Warum Nettsein schadet mit Dr. Oliver Haas

Shownotes

Mehr zu Oliver: https://das-neue-fuehren.de Fotocredits: Marek Beier

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00:00:13: Unser heutiger Gast war schon einmal bei uns im Podcast und diese Folge hat viele Menschen durchaus bewegt, und zwar deshalb weil es um etwas sehr Grundsätzliches ging.

00:00:23: Es ging darum, wie wir uns selbst besser verstehen können.

00:00:26: Wie wir uns besser annehmen können, warum es wichtig ist eine Form der Sinnhaftigkeit bei der Arbeit zu verspüren und um die Frage, warum gesunde und gute Führung immer bei uns selbst beginnt?

00:00:36: Und genau daran möchten wir heute gerne anknöpfen!

00:00:40: Wir sprechen nämlich darüber, wie Einführungsfehler ausgeschlossen werden kann, der zwar sehr menschlich und schon fast großherzig wirkt aber andere oft Unbewusst Kleinheit, nämlich um den Effekt wenn Führungskräfte eher zu kümmerern werden anstatt ihre Teams tatsächlich bewusst zu führen und zu entwickeln.

00:01:02: Denn wer immer helfen schützen und gemocht werden will nimmt anderen oft genau das woran sie eigentlich wachsen könnten.

00:01:11: Und die Folge ist hierbei ganz oft dass während der eine oder die eine ausbrennt bleiben die Anderen oft unter ihren Möglichkeiten.

00:01:21: Deshalb schauen wir heute auf Themen wie Bedürftigkeit, Beziehungsmuster und auf die Frage, wie Führung wieder das wird was sie eigentlich sein sollte klar, stärkend und entwickelungsorientiert.

00:01:36: Herzlich Willkommen!

00:01:36: Wer werdet Sie oder eines Lebens?

00:01:38: Lieber Dr.

00:01:39: Oliver Haas schön dass du heute wieder bei uns bist.

00:01:42: Vielen Dank freu mich sehr.

00:01:46: Ja, wir haben es auch führen, hat ja nicht nur etwas mit dem unternehmerischen Kontext zu tun.

00:01:52: Wir führen hier an ganz vielen Stellen und Familien sind insofern auch ein System quasi.

00:01:58: aber wir wollen mir alles einsteigen.

00:02:00: lieber Oliver wie kam es dazu dass du jetzt diese Überschrift gewählt hast?

00:02:05: Und was hast Du beobachtet wo Du sagst das Thema muss ich jetzt mal thematisieren.

00:02:10: nimm uns doch mal bitte mit wie es dazu gekommen ist.

00:02:13: Ja, vielleicht darf ich dann klein bisschen mehr ausholen.

00:02:16: Also wenn wir mal die letzten zehn Jahre zurückverfolgen kamen wir ja aus einer Zeit wo es darum ging Wir wollten nicht mehr patriarchalisch führen.

00:02:26: Es sollte nicht mehr so sein dass eine Führungskraft einfach Anweisungen gibt und die Mitarbeiter die brav erledigen Und es keine Augenhöhe gab zwischen Führungskräften und Mitarbeiter.

00:02:38: Das wollten wir nicht sondern wir wollten auf Augenhöhen uns begegnen.

00:02:41: und dann haben wir gesagt, wir müssten eigentlich uns um die Bedürfnisse der Mitarbeiter kümmern.

00:02:46: Und das haben wir auch getan – es ging dann um Wertschätzung, um Sinnen-, um Stärkenorientierung, positive Emotionen… Und wie immer so ist das auf eine Bewegung... Wenn es eine Gegenbewegung gibt, dann übertreibt sie meistens.

00:03:01: Das kennt man von Erziehungsstilen!

00:03:03: Also erst will man dort weg vom patriarchalischen Führungsstil und dann ist plötzlich laissez-faire.

00:03:09: Dann sagen wir, nee das bringt uns auch nicht weiter.

00:03:11: Dann rudern wir wieder so ein bisschen zurück und das kommt mir gerade sofort dass mittlerweile während einer Welt leben wo Mitarbeiter eigentlich alle ihre Bedürfnisse mit in die Arbeit bringen dürfen ja persönliche zum Teil sogar private was völlig in Ordnung ist.

00:03:26: aber auf der anderen Seite sich Führungskräfte schwer tun zu sagen ich brauche mehr Leistungen ich brauch mehr Effizienz Ich brauch mehr Effektivität Und ich sehe so zwei Lager die sich gegenüberstehen.

00:03:36: also Führungskräfte sagen, Leute müssen uns jetzt anstrengen.

00:03:40: Es muss vorwärts gehen.

00:03:40: wir haben schwierige Zeiten gerade und die Mitarbeiter sagen ja aber ich brauche erst mal von dir dass du mich als Mensch respektierst das du mich ansiehst.

00:03:49: Ich bräuchte eigentlich noch mehr Zeit und da geht so ein richtiger Graben auf und bei Führungen geht es ja darum wie können wir denn schaffen dass wir menschliche Beziehungen optimal gestalten?

00:04:00: Und derzeit wie ich sie beschrieben habe ist eben nicht optimal Und deswegen sollten wir uns mal mit dem Thema des Kümmerers auseinandersetzen, der eben nicht für gute Führung steht.

00:04:13: Ich versuche es an einem Beispiel zu machen wie es mir zumindest im konkreten Erleben mal gegangen ist und wo ich mal testen ob das etwas ist was du damit meinst.

00:04:20: also jetzt gab man eine Zeit vor drei Jahren so vier jahren auch in den Kontext dieses ganzen agilen Arbeitens.

00:04:28: Da war dann so Moderation Stile gefragt, die dann gesagt haben, Störungen haben immer Vorrang auf die Frage wie geht es dir?

00:04:34: Wenn da jemand an seine persönlichen Befindlichkeiten wie du gerade eben beschrieben hast artikuliert.

00:04:39: Dann wird mal die Agenda bei Seite geschoben und werden diesen Befindlichkeit einen Raum gegeben mit der Begründung.

00:04:46: Na ja!

00:04:47: Die sind sowieso da und würden das Meeting ansonsten in anderer Stelle torpedieren.

00:04:51: Ist das so etwas beziehungsweise...da ist er, wie immer Ein Körnchen Wahrheit drin.

00:04:58: Solche Befindlichkeiten können ja potenziell dazu führen, dass sie an irgendeiner Stelle unkontrolliert hochkommen.

00:05:05: aber muss dann gleich das ganze Kind in Bade ausgeschüttet werden und mit leicht den gesamten Raum okogiert dafür.

00:05:13: Ja, das ist eine sehr spannende, sehr konkrete Situation und ich möchte vielleicht zwei Persönlichkeitstypen erst beschreiben bevor wir auf diese Situation dann kommen.

00:05:24: also Führung heißt ja fordern und fördern.

00:05:27: Ja, so fördern heißt ich gebe meine Energie rein das im Team die Potenziale sich entfalten und fordern heißt.

00:05:35: Ich möchte Ergebnisse sehen.

00:05:36: So Und es gibt gute Führungskräfte, die beides können also mit einer hohen Energie fördern und fordern.

00:05:43: Da entsteht Exzellenz am Arbeitsplatz im team.

00:05:46: Dann haben die Leute Spaß der geht richtig was vorwärts.

00:05:50: Jetzt gibt's aber zwei Typen.

00:05:51: Das eine dass ist Der überforderer wie ich ihn nenne.

00:05:54: Also er kann sehr gut fordern Aber schlecht fördern.

00:06:00: Das sind Menschen, die sich selber mit ihrer Persönlichkeit ganz stark in den Mittelpunkt stellen – also mit ihren Bedürfnissen und ihren Zielen.

00:06:10: Die anderen sind ihnen eher egal!

00:06:13: Deswegen können sie sehr leicht fordern.

00:06:15: Also die können sagen liebe Vertriebsleute ich erwarte von jedem dreißig Prozent mehr Umsatz bis zum nächsten Reporting Sprachs und ging aus dem Raum raus.

00:06:24: Ja, Puls ist gar nicht erhöht.

00:06:25: Er kannte es relativ gut aber Teams von Überforderern sind nicht exzellent, warum?

00:06:30: Weil die sich als Ressource fühlen.

00:06:32: Die hätten vielleicht Rücksichtnahme gebraucht, die hätten vielleicht noch mal ein Coaching-Gebrauch, die hätte andere Probleme gehabt, die hatten eine andere Bedürfnisse gehabt.

00:06:40: Aber auf das kommt der Überforderer gar nicht, da zieht er einfach durch.

00:06:43: und jetzt merken wir schon so einen Überfordererschef Der hätte jetzt würde gut damit tun sich erstmal Empathie zu kümmern um zuhören.

00:06:50: Das zweite, das ist aber der spannendere Typ finde ich.

00:06:53: Der zweite Typ sind Menschen, die machen es genau andersrum.

00:06:57: Für sie ist die Maxime das Wohlergehen der anderen also Sie selber stellen sich eher zurück.

00:07:04: Das sind Führungskräfte, die haben für alles Verständnis beruflich wie privat und arbeiten sich meist zu Tode und erschöpfen sich völlig dabei.

00:07:14: ja und das ist der Kümmerer.

00:07:15: Also der Kümmerer erschöpft nicht nur sich, sondern er sorgt auch für eine Kultur.

00:07:20: Am Ende macht es dann doch der Chef oder die Cheffe.

00:07:23: Das sind die Leute, die burn out gefährdet sind.

00:07:26: und jetzt kommen wir zurück zu deiner Situation.

00:07:29: ja wenn das jetzt um eine Störung geht?

00:07:31: Dann ist das ja die Frage welche Art dieser Störung isst Es?

00:07:35: weil wenn wir es an Fördern und fordern denken natürlich Wenn das jetzt was dramatisches ist Ja und man wirklich sagen muss Wir müssen jetzt hier mal anhalten mit uns Jetzt sogar im Meeting beschäftigen dann ist die Frage, welcher so Tank Priorität es.

00:07:47: Und jetzt merkst du aber bei den zwei Typen.

00:07:50: also der Überforderer wird viel zu spät auf solche Störungen eingehen?

00:07:54: Weil der wird sagen mir ist das egal ich habe meine Agenda im Kopf Ich ziehe sie einfach durch.

00:07:58: Der Überförderer bei dem schlagen die Signale viel zu früh an dass er's unwohl findet wenn Menschen da leichte Befindlichkeiten zeigen und er wird es sofort unterbrechen.

00:08:09: Es würde um die Mitte gehen.

00:08:11: ich nenns mal wertschätzend fordern.

00:08:15: Das fordern fällt ja dem Kümmerer deswegen so schwer, weil er denkt die anderen mögen mich nicht.

00:08:21: Ja, weil ich Harmonie möchte und ich möchte meinem Team nichts

00:08:23: zumuten.".

00:08:26: Und Wolf Lotta hat den schönen Satz gesagt das wäre sich zu viel um Menschen kümmert.

