Warum Erfolg nicht glücklich macht - Prof. Dr. Judith Mangelsdorf

Shownotes

Du kannst erfolgreich sein, viel leisten und von außen alles richtig machen – und trotzdem spüren, dass dich das nicht wirklich erfüllt. In dieser Folge geht es um eine der größten Verwechslungen unserer Zeit: Wir jagen Erfolg, Genuss oder Selbstoptimierung und wundern uns, warum sich unser Leben trotzdem nicht stimmig anfühlt. Prof. Dr. Judith Mangelsdorf zeigt, warum Glück nicht das Ziel ist, sondern oft das Nebenprodukt eines erfüllten Lebens.

In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Judith Mangelsdorf, Professorin für Positive Psychologie, Psychologin und Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie.

Judith Mangelsdorf forscht und lehrt zu Positiver Psychologie, menschlichem Wachstum nach Krisen, Sinn, Stärken, Wohlbefinden und der Frage, was ein gutes Leben wirklich ausmacht. Sie verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit alltagsnahen Reflexionsfragen für Menschen, die nicht nur funktionieren, sondern ihr Leben bewusster und stimmiger gestalten wollen.

Ihr Ansatz: Glück entsteht nicht dadurch, dass wir es erzwingen – sondern wenn Sinn, Beziehungen, Werte, Stärken und unser Handeln innerlich zusammenpassen.

5 Take-aways aus der Episode:

  1. Erfolg und Erfüllung sind nicht dasselbe: Du kannst viel erreichen und trotzdem auf dem falschen Berg stehen.
  2. Glück ist kein dauerhaftes Ziel, das du optimieren musst – sondern oft das Ergebnis eines stimmigen Lebens.
  3. Selbstoptimierung kann zur Sackgasse werden, wenn sie aus dem Gefühl entsteht, nicht richtig genug zu sein.
  4. Ein erfülltes Leben beginnt mit der Frage: Passt das, was ich tue, zu dem, was mir wirklich wichtig ist?
  5. Drei Abendfragen helfen dir, dich besser zu verstehen: Was war heute bedeutungsvoll? Was hat mich energetisiert? War das ein erfüllter Tag?

Mehr Infos / weiterführende Informationen: LinkedIn-Profil von Prof. Dr. Judith Mangelsdorf: https://www.linkedin.com/in/prof-dr-judith-mangelsdorf-23860650/

Webseite der DGPP bei Interesse an Ausbildungen im Bereich der Positiven Psychologie: https://www.dgpp-online.de/

Webseite der DHGS bei Interesse am Studium der Positiven Psychologie: https://www.dhgs-hochschule.de/studienangebot/master/gesundheit/angewandte-psychologie/positive-psychologie/

Weiterführende Ressourcen

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Transkript anzeigen

00:00:02: Willkommen zu einer neuen Folge von Werde CEO deines Lebens mit mir, Oliver Herrmann.

00:00:18: Und ich bin Kai Schrader.

00:00:19: und heute geht es um eine Frage die vermutlich jeder Mensch kennt aber die sich die wenigsten vielleicht wirklich klar beantworten können und zwar was macht eigentlich ein wirklich erfülltes Leben für mich ganz individuell aus?

00:00:33: Denn wie wir wissen, viele von uns funktionieren extrem gut.

00:00:37: Die leisten auch sehr viel und erreichen ihre Ziele.

00:00:40: Und einige oder vielleicht noch viele haben trotzdem innerlich das Gefühl nicht so wirklich angekommen zu sein.

00:00:49: Genau darüber sprechen wir mit unserem heutigen Gast.

00:00:52: Sie ist eine der prägensten Stimme für positive Psychologie im deutschsprachigen Raum und beschäftigt sich mit der Frage was ein erfülltes Leben ausmacht!

00:01:03: wie sich diese Erkenntnisse auf unsere eigene Lebensführung auswirken und was sie für eine gute Führung und Zusammenarbeit auch im unternehmerischen Kontext bedeuten.

00:01:13: Herzlich willkommen bei WerdeSie oder ins Leben Prof.

00:01:16: Dr.

00:01:17: Judith Mangelsdorf, schön dass du heute bei uns bist!

00:01:21: Ganz herzlichen Dank für die Einladung.

00:01:26: Ja herzlich Willkommen liebe Judith.

00:01:28: und Kai hat in der Anvolveration ja gesagt.

00:01:30: viele Menschen suchen Erfüllungen viel davon in Erfolg Genuss und optimieren sich dabei selbst.

00:01:37: Und merken trotzdem irgendwann, es fühlt sich nicht nach Erfüllung an.

00:01:40: Haben wir vielleicht nicht zu wenig Glück sondern oft das falsche Modell von einem guten erfüllten Leben?

00:01:47: Ich würde das absolut unterschreiben zumal vielleicht ein Leitgedanke da total wiffreich sein kann nämlich zu sagen glück ist nicht das ziel eines lebens sondern eigentlich das Nebenprodukt eines erfüllte Lebens.

00:01:59: das heißt wenn ich erfüllte Beziehung habe, wenn ich einen Sinn in meinem Leben gefunden habe.

00:02:05: Wenn ich es schaffe mich in meinem leben zu leben dann ist Glück das was entsteht.

00:02:10: und für ganz viele Menschen ist es aber so dass wir versuchen möglichst glücklich zu sein zum Beispiel über sowas wie Genuss oder Erfolgsstreben.

00:02:18: und gerade da sind die drei großen Sackgassen die du genannt hast also das Streben nach so viel Erfolg wie möglich das Stremen nach soviel Genuss wie möglich oder auch sowas wie Selbstoptimierung, also immer eine bessere oder andere Version meiner selbst zu werden.

00:02:33: Das sind alles Dinge die vielleicht kurzfristig das Gefühl machen von ich bin hier in diesem Moment glücklich aber langfristig eher Sackgassen sind.

00:02:41: Ja, das ist spannend!

00:02:43: Also Erfolg, Genuss, Selbstoptimerung sagst du, sind eher SACKGASSEN.

00:02:50: Lass uns das mal nacheinander durchgehen.

00:02:52: Aber warum ist es streben nach Erfolg?

00:02:54: Eine Sack Gasse?

00:02:56: Nicht per se.

00:02:57: Aber es gibt eine ganz große Verwechslung, nämlich ganz viele Menschen verwechseln Erfolg mit Erfüllung.

00:03:04: Und wir kennen alle Beispiele dafür.

00:03:06: Das heißt Menschen die im Leben vielleicht unfassbar viel erreicht haben einen hohen Status haben, Menge Geld verdienen also per se sehr erfolgreich sind Also sehr leistungsstark und dafür auch honoriert in der Gesellschaft oder honoriert auch im Sinne von finanziellen Reichtum.

00:03:24: Und gleichzeitig gibt es eine ziemlich unabhängige andere Variable, wenn man so möchte nämlich Erfüllung.

00:03:30: Also wie Sinn erfüllt ist eigentlich das Ganze was ich da mache und ich kann in einer Tätigkeit sehr gut sein und sehr erfolgreich ohne dass ich sie wirklich gerade zum Beispiel als Sinn erföhnt erlebe und als hilfreich.

00:03:45: Und das ist eine der großen Sackgassen, ich sage immer es gibt so ein Bild dazu.

00:03:49: Stellen Sie sich vor am Anfang eines Lebens, ne?

00:03:51: Ich wähle einen Berg aus auf den ich gehe und ich gehe immer höher und immer weiter und bin quasi irgendwie immer weiter an der Spitze um dann vielleicht von oben runter zu schauen und festzustellen, dass war der falsche Berg.

00:04:04: Das heißt natürlich kann manchmal Erfolg und Erfüllung durchaus Hand in Hand gehen aber es ist sehr wichtig beides nicht zu verwechseln weil ich kann in vielen Dingen erfolgreich sein, aber persönlich meistens nur in einigen wirklich für mich Erfüllung finden.

00:04:20: Und woran merke ich im Leben dass ich so zusammen meine Erfüllungen gefunden habe?

00:04:25: Ich denke es gibt ganz unterschiedliche Zugänge dafür.

00:04:29: Das eine ist ja so ein generelles Lebensgefühl also wenn ich abends nach Hause gehe müde im Bett liege und an diesen Tag denke schaue ich eigentlich zurück Das war ein wirklich lohnender Tag meines Lebens.

00:04:43: Oder schaue ich zurück und sage, oh, ich habe richtig viel geleistet!

00:04:47: Und wenn ich zurückschaue und sage Ich hab wirklich viel geleistert, dann ist das eine andere Frage.

00:04:53: Ich finde immer schön Menschen zu fragen um dem so ein bisschen auf die Schliche zu kommen was du ansprichst Oliver Was macht einen wirklich erfüllten Tag?

00:05:03: Nicht was macht ein erfülltes Leben aus, sondern wenn sie, wenn du an deinem Leben denkst.

00:05:08: Was macht einen wirklich erfüllten Tag aus?

00:05:11: Und das Ganze vielleicht zu versehen mit einer Einschränkung nämlich zusammen und zwar wenn du niemanden davon erzählen dürftest.

00:05:18: Das heißt also wenn es nicht darum geht was denken andere und so weiter Sondern was muss für mich passieren damit ich sage heute war ein wirklich erfüllter tag Und das bringt uns häufig näher der Frage, wo finden wir Erfüllung im Inneren Sinne und nicht in äußerem Status, Anerkennung anderer usw.

00:05:40: Ich finde es fast noch schwieriger weil ich stelle mich irgendwo vor und die meisten Menschen fangen mit ihrem Beruf an.

00:05:45: Ich bin Lehrer, Lehrerin Angestellte, Angeställte was auch immer!

00:05:50: Und über das hinweg wird ja sozusagen die Tätigkeit beschrieben Da.

00:05:56: dann wird ja häufig verknüpft, das sind wir wieder beim Erfolgsthema.

00:06:00: Was Menschen tun und was abends vielleicht reflektiert wird.

00:06:03: Als du ausgeführt ist, fällt manchmal schwer zu sagen wenn andere nicht zuhören?

00:06:07: Was würde ich dann sagen?

00:06:09: Ja aber gerade dann also wenn es nicht eine Erzählung ein Narrativ über mich selbst ist sondern wenn ich wirklich auf mich zurückgeworfen werde Dann finden wir wahre Antworten.

00:06:20: Und dass du schon gerade gesagt hast, mit diesem Zugang zu wie würde ich mich klassischerweise vorstellen?

00:06:25: Gerade im Kontext der positiven Psychologie haben wir etwas, mit dem wir eigentlich am allerliebsten starten.

