am Ende seines Lebens gesagt hat Ich wünschte, ich hätte mein Blutzucker noch genauer getrackt sondern da wird wahrscheinlich sagen ich wünschte, ich hätte mehr gelebt und dazu hätte vielleicht der bessere Schlaf auch gehört.

00:50:50: Das bessere Gewicht um sich wohl zu fühlen, wenn er ehrlich geredet

00:50:53: ist.

00:50:56: Und das sind dann letztlich Gründe die dich im Vorfeld haben eher in diese diffizitäre Richtung?

00:51:02: Ich spreche zu lassen, wo du sagst dass Selbstoptimierung kann auch schnell in selbst Ablehnung münden was ich mir gut vorstellen kann.

00:51:10: Weil also wenn wir die ganze Zeit immer nur dabei sind und selbst besser zu machen dann ist ja die Ausgangsthese das wir schon von vornherein nicht ausreichend gut in dieses Spiel gegangen sind.

00:51:24: Korrekt Ja

00:51:26: Und Wenn ich nicht ausreichen gut in das Spiel gegangen bin.

00:51:31: also allein mit diesem Glaubenssatz oder dieser Überzeugung, das Spiel zu starten ist ja wahrscheinlich schon nicht die beste Ausgangsbedingungen.

00:51:48: Und dann kriegen wir quasi noch Tag für Tag auf datenbasierter Ebene die Evidenz dass wir immer noch nicht da sind wo eigentlich gerne wären.

00:51:59: und das kann sein die Anzahl der Seiten des der Bücher, die ich mir vorgenommen habe pro Tag zu lesen.

00:52:05: Das kann sein.

00:52:06: Meine Nährwerte über den Tag hinweg einzuhalten, schlafentsprechend einzuhalten keinen Alkohol zu trinken tagsüber meine Zehntausend Schritte zu machen

00:52:17: etc.,

00:52:17: etc.

00:52:19: Und das wiederum also die Erkenntnis darüber stärkt dann ja wiederum die Ausgangsthese A. Ich sehe es so offensichtlich!

00:52:27: Ja?

00:52:27: Ich bin nicht gut genug.

00:52:28: Ich muss da definitiv noch mehr Gas geben.

00:52:31: Wohin bringt das Menschen über Dauer, wenn sie sich in diesem... Also sind es Menschen die zu dir in die Praxis kommen?

00:52:37: Die sich in so einer Spirale wiederfinden oder kommen die dann doch nicht weil die irgendwie dann doch noch immer weit aus besser machen als der Durchschnitt.

00:52:45: Sowohl als auch.

00:52:46: Das ist Menschen, die kommen hier in die praxis und die haben schon vorbereitet.

00:52:55: Die haben Therapiepläne mit KI abgestimmt Also wurde der Therapieplan abgeglichen mit ihren Mikronährstoffwerten und die sagen dann auch, mir geht es besser seitdem ich das mache.

00:53:16: Und die sind dabei trotzdem nicht angekommen.

00:53:21: also ihnen geht's besser.

00:53:22: Die haben teilweise auch so die Schlafen besser.

00:53:25: Das ist auch nachweislich so dass sie eine bessere Schlafqualität haben und hat denen was gebracht nur natürlich mit einem gewissen Preis.

00:53:34: Also die haben dann nicht nur für die Supplements, sondern auch... Die führen ihr Leben weiter wie bisher.

00:53:40: Das sind noch heute junge Unternehmer, die sehr getrieben hier Start-up erfolgreich gemacht haben oder schon den nächsten Exit hatten oder die erfolgreich in Konzern arbeiten und die das alles die das alles machen und auch gut machen per Definition.

00:54:07: Und diese Performance zeigen, wo das funktioniert.

00:54:13: Das ist so.

00:54:15: Nur das Gefährlichste daran ist aus meiner Sicht, dass sie das schädigende Verhalten nicht abstellen.