00:08:32: der Erhält Verkümmerte.

00:08:35: also beide verlieren letzten Endes.

00:08:38: und jetzt ist das interessante.

00:08:39: also warum ich das so spannend finde mit euch im Podcast zu machen weil Ich erlebe folgendes Bei den zwei Typen bleiben wir nochmal bei diesem Überforderer und dem Überförderer.

00:08:49: Wer hört sich so ein Podcast bei euch an?

00:08:53: Wer kommt zu mir in die Trainings?

00:08:55: Das ist nie der Überfordere, weil der Überforderer geht von sich aus, sagt ich mache es richtig!

00:09:01: Die anderen sollten Seminare besuchen, die anderen sollten mal so einen Podcast hören.

00:09:06: Und die Leute, die aber sozusagen an sich selber auch einen stückweiten Fragezeichen machen das sind eher die Überfördere Ja, die interessieren sich.

00:09:15: Kann ich was besser machen?

00:09:16: Wo kann ich etwas

00:09:17: lernen?".

00:09:18: Und deswegen habe ich mich sozusagen dieser Zielgruppe mal ganz stark auseinandergesetzt weil ich die meistens vor mir hab.

00:09:24: also wenn ich Leute in Seminaren frag, seid ihr eher über Vorderer oder eher über Förderer?

00:09:29: Neunundneunzig Prozent sagen du hast mich erkannt!

00:09:31: Ich bin der Überförderer, ne?

00:09:33: Ich bin da kümmerer und mit den Leuten kann man auch ein bisschen leichter arbeiten und deswegen kann man heute mal die Chance dann ein Stück weit tiefer zu gehen.

00:09:41: Dann sei so gut, versuch noch mal zu erläutern.

00:09:44: Was sind diese typischen Charaktereigenschaften?

00:09:48: Vielleicht auch Werte-Konstrukte, die den Überförderer oder den Kümmerer zudem machen, der er ist?

00:09:55: Also mit welchen Themen hat die Person selbst sehr stark zu kämpfen und projiziert diese dann quasi im Rahmen des Führungsdeals auf andere?

00:10:05: Ja also der klassische Überförderer ist sehr leistungsorientiert, hat sehr volle Kalender steht dauernd unter Druck.

00:10:14: Also man kann sogar psychosomatisch ein Stück weit aufteilen, der über Vorderer oder andere das sind eher Leute die haben einen hohen Blutdruck, die haben den roten Kopf, die sind eher so kolarisch, ne?

00:10:26: Die bringen diesen Druck nach Außen auf die anderen.

00:10:30: Über Förderer ist es eher anders.

00:10:32: Das sind Leute die schlecht einschlafen, die Magen wehhaben die Migräne an Tacken haben, die Angstattacken haben.

00:10:39: Weil sie nehmen diesen Druck ja in sich auf!

00:10:42: Die kriegen ja den Druck weil oben drüber ist ja irgendeine andere Ebene Vorstand-Bereichsleiter Zahlen, Daten, Fakten, die Abteilung bis laufen.

00:10:51: und jetzt wird es teilweise unangenehm.

00:10:53: und das Unangenehme erspart sich der Überförderer, weil er eben denkt wenn ich das von meinen Leuten fordere dann mögen Sie mich nicht.

00:11:02: also mache ich's lieber selber.

00:11:03: Und dieses mach' ich lieber selber.

00:11:05: Das führt dazu, dass sich das Team nicht entwickelt und führt dazu ,dass der Überförderer ein Haufen operative Themen auf den Tisch hat.

00:11:13: Der irgendwie nicht wegbekommt.

00:11:15: Also viele sagen zu mir Oliver ich weiß Ich habe die Mama- und Paparolle in dieser Abteilung aber ich kriege sie irgendwie nicht los!

00:11:23: Ich möchte, dass Sie eigenverantwortlich sind ja Aber ich hab schon tausendmal erzählt es funktioniert aber nicht.

00:11:30: also muss ich's ja doch machen.

00:11:32: Ja weil ich muss ja für die Abteilungen gerade stehen.

00:11:35: Und ist es so Oliver, dass dann in dem Moment quasi ein bisschen Problem und Ursache miteinander vertauscht werden?

00:11:41: Weil wenn ich das richtig interpretiere was du gerade beschrieben hast.

00:11:44: Dann ist es sowieso.

00:11:45: also das Problem ist Es muss getan werden.

00:11:48: Ich möchte die anderen nicht überfordern Deswegen mache ich selber.

00:11:52: aber Die eigentliche Ursache liegt darin begründet Dass die Führungskraft in dem moment Befürchtet Nicht mehr gemocht zu werden von den teammates das gerne verhindern möchte.

00:12:07: Aber was genau liegt denn da in Anführungszeichen im Argen, wenn eine Person die Befürchtung hat, wenn ich zu starke Forderungen an meine Außenwelt stelle?

00:12:19: Dann laufe ich Gefahr nicht mehr gemocht zu

00:12:21: werden.".

00:12:23: Ja, das ist ein Muster, ne, was man entwickeln kann!

00:12:26: Wir haben ja in der letzten Podcast-Folge es etwas Ausführliche erklärt.

00:12:30: Wir haben einen Gehirn bekommen mit dem wir Lösungen suchen, damit wir in dieser Welt gut zurechtkommen.

00:12:37: Und wenn wir mal zurückgehen und man ist da so ein kleiner Junge oder so ein kleines Mädchen in einer Familie dann haben manche von uns die Erfahrung gemacht dass sie um da gut zu Recht zu kommen brav sein müssen.

00:12:52: also nicht zu drängeln nicht aufzufallen sich in den Vordergrund zu spielen sondern einfach zu funktionieren.

00:12:58: Also ich kenne einen Top Manager das mittlerweile Mitte fünftig Peter heißt er.

00:13:03: Der hat mir erzählt, dass es bei ihm immer so war das die Mutter gesagt hat wenn der Vater von der Arbeit nach Hause kommt mögen bitte alle nur noch flüstern weil der Vater so erschöpft ist.

00:13:14: Und das haben sie dann auch gemacht.

00:13:16: Die hätten natürlich jetzt lieber mit dem Papa gespielt oder hätten Bedürfnisse gehabt und hätten mit dem geredet aber das ging einfach nicht.

00:13:22: also haben Sie gelernt es gibt eigentlich eine Belohnung dafür und sie werden geliebt in Anführungszeichen auch dafür dass sich zurücknehmen.

00:13:29: Dass Ihre Bedürfenisse unterdrücken und dass sie sich unterordnen in diesem System.

00:13:36: Und immer dann, wenn wir so eine Lösung gefunden haben, bleibt die erst mal.

00:13:40: Wir müssen ja ganz ehrlich sein, in unserer leistungsorientierten Welt – das wird im Konzern bei euch auch so sein – sind oft diese Typen gefragt!

00:13:51: Ja, weil die nicht unangenehm sind.

00:13:52: Die machen brav.

00:13:53: was man ihnen sagt und das findet der Vorstand gut ist für den Bereichsleiter gut.

00:13:56: also da können wir vielleicht später auch noch dazu kommen.

00:13:58: Wir wollen ja vielleicht gar nicht die Leute die immer das hinterfragen.

00:14:02: Das wäre diversity.

00:14:03: dann könnten wir wirklich die teams nutzen.

00:14:05: aber es ist ein bisschen stromlinienförmig.

00:14:08: So wenn ich jetzt quasi mich so entwickelt Dann weiß Ich ja in meinem innersten eigentlich Werde schon eine Arbeit könnte der Mitarbeiter selber Jetzt Machen Weiß Nicht die Urlaubsplanung wie sich das Team hier aufteilt vielleicht eine schwierige Aufgabe, die er hat.

00:14:22: Aber ich weiß dass ihm das jetzt nicht gefällt und es ihn vielleicht sogar am Anfang ein bisschen frustriert.

00:14:28: und dann halte ich lieber zurück weil ich sozusagen aus der Kindheit gelernt habe wenn ich bei meinen Bedürfnissen bleibe und die hab' ich ja als Führungskraft Dann geht mir die Beziehung flöten Ja?

00:14:40: Und das sitzt richtig tief!

00:14:42: Wenn wir später darüber sprechen wie man daran ansetzen könnte dann müsste man in der Tiefe ansetzen.

00:14:47: Also es nutzt jetzt gar nichts zu sagen, du musst raus aus der kümmerer Falle.

00:14:51: Du musst einfach sozusagen deine Sachen weiter delegieren und die Leute müssen dann selber einfach mal die extra Meile gehen.

00:15:00: darin werden sie nämlich wachsen.

00:15:01: Wachstum entsteht ja nicht aus der Bequemlichkeit sondern wenn's auch unangenehm wird.

00:15:07: aber daher kommt das eine Muster ist andere Muster des Überforderers auch aus so einer Konstellation, aber aus einer anderen.

00:15:15: Da hat jemand gelernt ich muss was Tolles zeigen!

00:15:18: Dann findet mich der Papa gut und dann ist er stolz auf mich.

00:15:21: Wenn ich wieder etwas vorzuweisen habe im Tourenverein oder erst geworden bin

00:15:25: usw.,

00:15:26: das sind die Leute später wenn sie sich nicht reflektieren und an ihren Verwicklungen damit beschäftigen, die dann alles dafür tun dass auf der Visitenkarte ein anderer Titel steht die nur noch diese Zahlen, Daten, Fakten sehen.

00:15:40: Die diese Empathie auch verlieren.

00:15:43: und so hat jeder sozusagen das was er mal gelernt hat, was ihm ja auch etwas gebracht hat.

00:15:48: also vielleicht nochmal ganz deutlich Das ist super gewesen dass wir damals auf diese Lösung gekommen sind, dass dieser heutige Überförderer der konnte nur in dieser Familie seinen Platz finden.

00:15:59: Nur heute ist er vielleicht erwachsen und dreißig oder vierzig Jahre alt und könnte er überdenken.

00:16:04: Weil du kannst dich ja fragen, wohin führt das überförderer Leben?

00:16:08: Das führt privat beruflich immer in Erschöpfung.

00:16:13: Ja es führt auch nicht zur Lebenszufriedenheit weil du ja immer mit den Gedanken bei den anderen bist.

00:16:17: Welche Meinung hat der andere von mir?

00:16:19: Hat er eine gute Meinung?

00:16:21: und das kann ein richtiger Bremsklotz sein sowohl bei Erfolg als auch bei Erfüllung?

00:16:27: Jetzt könnte man ja sagen Ganz naiv, du sagst das ja über Vorderer und Überförderer.

00:16:33: Beide bräuchte es eigentlich um Exzellenz zu erreichen.

00:16:37: Und wenn jetzt der eine mal den anderen beobachten würde und sagt hey, der macht es ja ganz anders aus ich, ich schaue mir mal was ab davon und das macht da einer wieder andere und jeder schneidet sich die Scheibe ab dann könnte ganz naiv sagen Dann könnten dir ein Stück weit sich drauf zugewegen weil diese Rollenmodelle sind ja in jeder Firma da.