00:06:31: Wenn wir Teams zusammenbringen, wenn wir Gruppen zusammenbringen die sich noch nicht kennen nämlich zu sagen Wir machen jetzt eine Vorstellungsrunde und die eine Person, die in dieser Vorstellung Runde nichts sagt ist die um die es gerade geht.

00:06:43: Das heißt also nicht ich stelle mich vor und sage, ach, ich bin übrigens.

00:06:47: Sondern alle anderen schauen – und zwar aus drei Perspektiven nämlich was sind die Stärken, die ich in dieser Person sehe?

00:06:55: Welche Werte kann ich erkennen ohne die Personen zu kennen wohl gemerkt?

00:06:59: Und was glaube ich macht für dich ein Lebenstraum oder etwas, das du in diesem Leben noch leben möchtest

00:07:06: aus?".

00:07:07: Und das ist eine unfassbar schöne Art, sowohl sich kennenzulernen als auch aufeinander zu blicken.

00:07:12: Als auch dass sie mich frei macht genau von dem was du sagst nämlich zu sagen hier ist meine Rolle, hier ist mein Status Hier ist was ich schon erreicht habe sondern uns zurückwuchs aufs Mensch sein und darin kann man sie eine tiefe Reform von Begegnung aber auch von Definition eigener Erfüllung zu finden.

00:07:30: Du hast den Begriff der Erfüllungen oder die Definition von Erfühlungen im Vorfeld ganz stark mit Sinnhaftigkeit oder dem Streben nach Sinnen in Verbindung gebracht.

00:07:41: Welche konkrete Rolle spielt Sinnhaftigkeiten, wenn es darum geht für sich zu definieren ob mein Leben erfüllt ist oder nicht?

00:07:50: Ja hier ist die Schwierigkeit, wenn wir im Alltag von einem erfüllten Leben sprechen dann ist das eigentlich ein Platz heil der für ein gutes Leben.

00:07:58: Wenn wir in der Wissenschaft von Erfüllung sprechen, dann meinen wir ganz häufig Sinnerfüllungen.

00:08:02: Das ist das was du schon so rausgehört hast.

00:08:04: Kein und ich würde sagen für dass worum es uns hier geht nämlich die Frage nach einem guten Leben.

00:08:09: also was macht für dich ganz persönlich ein gutes Leben aus?

00:08:12: Das ist vielleicht hier der bessere Platzhalter.

00:08:14: Dann unterscheiden sich Menschen darin wie sie für sich definieren Was macht für mich ein gutes leben aus?

00:08:22: Wie möchte ich mal zurückschauen und sagen Ich habe gut gelebt Da.

00:08:26: bei diesem Zugang ist Sinnerfüllung einer der großen Wege oder eine der großen Antworten, aber die gibt es auch weitere.

00:08:35: Okay nur ums nochmal ganz kurz in Struktur zu bringen und dann lass uns auf die weiteren Parameter von dem guten Leben eingehen und dann vielleicht auch mal schauen wie man da für sich so ein Solist-Abgleich machen kann wo man gerade steht und wie man vielleicht noch die einzelnen Parameter optimieren kann.

00:08:49: Aber was ich grundsätzlich verstanden habe Verwechslung zu geben zwischen Erfolg und Erfüllung.

00:08:56: Und viele Menschen glauben, dass wenn sie erst mal erfolgreich sind dann sind die auch tatsächlich nachhaltig glücklich und fühlen sich zutiefst erfüllt.

00:09:05: Deswegen bewegen Sie sich quasi in Ihrem goldenen Hamsterrad ja und sind die ganze Zeit am Streben und wundern sich aber vielleicht das Nachbestimmten Zwischenstationen, die schon einen gewissen Erfolg ausgemacht haben.

00:09:17: Sie trotzdem noch nicht innerlich das spüren was sie sich eigentlich wünschen.

00:09:20: deswegen treten sie oder laufen sie weiter so.

00:09:23: Und du sagst aber, das ist eine Sackgasse zu glauben nur weil ich erfolgreich bin.

00:09:28: Bin nicht.

00:09:28: auch.

00:09:28: gleichzeitig habe ich auch das Gefühl ein erfülltes und ich glaube viele Menschen will noch sagen ein glückliches Leben, ein zufriedenes Leben.

00:09:34: oder Du sagst ein gutes Leben zu führen?

00:09:36: Und Du sagest aber um ein gutes leben zu führen da spielte der Begriff oder die Dimension der Erfüllung eine wichtige Rolle es aber nicht die einzige.

00:09:45: und wir müssen auch ein bisschen aufpassen Weil Erfüllungen in der Wissenschaft bedeutet immer dass es sehr stark an dem Thema Sinnen Orientierung angehaftet, aber dass eben ein gutes Leben mehr ist als nur nach Sinn zu trachten.

00:10:01: Und darüber möchten wir jetzt sprechen.

00:10:02: deswegen sind wir gespannt welches sind denn die weiteren Dimensionen?

00:10:06: Unsätzlich gibt es eine schon sehr alte eigentlich philosophische Diskussion darüber was macht ein gutes leben aus?

00:10:11: und zwei sehr große antworten.

00:10:14: Nämlich einmal gab es zum Beispiel Aristipus von Kurene, also einen Philosophen aus dem antiken Riechenland der den Hedonismus ausgerufen hat.

00:10:22: Das ist ja ein Begriff, den wir alle kennen.

00:10:24: Also zu sagen glücklich wird oder ein glückliches Leben führt wer die Lust im Leben maximiert und die Unlust minimiert.

00:10:31: Also das heißt, wenn ich nach einem hedonistischen Leben strebe was wo ich aus vielen Menschen tun dann versuche ich möglichst viele Dinge zu tun die mir Freude bereiten und Dinge zu vermeiden die potenziell anstrengend sind oder vielleicht negative Emotionalität auslösen.

00:10:48: Das ist der eine Ansatz!

00:10:50: Und dann gibt es dem zweiten ganz großen dasses den du auch schon mit diesem Erfüllungsbegriff oder dem Sinnstreben umschrieben hast nämlich dem sogenannten eudaimonschen Wohlbefinden ein bisschen sperriger Begriff.

00:11:02: Das geht auf eigentlich die Tumtethik von Aristoteles zurück, der gesagt hat ne Ne so einfach ist es nicht.

00:11:08: Stellt euch mal vor wir würden jetzt alle anfangen nur noch das zu machen was einfach ist und positive Emotionen beschert und alles was anstrengend ist und potenziell negative Emotion mit sich bringt vermeiden.

00:11:19: Welche Art von Gesellschaft würden wir leben?

00:11:22: Wie würde Unternehmen funktionieren wenn alle nur versuchen wurden immer und grundsätzlich glücklich zu sein?

00:11:28: Sondern das, was wir brauchen ist eigentlich ein Leben, was versucht tatsächlich nach Sinn zu streben beizutragen zu den großen Themen dieser Welt.

00:11:37: Tatsächlich auch dieser Tubendbegriff.

00:11:39: also welche Art von Menschsein brauchen wir denn?

00:11:43: Und das ist quasi eine der zweiten großen Wege.

00:11:45: Also neben dem Hedonismus, dem Stärker singen oder auf Werte orientierten leben bei dem es vor allem darum geht Beizutrag zum Großen Ganzen.

00:11:55: Das heißt Aktuell haben wir jetzt verstanden, um ein gutes Leben führen zu können müssen wir uns damit beschäftigen.

00:12:03: Stelle ich mir auch die Frage erstmal wie definiert sich überhaupt Sinnhaftigkeit und in welchen Lebensbereichen spielt das eine Rolle?

00:12:10: Meine Existenz meine Arbeit mein Umgang mit anderen Menschen oder zieht sich das durch alle hindurch

00:12:17: Sieht sich definitiv durch alle Lebensbereiche.

00:12:19: Natürlich in der Arbeitswelt ganz besonders, also egal welcher Arbeit ich nachgehe ist die Frage nicht ist dieser Arbeit sinnvoll sondern erlebe ich sie als sinnvoll eine ganz zentrale?

00:12:31: Also es gibt zum Beispiel amerikanische Studien die gezeigt haben das ist etwa immer ein Verhältnis von Eindrittel zu eindrittelt so ein Drittel bei dem Menschen entweder ihre Arbeit primär als Bruderwerb, also als Job.

00:12:45: Ich mache es nur fürs Geld sehen oder bei den Menschen sagen A, das ist für mich Karriere, eine Möglichkeit immer weiterzukommen und aufzusteigen.

00:12:53: Hier sind wir sehr bei diesem Erfolgsdenken oder der großen dritten Variante nämlich dass es für mich Berufung.

00:13:00: Also ich mache das hier weil ich wirklich das Gefühl habe, dass das Konkrete was ich beitrage durch meine Arbeit zutiefst sinnvoll ist Und das ist interessanterweise relativ unabhängig von dem, was ich tue.

00:13:12: Das heißt, dass findet sich sowohl bei Neuroschirurgen als auch bei Putzkräften.

00:13:17: und wenn wir nach Sinnerfüllung fragen, dann fragen wir eigentlich immer, ist das, was du gerade lebst oder wie du es grade lebst für dich etwas?

00:13:24: Was sich persönlich mit Sinn erfüllt?

00:13:27: Und das kann sich sowohin in meiner Beziehung als auch, wenn ich meinen Hobbys nachgehe im Sport als eben auch bei der Arbeit.

00:13:35: darf man sich diese Fragen stellen.

00:13:36: ja

00:13:37: Absolut und ich glaube am entscheidendsten.

00:13:40: gleichzeitig ist tatsächlich dieser Arbeitssektor an der Stelle, weil es natürlich einer der Bereiche ist, der potenziell sehr stark sinnstiftend wirken kann.

00:13:49: Und wenige Menschen fragen sich als Eltern, dass ich meine Kinder habe.

00:13:54: Das gibt es natürlich auch aber das ist quasi eher seltener während in solchen Bereichen wie Arbeit, aber auch im Ehrenamt zum Beispiel.

00:14:01: Wofür mache ich nicht stark?

00:14:02: Auch in meiner Freizeit die Frage nach sinnvoller Lebensgestaltung natürlich absolut zentrales.

00:14:09: D.h.,

00:14:09: dort rückt das einfach noch mal ein bisschen mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit.

00:14:13: Also für mich stellt sich das vor dem Hintergrund total nachvollziehbar dar was du beschreibst.