00:54:22: Es ist ein bisschen wie wenn ich Auto fahre Und die Alarmleuchte blinkt.

00:54:27: Ich hab es schon mal gesagt hier im letzten Podcast und ich fahre nicht in die Werkstatt, sondern ich kippe die Leuchte zu.

00:54:39: Was ist das schädigende Verhalten in dem Moment?

00:54:44: Naja... Der Schlaf, bleiben wir beim Thema Schlaf.

00:54:48: Schlaf war schlecht.

00:54:50: Die Person ist immer aufgewacht und konnte nicht schlafen und behandelt sich jetzt mit Melatonin- und Tryptophanen beispielsweise.

00:54:56: Immer ein Beispiel zum Ende.

00:54:58: Und das funktioniert.

00:54:59: Schläf besser ein, schläft besser durch.

00:55:01: Da war auch nachweislich ein Defizit von Drücktovahn vielleicht irgendwo im Vollblut.

00:55:09: Das hätte die Person noch anders haben können.

00:55:11: Einfach vielleicht einen besseren Chronorhythmus weniger Blutsch am Zeit am Abend.

00:55:18: Das tut die Person aber nicht.

00:55:19: der Schlafer bessert sich.

00:55:23: Der schlechte Schlafe aber die Spitze vom Eisberg.

00:55:26: dieser ständige Stress ist noch weiter vorhanden Und der äußert sich möglicherweise irgendwann anders.

00:55:36: Der sucht sich einen anderen Weg.

00:55:39: Das muss nicht so sein, das ist die Beobachtung.

00:55:42: einfach dass es dann steht vielleicht doch der Bluthochdruck oder... ...das Problem wird maskiert.

00:55:51: Kennst du den Spruch krank sein resultiert immer daraus die Wahrheit vermieden zu haben?

00:55:58: Ja natürlich ja.

00:56:01: Was bedeutet das?

00:56:08: Ich würde sagen, dass Krankheit für viele eine Möglichkeit ist ihr Leben so weiterleben zu dürfen wie sie es gewohnt sind.

00:56:22: Was ist für viele bequemer als sich zu verändern?

00:56:25: Eine Veränderung bedeutet Energie.

00:56:27: hinsichtlich des Umfeld darf sich ändern vielleicht der Job, vielleicht sogar die Branche in der man tätig isst und vielleicht auch die Gemeinschaft, in der man lebt.

00:56:39: Die Ehe oder Freunde etc.

00:56:42: Und das ist unbequem.

00:56:44: Da muss man sich dann auch rechtfertigen.

00:56:46: und was ich beobachte ist dass Menschen zum Beispiel den Job wechseln und sagen ja ich muss jetzt mal etwas verändern sonst werde ich krank.

00:56:58: oder ich bin krank und jetzt muss ich was verändern.

00:57:00: und dann ist da diese sage ich mal zb Bankerin die sagt Ich arbeite nicht mehr bei der Commerzbank, sondern ich arbeite bei der Sparkasse oder Volksbank.

00:57:12: Das ist... Und dann passiert das gleiche wieder wie vorher und bedeutet um diesen Schritt gar nicht gehen zu müssen sagen auch einige Patienten, ich will, dass es gerade nicht der richtige Moment, dass sich da jetzt was ändere bei dem hohen Blutdruck, den ich habe.

00:57:39: bitte verschreiben Sie mir doch erst mal das Medikament?

00:57:42: Und das ist okay!

00:57:43: Das sind erst mal den Druck aus dem Kessel.

00:57:47: Auch das bewirkt manchmal schon dann auch eine Einsicht, dass Patienten sagen, ich nehme das jetzt ein Jahr und jetzt möchte ich doch noch was verändern in meinem Leben.

00:58:00: Und das ist nicht bei jedem so.

00:58:01: Aber deswegen mache ich ja so einen Gespräch wie mit euch gerade.

00:58:04: Es gibt vielleicht einen oder anderen Zuhörer der sagt, es ist eigentlich Zeit für Transformationen Tricks und täuschen.