00:16:56: Es gibt den einen wie den Anderen.

00:16:59: Erstmal, wenn beide einigermaßen erfolgreich sein sollten.

00:17:03: Das habe ich vorausgesetzt.

00:17:04: Dann könnte man ja was voneinander lernen, wenn man sich da einen Tisch setzen würde.

00:17:08: Ist das realistisch?

00:17:10: Wenn du quasi gedanklich in diese Positionen gehst des Überförderers und Überforderers dann werden die den anderen ablehnen.

00:17:18: Weil der Überforderer wird sagen Wahnsinn!

00:17:20: Was ein Weichei dieser Überfördere ist, er bringt es nicht einfach hin.

00:17:24: Was tun wir hier um?

00:17:26: Es ist rosarote Brille, sollen wir jetzt Händchen halten?

00:17:29: Sollen wir uns Wunsch

00:17:29: streicheln?".

00:17:30: Das ist so aus der Ecke.

00:17:31: Der Überförderer würde sagen was für ein Unmensch dieser Überforderer ist!

00:17:36: Der ist ja heiß kalt.

00:17:38: in Wirklichkeit haben alle also selbst Leute mit wirklich nazistischen Persönlichkeitsstörungen eine ganz weiche Seite.

00:17:46: Also die sind nicht als harte Menschen geboren worden sondern da ist ja ein ganz verletzlicher Teil in ihnen.

00:17:53: aber das sieht ja über Fördere nicht.

00:17:55: Der sagt, wie kann man so mit Leuten umgehen?

00:17:57: Und deswegen ist es sehr schwierig, wenn die voneinander was lernen.

00:18:00: Sondern wovon sie am meisten lernen würden, wenn sie sich mal ihren eigenen Schmerz angucken würden.

00:18:06: Also ich mach das mittlerweile in Seminaren.

00:18:08: Ich lass gar keinen mehr rein oder kriege sogar das Geld zurück, wenn er nicht in der ersten Session wirklich zwei, die nach vier Seiten schreibt... ...ich bringe mal alles auf den Tisch wo ich, wenn ich ganz ehrlich zu mir bin absolut unzufrieden bin!

00:18:25: Mir tut weiß ich nicht der Hals wie.

00:18:27: ich hab ständig Kopf weh.

00:18:28: Ich bin erschöpft, ich krieg mein Familienleben nicht mit dem Berufsleben untereidendig.

00:18:32: Das Chef steigt mir dauernd auf den Senkel.

00:18:34: die Mitarbeiter war nicht was ich tue das alles mal aufzuschreiben?

00:18:38: Ich habe ein Coaching gelernt dass wenn man das macht dann geht es meist von alleine weiter.

00:18:43: Er versteht sich weil.

00:18:43: dann steigt die Motivation zu sagen und ich komme aus der überförderer Ecke!

00:18:47: Ich kann das deswegen so gut verstehen weil Ich weiß nicht wahrscheinlich fünf, sechs, sieben Jahre oder so ist es her dass ich das erkannt habe und gesagt hab.

00:18:56: Das wird mir mein Leben grundlegend verhageln wenn ich bei dieser Struktur bleibe.

00:19:02: die anderen werden zwar immer sagen wow is der nett also gewisse Leute zumindest aber ich werde kein Erfolg haben ich werd immer unter Stress sein ich werde immer unter Druck sein und Es ist nicht so einfach sich daraus zu bewegen.

00:19:13: aber es funktioniert wissen wir eher aus der Hirnforschung.

00:19:17: Aber Das wäre der erste Schritt.

00:19:19: und sich zu fragen, wohin fühlt das?

00:19:21: Wenn ich so weitermache.

00:19:23: Nicht heute in dem Jahr!

00:19:25: Ich habe neulich eine Dame im Coaching gehabt, die hat mir gesagt wenn ich so weiter mache, so möchte ich nicht sterben.

00:19:31: Aber das ist so spannend.

00:19:33: also um das nochmal vom Prozess her ein bisschen zu verdeutlichen was du gerade beschrieben hast.

00:19:39: Also Schritt eins ist, ich nehme mir die Zeit und schreibe auf Was stört mich gerade um erstmal diesen ersten Schritt in Richtung tiefere Selbstwahrnehmung oder Selbsterkenntnis zu starten.

00:19:52: Zweitens, ich projiziere das Ganze in die Zukunft und versuche daraus eben abzuleiten und besser für mich kenntlich zu machen.

00:20:02: Worin endet das letztendlich?

00:20:04: Was passiert da mit mir im Kontext von meiner Umwelt wenn mein Verhalten und die Reaktionen auf dieses Verhalten sich so weiterentwickeln werden?

00:20:14: um dann quasi korrigier mich und ich falschlege, was hört sich danach an?

00:20:17: Aus dieser schmerzhaften Erkenntnis die sich daraus auch ergibt.

00:20:21: Überhaupt erstmal weiß nicht ob man davon Motivation spricht aber überhaupt erst mal diesen nächsten Schritt gehen zu können in Richtung Veränderungsbereitschaft.

00:20:31: hier gilt es wirklich Arbeit zu tun.

00:20:33: Kenne ich das richtig?

00:20:35: Absolut!

00:20:35: Es steigt die Energie und es führt dazu dass ein Mensch endlich die Verantwortung über sein Leben übernimmt und zu sagt, es ist nicht der böse Chef.

00:20:47: Es sind nicht die Mitarbeiter.

00:20:49: Es ist nicht die Frau, es sind nicht Kinder, sondern das bin

00:20:51: ich.".

00:20:52: Und jetzt übernehme ich diese Verantwortung und sage Ich Bin's!

00:20:56: Das ist sehr unangenehm er zu erkennen dass ich als Überförderer, als Kümmerer dieser Welt selber erschaffe mit diesen Mitarbeitern, die da nicht in die Verantwortung kommen, ne?

00:21:06: Mit diesem Chef, dem ich mich da immer beugen muss ist aber eine unglaubliche Kraftquelle dahinter, weil jetzt habe ich selber in der Hand.

00:21:15: Und jetzt an deinem Beispiel?

00:21:17: Weil du sagst, du hast das vor fünf, sechs, sieben Jahren selbst an dir wahrgenommen und meine Hypothese wäre diese Tendenzen die haben sich bei dir nicht nur im Unternehmerleben wieder gespiegelt sondern wahrscheinlich auch in anderen Lebensbereichen.

00:21:31: So wie bist Du mit dieser bitteren Selbsterkenntnis umgegangen?

00:21:36: Ja absolut.

00:21:37: Also da bin ich fest davon überzeugt, dass das auf alle Beziehungen die wir haben einen Einfluss hat.

00:21:42: Immer das was uns erinnert an früher gerade die engen Beziehung.

00:21:46: Die äußeren vielleicht nicht so aber diese engeren im Team mit den sozusagen engsten Mitarbeitern in der Partnerschaft, ne?

00:21:53: Mit dem eigenen Kind.

00:21:55: und das war bei mir ganz klar so, dass ich es versucht habe es allen recht zu machen, dass sich versucht hab extrem in die Leistung zu gehen, jeden Tag einen tollen Event irgendwie zu machen, dass ich mich aufgeopfert habe finanziell Lebenspartner auch geschont vor den ein oder anderen Sachen.

00:22:16: Da hab' ich gesagt, komm das mach ich!

00:22:18: Interessanterweise, das Team-Meeting war für mich immer sehr schwierig weil da bin ich ja mit den Bedürfnissen der Anderen in Berührung bekommen.

00:22:25: Uns ist eine relativ lockere Arbeitsatmosphäre.

00:22:28: die haben gesagt, das fällt mir nicht und das nicht, da hätte ich ne Idee.

00:22:30: und dann habe ich diesen Druck kommen sehen.

00:22:33: Und hab so gemerkt...ich kriegte ihn ja nicht weg Weil meine Bedürfnisse habe ich gar nicht so gefühlt.

00:22:39: Und dann bin ich ins Funktionieren gekommen, sogar soweit dass ich mir das auch ein Stück weit abgewöhnt hab, meine Emotionen zu zeigen.

00:22:47: Das habe ich wieder erst erlernen müssen weil es hat mich in der Kindheit auch wenig gebracht.

00:22:52: mit meiner Mutter die war selber überfordert habe ich immer sehr stark gucken müssen was braucht sie von mir?

00:22:58: und wenn ich das ihr irgendwie gebe dann habe ich ja auch ein gutes Leben Dann haben wir wenig Konflikte Und so hat sich das im Team-Meeting dann auch wiedergespiegelt.

00:23:06: Ich war dann witzigerweise für die anderen immer der beste Chef der Welt, aber selber völlig überarbeitet – fast am Burnout, fast am Wegkippen und in der eigenen Partnerschaft auch noch überfordert!

00:23:21: Ja?

00:23:21: Und jetzt summiert sich das genau das was du sagst.

00:23:23: Das sind all den Lebensbereichen anstatt….

00:23:26: und das ist jetzt sehr ungewohnt dass etwas raus kommt und sagen ich hätte es gern anders Und auch wenn du das jetzt nicht siehst, es brauche ich von ihr.

00:23:38: Mindful Moment!

00:23:42: Mit Kravums werden wir aus der Komfortzone katapultiert.

00:23:46: Vielleicht hast du dir in den letzten Minuten innerlich schon mal tief in die Augen geschaut und für dich abgewägt ob du eher überförderer oder überforderer bist?

00:23:55: Und vielleicht dämmert es dir bereits dass diese Tendenz nicht nur im Job auftaucht sondern natürlich auch in Beziehungen in der Familie oder dir selbst gegenüber.

00:24:06: Lass uns doch noch ein kleines bisschen tiefer hinschauen und frage dich gerne mal.

00:24:12: Wo kostet mich mein automatisches Muster gerade Kraft?

00:24:18: Wo halte ich andere vielleicht klein, weil ich zu viel abnehme?

00:24:23: Wo mache ich zuviel Druck, weil Ich zu wenig vertraue?

00:24:29: Was wäre heute ein kleiner Schritt in die andere Richtung der gleichzeitig mir und meinem Umfeld langfristig hilft?

00:24:39: Nicht dein ganzes Muster muss sich sofort verändern, aber vielleicht kannst du es heute einmal erkennen und für einen Moment anders handeln.

00:24:54: Was mich interessieren würde Oliver?

00:24:56: Also in diesem Beziehungsgeflecht im Unternehmen, in der Abteilung, im Team also da ist es ja eher so dass ich das wahrscheinlich über Dauer hin kultiviert und sich dann einfach als Muster eben auch widerspiegelt im Sinne von die Menschen merken okay Vielleicht doch ganz unbewusst, aber der macht schon viel für uns.

00:25:20: Also wir können uns da entteilen vielleicht auch selber zurücknehmen ohne dass sie das vielleicht ganz bewusst machen.

00:25:24: Sie merken einfach okay guck mal hier springt da proaktiv ein, da springt er proaktif rein klasse dann kann ich mich um das kümmern.