00:14:18: Also meine Erfahrung ist, dass vieles was wir als vielleicht richtig oder wahr betiteln, das sind einfach Prinzipien die sich schon über die letzten tausende von Jahren einfach bewährt haben.

00:14:31: Und es macht ja für mich hochgradig Sinn wenn ich ausschließlich darauf aus bin meinen Eigennutz zu optimieren.

00:14:38: dann hätte ja das Produktgesellschaft oder das System Mensch wäre niemals da angekommen wo's heute ist.

00:14:44: also es ist uns ja nur gelungen da anzukommen wo wir weil es uns gelungen ist, in Gruppen zu überleben.

00:14:50: Also rein biologisch!

00:14:52: Es muss sich in irgendeiner Form gut anfühlen etwas für andere zu tun.

00:14:56: also es muss in irgender Form mit einem guten Gefühl einhergehen dass ich das überhaupt mache also nahezu vielleicht auch mit einem besseren gefühl als wenn ich mir einen fisch fange und ihn alleine esse anstatt die mit anderen zu teilen damit ich überhaupt intern dazu motiviert bin das ganze zu tun.

00:15:10: Und das hat natürlich zum Erhalt der Gruppe, zum Erhalten Stripes irgendwie beigetragen.

00:15:14: Heute brauchen wir das nicht mehr aber die körperlichen Mechanismen sind natürlich noch dieselben.

00:15:19: Das heißt werden immer noch die gleichen biochemischen Botenstoffe ausgestoßen wenn ich etwas für andere tue und dass ist eben ausreichend dafür mich zu motivieren etwas für andere zu tun um genau das zu erreichen bzw sagt mir ob das stimmt oder nicht Aber könnte auch wie so eine Art Strafe sein.

00:15:36: das heißt also ich erlebe Potenziell vielleicht auch negative Gefühle, wenn ich ausschließlich auf meinen eigenen Nutz aus bin und quasi nichts Gutes für andere Tour was dann wiederum dafür sorgt eigentlich sich doch wieder eher der Gesellschaft zuzuwählen.

00:15:50: Du hast das schön zusammengefasst!

00:15:52: Ich finde es gibt eine Studie die das auf sehr eindrückliche Art und Weise gezeigt hat.

00:15:57: hier ein Experiment für uns hier ihr bekommt von mir zehn Euro und ihr habt drei Möglichkeiten sie auszugeben.

00:16:04: Entweder ihr könnt losgehen und euch von diesen zehn Euro es euch gut gehen lassen und etwas für euch selber kaufen.

00:16:10: Ein schön Kaffee, ein gutes Buch was aber immer!

00:16:13: Die zweite Möglichkeit die ihr nutzen könnt wäre ihr gebt diese zehn Euro jemand anderem der euch damit etwas Gutes tut.

00:16:22: das heißt also kriegt sie zur Verfügung und geht los und lässt sich etwas einfallen womit er euch etwas Gtes tut?

00:16:30: Und die dritte Möglichkeit wäre ihr bekommt diese zehn euro und sorgt damit für das Wohl eines anderen Menschen.

00:16:37: Das heißt also kaufen, Strauß blumen oder sorgt dafür dass jemand der da draußen gerade Obdach los ist heute eine warme Mahlzeit hat?

00:16:45: Und die spannende Frage ist was denkt ihr... Was macht Menschen am glücklichsten davon ins eigene Wohl zu investieren, das andere ins eigene wohl investieren oder ins Wohl anderer zu investiert?

00:16:58: Was denkt ihr, was ist die häufigste Antwort?

00:17:00: Also ich weiß nicht was die häufigeste Antwort ist aber am meisten zufrieden macht wahrscheinlich, wenn ich etwas für alles wohlbefinden andere tue.

00:17:07: Das ist die richtige Antwort.

00:17:09: das denken aber die wenigsten Menschen.

00:17:11: Das heißt am meisten gehen wir davon aus wenn ich was Gutes für mich tu dann ist es für mich quasi und das eigene Wohl ergehen das Beste.

00:17:18: und tatsächlich ist es eben genau nicht so also nicht nur früher sowie du auch beschrieben hast Kai dass ein wichtiger evolutions psychologischer Mechanismus.

00:17:26: Aber es ist tatsächlich so, dass wenn wir gucken was macht Menschen am zufriedensten mit dem eigenen Leben?

00:17:32: Was sorgt auch kurzfristig für das meiste Glück.

00:17:35: Dann ist es in Verbindung zu gehen und für andere etwas zu tun.

00:17:39: Und das dient sowohl dieser sozialen Beziehung als auch tatsächlich dem eigenen Wohlergehen.

00:17:44: Das problemgesellschaftlich ist, dass wir das tatsächlich als Grundüberzeugung meistens nicht teilen also dass viele Menschen da draußen die vor die Wahl gestellt sind oder die Frage bekommen intuitiv sein würden naja wenn wenn ich mir was Gutes tue.

00:17:57: Das ist das, was mich selbst am meisten

00:17:58: nutzt.".

00:18:00: Und jetzt mache ich noch einmal Reality-Check!

00:18:02: Es gibt ja auch Studien die eben genau das beschreiben gesamtgesellschaftlich, dass wir das so nicht sehen oder die meisten Antworten deuten ja auch darauf hin.

00:18:10: Die Zunahme von Individualismus weltweit in den letzten dreißig Jahren wohl egal ob Entwicklungsländer oder Industrienation nimmt Individualismus immer mehr zu und gefühlt.

00:18:20: Ja es ist das was ich auch wahrnehme und es ist immer schwieriger sozusagen diesen gemeinsam im Boden zu veridentifizieren.

00:18:28: Was macht uns eigentlich als Gemeinschaft, als Gesellschaft stark?

00:18:31: Stattdessen ist es sehr stark.

00:18:32: dieses ich betonte Prinzip da.

00:18:34: Es ist alles gut so lange ich nicht irgendwas abgeben muss, sondern meinem Wohlergehen nicht schadet.

00:18:41: Das war aber schon mal anders.

00:18:43: Woher kommt das?

00:18:44: oder wie haben wir auch eine Chance aus Gesellschaft darüber hinwegzukommen?

00:18:48: Also es war mal anders und das ist ja auch das, was Kai vorhin so kurz angesprochen hat.

00:18:53: Ganz lange Zeit in der menschlichen Existenz wäre ein individuelles Leben ein Todesurteil gewesen.

00:18:59: also das heißt ganz früher auf.

00:19:01: sozialpsychologische Forschung zum Thema Zugehörigkeit hat gezeigt dass wir wirklich Existenzielle Mechanismen haben, für die sind wir hardwired.

00:19:10: Die sind uns also wirklich sowohl in die Gene als auch in die Physiologie des Genunts eingeschrieben, die uns dazu bringen Gemeinschaften zu bilden weil es lange Zeit einfach vollkommen unmöglich war als menschliches Wesen unabhängig von meinem Stamm zum Beispiel zu überleben.

00:19:28: Und der gesellschaftliche Fortschritt, der es immer mehr möglicher macht und ja immer leichter tatsächlich hochindividualisiert zu leben.

00:19:36: Der geht dem sozusagen in großen Maße natürlich entgegen und ist gepaart mit tatsächlich solchen Fehlwahrnehmungen der Welt.

00:19:44: also das ein guter Weg ins Leben.

00:19:46: Der ist wie du auch beschreibst bei dem ich frage was tut mir gut stattzufragen?

00:19:52: Was tut zum Beispiel dem System oder der Gesellschaft gut, zu deren Teil ich gehöre?

00:19:57: Und es gibt in einer positiven Psychologie eine sehr wichtige Unterscheidung.

00:20:00: Nämlich das zwischen einem extraktiven System Verständnis und einem Aditiven.

00:20:05: Extraktiv heißt... Ich schaue mir die Systeme an, in die ich eingebettet bin, ob dass die Demokratie ist, in der wir Zuhause sind oder dieser Planet Erde mit seiner einmaligen Möglichkeit uns überhaupt als Menschen ein Zu Hause zu geben oder auf den Unternehmen, zu dem ich gehörte Und meine Idee ist, ich nutze das für mein Wohlergehen.

00:20:23: Also ich gehe in die Natur damit es mir dort besser geht.

00:20:26: aber ich frage nicht was kann ich für die Natur machen?

00:20:29: Damit es ihr besser geht oder Ich nutze die Ressourcen meines Unternehmens damit ich einen besseren Arbeitsplatz habe?

00:20:35: Frage aber seltener die Frage Was braucht das Unternehmen von mir um weiterzukommen?

00:20:40: Und da sehen wir eine Verschiebung weg von solchen additiven Ideen.

00:20:44: Was kann ich beitragen?

00:20:46: Wie kann ich helfen, die Natur zu erhalten, die wiederum der Garant für all unser Wohlergehen ist hin zu diesen Extraktiven?

00:20:55: und was wir eigentlich brauchen – das ist sehr schwierig in einer Welt, die Individualismus immer leichter macht mit diesem fehlerhaften Grundüberzeugung von A, da liegt das höchste Wohlargehen Zuhause mehr dahin zu finden, wie du an diesen additiven Ansatz.

00:21:11: Also was kann ich beitragen?

00:21:13: Damit diese lebenserhaltenden und wichtigen Systeme für mein Wohl ergehen sich entweder in eine positive Richtung entwickeln oder sogar regenerieren dort wo eben Systeme auch schon schwer erschüttert sind wenn wir an sowas wie Umwelt- oder auf Demokratie gerade denken.

00:21:29: Mein Full Moment!

00:21:34: Zu welchem Drittel gehörst Du?

00:21:36: Judith erzählt dass Menschen ihre Arbeit auf eine von drei Arten erleben wenn es um Sinn geht Als Bruderwerb, als Karriere oder als Berufung.

00:21:46: Spannend dabei ist – dieses Sinngefühl hängt nicht unbedingt davon ab, was du machst!

00:21:52: Ob Geschäftsführerin, Ärztin, Lehrer- oder Straßenfeger?

00:21:57: Entscheidend ist weniger der Jobtitel sondern ob sich dein Tun für dich sinnvoll anfühlt.

00:22:04: Ob dem so ist beantwortet oft eine recht einfache Frage.

00:22:09: Erlebe ich das, was ich tue als Beitrag?

00:22:14: In einer Welt, in der wir oft zuerst fragen – was ist hier für mich drin?

00:22:18: Ist laut Judith vielleicht genau die umgekehrte Frage wichtig.

00:22:21: Nämlich Was gebe ich hier hinein?

00:22:25: Vielleicht magst du dich deshalb heute folgendes Fragen Erlebe ich meine Arbeit gerade als Job, Karriere oder Berufung?