00:58:14: Tarn ist vorbei.

00:58:17: Das stimmt tatsächlich, das Feedback bekommen wir von.

00:58:19: deswegen machen wir es ja auch weiterhin und deswegen freuen wir uns ja auch über solche Gäste wie dich jetzt vielleicht nochmal dort sehr schon viele verschiedene Punkte genannt.

00:58:30: wenn jetzt jemand sagt okay ich will ja etwas verändern und ist vielleicht verwirrt von diesen ganzen Angeboten, die es da gibt mit ich meine du kannst ja verschiedenste Ratgeber dir anschauen, die sich zum Teil auch widersprechen.

00:58:45: Was wenden aus deiner Sicht so die zwanzig Prozent?

00:58:49: Ja, die vielleicht acht parätoprinzip idealerweise achtzig Prozent der Wirkung haben Die Leute jetzt dann mal ausprobieren dürfen Vielleicht nicht alles gleichzeitig aber so nacheinander diese Grundlegend gute Wirkung haben?

00:59:08: Also die Beobachtung ist, dass Menschen bei Ernährung und Bewegungen anfangen.

00:59:16: Dass das einen Dominoeffekt hat.

00:59:19: Und es auch gut belegt.

00:59:21: Menschen, die auf einmal ein Zehn Kilo Gewicht verlieren.

00:59:25: Auch wenn sie eine größere Vision idealerweise noch haben für ihre Gesundheit wie Sie sich fühlen wollen.

00:59:30: Die dann auch anfangen in anderen Lebensbereichen, sich gesünder zu verhalten.

00:59:35: Also das sind sicherlich die, weiß ich nicht, ob es Achtzig sind oder Siebzig Prozent oder Sechzig.

00:59:40: Aber es ist der Löwenanteil von Maßnahmen, die in diesen zwei Bereichen sind.

00:59:48: Wenn man da gesünder sich verhält dann passiert was und wird der Schlaf besser.

00:59:56: Dann sinkt das Gewicht, dann werden Entzündungswerte besser Nehmt nur Insulinresistenz ab und dann verändern sich auch viele Parameter, die messbar besser werden.

01:00:13: Und deswegen würde ich zunächst mal in dieses Innerhalb dieser Bereiche anfangen.

01:00:17: Das ist natürlich weit.

01:00:18: Ernährung – was das ist?

01:00:19: Das ist ein Thema für sich!

01:00:25: Da auch konsequent am Ball zu bleiben, ist ganz entscheidend.

01:00:33: Was würdest du sagen?

01:00:34: Ist es jetzt gleich, ich muss für den nächsten Marathon trainieren oder was?

01:00:39: Na ja da wird von der WHO werden in den Jahrhundertfünfzig Minuten pro Woche empfohlen.

01:00:45: Mittlerweile weiß man aber auch dass jede ein bisschen an Bewegung schon Erfolg bringt.

01:00:52: Ich glaube auch da ist sehr wesentlich das die... dass man vielleicht nicht jedes Verhalten in eine Studie packen kann.

01:01:04: Aber beobachten uns das Menschen, die vielleicht auch nur mal zehn Sit-ups machen oder so, ja?

01:01:11: Oder zehn Liegestützer oder so am Tag, dass sie auf einmal anfangen, auch an anderen Lebensbereichen sich gesünder zu verhalten.

01:01:17: Wenn Sie merken, oh jetzt merke ich mich schon wieder ein bisschen mehr, es laufen vielleicht doch noch mal die Treppen dazu... Das ist natürlich in Studien so nicht dann erfasst dieser Dominoeffekt.

01:01:27: Das heißt, meine praktische Empfehlung wäre an der Stelle ganz klein anzufangen mit kleinen Veränderungen und die zum Habit zu machen.