00:25:30: also es scheint dann wie so eine Art natürliches Muster zu werden im Unternehmen und lass uns da wirklich nochmal verschwerend drauf eingehen.

00:25:37: was mich interessieren würde ist beispielsweise in der Partnerschaft ist es ja so aller Wahrscheinlichkeit nach, diesen Partner diese Partnerin zu einem Zeitpunkt gewählt hast.

00:25:49: Da war dir das noch nicht bewusst und da finden sich natürlich dann auch Töpfchen und Deckelchen.

00:25:54: Und da ist es ja quasi von der Natur des Menschen her schon so.

00:25:58: Der kümmert sich gerne Der braucht das, dass sich um ihn gekümmert wird.

00:26:03: Das ist ja noch mal was Erschwerenderes im Vergleich zur Abteilung weil es dann eventuell gar nicht von vornherein jemand war, um den man sich hätte kümmern müssen aber der sich vielleicht einfach irgendwann gerne annimmt weil er merkt wie gesagt vielleicht auch unbewusst da ist jetzt gar nicht mehr so viel für mich zu tun.

00:26:18: Das heißt es sind hier zwei unterschiedliche Zustände oder Ausgangssituationen mit denen es hier umzugehen gilt.

00:26:26: Die eine, wo quasi der Persönlichkeitstyp ich brauche ist dass sich jemand um mich kümmert.

00:26:31: Da muss eine Beziehung verändert werden und die andere Dynamik die es zu verändern gilt ist quasi.

00:26:35: da hat sich über Zeit jemand daran gewöhnt das sich jemanden kümmern.

00:26:40: Das scheinen zwei unterschiedliche Herausforderungen zu sein.

00:26:44: Sehe ich das richtig?

00:26:45: Ja Sie scheinen auf den ersten Blick am Ende sind sie doch nicht so weit auseinander.

00:26:51: also ich fange mal mit dem persönlichen an.

00:26:53: Es ist ja ein Lebenspartner den man sicher aussucht.

00:26:55: Da wird mir nicht irgendwo hingesetzt, so vielleicht wie im Team.

00:26:58: Sondern das ist freiwillig!

00:27:02: Man lebt ja auch erst mal seine Nicht-Hinterfragten idealer.

00:27:05: Also man weiß ja, wie es die eigenen Eltern gemacht haben.

00:27:07: Meine waren sehr nah dran also sehr symbiotisch.

00:27:11: Das habe ich dann auch erstmal gemacht.

00:27:12: und Symbiose heißt ja Ich mache alles für dich Dafür machst du auch alles für mich Und das ist dann so ein Deal, der eine geht in die Leistung.

00:27:22: Das war zum Beispiel jetzt mein Part, dass ich Sachen irgendwie gut erledigt habe und intellektuell schlau genug war Dinge gut zu machen.

00:27:30: Von meiner Lebenspartnerin hab' ich sehr viel Herzlichkeit und Wärme abbekommen.

00:27:35: Das was ich ja nicht so hatte in der Kindheit.

00:27:37: Dann war es quasi zusammen.

00:27:39: Aber das Spannende ist, das ist viel zu eng!

00:27:43: Also es klingt jetzt erst mal nach der großen Liebe und so weiter, aber es ist viel zu eng weil das nämlich den Deal gibt.

00:27:48: Und der Deal heißt ich tue alles für dich.

00:27:50: Klammer auf auch wenn ich mich erschöpfe.

00:27:53: Dafür gibst du mir aber auch alles was ich will?

00:27:56: Klammern auch wenn es dich erschöpt Ja also es ist quasi zu eng und Es entsteht eine Gewöhnung dann auch unglaublich schwer sich da wieder rauszu.

00:28:06: Weil dann nicht.

00:28:07: das ist ja ganz ungewohnt.

00:28:08: plötzlich kriegt man's nicht mehr vom anderen.

00:28:09: plötzlich sagt andere Ich liebe dich und ich tue viel für dich, aber das kann ich dir nicht geben.

00:28:14: Es geht jetzt gerade nicht!

00:28:15: Bin selber

00:28:16: müde.".

00:28:17: Ja?

00:28:17: Und bei der Firma wenn wir es jetzt übertragen ist es natürlich auch manchmal so dass man sich ja Leute aussucht.

00:28:23: also die Mitarbeiterinnen scharen sich meistens über Monate oder Jahre schon an einen Chef oder eine Chefin.

00:28:34: Das eicht sicher irgendwie.

00:28:36: Man kann sich auch fragen, warum suche ich immer die Mitarbeiter mit diesen Persönlichkeitsmerkmalen?

00:28:41: Weil sie auch mit mir matchen.

00:28:43: Unreflektiert vielleicht nicht nur die Leistung, sondern es passt eben gut zu mir!

00:28:48: Also zum Beispiel der Überförderer sucht sich mit Sicherheit nicht jemandem, der große hier in die Auflehnung geht und immer sagt das ist alles schwierig weil das kann er gar nicht aushalten Und insofern wählen wir doch auch im Arbeitsplatz ein wenig aus.

00:29:04: Oder wenn man die Mitarbeiter schon hat, es entwickelt sich ja dann mit denen und es gibt auch diese Gewohnheit.

00:29:11: Und natürlich ist das auf der Lebenspartner Ebene noch enger und erinnert mehr an früher.

00:29:17: Beruflich hat man doch etwas mehr Distanz.

00:29:19: aber wenn der Überförderer eh gerne eng zusammenarbeitet und sagt wir sind Freunde, wir sind eine Familie also die Wörter fallen ja auch manchmal.

00:29:28: Dann symbolisiert das ja dass man da eigentlich ganz eng gemocht werden möchte, dass man sich da auch ein Stück zurückholt von dem was mal früher nicht bekommen hat.

00:29:38: Davon wenn man sich freier machen würde das würde eben allen gut tun.

00:29:42: aber dann müsste man den Schritt raus aus dieser Symbiose schaffen.

00:29:45: und wie kann das gehen?

00:29:47: beziehungsweise bevor wir über den Mechanismus des Rausgehens sprechen vielleicht in der Erkenntnis ab welchem Punkt wird denn dieses Fördern zur Überförderung?

00:29:57: oder wann merke ich als Kümmerer vielleicht Ja, dass ich zu viel mich kümmere und mein Team unterfordere.

00:30:06: Kann man es an sich oder einen anderen festmachen?

00:30:09: Ja also manche Entführungskräften muss ich wirklich sagen wenn ich da die Überförderer vor mir sitzen habe das ich sage Freunde jetzt... Also wir lassen alles mal weg!

00:30:18: An Zufriedenheit und all möglichen und menschlich.

00:30:20: Wir schauen uns nur an das Arbeitsverhältnis.

00:30:23: Da gibt's ein Arbeitsvertrag steht drin, Herr Sowieso, Frau Sowieso geboren am und so weiter.

00:30:29: Stellt die und die Tätigkeit zur Verfügung?

00:30:31: Dafür gibt es monatlich ein Gehalt von XY

00:30:33: Euro.".

00:30:34: Dann beide unterschrieben.

00:30:35: Das ist die Basis!

00:30:37: Ja das ist am Schluss doch eine Zweckgeschichte.

00:30:41: ja wenn der eine kein Geld mehr kriegen würde wäre weg.

00:30:44: ich sag dann denen immer ja also was glaubst du was wäre los wenn der Mitarbeiter sagen würde ja du ich habe dieses Monat gar keinen gehalten bekommen.

00:30:53: Und dann wird die Führungskraft sagen, da ist irgendeine Umstellung.

00:30:57: Also ich kümmere mich nochmal drum und spreche mich noch mal darauf an.

00:31:00: Das ist ja undenkbar!

00:31:01: Die Firma zahlt ganz verlässlich jeden Monat Betrag X und deswegen darf man auch als Führungskraft erwarten dass sich eine entsprechende Leistung kriegt.

00:31:10: das bekomme was der Gegenwert ist.

00:31:13: Jetzt gehen wir von dem Arbeitsvertrag weg haben ja Führungskräfte und Mitarbeiter Bedürfnisse.

00:31:20: Ich bin ein großer Freund, wenn wir auf Augenhöhe sind, dass jeder mal dran kommt.

00:31:24: Also mal der Mitarbeiter vielleicht mehr daran als die Führungskraft, also dass wir Bedürfenisse verhandeln.

00:31:31: Und da gehören aber die Bedürfe der Führgunkraft eben auch rein.

00:31:35: Die hat einen Bedürflens nach Sicherheit, die hat einen bedürfenes auch nach Malerholungen... Ich weiß, dass es funktioniert in meiner Abteilung.

00:31:45: Ich muss nicht immer gucken und wir haben selber

00:31:46: Druck.".

00:31:47: Und darum würde es gehen, ja?

00:31:50: Dass das raus kann!

00:31:52: Nur manchmal erkennen ist die Leute nicht.

00:31:55: Sie denken, ah, das muss ich machen.

00:31:58: Also verstehst du also sie erkennen gar nicht.

00:31:59: ninety-fünf Prozent aller operativen Aufgaben gehören den Mitarbeiterns gehört nicht der Führungskraft.

00:32:05: Führungskraft sollte sich ja um Führungen kümmern.

00:32:08: Wie oft geht es in eurem Podcast Umführungen?

00:32:11: Und wie oft werden Leute zuhören, die sagen da haben alle Rechte hier vortragen?

00:32:15: Aber ich habe keine Zeit dafür!

00:32:17: Wann soll ich das denn

00:32:18: machen?!

00:32:19: Ich bin getagelt von acht bis fünf, ich gehe also nach so einer Kinot.

00:32:22: ist das oft nicht?

00:32:23: Ich habe noch zweihundert Leute da, zehn kommen nach vorne und sagen herrst ihr am recht funktioniert nicht.

00:32:28: Dann sage ich mal mein Laptop auf und dann gehen wir die Termine durch.

00:32:32: Montag in der Früh um acht Uhr.

00:32:34: musst du dabei sein Auf jeden Fall.

00:32:37: Ja, erste Frage frage ich was wäre wenn du krank wärst?

00:32:41: Warst schon mal krank an dem Montag?

00:32:43: Hat's Meeting nicht stattgefunden doch hat stattgefund!

00:32:46: Aha gut aber wenn es stattgefuhren hat und du warst nicht dabei ist wahrscheinlich auch nichts Gutes raus gekommen weil Du hast der gefehlt.

00:32:52: Nö stimmt auch nicht.

00:32:53: dann würde ich sagen streich mir dir Wir machen ja viel hier mit tiefer und analyser.

00:32:58: Ich bin für ganz pragmatische Sachen.

00:33:01: Wer hier zuhört und sich dabei ertappt fühlt.

00:33:03: erster Aufgabe Die kommende Woche, nicht diese.

00:33:06: die kommenden Woche räumst du dir fünf Stunden in deinem Kalender frei.

00:33:11: Ein Teil für dich selber, dass du mal in Ruhe kommst und ein Teil für Führung.