00:22:36: Wo trage ich durch meinen Tun positiv zum Leben anderer Menschen bei?

00:22:44: In welchem System nehme ich viel, gebe aber vielleicht weniger zurück.

00:22:51: Und was wäre heute ein kleiner Schritt etwas zurückzugeben?

00:22:56: Denn vielleicht kennst du diese Idee schon aus anderen Folgen.

00:23:00: nicht die Meilensteine und Erfolge sind am Ende unseres Lebens wichtig sondern ob sich unser Leben sinnvoll

00:23:06: angefüllt hat.

00:23:16: Wir haben jetzt gerade das Individualismus.

00:23:18: Aber was heißt das konkret?

00:23:20: also du sagst oder beschreibst grundlegend Menschen überlegen sich heute mehr, was kriege ich aus einer Sache raus?

00:23:27: Was ist Informie instead of?

00:23:30: welchen gesunden Beitrag kann ich hier leisten.

00:23:32: Über das Solpen-Sum hinaus also wenn wir jetzt vielleicht nur auf die Arbeit konzentrieren.

00:23:37: Woher rührt es?

00:23:39: Ich glaube, das ist ein hochkomplexes und multifaktorielles System quasi.

00:23:44: Also es gibt nicht den einen Faktor der sagt ah!

00:23:47: Das kommt durch die Digitalisierung oder das kommt durch Medien?

00:23:50: Oder dass kommt daher, dass wir einfach uns als Menschheit so weit entwickelt haben, dass ich allein in meiner Wohnung sitzen kann und das trotzdem funktioniert?

00:23:59: Sondern es ist das Zusammenkommen von vielen verschiedenen Faktoren, die es leichter machen Und das ist vielleicht zwei dieser großen Stellschrauben, die man in den Blick nehmen kann.

00:24:09: unter vielen, die einen Einfluss haben.

00:24:11: Ist zum einen das Thema Adaptation.

00:24:13: Was uns als Menschen ausmacht, ist vor allem dass wir uns sehr schnell adaptieren an neue Umgebung oder an das wie es ist.

00:24:21: Das heißt also wir passen uns immer mehr an technologische Möglichkeiten, an angeteilte Lebensräume und so weiter.

00:24:28: Das ist unser größtes Gut aber es ist auch eine Sackgasse gerade dann wenn uns die veränderte Umwelt in ein Verhalten bringt was eigentlich der Umwelt gar nicht mehr dient und auch uns nicht mehr dient.

00:24:38: Das is eine der großen Faktoren!

00:24:41: Und das andere ist sicherlich... und dass ist das was du Oliver angesprochen hast.

00:24:45: Es ist viel schwieriger auf etwas zu verzichten, was ich schon hatte als etwas gar nicht erst zu bekommen, was noch nicht da war.

00:24:53: Und wir befinden uns ja in unserer Entwicklung als Mensch im hochvernetzten globalen System, das wir aber gar nicht überschauen können und in der die Auswirkungen unseres Handels für uns oft nicht spürbar sind auf den Großleben.

00:25:06: Das heißt hier kommen viele Dinge zusammen.

00:25:08: es gibt keine leichte Antwort darauf Aber die Frage, die sich vielleicht noch mehr in den Vordergrund drängt ist – wie können wir obgleich?

00:25:17: Wir in dieser hochindividualisierten und technologisierten Weltleben einer für das Leben darin kreieren was nicht nur für uns Erfüllung bedeutet.

00:25:24: Sondern auch ein Planeten Erde hinterlässt der für unsere Großenkel auch noch ein lebenswerter Ort ist oder eine Demokratiesysteme, die auch noch in die nächsten Generation funktionieren beispielsweise.

00:25:36: Aber diese intrinsische Motivation muss ja von irgendwo rühren!

00:25:40: Also die muss hier erst mal aktiviert werden.

00:25:44: und wenn du gleichzeitig beschreibst, dass die Menschen immer mehr zum extrahieren bestimmter Situation tendieren als irgendetwas hinzuzufügen also irgendwas zu addieren.

00:25:59: Dann frage ich mich also wie kann denn überhaupt dieser intrinsische Wunsch geweckt werden einen stärkeren Beitrag zu leisten?

00:26:07: Wenn der offensichtlich gar nicht so wirklich ausgeprägt vorhanden zu sein scheint?

00:26:11: Grundsätzlich würde ich sagen, der ist durchaus vorhanden in uns angelegt.

00:26:16: Aber ich nehme mal das Beispiel Demokratie weil ich glaube daran kann man vieles verstehen.

00:26:20: Wir sind sehr gewohnt hier im modernen deutschsprachigen Raum beispielsweise dass Demokratien nichts ist was wir gestalten müssen wo wir beitragen müssen für das wir uns stark machen müssen sondern was eigentlich das es was einfach da ist und wie als gegeben hinnehmen.

00:26:36: Und erst durch die Erschütterung, die wir zum Beispiel im Moment auch erleben.

00:26:40: Erst durch die Gefährdung von etwas was wir als gegeben hingenommen haben fangen Menschen an darüber nachzudenken dass es vielleicht doch nicht einfach ein gottgegebenes Geschenk ist für das wir nichts tun müssen.

00:26:50: oder das gleiche auch mit dem Thema so Natur und Umwelt.

00:26:54: Das heißt eigentlich sind wir durchaus in der Lage zu sehen wo wir gebraucht werden aber häufig muss dafür erstmal ein Bewusstsein entstehen ohne mein Engagement oder meine Hilfe nicht dauerhaft bestehen bleiben wird.

00:27:09: Und genau in diesen Momenten geht es dann darum zu schauen, wie kann nicht nur intrinsische Motivationen an der Stelle entstehen sondern die kann sie tatsächlich umgesetzt werden in etwas was ein Unterschied für das eigene Leben aber auch ein gutes Leben für alle.

00:27:23: Wie kann das klappen?

00:27:25: Wir leben ja in dieser global vernetzten Welt und dass ich mich selbst wieder als wirksam spüren kann.

00:27:31: Dass mein Handeln auch tatsächlich einen Unterschied macht Denn es ist ja leicht zu sagen, naja gut.

00:27:37: Es fliegt ja jeder mit dem Flugzeug in Urlaub also kann ich das auch machen?

00:27:41: Ob ich jetzt darauf verzichte oder nicht?

00:27:43: Der Flieger hebt ja auch so ab!

00:27:45: Also wie kann ich wieder bei jeder Handlung die ich mache oder bei kleinen Handlungen in dieser global vernetzten Welt mich selbst als wirksamer erfahren sodass überhaupt diese positive Rückkopplungsschleife die notwendig ist dann funktionieren kann?

00:27:59: Das sind ganz wichtige Frage, Oliver.

00:28:00: Weil es gibt zwei Dinge die wir immer unterscheiden müssen das eine ist individuelle Selbstwirksamkeit und das andere ist Kollektiver.

00:28:06: Das heißt wie können viel leichter zum Beispiel wenn wir selber im Leben in eine Krise rutschen weil uns der Partner verlassen hat oder weil mein Arbeitsplatz gefährdet ist oder sowas dann ist es viel leicht dafür mich in dieser Situation zu schauen.

00:28:22: was wäre ein gutes Ziel?

00:28:24: Das ist das Erste, was ich brauche.

00:28:25: Das Zweite sind die notwendigen Schritte dahin um dieses Ziel zu erreichen und als Drittes kann ich die notwendige Schritte gehen.

00:28:33: Das ist dass wie Selbstwirksamkeit auf einer individuellen Ebene entsteht.

00:28:36: also zum Beispiel Ich verliere meinen Arbeitsplatz.

00:28:39: Und jetzt ist die Frage okay Was wäre mein Ziel?

00:28:41: Ich möchte eine neue Arbeit die mir vielleicht mehr entspricht oder sogar Sinn erfüllen.

00:28:45: da ist Was ist notwendig dafür?

00:28:48: Ich muss mir klar werden, worum geht es hier.

00:28:49: Wo kann ich mich bewerben?

00:28:51: Was will überhaupt das was für mich ein besserer Arbeitsplatz wäre und dann die Überzeugung auch zuvor nicht kann das tun.

00:28:57: Auf einer individuellen Ebene ist das leichter weil es machbarer ist und bei meinen persönliches individuelles Handeln an der Stelle sich sehr schnell in Erfolg übersetzt.

00:29:06: so wie du auch sagst auf einer kollektiven Ebene wenn wir diese großen Geschichten anschauen Dann ist das schwieriger und dann haben wir das Gefühl allein nicht mehr.

00:29:15: Und dort brauchen wir, bevor die andere Schritte funktionieren immer Bindung.

00:29:19: Das heißt, wir brauchen mehr Menschen, die sagen kommen lasst uns gemeinsam und stark machen dafür dass wir voran schaffen in den Menschen unterschiedlicher politischer Gesinnung wieder miteinander diskutieren oder indem wir versuchen Gemeinsam dafür zu wirken nachhaltige ökologische Projekte zu fördern beispielsweise.

00:29:37: das heißt der große Unterschied im Wesentlichen ist dass diese großen Fiesen oder Themen zwei verschiedene Dinge mit sich bringen, die individuelle Krisen nicht mit sich bringt.

00:29:48: Nämlich einmal sie sind viel langfristiger und schwerer zu lösen.

00:29:52: Wir sprechen hier über transgenerative Fragen

00:29:54: usw.,

00:29:54: das ist dadurch herausfordernder.

00:29:56: Und Sie erfordern dass ich Menschen zuerst in größeren Kollektiven quasi zusammenfinden um dann gemeinsam zu handeln so dass ich nicht das Gefühl habe es hängt an meinem Urlaubsflug sondern ich sehe wie viele Menschen mit mir gemeinsam Jetzt versuchen die Frage zu stellen, dürfen wir eigentlich noch Langstrecke fliegen oder unter welchen Gesichtspunkten?

00:30:15: sollten wir uns zumindest die Frage stellen ob diese Reise jetzt denn vor allem notwendig ist.

00:30:19: Okay dann haben wir jetzt quasi über die Themen Sinnhaftigkeit gesprochen also Sinnhaftigkeiten insbesondere auch nochmal im Kontext vom eigenen Schaffen Unternehmerischen schaffen oder eben als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin schaffend, dass es sehr zuträglich sein könnte für das eigene Seelenwohl.

00:30:38: Für das eigene Gefühl davon ein gutes Leben zu führen.