01:01:35: Zum Beispiel sagt man fängt mit Liegestützen an dann macht man vielleicht mal zwei drei, dann werden irgendwann fünf daraus und man steigert das langsam und irgendwann stellt man nach einem Jahr fest, man ist in der Lage hundert Liegestütze zu machen.

01:01:49: Und diese gleichen Veränderung sind auch nachhaltig, das heißt man bleibt am Ball.

01:01:54: Es ist viel einfacher ein Habit entwickeln Genauso bei der Ernährung.

01:01:59: Also da ist ja auch ein No-Brainer letztlich, viele machen es dann trotzdem wieder anders weil es natürlich auch Profiteure davon gibt.

01:02:08: Fangen die nächste Diät an und wundern sich über den Jojo Effekt anstatt kleine Dinge zu verändern.

01:02:15: von ich esse irgendwie die Currywurst mit Pommes zum nicht erst entdeftigen Eintopf.

01:02:22: Der deftige Eintopf ist noch nicht das Ultimum an gesunder Ernährung, aber es sind schon mal die Hülsenfrüchte da drin und klar ist dann auch vielleicht ein Stück Wurst oder so was drin.

01:02:33: Aber es ist besser als die Currywurst mit Pommes.

01:02:36: Also diese kleinen Schritte anzugehen – das ist das Entscheidende!

01:02:43: Das verkauft sich natürlich nicht sehr gut wie der supergesunde Snack, den man irgendwo kauft super gesund ist, aber den ich wahrscheinlich nicht die ganze Zeit zu essen werde.

01:02:53: Weil der energetische Sprungvitz hoch ist – die Veränderung ist zu groß!

01:03:00: Lieber Christian vielleicht noch abschließend eine Frage.

01:03:03: wir nähern uns langsam dem Ende des Podcasts.

01:03:08: Unabhängig des ganzen Themas Gesundheit und unabhängige von Medizin, vielleicht auch in dem Zusammenhang, kannst du dich erinnern an einen Ratschlag?

01:03:18: den du im Zeit deines Lebens bekommen hast, der dich vielleicht gerade rückblickend extrem wegt hat oder dich daran unterstützt hat Entscheidungen zu treffen die du ohne diese damalige Situation nicht getroffen hättest.

01:03:32: Das war so.

01:03:33: was wie möglicherweise denkst du jetzt das ist ganz schlimm?

01:03:47: Oder es ist aktuell nicht?

01:03:48: deine Situation ist nicht ideal Und in Zukunft wirst du vielleicht darüber anders denken und feststellen, das war ein Signal für dich, Christian.

01:04:02: Das war genau zur richtigen Zeit ein Thema, das dich enorm vorangebracht hat.

01:04:08: Ganz herzlichen Dank!

01:04:09: Also nicht nur für dieses Schlussstatement sondern eben auch für diese Stunde und die tollen Inspirationen... die du uns wieder mitgebracht hast.

01:04:20: Lieber Christian, da war ganz viel drin.

01:04:21: also ich fühle mich reich beschenkt und sage ganz herzlichen Dank!

01:04:25: Vielen dank für die Gelegenheit, Oliver und Kai hat mir auch großen Spaß gemacht.

01:04:32: und ja wir sehen und hören uns.

01:04:36: Wir freuen uns, danke Christian!

01:04:44: Vielen Dank dass du bis hierhin dran geblieben bist.

01:04:46: das bedeutet uns wirklich viel Und schreib uns gerne, was du aus der Folge mitgenommen hast.

01:04:50: Welche Gäste du dir wünschst oder was wir noch besser machen können?

01:04:54: Wir lesen und freuen uns über jede Rückmeldung zum Beispiel über die Spotify-Kommentarfunktion.

01:04:59: Wenn du möchtest kannst du unsere Arbeit ganz einfach unterstützen denn dein Abo und deine Bewertung helfen uns noch mehr Menschen zu erreichen!

01:05:06: Du verpasst keine neue Folge mehr.

01:05:08: Danke dass du dabei bist und bis zum nächsten

01:05:10: Mal.

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