00:33:17: Und so fängst du an auf der einzelnen Ebene!

00:33:20: Ich bin ja ein großer Fan von dem was du gerade eben beschrieben hast mit diesem transaktionalen Arbeitsverhältnis.

00:33:25: da gibt es einen Arbeitsvertrag, da gibt's Leistungen gegen Geld.

00:33:28: So.

00:33:28: und da braucht man auch keine Familienromantik dazu herumbauen.

00:33:32: aber Was wir in den letzten Jahren natürlich mit den ganzen New-Work Bewegungen und so weiter auch gemacht haben, ist Arbeit muss plötzlich sinnvoll sein.

00:33:40: Muss Sinn stiften!

00:33:42: Arbeit soll erfüllend sein, Arbeit soll Energie geben.

00:33:45: Arbeit soll dies und jenes noch geben.

00:33:47: Und es wird ja häufig genug dann auch projizierte Erführungskräfte als Erwartung.

00:33:51: Was ja über ich bekomme am Monatsende mein Geld von der Firma hinausgeht.

00:33:58: Das taucht nirgendwo auf aber ist irgendwie da als Erwartungshaltung.

00:34:02: Wie gehen wir damit um?

00:34:03: Ich bin ja ein totaler Freund davon.

00:34:05: Also nicht die Message mit dem Vertrag war, dass eine Führungskraft sich auch mal trauen darf was zu fordern, was die Firma braucht.

00:34:12: Dass sie mal rauskommt!

00:34:14: Mir geht es natürlich um ne ganz andere Menschenorientierung.

00:34:17: und lass uns nochmal auf das fordern und fördern kurz eingehen weil das wird falsch verstanden in diesen New Work Bewegungen.

00:34:22: Das ist einfach nicht richtig.

00:34:24: Es hat auch nie jemand so gesagt Fördern heißt nicht, dass ich's den Leuten bequemer mache.

00:34:30: Fördern heißt nicht, dass ich sie vor unangenehmen Aufgabenschütze oder Schone.

00:34:36: Fördern heisst auch nicht, das sich den ganzen Tag lobt sondern fördern würde heißen in erster Linie mal, daß ich den anderen mag.

00:34:44: Ich glaube sonst funktioniert jetzt ganze Thema Führung nicht und es ist ja ein spannendes Thema.

00:34:48: Jetzt haben wir in unserer Gesellschaft nicht so leicht gelernt wie ich jemandem die mich auf den ersten Blick nicht sympathisch finde.

00:34:55: mit dem passieren später auch die ganzen Konflikte und Schwierigkeiten Wie ich denen trotzdem mögen kann.

00:35:00: Und da habe ich einen sehr guten Hinweis von Gerald Hüter bekommen.

00:35:04: Das habe ich selber ausprobiert, der hat gesagt wenn dir das so geht dass du einig magst dann müsstest du mal genauer hingucken.

00:35:11: also du musst nicht den ganzen Menschen mögen auch nicht mit seinen ganzen Vorstellungen aber es müsste irgendetwas an diesem anderen Menschen geben was du magst und was du toll findest.

00:35:20: das kann die Kleinigkeit sein.

00:35:22: und dann hab' ich das in Realität gesehen.

00:35:25: Dann gab's einen der gesagt hat Herr Haas sehr mit allem Recht Aber sie kennen den Michael nicht bei uns.

00:35:32: Also, den kann man nicht mögen!

00:35:34: So und jetzt ist aber was Spannendes passiert?

00:35:36: Jetzt hat die Führungskraft sich mit diesem Michael beschäftigt und hat rausgefunden in dem Gespräch dass der privat Imker ist Und er konnte es gar nicht glauben das so jemand, der so unterwegs ist wie der Michael Ja, so ein Hobby hat sich Bienen die ja aussterben irgendwie da fördert und Er hat dann Nicht mehr zu dem Michael gesprochen weil Michael mochte er ja nicht sondern Imker vom Michael gesprochen.

00:36:03: Weil denen fand er toll und er hat berichtet, dass er nicht nur ein anderes Gefühl sondern andere Wörter auch gefunden hat und es war interessant das auch der Michael so berichtete die Führungskraft auch einen Stück weit von seiner Sturheit und Bockigkeit losgelassen hat weil der kann dann gar nicht anders.

00:36:20: ja wenn wir jemanden als Objekt machen unserer Bewertungen ne?

00:36:24: Der ist doof, der kann das nicht!

00:36:26: Dann macht er andere uns auch zum Objekt unserer Bewertungen, unser Ziele und unsere Absichten.

00:36:30: Wenn wir ihn aber als Subjekt machen weil wir irgendwas an ihm schätzen und mögen erst dann entsteht überhaupt das dann Führung möglich ist.

00:36:39: also Das ist das Thema.

00:36:41: fördern des thema fordern heißt dass weil ich den so gerne mag dass der mehr in seine kraft kommt Weil das wäre der wachstum nicht dass er in seine Kraft kommt.

00:36:53: Aber jetzt kommt es spannende wenn die Haupt Motivation ist dass doch der andere Mitarbeiter seinen Verhalten ändert, eine bessere Leistung findet.

00:37:02: Damit es gut für die Firma ist, dann wird das nicht funktionieren weil damit er sich als Mittel zum Zweck Unternehmenserfolg fühlen.

00:37:10: Wenn der andere nur deswegen sich anders verhalten soll, damit seine Performance besser wird, wird das auch nicht funktioniere.

00:37:15: Wenn aber der andere sein Verhalten umstellen sollte, weil man selber davon inspiriert ist und sagt ich weiß, dass Michael mehr in seine Kraft kommt – und das wünsche ich dem!

00:37:26: Dann findest du plötzlich auch ganz andere Wörter und dann ist das nicht mehr der Gegensatz, den ich vorher beschrieben habe zwischen Verbundenheit und Wachstum.

00:37:33: Sondern das wäre eine Art der Beziehung mit sich so umzugehen dass auf der einen Seite dieses mögen ist aber auf der anderen Seite nicht diese Bequemlichkeit sondern Ich will sogar dem Anderen es unangenehm oder unbequem manchmal ist weil er dann wachsen kann.

00:37:50: Aber ich mache das deswegen weil ich den gern hab Und nicht, weil ich nur ein Ziel habe und den da reindrücken.

00:37:56: Also ich glaube das ist super spannend, was du gerade eben gesagt hast.

00:37:58: Den Förderern gibt mir ja häufig dieses Artil gut ach die mögen die Menschen und die sind nett weil sie sich halt kümmern.

00:38:06: aber an Sicht nach dem was du grade eben gesagt hat es ist das Gegenteil der Fall denn wenn ich jemand wirklich mögen würde dann würde ich ihm ihn nicht schützen und damit potenziell wie du am Anfang gesagt hast verkümmern lassen sondern eine Umgebung schaffen, in der eben dieser gesunde Widerstand auch da ist an denen jemand wachsen kann und sich entwickeln kann.

00:38:27: Nicht als Mittel zum Zweck sondern als Selbstzweck

00:38:31: sozusagen.".

00:38:32: Ganz genau!

00:38:33: Der Überförderer ist nicht der gute Mensch.

00:38:35: er kann gut Verbundenheit aber er kann ganz schlecht Wachstum beim Überforderungsgenau umgedreht.

00:38:41: Er kann gut Wachstem weil er fordert die Leute aber er schafft keine Verbundenkeit.

00:38:45: Und du weißt, wohin das führt?

00:38:47: Wenn wir uns die Erziehung angucken.

00:38:49: Also da geht es ja schon los dass.

00:38:51: ich nehme jetzt mal die Mama einfach nur als Beispiel.

00:38:53: Die Mama sagt Ich hätte gern, dass meine zwei Jungs die Spülmaschine einräumen wenn sie fertig sind im Essen.

00:39:00: So machen die nicht.

00:39:02: Gameboy irgendwas anderes.

00:39:04: und jetzt fängt die Mama an zu sagen Ja also wird's das letzte Mal, dass ich die Spühlmaschine Einräume weil sich dann doch wieder selber macht.

00:39:11: Die Jungs werden sagen, ja wir kennen die Mama.

00:39:13: Morgen wird es das allerletzte Mahl sein und irgendwann reist auch der Mama... ...die Zündschnur!

00:39:21: Also jeden Überförderer.

00:39:23: Irgendwann wird's zu viel.

00:39:24: aber dann kommt der Explosion Dann ist sie nicht mehr her der Lage sondern dann sagt die nachdem sich so aufgeregt hat er es solange unterdrückt hat ich koche überhaupt nichts mehr für euch.

00:39:35: So jetzt kann man sich mal fragen bei zwei sechsjährigen Kindern Wie lange das halten wird, dass die Mama überhaupt nie mehr was kocht?

00:39:43: So.

00:39:43: Das dauert drei Stunden.

00:39:44: dann backt sie nussschnecken und sagt ich weiß gar nicht was in mich gefahren ist.

00:39:48: tut mir alles leid.

00:39:49: Ich verstehe so.

00:39:50: und die Kinder lernen Disziplin dann leider nicht im Elternhaus.

00:39:55: Das müssen Sie denn woanders lernen nämlich später und ich behauptet, dass es schmerzhafter ist.

00:40:00: Das muss man dann bei seinem ersten Arbeitgeber lernen.

00:40:02: Es muss man irgendwann lernen weil man die Sachen im Leben nicht hinbekommt.

00:40:05: der Überförderer denkt er is nett Aber er ist nicht nett.

00:40:10: Er bringt die Leute um den Wachstum und er schafft so eine Art Symbiose, dass Nettigkeit wäre wenn man sich immer zurückhält und seine Bedürfnisse unterdrückt.

00:40:20: Ja das ist spannend.

00:40:21: also das nochmal zusammenzufassen was du gerade beschrieben hast.

00:40:24: dann gibt es sowas wie so eine art Baseline für ne gute Führung.

00:40:28: Wenn ich dich richtig verstanden habe sagst du Und wenn es auch nur eine Kleinigkeit ist eine minimale Charaktereigenschaft Ich muss irgendetwas an meinem Gegenüber mögen sodass ich mich überhaupt in die Rolle versetzen kann, diese Person überhaupt fördern zu wollen.

00:40:44: Du hast dir dieses schöne Beispiel von dem Imkap gebracht und angenommen es gelingt mir mit dem anderen quasi eine empathische Beziehung in welchem Umfang auch immer aufzubauen dann ist es wichtig der anderen Personen immer den Selbstzweck der Förderungsmaßnahme also aus der Sicht der anderen personen auch Transparenz zu machen.

00:41:05: Also im Sinne von, was hat die Person davon?

00:41:07: Also irgendwie scheint das sehr wichtig zu sein dass Menschen dann doch so ein bisschen diesem eigenen durchaus gesunden egoistischen Motiv gerecht werden wollen.

00:41:17: da muss auch etwas für mich drin sein.

00:41:19: also wenn ich das Gefühl habe, das soll ich jetzt alles nur machen zum Wohle von anderen Dann fühlt sich das im Zweifelsfall auch so ein bißchen entfremdend an.