00:30:41: Wenn ich das nicht nur tue um Geld zu verdienen sei und wenn ich das Gefühl habe in irgendeiner Form fühle ich mich auch dazu berufen das zu tun.

00:30:48: Jetzt frage ich mich Judith um mich überhaupt für eine Sache berufen fühlen zu können.

00:30:55: welche Voraussetzungen oder welches Matching muss denn da zwischen mir und der Sache vorliegen?

00:31:00: Also ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass ich mich nicht sehr berufen darin fühlen würde an Schachweltmeisterschaften teilzunehmen und eher das Gefühl hätte Ich bin da falsch am Platz.

00:31:12: Würde sich wahrscheinlich für mich weniger sinnhaft anfühlen.

00:31:15: Genau also was ein Schlüssel ist um das Ganze so bisschen runter zu brechen ins wahre eigene Leben Ist zu wissen Das gelebte eigene Werte Und Lebenssinn ganz dicht zusammenhängen.

00:31:27: Das heißt also, was man immer machen kann ist etwas.

00:31:30: das nennen wir in der Psychologie Leitern und es ist eigentlich wie die innere Vorstellung mit jeder Sprosse ein Stück weit nach unten interessanterweise zu steigen.

00:31:40: Also wenn wir hier zusammensetzen und wir machen einen Podcast dann kann ich euch beide fragen wofür macht ihr das?

00:31:48: Und ihr könntet individuell antworten Wofür denkt ihr wozu trägt das hier bei?

00:31:54: Dann kann ich mir eine Antwort geben Und wofür ist das wichtig?

00:31:59: Das kann ich quasi so schrittweise machen.

00:32:02: Meine Antwort, wenn ich das Wofür oft genug beantwortet habe, egal über welche Art von Tätigkeit oder Bruchsfeldchen nachdenken, ist dass wir idealerweise bei etwas ankommen sollten – nach dem dritten oder vierten Mal «wofür» – wo ich sage ja dafür ist es wichtig!

00:32:19: Das ist mir wichtig, dass das am Herzen.

00:32:21: Also wenn ihr mich fragt, woför sitze ich mit euch hier und spreche über ein erfülltes Leben und positive Psychologie, dann würde ich sagen, weil das so vielen Menschen hilft mit dem eigenen Leben anders in Kontakt zu treten.

00:32:36: Wofür ist das wichtig?

00:32:38: Dafür dass wir genau anfangen additiv zu handeln, dass wir als Gesellschaft nachhaltiger werden in unserem Streben!

00:32:44: Und dafür dass Menschen sich ihm nicht nur umsich selber drehen sondern wir anfangen miteinander anders Mensch zu sein.

00:32:51: Das könnte ich noch zwei, drei Mal beantworten.

00:32:53: Und am Ende würde ich in jedem Fall bei was ankommen, wo ich sage und das ist mir total wichtig!

00:32:58: Und immer wenn das funktioniert – egal bei dem, was ihr euch fragt also welche Tätigkeit das ist -, wenn ihr bei dem Wofür nachher bei einer Antwort rauskommt, wo ihr sagt, dass es mir zentral wichtig?

00:33:10: Dann arbeitet die in dem Moment erfüllend oder an etwas, was für euer Wertesystem und auch für euren Lebenssinn tatsächlich zentrale

00:33:17: ist.".

00:33:18: Das ist also in dem Fall so, weil unsere Arbeit und unser Wertekonstrukt in diesem Fall in Harmonie miteinander sind.

00:33:26: Richtig?

00:33:26: Ganz genau!

00:33:27: Und in Harmonies ein schönes Wort dafür – es gibt noch ein anderes nämlich Stimmigkeit.

00:33:32: Also diese innere Stimmigkeit ist eigentlich auch eine wunderschöne Art um ein erfülltes Leben zu verstehen.

00:33:39: Zu sagen, ist das in mir

00:33:41: stimmig?!

00:33:42: Was ich tue, passt.

00:33:43: Das stimmt das zu meinem Wertesystem, zu dem wofür ich mich stark machen will in dieser Welt.

00:33:49: und wenn es ein großes Maß innerer und auch äußerer Stimmigkeit gibt dann ist das Resultat ein erfülltes Leben.

00:33:58: Und wenn ich das Ganze jetzt in Bezugssätze zu, du hast über den Eudermondismus gesprochen.

00:34:03: Das wurde ursprünglich durch Aristoteles geprägt, wenn nicht mich recht entsinnert und er beschreibt ja immer wieder die Themen rund um Tugendhaftigkeit auf der einen Seite und

00:34:13: eben

00:34:13: auch dass es wichtig ist auch gegen gewisse Widerstände ankommen zu können und diese quasi zu überkommen.

00:34:20: Das hast du mit Anstrengung beschrieben.

00:34:22: so Jetzt kann ich ja das Gefühl haben vielleicht deshalb auch nicht stimmig ist, weil ich andauend wieder von neuen Herausforderungen stehe.

00:34:33: Also wie kriegen wir ein Gefühl dafür?

00:34:36: Ob eine Stimmigkeit eigentlich auf einer Werteebene vorliegt sich aber die Unzufriedenheit vielleicht eher aus zu viel Anstrengung speist oder ob vielleicht nicht ausreichend Anstreckung da ist über den hohes Matching auf Werteebene Aber eben aufgrund der fehlenden Anstregnung irgendwie das schale Gefühl übrig bleibt.

00:34:58: Das passt irgendwie doch nicht ganz so, wie es gerade

00:35:00: ist.".

00:35:01: Also fehlende Anstrengung ist ja mitunter schon eine Wertung die von außen kommt?

00:35:06: Ich versuch das mal ein bisschen in den Kontext zu setzen.

00:35:08: Wichtig bei diesen zwei

00:35:10: bzw.,

00:35:10: es gibt ja noch ne dritte Form aber diese zwei unterschiedlichen Zugängen eines erfüllten Lebens ist dass es gar nicht unbedingt so ist, dass wir nur auf der einen oder auf der anderen Seite zu Hause sind sondern dass es häufig darum geht, sozusagen auch in einem Wechselspiel zu sein und sich Menschen darin unterscheiden.

00:35:25: Was ist die zentrale oder für mich vielleicht zentralen Like-Linie eines guten oder erfüllten Lebens?

00:35:32: Und das, wo Eudämonismus oder auch Sinn-Suche oder Sinnstiftung tatsächlich auch gesundheitlich kritisch werden kann ist wenn ich merke.

00:35:41: Ich reibe mich stark auf für etwas was mit totalem Herzen liegt und vielleicht hole ich mir dabei auch immer mal wieder ein blaues Auge und merke dass plötzlich dieses andere also was trägt auf einer emotionalen Seite zu meinem Leben bei usw.

00:35:56: total ins Hintertreffen gerät.

00:35:58: Das heißt also auch hier ist es häufig so, dass auch wenn wir uns in der grundsätzlichen Präferenz unterscheiden.

00:36:03: Wir von beidem etwas brauchen und dann ist es vielleicht weniger die persönliche Anstrengungsbreitschaft oder nicht.

00:36:11: das kann ein Faktor sein aber eher die Frage Ist es vielleicht in mir stimmig?

00:36:15: Aber im Aus nicht stimm.

00:36:16: ich entsollte deswegen eine andere Form finden meinen Sinn zu finden.

00:36:27: In meinem Bekanntenkreis gibt es sehr viele Ärzte und Ärztinnen, die in Krankenhäusern arbeiten.

00:36:32: Das ist hochgradig Sinnstiften für die.

00:36:35: Wir führen alle ein wirklich hochgradige eudämonisches Leben.

00:36:39: Sie wissen das ist das richtige was ich dort tue.

00:36:42: Und gleichzeitig gerade so die jungen Assistenzärzte und Ärztenin leben häufig weit über dem Maximum der Belastungsgrenze.

00:36:51: Das ist quasi weniger das Thema von, ich bin nicht engagiert genug als viel mehr.

00:36:56: Ich bin in einem System was teilweise vierundzwanzig Stundenschichten beinhaltet und es wird als normal erlebt bei Menschen die dann OPs durchführen beispielsweise so dass ich mir die Frage stellen muss bis wohin kann ich das leisten?

00:37:10: Und wo braucht es sozusagen eine andere Struktur oder ein anderes System um wirksam sein zu können ohne mich dabei vollkommen selbst aufzugeben.

00:37:19: Und das meine ich, da ist die innere Stimmigkeit absolut.

00:37:22: aber die Strukturen die dort zur Verfügung gestellt werden machen es vielen unmöglich selber gesund zu bleiben während sie dort tätig sind und dann ist diese äußere Stimmigkeit nicht gegeben.

00:37:34: Und wie kann ich wenn ich jetzt in einem System bin ja sei es Pflegekräfte oder Ärzte Ärztinnen an die du gerade eben genannt hast?

00:37:42: Wie kann ich da gut für mich sorgen?

00:37:44: oder worauf sollte ich bei mir achten damit ich eben vor lauter Stimmigkeit und Antrieb, den ich daraus erfahre sind in die Welt zu bringen.

00:37:53: Und auch für mich sinnvoll zu leben nicht selbst dann irgendwann in den Burnout

00:37:58: komme.".

00:37:59: Du sprichst ein ganz wichtiges Spannungsfeld an nämlich dem was kann das Individuum tun versus wo müssen wir Systeme verändern?

00:38:08: Und ich beantworte immer die eine Frage ungern, ohne die andere mit in den Weg zu nehmen.

00:38:12: Weil natürlich wenn wir zum Beispiel ein Unternehmenssetting haben das berühmte Resilienz-Training sind Unternehmen und wir haben zum Beispiel eine Unternehnensstruktur, die massiv fordert und sehr wenig Ressourcen zur Verfügung stellt also dadurch quasi Menschen permanent unter Stress setzt.

00:38:29: und dann wird die Frage gestellt was kannst du individuell machen um in diesem Unternehmen besser durchzukommen?

00:38:36: Wenn mache ich innerlich immer schon so einen Schritt zurück zu sagen, es ist wichtig beides in dem Blick zu nehmen.

00:38:40: Und zum Beispiel auch wenn wir jetzt über Pflege sprechen dass sich gerade auch Pflegekräfte und alle anderen wie in der Gesellschaft dafür stark machen das sie diese Strukturen verändern können, dafür dass gesundes Arbeit möglich ist.

00:38:52: Und dann gibt es aber natürlich genau das, was du ansprichst.

00:38:55: Das heißt also auch, dass was ich individuell und persönlich machen kann – und ein sehr bekanntes Konzept der positiven Psychologie ist das Permamodell.

00:39:02: Also

00:39:03: d.h.,

00:39:03: die fünf Säulen eines gelingenden oder erfüllten Lebens, die es quasi leichter machen wenn sie gut aufgebaut sind, auch sehr herausfordernde Umgebungsfaktoren gut abrufern zu können!

00:39:15: Und dazu gehört eben die Anwesenheit positiver Emotion.

00:39:18: Also wie kann ich immer wieder dafür sorgen, dass ich Momente habe in denen ich glücklich sein und arbeiten kann?

00:39:24: Dazu gehört Engagement.

00:39:26: also weiß ich was meine Stärken sind und setze die wirklich ein und nutze sie.

00:39:30: Dazu gehört Sinn.

00:39:31: In dem Winning wo wir schon drüber gesprochen haben, wo finde ich Sinn in meinem Tunen?

00:39:36: Dazu gehört das R von Relationships-Beziehung, was sind die Menschen mit denen ich gemeinsam in tiefe Beziehungen gehe so dass wir besser durch auch sehr herausfordernde zum Beispiel Systeme navigieren können?

00:39:48: und dazu tatsächlich gehört auch dieses Ahr von Accomplishment.

00:39:51: Also da sind wir bei deinem Selbstwirksamkeitsthema oder auch Erfolgserleben.

00:39:56: also wo hole ich mir immer wieder das Gefühl auch wirksam und erfolgreich sein zu können?

00:40:00: Das sind alles Säulen sozusagen oder wenn man so möchte, Quellen eines erfüllten Lebens.

00:40:05: Und wenn ich in die investiere dann werden auch sehr herausfordernde Umgebungsfaktoren dadurch leicht.

00:40:12: Also Don't get me wrong!

00:40:13: Ich bin ein großer Verfechter von Systeme zu verändern und nicht nur individuelles Verhalten.

00:40:18: Es ist halt nur so, ich kann um mich selbst unabhängiger zu machen statt dass ich warte bis ein System sich für mich verändert.

00:40:25: ja mich selbst und Entscheidungen die ich treffe, kann ich eben leichter beeinflussen als Systemwirkungen.

00:40:31: und deswegen die Nachfrage.

00:40:34: Jetzt hast du das per mal Modell angesprochen, wenn ich jetzt auf Engagement schaue und das im Arbeitskontext jetzt mal reflektiere dann fällt mir immer die letzte Gallup-Umfrage ein.

00:40:46: Dann sieht es in Deutschland nicht so berühmt aus.

00:40:49: Das sind glaube ich gerade mal elf Prozent der Menschen, die berichten sie seien engagiert bei ihrer Arbeit Und der Rest irgendwie in between, also das klingt nicht nach wirklichen Engagement.

00:41:06: Genau!

00:41:07: Hier ist allerdings wichtig zu verstehen was meint dieses Engagement?

00:41:10: hier und da geht es eigentlich auf.

00:41:12: wir waren ja schon beim Stimmigkeitsthema darum zu wissen wo komme ich in den Flow?

00:41:20: persönlichen Stärken und das meint nicht Fähigkeiten, sondern dass meint was sind meine Charaktersstärken wie zum Beispiel Kreativität oder Humor oder kritisches Denken oder Verbindungsfähigkeit also sowas geliebe.

00:41:33: Also wer bin ich eigentlich als Mensch?

00:41:35: Und kann Ich Das Wer Ich Als Mensch Bin In meinem Arbeitskontext Leben?

00:41:40: Das heißt also, wenn das was mich am meisten als Persönlichkeit auszeichnet beispielsweise ist wie ich mit anderen in Beziehung trete und meine soziale Intelligenz und meine Empathiefähigkeit.

00:41:51: Und ich aber einen Arbeitsplatz habe bei dem ich vor meinem Rechner den ganzen Tag alleine Daten bearbeite dann entspricht quasi mein Arbeitsalltag nicht der Persönlichkeit die ich bin.

00:42:04: Und das ist das was im Permamodell sehr stark mit Engagement überschrieben wird.

00:42:08: da geht es also nur bisschen nachgeordnet, um die Frage wie sehr bringe ich mich beruflich ein als wie sehr kann ich ich sein und wie weit kann ich mich als Persönlichkeit einbringen in meinen beruflichen Alltag.

00:42:19: Und je höher diese Diskumbranz ist, also je weniger ich die Person, die ich bin leben kann in dem Berufsleben was ich habe desto schlechter ausgeprägt wenn man so möchte oder desto disolater ist diese Säule und das ist das was hier gemeint ist.

00:42:33: Also je mehr ich das kann, desto engagierter bin auch in meinem Unternehmen oder für das was ich tue weil ich Ich sein kann in den Kontext.

00:42:42: aber das ist sozusagen die Langzeitfolge davon

00:42:45: Und das gibt ja letztlich einen katastrophalen Rückschluss.

00:42:48: Also wenn du sagst, ich muss das Gefühl haben wirklich hier auch als Mensch in der Art und Weise was mich besonders macht, was mich als Individuum quasi charakterisiert, die muss in der Lage sein dass quasi auch im Arbeitskontext transferieren zu können in mein Wirken.

00:43:05: Um wir gleichzeitig sehen, das scheint aber gerade mal einer von zehn Personen zu gelingen dann würde das ja die potenzielle Rückfrage nach sich ziehen.

00:43:17: Sind denn neunzig Prozent der Menschen, haben sie entweder für sich des falsche Umfeld gefunden?

00:43:23: oder lassen die Umfelder überhaupt nicht mehr zu, dass die Menschen ihre Individualität und ihre Grundtugenden zum Ausdruck bringen?

00:43:31: Wichtig daran zu verstehen ist, dass das keine eins-zu-eins Verbindung ist.

00:43:35: Also wenn wir fragen warum sind die Gallup Ergebnisse so desaströs dann wirken sehr viele Kräfte gleichzeitig und davon ist einer die Frage von wie gut passe ich sozusagen zu dem Arbeitsplatz was ich habe?

00:43:48: aber es sind ganz häufig auch unternehmend strukturelle Fragen wie zum Beispiel wie sehr transportieren Unternehmen gibt Bedeutsamkeit jeder einzelnen Person.

00:43:56: also wie sehr hab ich das gefühlt?

00:43:57: Ich kann etwas beitragen und mein Beitrag wird auch sehen oder diese habe ich das Gefühl, wirklich zugehörig zu sein und gemein zu sein als arbeitnehmende Person in meinem Unternehmen.

00:44:08: Oder bin ich hier eigentlich egal?

00:44:10: Also gerade im Hochschulkontext kennen wir das viel, dass Menschen unglaublich engagiert sind und dass das aber überhaupt nicht gewürdigt wird zum Beispiel und unterstützt wird – und das ist etwas somit mein Jobengagement auch!

00:44:23: abtöten kann.

00:44:24: Das heißt, es gibt viele Gründe dafür, weswegen Menschen hoch engagiert zum Beispiel Pflegekräfte werden oder Lehrende oder eine Mitglied einer bestimmten Organisationen um dann quasi so häufig frustriert zu werden bis dann dieses Jobengagement soweit zurückgeht die häufig eben auch damit zu tun haben dass die Erwartung an entweder den Arbeitsplatz oder was dort möglich wird und auf die Unternehmen Strukturen oft genug frustrierte werden herausfordernd zu werden für den Arbeitnehmenden und dass dann diese Divergenz stattfindet, also die Unternehmensbindung abnimmt.

00:44:59: Also wenn Menschen das Gefühl haben sie können nichts bewirken?

00:45:02: Zum Beispiel Wenn Menschen das Gefühl haben Sie können nichts bewirken.

00:45:05: oder wenn Menschen Das Gefühl haben ich bewirke ganz viel aber es wird nicht gesehen Ich werde dafür nicht gewährtschätzt, das wird nicht honoriert.

00:45:13: Oder eben auch wenn Pflegekräfte sind ja ein schönes Beispiel dafür ich unglaublich viel gebe und ganz viel bewirke aber quasi ständig über meine Grenzen gehen muss um in diesem System zu überlegen.

00:45:26: und dann ist es sehr adaptiv zu sagen ich gebe nicht jeden Tag hundertzehn Prozent sondern achtzig damit ich auch in zehn Jahren noch arbeitsfähig bin.

00:45:34: also all diese Mechanismen wirken in die Frage wie engagiert bin ich dort wo ich tätig bin?

00:45:40: Das hat ja viel mit Führung, egal welchen Kontext Unternehmenskontext Hochschulkontext klinischen Kontext zu tun.

00:45:48: Was wäre für dich dann in dem Umfeld eine gute Führungskraft?

00:45:54: Eine gute Fährungskraft?

00:45:55: also es gibt so einen ganz einfachen Ansatz oder einfach ist der nicht.

00:45:59: aber ne so eine direkte Antwort wirklich aus einem positive Vidership Bereich wo man sagt ah es gibt bestimmte Dinge die Führungen Kräfte entweder tun oder verkaupern die es Arbeitnehmenden leichter machen.

00:46:11: und zwar das eine ist, dass gute Führung aus Sicht der positiven Psychologie dem Heliotropismus nahe ist.

00:46:18: Heliotroppismus?

00:46:19: Achtung!

00:46:21: Alle so wachsenden... Pflanzen da draußen, alle Lebewesen gehen eigentlich der Sonne entgegen.

00:46:28: Das ist der Effekt wenn ihr Zimmerpflanzen habt die vor dem Fenster stehen.

00:46:34: also dieses wir wachsen der Sonnen entgegeben.

00:46:36: das heißt sehr gute Führung in dem Sinne sind Führungskräfte die uns sozusagen beim Wachsen helfen die energetisierend sind.

00:46:44: das heißt also wo sich der Kontakt mit der Führungen Kraft für die Mitarbeitenden so anfühlt, wie es geht jetzt ein Stückchen besser.

00:46:51: Ich bin jetzt ein Stück motivierter und ich bin bisschen mehr in meiner Kraft und die tatsächlich die Mitarbeiter wirklich im Blick haben als

00:46:59: Menschen.".

00:47:01: Und das kann man in konkretes Führungsverhalten übersetzen – also dieses Thermomodell gibt es auch wirklich als Führungmodell.

00:47:07: wo die Frage ist was tun wir denn?

00:47:09: In unsere alltäglichen Führungenstätigkeiten dafür um mitarbeitenden Beziehungen zu ermöglichen.

00:47:15: Was tun wir denn dafür, um Sinn erleben in der Arbeit deutlichzumachen?