00:41:28: und angenommen dieser Selbstzweck ist gegeben, dann kommen wir quasi an diese dritte Stufe und das fand ich sehr spannend.

00:41:34: Da geht es ja eigentlich auch sehr stark um das Thema Grenzen setzen weil offensichtlich ist es hier so jetzt auch in dem Beispiel der Mama mit der Spülmaschine.

00:41:43: offensichtlich ist es ja so dass die Mama ein Problem damit hat ausreichend Grenzen zu setzen oder ausreichende Klarheit zu schaffen wenn's darum geht.

00:41:50: was sind meine Erwartungshaltungen anders gegenüber?

00:41:54: Und Dementsprechend erweitert sie ihre Grenzen immer mehr und mehr.

00:41:58: Okay, ich räume die Bühne ein zweites, ein drittes, ein viertes, einen fünftes Mal ein bis sie irgendwann selbst daran so erschöpft und verzweifelt dass sie explodiert Und dann aber relativ schnell wieder in das Muster zurückfindet hast du schön erzählt mit diesem Thema Zimtschneckenbacken dran.

00:42:15: Also Thema Grenzensätzen scheint irgendwie so eine Schlüsselpunkt zu sein Zumindest für mich.

00:42:21: wie ist das?

00:42:22: Ja absolut also es geht ja darum wenn man aus der Überförderer-Nummer aussteigen möchte, erst mal zu definieren wo ist überhaupt die Grenze?

00:42:31: Und ich gebe halt drei Punkte mit über die man sich Gedanken machen sollte.

00:42:33: Das erste wäre die das Ich meinen Sinn überhaupt kenne und ich spreche jetzt nicht von der Tätigkeit diesen Job mache sondern was treibt mich wirklich an?

00:42:43: also was is mein innerer Motor?

00:42:46: und daraus leitet sich mit Sicherheit ab dass es zwei drei Sachen sind die für mich unverhandelbar sind.

00:42:53: Die muss ich kennen.

00:42:54: Was ist für mich so unverhandelbar, wenn es in diesem Unternehmen nicht gelinke ich?

00:42:58: Punkt.

00:43:00: Grenzen.

00:43:00: und dann kommt es auf die Konsequenz an!

00:43:03: Und jetzt was glaubt ihr?

00:43:04: an welchen dieser drei Punkten scheiterts in der Praxis?

00:43:08: Vermutlich die KONSEQUENZ.

00:43:09: Es scheitet immer an der Konsequent.

00:43:12: So jetzt ist die große Frage eigentlich müssen wir nur noch die klären wie wird man konsequent?

00:43:19: und die Antwort ist indem man konsequent isst.

00:43:23: Das ist nicht angeboren.

00:43:25: Also ich arbeite ja mit Vögenskräften auch ganz pragmatisch, also sagt einer Herr Haas bei mir das Hauptthema Pünktlichkeit.

00:43:33: In jeder Besprechung fangen immer zu spät an der eine kommt, der andere und so weiter.

00:43:36: Jetzt Nächsten Montag, Timit!

00:43:38: Es ist neun Uhr.

00:43:40: von den acht Leuten sitzen wie immer fünf da und dreinig So jetzt es ist Neun Uhr zwei die Tür geht auf Der Manuel kommt rein Und jetzt entscheidet sich, ob du konsequent bist.

00:43:50: Wenn du jetzt sagst Manuel ist es neun und zwei bis zu spät.

00:43:55: Was kommt jetzt immer vor Manuel?

00:43:57: Mit einhundert Prozent!

00:43:59: Irgendeine Erklärung warum das jetzt mit neun oder zwei Bus hatte Verspätung was auch immer.

00:44:04: Das willst Du dir anhören und dann wirst Du sagen ist es Neun und Zwei bis zu Spät.

00:44:08: Wichtiger Punkt damit müssen wir sprechen.

00:44:10: bitte Termin im Sekretariat mit mir ausmachen.

00:44:14: Verstehst du du musst es durchziehen.

00:44:17: Das funktioniert ja schon bei den Kleinsten nicht, droht keinen Hausarrest an wenn du es nicht durchziehst.

00:44:23: Warum?

00:44:23: Weil die Leute in Respekt vor dir verlieren!

00:44:26: Weil sie wissen er meint es eh nicht ernst.

00:44:29: Er wird nicht konsequenz sein dahinter.

00:44:32: und jetzt kommen wir nochmal zurück nur wenn's wichtig ist.

00:44:35: Also ich fordere jetzt nicht auf dass man jetzt nur noch Grenzen nachgeht nur noch schwierige Gespräche haben.

00:44:42: Es geht um die wichtigen Punkte, wenn du meinst Pünktlichkeit ist das Thema was es bei uns verhindert verhagelt?

00:44:48: Mein innerer Motor ist dass es hier vorwärtsgeht weil ich möchte die Leute entwickeln.

00:44:53: dann muss sich dort konsequent sein.

00:44:56: und wenn jemand sagt ja das ist aber spießig neun Uhr zwei ist neun dann sagst du nein neun uhr ist Neun Uhr neun oder zwei ist eben nicht neun.

00:45:04: Wer weiß überhaupt noch was pünktlich ist.

00:45:06: Also wenn nur zwei nicht pünctlich ist, ist es dann neun Uhr fünf, ist das dann neuen Uhr zehn?

00:45:10: Verstehst du und das der Überförderer irgendwann ist es neun uhr dreißig und dann schlägt dazu Weil ihm dann alles zu viel wird.

00:45:17: Und dann sagen die Leute ja wieso?

00:45:20: also neuneinundfünf war ein Ort zehn wie so Neuneinhundreißig Das verstehe ich genauso wie die Mama die dann sagt ich koche gar nichts mehr da kocht's über weil wir aber einfach nicht konsequent sind Und die kann aber nur aus dir selber kommen.

00:45:33: Jetzt komme ich vielleicht zum wichtigsten Teil noch, dann haben wir nämlich den Bogen ganz gesprungen.

00:45:37: Also wir sind ja von der Exzellenz gekommen, da sind wir auf überförderer Thema gekommen.

00:45:42: Dann sind wir dazu gekommen dass man den anderen mögen muss und daraus das bedingungslose Interesse da wächst.

00:45:47: und jetzt kommt der spannende Punkt.

00:45:49: Ich kann einen anderen nur mögen.

00:45:50: wenn ich mich selber mag So sagen jetzt die meisten Leute Nee Oliver damit habe ich kein Problem, ich mag mich Ja aber du hast mir doch erzählt wie Ja, du gerade einschläfst und durchschläfst.

00:46:02: Welche Sorgen du hast?

00:46:04: Wie es gesundheitlich grad bei dir ausschaut, dass dir grade alles zu viel ist, das du erschöpft bist, dass du das gar nicht weißt wie du das mit der Familie und Beruf unter einen Hut bringen kannst als mit dem Chef manchmal schwierig is'.

00:46:14: Also... Das ist doch gar nicht nett.

00:46:15: bist du zu dir!

00:46:17: Ich sag' das jetzt bei euch, das sage ich im Vortrag erst an späterer Stelle.

00:46:20: eigentlich wird's darum gehen liebevoller zu sich um den anderen zu sein aber liebevoll er nicht in falsch verstandenen Sinne sondern richtig verstanden im Sinne von.

00:46:29: Ich mag mich und ich habe auch das bedingungslose Interesse, dass ich wachse.

00:46:34: Dann kann ich das auch mit anderen machen?

00:46:37: Ja dann hab' ich was zum Hergeben!

00:46:38: Dann bin ich freier von mir selber.

00:46:40: Dann bin nicht dieser Bedürftige der Überförderer und der Überforderer sind ja Bedürftigte.

00:46:46: die brauchen etwas weil sie in der Kinder die Strategie entwickelt haben.

00:46:50: Ich brauche etwas für meinen Selbstwert entweder Harmonie, dass mich alle mögen, dass alles immer schön kuschlig ist oder die Titel, die Erfolge.

00:47:01: Wenn wir nicht mehr so bedürftig wären dann würde wahres Wachstum entstehen.

00:47:05: nur damit muss man selber anfangen.

00:47:07: und so endlich auch immer in meinen Vorträgen oder Workshops weil ich immer bei dem Ende bei denen der grad zuhört.

00:47:13: Nur der muss die Kette mal verstehen ist wenn ich am Anfang sage es geht darum dass jeder liebevoller zu sich selber wehrt dann wird dich nicht gebucht werden.

00:47:21: da würden mir nach fünf Minuten die Leute sagen was mit des für ein Unsinn das hat ja nichts mit Wirtschaft zu tun.

00:47:27: Jetzt bin ich aber gelernter Controller, war Professor.

00:47:30: Also ich kann schon so Hard Facts vorweisen und jetzt merke ich aber, ich muss es anders aufbauen, verstehst du?

00:47:35: Ich muss da anfangen wo's wehtut an diesem Schmerz das in der Firma nicht funktioniert dass die Teams nicht performen, dass die Leute unzufrieden sind, dass das Stresslevel steigt... Wo wirds

00:47:45: enden?!

00:47:47: Und wenn der Schmer zu hoch ist dann gehen die Leute auch in sich und sagen jetzt muss ich echt mal bei mir selber anfangen.

00:47:52: eigentlich stimmt's!

00:47:53: Und ich würde ja nicht nur beruflich profitieren sondern auch persönlich Nämlich in der Partnerschaft, nämlich mit den Kindern.

00:48:00: Ich würde auch eine glückliche Familie führen am

00:48:02: Schluss.".

00:48:04: Und es ist auch weil du sagst man muss erst zu dem Schmerz hingehen und hinkommen und den Spüren damit wirkliche Veränderungen eine Chance hat erfolgreich zu sein, weil... Es hat ja etwas Positives wenn man sich kümmert.

00:48:16: Man kriegt eine emotionale Belohnung, man wird gebraucht, man vermeidet einen Konflikt, man wirkt moralisch gut als all diese Attribute die wurden über Jahrzehnte zum Teil gelernt bekommt ihr auch was.

00:48:28: Und das heißt die Aussicht, dass wir hier das anders machen für uns selber zwar aber trotzdem muss ja sein ich habe eine viel größeren Chance auf etwas viel besseres größeres Belohnungsmäßig als den verzichten Anführungszeichen von potenziell entzogener emotionaler Belohnung.

00:48:46: Genau!

00:48:47: Wir machen nochmal was ganz pragmatisches.

00:48:49: es ist ja für eure Hörer auch immer spannend wenn man's anwenden kann.

00:48:52: Also ich gebe euch mal zwei Situationen mit, wie sie normalerweise laufen.

00:48:56: Erste Situation Mitarbeiter kommt in dein Büro und sagt nächsten Donnerstag bräuchte ich einen Tag frei weil keine Ahnung nicht der hat Hochzeit.

00:49:06: Fünfe neunzig Prozent aller Fügungskräfte die ich kenne stellen jetzt ein paar Fragen.