00:47:20: Was tun die dann, um rückzumelden?

00:47:22: was sind deine Stärken und wie können wir dich hier nutzen?

00:47:25: Das heißt man kann im Prinzip als Führungstraff das Führungsverhalten sehr danach ausrichten dass man sozusagen Erfüllung am Arbeitsplatz realisiert nicht zuletzt im wahrsten Wort Sinne durch das eigene leuchtende Beispiel was es dann deutlich leichter macht, dass Menschen in dieses Engagement finden.

00:47:43: Und aber ein Gedanke dazu, Oliver, weil du hast es so schön angesprochen unter dem was wir vorhin auch hatten.

00:47:49: Es gibt eigentlich drei Ebenen.

00:47:50: Es geht die Frage was kann ich selber tun um in einer Földeres Arbeitsleben oder Leben hineinzufinden?

00:47:55: Es gibt die was können Führungskräfte tun um mehr ihrer Mitarbeitenden zu ermöglichen in eine füldere Arbeitsleben zu kommen und damit ja auch motivierter und engagierte und wirksamer zu sein?

00:48:06: Aber wir sollten nicht vergessen, dass auch die beste Führungskraft – hier sind wir wieder in einer Unternehmensstruktur, in der ganz viele Prozesse einfach sehr herausfordernd sind.

00:48:15: Natürlich vor den gleichen Herausforderungen steht wie die Mitarbeitenden selber!

00:48:18: Also das heißt eigentlich brauchen wir alle drei Ebenen, die die Frage stellen, erfüllt es?

00:48:24: und gutes Arbeiten bei uns Dlingen, um darüber tatsächlich auch wirksam in der Welt zu sein oder eben auch für sowas wie Leistung und Engagement und Motivation einen guten Nährboden zu liefern.

00:48:36: Jetzt gibt's ja immer mehr KI-Tools und KI-Einsatz im Unternehmen – das ist erst der Beginn einer Welle!

00:48:45: Und ein Trend, der dabei immer wieder berichtet wird, ist ja dass Arbeit damit immer mehr fragmentiert wird also auch für das Individuum von den Menschen Also jetzt mal aus der vielleicht Handwerksberufe oder Pflegeberufer ausgenommen, aber so zu den Bereich diese Office-Worker, Knowledge-Workern in Anführungszeichen immer tituliert.

00:49:04: Das heißt das was man früher in den neunzenzwanziger Jahren bei Henry Ford gesehen hat mit der Arbeitszeitung am Fließband, das bringt jetzt die KI sozusagen in die Wissensarbeit rein angeblich.

00:49:14: Das heisst es wird ja immer schwieriger für die Menschen sich sozusagen mit dem Outcome dessen was ich schaffe und was ich mache zu identifizieren, wenn das immer mehr fragmentiert wird.

00:49:24: Wie siehst du diese Entwicklung?

00:49:26: Das ist tatsächlich ein großes Problem und ich würde dem noch was Zweites an die Seite stellen.

00:49:30: Also das eine ist die Fragmentierung, ne?

00:49:32: Ich gebe einen Prompt rein da kommt etwas raus.

00:49:34: damit arbeite ich und es also dieser iterativer Prozess den ihr braucht, damit KI tatsächlich auch sinnvoll mitarbeiten kann.

00:49:42: Und gleichzeitig ist die Sinnentlehrung Tatsächlich.

00:49:46: an dieser Stelle noch ein zweiter großer Punkt oder auch diese stärken Verarmung wenn man so möchte.

00:49:52: Ich bin jemand, der sehr kreativ ist und das eigentlich im eigenen Schreiben von Texten oder im eigenen Design zum Beispiel bisher zum Ausdruck gebracht hat.

00:50:02: Und plötzlich bin ich gezwungen einen existenziellen Teil meiner Arbeit, indem ihr ermöglicht, meine Stärken zu nutzen als auch Sinn zu erleben abzugeben weil es die KI quasi oder mindestens teilweise abzugehen, weil es da ein Stück besser machen kann.

00:50:16: Und wir sehen hier, dass es tatsächlich auch spannende Studien gibt.

00:50:20: Zum Beispiel aus der Sinnforschung die zeigen mehr Menschen in ärmeren und sozial schwächeren Ländern haben das Gefühl ein sinn erfülltes Leben zu führen als Menschen in Industrienation.

00:50:33: weil die Frage warum stehe ich morgens auf?

00:50:35: viel leichter zu beantworten ist wenn klar ist wenn ich heute nicht mehr aus Feld gehe oder auf dem Markt stehe oder oder habe meine Kinder heute Abend nichts zu essen.

00:50:44: Also das heißt, viele dieser existenziellen Fragen auch Herausforderungen sind viel leichter zu beantworten wo es weniger Ressourcen gibt und KI ist eine große Ressource.

00:50:54: Das heißt was man aus diesen Studien eigentlich so ableiten kann ist dass wir vermutlich auf dem Weg sind in einer sehr fundamentale Sinnkrise wenn immer mehr für uns eigentlich sinnstiftende Arbeit und auch also stärkenorientierte Arbeit ausgelagert und fragmentiert wird.

00:51:11: Und wir wissen noch nicht, dass die Forschung jetzt natürlich irgendwie ganz weit vorne dabei.

00:51:15: Was bedeutet das langfristig?

00:51:17: Aber es ist sehr absehbar, dass es mindestens so viel Herausforderungen für psychologisch gesunde Arbeiten liefern wird wie es potenziell vielleicht Entlastung oder Verbesserung von Arbeit bringen kann.

00:51:30: Vielleicht in dem Kontext rund um das Thema Sinnstiftung.

00:51:32: nochmal eine Rückfrage.

00:51:34: Also ich weiß, wir sind Richtung Führung gegangen und haben über das Thema KI gesprochen aber ich glaube was für mich zumindest noch nicht final durchgesprochen hatten war die Faktoren für die Maximierung von Lebenszufriedenheit wobei es geht ja gar nichts zwangsläufig um Maximierung Es geht einfach darum.

00:51:52: Das denke ich mir immer.

00:51:53: Eigentlich ist es doch wichtig, dass du am Ende deines Lebens zurückschauen kannst, angenommen du bist irgendwie auf deinem Balkon oder auf der Terrasse sitzt in deinem Schaukelstuhl, schaust zurück und kannst sagen das war gut so!

00:52:05: Ja?

00:52:05: Und für dieses Es war gut zu...das braucht ja so dieses innere Gefühl von Stimmigkeit und ich habe die richtigen Entscheidungen getroffen.

00:52:14: Da gibt es vielleicht Sachen, die ich bereue.

00:52:16: Aber irgendwie bereue ich dann doch auch nichts ne?

00:52:18: Weil häufig hat man ja so dieses Gefühl, man ist dann doch irgendwie an seinen Herausforderungen gewachsen und so weiter und sofort.

00:52:24: Und wir hatten jetzt schon darüber gesprochen Es ist wichtig, die eigenen Werte zu kennen Auch mal diesen Crosscheck zu machen.

00:52:31: Diese eigenen Werten Also kann nicht die auch bei der Arbeit zum Ausdruck bringen Ja oder nein?

00:52:35: Und häufig geht das mit Stärken zusammen.

00:52:37: und dem Thema Berufung So was für mich noch offen ist Liebe Judith, sind zwei Dinge.

00:52:43: Auf der einen Seite hast du über Hedonismus gesprochen, hast gesagt Aristoteles hat gesagt ganz so einfach kann es nicht sein.

00:52:49: lassen sie über Tugendhaftigkeit und Anstrengung sprechen.

00:52:52: das haben wir jetzt schon zumindest im bestimmten Umfang behandelt.

00:52:56: aber nochmal die Frage rund um das Thema Hedonnismus und dann perspektivisch auch noch mal welche weiteren Faktoren für ein zufriedenes oder erfülltes Leben gibt es vielleicht noch die wir bislang ausgeblendet haben, aber starten wir noch mit dem Hedonismus.

00:53:11: Also wie gut oder schlecht ist es denn jetzt überhaupt die hedonistischen Freuden nachzugehen aus Sicht der Wissenschaft?

00:53:16: Hier ist die Frage gut für was oder gut für wen.

00:53:19: Also grundsätzlich ist das Streben nach einem primär glücklichen Leben also im Sinne von ich möchte so viel positive Emotionalität wie möglich haben gar nicht so unstrittig weil Menschen die sagen Ich möchte vor allem glücklich sein häufig an ihren eigenen Erwartungseffekten scheitern.

00:53:38: Also ein klassisches Beispiel, ich mache einen Urlaub investierendem Menge Geld, gehe davon aus das muss ja eine unglaublich schöne Zeit sein und dann ist es vielleicht doch anders.

00:53:49: Das heißt also Menschen die primär danach streben glücklich zu sein sind Nicht selten, wenn wir uns das wissenschaftlich angucken, unglücklicher als die, die sagen Glück ist gar nicht so mein ultimatives Ziel.

00:54:01: Weil ich nicht ständig im Abgleich bin.

00:54:03: Bin ich denn jetzt glücklich?

00:54:04: Bin ich wirklich

00:54:05: glücklich?!

00:54:05: Die fühlt es sich gerade in mir an!

00:54:07: Das ist ein Problem für diejenigen, für die das ein ganz zentrales Ziel ist.

00:54:12: und gleichzeitig wissen wir dass die Anwesenheit positiver Emotionen uns hilft Mut zu fassen, Hoffnung zu schöpfen, schwierige Dinge anzunehmen.

00:54:22: Das heißt auch einen ganz hilfreichen Ansatz haben kann nur die Ausschließlichkeit des Fokus.

00:54:28: das ist das wo es dann quasi in was Kritisches hineinkicken kann.

00:54:32: also auch hier gilt Es ist gut sich dem eigenen Glück zuzuwenden aber mit diesem Verständnis zu sagen wenn es ein gutes Leben ist Dann ist Glück das was dem folgt und nicht glück ist das Ziel?

00:54:45: eine ganz wichtige grundsätzliche Frage.

00:54:48: Und, und das sollten wir uns im Jahr zum Jahr auch fragen – ja, Lebensglück unbedingt!

00:54:55: Lebenszufriedenheit wie wunderbar.

00:54:58: Aber für all diejenigen, die da draußen Kinder haben oder darüber nachdenken, wie wird die Welt im Jahr ist vielleicht das eigene Lebensgluck als Maßgabe zur Lebensgestaltung?

00:55:13: gar nicht die weiseste Leitlinie für ein gutes Leben.