00:49:11: Die sagen aha nächsten Donners tag hast eine Aufgaben delegiert steht was wichtiges an ist ein Kunden Meeting ja und dann entscheiden Sie.

00:49:20: Nächste Situation.

00:49:21: Mitarbeiter kommt ins Büro und sagt, also lieber Chef-Chefin du hast mir hier dein Projekt übergeben.

00:49:26: da bin ich jetzt an einem gewissen Punkt.

00:49:28: Da könnte man jetzt A machen oder B?

00:49:31: Was sollen wir tun?

00:49:33: In aller Regel gibt es jetzt ein paar Fragen was spricht für A, was spricht dagegen?

00:49:36: Was spricht für B, was sprich dagegen?

00:49:39: Und dann entscheidet die Führungskraft.

00:49:41: So dieses Verhalten das entzieht den Leuten die Erfolgserlebnisse, das fördert Dienst nach Vorschrift Sorgt für Erschöpfung der Führungskraft und verhindert Wachstum der Mitarbeiter.

00:49:55: Wie könnte man es anders machen?

00:49:56: Ich gebe mal einen Satz mit, einen Zaubersatz.

00:49:59: den musst du vielleicht anpassen für dich.

00:50:01: Er funktioniert eigentlich relativ gut.

00:50:03: Es kommt wieder so eine Situation, Mitarbeiter kommt ins Büro sagt hier was soll man tun?

00:50:07: jetzt kommt ein Zauber Satz Der heißt ich weiß es nicht mach dus.

00:50:12: Dann wird's So sein dass man sich drei Sekunden fassungslos in die Augen schaut weil der Mitarbeiter denkt Da kommt noch was, da kommt aber nichts mehr.

00:50:23: So und jetzt musst du über Folgendes aushalten das ist der spannende Punkt!

00:50:27: Jetzt wird dann der Mitarbeiter in sein Büro gehen zu den anderen und wird sagen Chef wird alt.

00:50:34: Ich glaube wir brauchen einen neuen Chef.

00:50:38: ich gehe dahin sag was soll man tun.

00:50:40: er sagt weiß ich nicht mach du's ja.

00:50:43: und dass es deswegen so schmerzhaft weil wie du Oliver gerade gesagt hast weil wir meistens fachlich befördert werden.

00:50:49: Ja, wir haben irgendwas fachlich gut gemacht.

00:50:51: Jetzt sind wir dann plötzlich Leiter und sind auch schon lange da.

00:50:53: Wir kennen irgendwie die Leute.

00:50:54: jetzt macht man fachlig weiter Und das bestätigt dass ego dass ich jetzt wieder sagen kann ja Ich weiß dass abesser ist oder aber dadurch halte ich ja die leute klein.

00:51:04: Das zweite was mal aushalten muss ist dass jetzt jemand das erste Mal loslegt mit einer neuen Aufgabe.

00:51:10: Die hat er noch nie gemacht Jetzt du schon zehn Jahre gemacht?

00:51:14: Und jetzt wird es am Anfang nicht in der Qualität gelingen wie du es gewohnt bist.

00:51:18: immer bei der fehlerkultur Ja, aber das wäre das Wachstum.

00:51:21: Das wäre der Schritt raus vom Kümmerer, den nämlich einen Mitdenken und selber machen, der Leute einfordert und eher nicht der Entscheider mehr ist sondern eher ein ermöglicher oder eher so eine Coach-Funktion hat und zu sagen ich lass dich nicht hängen.

00:51:39: also wenn du damit nicht zurechtkommt komm zu mir dann reden wir drüber.

00:51:41: Ich werde es aber wieder nicht lösen weil machen musst du's.

00:51:46: Also John F. Kennedy hat mir diesen schönen Satz gesagt, meine Aufgabe ist es Leute zu finden in der Regierung die besser sind als ich.

00:51:54: und wenn ich das geschafft habe... Wenn ich sie dahin entwickelt habe dann ist mein Job getan!

00:51:58: Dann hab' ich gute und exzellente Arbeit organisiert.

00:52:01: aber wenn wir nicht nach Führung auch ein Stück weit befördern und immer nur fachlich, dann kommt's darauf zu, dass die Fachlich da sitzen bleiben und sich so schwer tun mit diesen Sitzen.

00:52:19: den anderen nicht das Denken abnehmen, weil es eben langfristig gar nicht so fürsorglich ist immer schnell einzuspringen die Verantwortung zu übernehmen oder die Entscheidungen zu treffen.

00:52:31: Oliver schlägt vor ein bisschen mehr wie ein Coach zu denken beim Prozess zu unterstützen aber nicht gleich die fertigen Antworten zu liefern und zwar nicht nur im Job mit unserem Team sondern auch im Umgang mit Kindern in Vereinen oder vielleicht sogar im Freundeskreis.

00:52:47: Was das bewirken kann, dass die Menschen um uns herum ihren Entscheidungsmuskel trainieren.

00:52:55: Ihre Lösungsfindungsantennen stärken und Schritt für Schritt üben selbst einen Teil der Führung zu übernehmen – nicht nur in Projekten und Aufgaben sondern auch ganz persönlich bei sich selbst!

00:53:08: Lass dich doch gern mal von diesen folgenden Fragen inspirieren Wo nehme ich jemandem gerade eine Entscheidung ab, obwohl diese Person daran wachsen könnte sie selber zu treffen?

00:53:25: Wo wäre meine beste Unterstützung?

00:53:27: nicht die Lösung sondern eine gute Frage.

00:53:34: Wem könnte ich mehr zutrauen als ich es bisher vielleicht tue und welche Entscheidungsfelder werden eigentlich für mich frei wenn ich anderen mehr Verantwortung zutraue?

00:53:50: Manchmal beginnt echtes Fördern in dem Moment, indem jemand nicht mehr sagt ich mache das schnell für dich.

00:53:57: Sondern ich trau dir zu dass du deinen Weg findest.

00:54:09: Das erste woran ich gerade denken musste ist natürlich dieses potenzielle Bedenken.

00:54:13: okay wenn ich jetzt die Entscheidung übertrage dann sind wir in zweifel zwei nicht beim besten Ergebnis Aber wie du ja richtig sagst, die Konsequenz Zweitengrade daraus ist dass sich quasi ein weiteres Opportunitätsfeld aufgibt für den Mitarbeitenden in dem Fall indem er erkennt okay wie hätt ich es denn anders oder besser machen können?

00:54:33: und hier quasi von der Führungskraft angeleitet wird das in Zukunft eben nicht mehr zu übersehen sondern entsprechend zu berücksichtigen um dann eben auch fachlich qualitativ zur Wachsenrichtel.

00:54:43: Es wäre dann eine multiplikative Führungsstil und kein Aditive.

00:54:48: Also additiv heißt, nehmen wir mal an du hast zehn Mitarbeiter und du bist ne Chef oder Chefin.

00:54:54: Wenn du jetzt eine Stunde dich einem operativen Problem widmest vielleicht bist ein bisschen performanter aber du hast quasi eine Stunde reingesetzt.

00:55:02: es multipliziert sich nichts.

00:55:04: wenn du diese eine Stunde aber dafür verwendest dass jeder von den zehn da unten irgendwann das mal selber weiter kann also im Sinne einer Investition dann multiplizierst du dich weil wenn jeder das schaffen würde eine Stunde mehr oder besser, oder effizienter zu sein.

00:55:20: Das würde sich ja schon verzehnfachen in dieser Struktur und deswegen ist der Ansatz natürlich ein mittelfristiger.

00:55:28: Klar ganz kurzfristig.

00:55:29: also.

00:55:29: es gibt die Milzkrankheit M-I-L-S Die heißt mach ich's lieber selber.

00:55:36: Also verstehst du das?

00:55:37: Ganz kurzfristige Erfolge.

00:55:39: Ich mache jetzt gerade bevor ich jetzt jemanden erkläre und Dersaus machen und dann kann er es nicht weiter kommen.

00:55:46: Irgendwie Stunde vorbei habe ich dem Kunden geschickt.

00:55:48: Ganz kurzfristiger Erfolg!

00:55:50: Langfristig muss ich es immer selber machen, ich darf auch nie ausfallen.

00:55:54: Es hängt alles irgendwie an mir und das ist eine Investition wie im Betriebswirtschaftlich.

00:55:59: Ich investiere Zeit fördern um aber dann auch mehr fordern zu können weil sonst komme ich ja nicht ins fordern wenn ich sage komm' ich mach's jetzt einfach schnell selber weiter.

00:56:10: Das setzt natürlich auch voraus dass wir Führungen ein bisschen längerfristiger denken Ja?

00:56:15: Ich glaube Chanel oder so habe ich das gelesen, die sagen wir entwickeln Leute langfristig.

00:56:21: Wenn die jemanden einstellen, die ersten sechs Monate erwarten die gar nichts von denen.

00:56:26: also der da Fragen stellen sich interessieren überall reinsetzen.

00:56:29: sechs Monate muss mich mal vorstellen.

00:56:32: in den meisten Unternehmen wie ich kennso im Mittelstand heißt wunderbar Wir haben schon lange gewartet dass sie da sind.

00:56:38: hier haben wir nämlich schon einmal gesammelt.

00:56:40: Sie empfolgen die Qualifikation jetzt gehts los Es ist andere extrem und es kommt wieder darauf zurück.

00:56:46: Ich als Führungskraft, was ist mein Anspruch?

00:56:49: Wie möchte ich durchs Leben gehen?

00:56:50: Möchte ich mich kurzfristig treiben lassen oder sage ich wenn es in diesem Laden hier nur so ist dass wir immer noch bis zum nächsten Monatsabschluss denken dann muss ich mir mal überlegen ob ich richtig bin.

00:57:01: Oder ich entscheide mich dafür und sage ich lebe hier in einem Laden wo immer nur bis zum nächstem Monat geguckt wird Und es passt!

00:57:08: Ich habe trotzdem nette Kollegen, die Arbeit macht mir Spaß.

00:57:11: Verstehst du?

00:57:12: das ist die Eigenverantwortung.

00:57:13: Das ganze Thema was wir heute besprochen haben Das sich schön auf Emanuel Kant zurückführen, der gesagt hat es wäre uns allen nur zu wünschen wenn wir einen Weg finden würden raus aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit.

00:57:27: Sowohl als Mitarbeiter also auch als Mittelmanagement als auch als Top-Management.

00:57:33: aber da brauche ich erst mal eine Meinung dazu Weil die meisten sagen, ich würde gern langfristig.

00:57:37: Aber es geht ja nicht!

00:57:38: Weil mein Chef der fordert schon wieder für nächsten Monat und das kann ich gar nicht erfüllen.

00:57:43: Also muss sich den Druck weiterleiten Und dann sind's immer die anderen.

00:57:46: Dann ist es der Markt, dann ist es Kunde, dann is' er böse Vorstand Oder dann sind es die Mitarbeiter.

00:57:53: Jetzt sind wir bei dieser Verantwortung übernehmen.

00:57:55: Nein du bist Es gibt keine Ausrede dafür.

00:58:01: Du kannst mit deinen Ausreden weiter leben.

00:58:04: Die werden dich kurzfristig auch beruhigen Langfristig, wenn sie dich fertig machen.

00:58:08: Weil du ja nicht Chef im eigenen Leben bist, CEO des eigenen Lebens.

00:58:13: Darum würde es hergehen!

00:58:14: Das heißt ja maximale Eigenverantwortung.

00:58:17: Dass ich sage Ich bin's.

00:58:19: Ich kanns vielleicht verändern?

00:58:21: Wenn ich das nicht verändern kann... Vielleicht kann ich es akzeptieren aber weil ich will ohne Groll.

00:58:28: Vielleicht gehe ich Aber dieses ewige Jammern und Beschweren.

00:58:33: Das bringt dich langfristig in eine Opferhaltung, die wirst du auch privat weiter mitnehmen und entwickeln.

00:58:39: Und wir können es lernen!

00:58:41: Wir können diese natürliche Autorität von der ich hier gesprochen habe... Die haben wir alle schon mal gehabt als kleine Kinder- und Babys.

00:58:48: Jeder kommt so auf die Welt.

00:58:50: Deswegen finden wir auch alle wieder zurück.

00:58:52: und vielleicht noch ein letzter Satz dazu.

00:58:54: Abgrenzen heißt jetzt nicht dass man immer nur mit Strafen droht.

00:58:59: Weil mich fragen dann die Leute oft, ja Oliver ist sehr gut aber ich glaube meine Leute machen das nicht.

00:59:03: Wenn ich das fordere was kann ich denn tun?

00:59:06: Was gibt's neben Kündigung?

00:59:09: Ich glaube es ist eine falsche Frage sondern es ist die Frage wie kannst du eine persönliche Autorität zu entwickeln dass niemand auf die Idee kommt die Grenzen zu testen?

00:59:20: und ich gebe euch gerne noch mal ein Beispiel.

00:59:22: ich war in einer absolut verschrienenen Schulklasse im Gymnasium.

00:59:27: wir waren So fünf, sechs Jungs haben jeden Lehrer fertig gemacht.

00:59:30: Also sie sind total weinend rausgegangen die Lehrer.

00:59:34: und dann gab es einen Schuldirektor der dann irgendwann gesagt hat schick mal mal wen anders.

00:59:37: so geht's mit der C-Klasse nicht weiter.

00:59:41: Und ich kann mich heute noch erinnern wenn ich das erzähle.

00:59:43: Ich sehe die Tür geht auf.

00:59:45: Doktor von Reizenstein betritt den Raum.

00:59:49: Erster Schultag Der war drei Schritte im Raum, der hat nichts gesagt.

00:59:53: Da haben alle gewusst bei dem machen wir es nicht.

00:59:56: Ich verstehe jetzt wie.

00:59:57: gleiche Leute, gleiche Schulklasse.

00:59:59: Wir haben die Hausaufgaben dabei gehabt.

01:00:01: Die waren gut vorbereitet, es gab keinen Streiter rein... Das war Präsenz!

01:00:06: Der hat nicht schimpfen müssen, der hat nicht Verweise verteilt und darum geht's mir.

01:00:11: aber das ist der längere Weg mit Arbeiter genauso wie Kinder.

01:00:15: also wie wir alle versuchen Grenzen auszutesten.

01:00:20: bei der Polizei eingeschränktes Halteverbot mal gucken passiert da wirklich was.

01:00:24: ach schauen wir da kann ich das Auto stehen lassen.

01:00:26: drei Mal funktioniert lass sich das stehen.

01:00:29: Kinder.

01:00:30: genauso hat man gerade, naja wenn die Mama nur ruft, passiert und tut eh nix.

01:00:35: Wir hatten das Thema Pücklichkeit im Beruf.

01:00:37: Ja ich schau halt dass ich um neun da bin.

01:00:40: Wenn später ist es auch egal.

01:00:42: Pass ja immer noch.

01:00:43: Die anderen sind ja schon da können doch gern schon mal anfangen.

01:00:46: Und dieses Grenzenaustest machen die Leute nur... ...wenn sie deine Unsicherheit merken!

01:00:53: Wenn Sie nämlich genau merken.

01:00:55: Ich weiß was der gesagt hat aber ich fühle etwas anderes.

01:00:59: Ich fühle nämlich, dass sie oder er Angst hat von meiner Reaktion.

01:01:03: Das macht mich stark!

01:01:04: Aber nicht zu wirklichen Stärke, ne?

01:01:06: Es zersetzt ja in Wirklichkeit ein System und auch eine Team- und auch Beziehungen.

01:01:11: Und deswegen die richtige Antwort Arbeit an dir selber.

01:01:15: Schau'n ich auf die anderen, schaue nicht auf den Chef Sondern arbeit an dir.

01:01:19: und schau', das du aus deinen Verwicklungen rauskommst.

01:01:24: Die sind nicht falsch, die waren damals gut.

01:01:26: Jetzt bist du kein Kind mehr Jetzt kannst du es verändern.

01:01:31: Dazu braucht es Energie, haben wir alles schon besprochen wie man das macht und wie man anfangen kann.

01:01:36: Und bei jedem dieser Experimente, wie der Satz macht selber, wirst Du merken dass es Dich sticht Dass Du sagst.

01:01:47: jetzt merk ich, das haben die nicht gut aufgenommen.

01:01:49: Ja natürlich haben sie sich nicht gut Aufgenommen!

01:01:51: Du veränderst dich.

01:01:52: Niemand mag dass sich Leute verändert.

01:01:54: Wir wollen am liebsten dass Leute gleich bleiben.

01:01:57: Da haben wir wenig zu tun hier oben, dann geht es einfach weiter.

01:02:00: Wenn sich jetzt einer verändert gibt's immer erst mal Gegenwehr.

01:02:05: aber das heißt nicht dass du auf dem falschen Weg bist.

01:02:07: Du musst aber wieder auf dich gucken!

01:02:09: Ist es in die richtige Richtung wo ich will?

01:02:11: Sinn mein innerer Motor meine Werte meine Grundüberzeugung was was nicht verhandelbar ist und das wird Dich wachsen lassen.

01:02:21: und in letzter Konsequenz sind wir ja unfassbare Vorbilder für Mitarbeiter.

01:02:26: Das unterschätzen alle Führungskräfte kolossal.

01:02:29: Welche Wirkung dein Verhalten, deine Worte auf das ganze Team haben.

01:02:34: und insofern wenn du mehr in die Eigenverantwortung gehst, das brauchst du gar nicht zu predigen, dass werden sich Leute von dir abgucken!

01:02:41: Und wenn du jetzt hier zuhörst und bist Mitarbeiter dann gilt exakt das gleiche für dich auch ob du auf der Klaviatur deines Chefs spielst obwohl sie dir die Haare sträumen.

01:02:53: Es ist deine Entscheidung, ob du hier bleibst.

01:02:55: Ob du gehst oder was veränderst und akzeptierst.

01:02:58: aber hör mit dem Jammern auf zumindest mit dem Ständigen weil es dir selber schadet.

01:03:03: Und Kümmerer gibt's auf allen Ebenen.

01:03:06: ich habe gelernt dass das Wort Kümmerer von Kummer kommt.

01:03:11: der entsteht dann scheinbar dadurch auch.

01:03:13: also wird es mehr darum gehen Menschen zu entwickeln Menschen zu fördern Menschen zu stärken.

01:03:19: da kann man ja bei sich immer mal anfangen.

01:03:22: Wunderschön gesprochen, lieber Oliver.

01:03:24: Vielleicht noch eine kurze Abschlussfrage bevor wir dann zum Ende kommen?

01:03:28: Wenn die Beiträge, Podcasts, deine Reden und Seminare rund um das Thema führen ist statt kümmern wenn das alles gelöscht wäre aus dem Internet und vielleicht auch aus irgendwelchen erschieben Und du könntest ab morgen nochmal eine Message rund um dieses Thema in die Welt setzen.

01:03:43: Welch wär das?

01:03:45: Ja dann würde ich sagen ein entschiedener Mensch ist immer die Mehrheit.

01:03:49: Da hab ich selber mal auf dem Seminar gehört, da war ich Teilnehmer und dachte, das ist ein Blödsinn.

01:03:52: Stimmt ja gar nicht!

01:03:54: Politik braucht fünfzig Prozent und Machtverhältnisse... Und dann hat er aber weitergemacht.

01:04:00: Dann hat er gesagt, jetzt schauen Sie sich mal an die Großen in dieser Welt also einen Mandela, einen Martin Luther King, einen Gandhi, die waren nie in der Überzahl.

01:04:08: Die waren ganz am Anfang erstmal ganz alleine, aber die hatten eine unglaubliche Entschiedenheit.

01:04:14: Die haben sich entschieden, die haben Verantwortung für sich selber übernommen und die konnte niemand bremsen.

01:04:20: Noch nicht mal Richter- und Gefängnisstrafen!

01:04:23: Weil diese Leute gesagt haben ja dann geh ich vor zwanzig Jahre in den Knast.

01:04:27: das kann dich nicht ändern.

01:04:29: Ich kann euch nur heute schon sagen wenn ich hier rauskomme ich werde es gleiche wieder sagen weil ich's für richtig halte ob ich abends in den Spiegel gucken möchte Ja mit einem guten Gefühl Ich möchte gut einschlafen Ich hab viel getan, aber es steht für was.

01:04:46: Und das hat Massen angezogen!

01:04:49: Also... Das ist wieder genau die gleiche Message.

01:04:52: geht in die Eigenverantwortung schaut auf euer Leben richtet den Scheinwerfer auf euch und nicht auf die anderen.

01:04:59: ich glaube die Default-Einstellungen bei uns allen.

01:05:02: isst ihn auf die Anderen zu werfen.

01:05:05: Was hat der gesagt?

01:05:06: Der Idiot.

01:05:07: Wie kann man das entscheiden?

01:05:08: Schau dir mal den Vorstand an.

01:05:10: Ja, richte ihn auf dich.

01:05:12: Die anderen kannst du eh nicht verändern, in den seltesten Fällen funktioniert es.

01:05:15: Aber dich kannst Du verändern!

01:05:18: Und damit passiert manchmal sogar eine Veränderung bei den andern.

01:05:21: Also ein entschiedener Mensch ist immer die Mehrheit.

01:05:24: Wunderbar.

01:05:25: Tolle Schlusswort.

01:05:26: vielen, vielen Dank und nicht nur für dieses tolle Schluss Wort, sondern für diesen wunderbaren Weg dem du hier aufgemalt hast wieder zum CEO des Eigen- und Lebens werden kann.

01:05:37: Vielen herzlichen Dank lieber Oliver.

01:05:38: Vielen dank euch beiden für die Möglichkeit Werde CEO deines Lebens.

01:05:46: Der T-Talk mit Oliver Herrmann und Kai Schrader.

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