00:55:17: Sondern die große Frage von wie wollen wir, dass die Welt in zehn Jahren von jetzt aussieht?

00:55:24: Was möchte ich in dieser Welt verändern?

00:55:27: und vielleicht macht mich das echt unzufrieden, falls diese Demokratie nicht so leicht zu bewegen ist, wie ich sie gerne bewegen würde.

00:55:35: oder vielleicht macht mir das manchmal unglücklich weil ich sehe den Menschenleiden denen ich versuche zu helfen.

00:55:41: Aber es ist okay, weil mein primäres Ziel nicht ist total zufrieden zu sein.

00:55:46: Sondern bei meinem primäre Ziel ist zu dieser Welt

00:55:49: beizutragen.".

00:55:50: Das heißt hier würde ich immer so einen Halbschritt zurückmachen und sagen diese individuelle Perspektive die ist nicht zu vernachlässigen und kann hilfreich sein aber es kann uns auch total helfen wenn dir den Blick meiden.

00:56:02: für was ist denn das?

00:56:05: Am Ende du hast gesagt geguckst du vom Lebensende Kai Wo ich zum Schluss sagen würde, wenn ich so gelebt habe, dann war es für mich ein gutes Leben in dieser Welt.

00:56:15: Und da war ich vielleicht nicht immer glücklich und echt nicht immer zufrieden!

00:56:19: Aber ich habe für mich gute Entscheidungen getroffen, so wie du sagst.

00:56:22: Und dazu müssen wir manchmal weggehen von dieser individuellen Perspektive.

00:56:26: Es gibt gleichzeitig noch eine dritte Form.

00:56:28: also neben diesem Hedonismus oder Eudimonismus gibt es auch das was wir einen psychologisch reiches Leben nennen.

00:56:34: Das heißt, es gibt Menschen die sagen ist gar nicht immer so wichtig das alles was ich mache sinnvoll ist oder dass ich dabei glücklich bin.

00:56:40: Sondern für mich ist vor allem wichtig das Leben im Ganzen zu nehmen der Welt offen zu begegnen viele verschiedene Erfahrungen zu machen und dadurch diese Welt besser zu verstehen und nicht besser zu verstehen.

00:56:52: Und auch das kann ein Ansatz sein Für einen wirklich erfülltes unglückliches Leben.

00:56:58: Und ich nehme mal deinen schönen Satz von Vorhin Kai Der strahlt mir noch nach zu sagen Ich gucke von hinten.

00:57:04: Es gibt tatsächlich eine Intervention, wo man sagt, stellt euch mal vor ihr habt ein gutes Leben gelebt.

00:57:10: Wir wissen noch gar nicht was es ist.

00:57:11: Das ist ein stimmiges Leben gewesen.

00:57:14: und dann steht irgendwann am Ende nachdem es ein langes und wirklich stimmiges Leben war, steht jemand an eurem Baum, an eurer Grabstelle, wo auch immer und guckt auf den Stein, auf dem euer Name steht und darunter steht nur ein einziger Satz Einsatz zu eurem Leben.

00:57:34: Welcher wäre das?

00:57:35: Und da können wir Antworten finden.

00:57:38: Wer einen guten Satz hat, der hinten draufstehen soll kann von hinten das Leben anfangen zu verstehen.

00:57:44: Wenn ich weiß was mein Satz ist dann kann ich fragen Ist das grad stimmig was ich lebe?

00:57:50: Krass meinen Arbeitsplatz!

00:57:52: Kann ich meine Stärken erleben?

00:57:54: Wenn ich den heutigen Tag anschaue zahlt er eigentlich ein auf das was ganz hinten mal auf dem Grafstellen stehen soll.

00:58:02: Das kann vielleicht auch eine hilfreiche Maßgabe sein, sich selbst im Leben zu überprüfen.

00:58:08: Und ich wage ... Eine heiße Hypothese!

00:58:12: Ich glaube wenige Menschen würden hinten den Satz drauf haben wollen?

00:58:16: Sie hat ein echt hohen Status und eine Menge Geld verdient.

00:58:20: So, hilft uns das Leben auszurichten.

00:58:25: Mindful Moment Was wenn Glück gar nicht der beste Kompass für dein Leben ist sondern dich total in die Irre führt?

00:58:35: Judith sagt, wenn wir Glück zum höchsten Ziel machen, geraten wir schnell in so eine merkwürdige Dauerkontrolle.

00:58:42: Bin ich glücklich genug?

00:58:44: Fühlt sich das schon richtig an?

00:58:45: Müsste da nicht mehr

00:58:47: sein?!

00:58:48: Glück entsteht vielmehr als logische Folge – nämlich wenn wir stimmig leben!

00:58:53: Wenn wir Sinn erleben und etwas beitragen.

00:58:56: Wenn wir Erfahrungen machen die unser Leben reicher weiter und echter machen.

00:59:03: Vielleicht ist deshalb die bessere Strategie eine Art Reverse Engineering.

00:59:08: Nicht fragen, was macht mich jetzt am glücklichsten?

00:59:11: Sondern vom Ende her denken!

00:59:13: Wenn mein Leben wirklich stimmig gewesen wäre, woran würde ich das am Ende erkennen?

00:59:20: Vielleicht magst du dich mal Folgendes fragen... Wozu möchte ich beigetragen haben?

00:59:36: Was möchte ich verändert, erlebt oder verstanden haben.

00:59:43: Zahlt mein heutiges Leben denn schon irgendwie darauf

00:59:47: ein?".

00:59:49: Wir leben zwar vorwärts aber verstehen uns rückwärz und vielleicht ist genau das der kleine Heck schon jetzt das erfüllte Leben von morgen gestalten zu können!

01:00:13: dass ich eigentlich am meisten Zufriedenheit für mich bekomme, wenn ich anderen etwas gebe oder etwas schenke.

01:00:19: Wenn das bei dieser Reflektion wieder mehr in den Vordergrund treten dürfte, dann hätte es eine bessere Chance auf den Grabstein zu landen und das zurückgedacht hätte eine bessre Wirkung auf all das was wir jetzt bislang besprochen haben.

01:00:36: Weil weniger das Ich, was nehme ich in die nächsten Tagen mit?

01:00:40: Sondern eher das Was trage ich bei damit die Welt ein bisschen besser wird, sage ich immer, als er glaubt gesprochen.

01:00:45: Absolut!

01:00:46: Und ich meine es kann ja auch durchaus sein dass jemand sagt der Spruch der auf meinem Grabstein hinten draufstehen soll ist he had a really good time.

01:00:53: so also dann is das jemand der in diesem wirklich sehr glücksorientierten Leben zu Hause ist und auch dem können wir uns wertungsfrei zuwenden.

01:01:03: aber ich finde es vor allem wichtig unter dem Thema von Stimmigkeit was Kein noch mal so betont hat zu sagen Es sollte vor allem Stimmen ganz am Ende Weil sonst lebe ich an meinem eigenen Leben vorbei.

01:01:16: Und sag mal Judith, was ich mich frage?

01:01:19: Welche Dimensionen wir noch nicht so wirklich durchgesprochen haben?

01:01:22: Ich weiß aber auch gar nicht ob die Zentrale ist.

01:01:24: aus Sicht der positiven Psychologie Wenn man sich mit Maslow beschäftigt und der Bedürfnis Pyramide, wobei da steht jetzt die Debatte war das überhaupt jemals als Pyramid gedacht.

01:01:33: Und vor allem steht glaube ich auch zur Debatte was hat er denn tatsächlich gemeint mit dem Thema Self-Actualization also Selbstverwirklichung?

01:01:40: Ja und häufig ist es ja so dass selbst Verwirklichungen eben nicht im maßlaufischen Sinne

01:01:46: damit verwechselt

01:01:46: wird quasi diesen höher

01:01:48: schneller weiter

01:01:49: Gedanken bis zu seinem Lebensende gnadenlos durchzuziehen.

01:01:53: was die negativen Konsequenzen davon sein können, darüber sprachen wir zu Beginn des Gespräches.

01:01:58: Nämlich dass quasi nach jedem Berg kommt der nächste, nach jedem Gipfel kommt der next und im Schluss bleibt immer noch der Mount Everest.

01:02:04: das heißt also Ziel-Erreichung.

01:02:06: allein das Erreichen bestimmter Erfolge kann es nicht sein.

01:02:10: Marcelo meinte damit hier viel mehr, was man im Buddhismus die Zwiebelschälen nennt.

01:02:14: Also wirklich mal genauer hinzuschauen und sich aus diesen ganzen Verwicklungen zu befreien um dann wirklich den eigentlichen Wesenskern zum Leuchten zu bringen oder zumindest mal stärker zu erkennen und vielleicht auch ins Leben zu übertragen.

01:02:29: Wie steht die positive Psychologie zu sowas?

01:02:32: Absolut!

01:02:33: Und ich finde es ein ganz wichtiges Thema was du da noch ansprichst nämlich Es ist quasi eine der tragischsten Verwechslung, wenn wir über ein erfülltes Leben sprechen, die wir im Moment da draußen überhaupt haben.

01:02:45: Das ist nämlich die Verweichslung zwischen Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung.

01:02:50: Selbst Optimierung zu sagen Ah!

01:02:52: Judith hat gesagt Sinn ist wichtig also muss ich jetzt mehr Sinn in mein Leben bringen.

01:02:57: oder ein gesunder Körper ist wichtig Also muss sich raus und ganz viel Sport machen.

01:03:02: Und damit entfremde Ich mich eigentlich von der Frage und was es meine innere Antwort?

01:03:09: nicht die Was hat jemand von außen gesagt, was ist gesellschaftlich vorgegeben oder was sagt die Wissenschaft?

01:03:14: Sondern was ist meine Antwort auf den Ruf des Lebens.

01:03:19: Und das war's Maslowolte, was sich in der buddhistischen Philosophie findet und aber auch in ganz vielen anderen auch alten traditionierten Denkschulen, die über das Thema eines erfüllten Lebens nachdenken es eigentlich in diesem einen schönen Satz zusammen befasst nämlich Werde wer du bist.

01:03:36: Also finde heraus, was ist die Antwort meines inneren Erlebens auf diese Welt?

01:03:43: Was macht mich im Kern wirklich aus und wie kann ich das, wer ich im Kern bin in dieses Leben bringen statt zu fragen, okay, was kann ich noch verändern an dem.

01:03:56: Und es sind ganz unterschiedliche Richtungen.

01:03:58: Das eine ist zu sagen Ich bin grundsätzlich richtig und versuche das zu verstehen, was richtig an mir ist und das wirksam in die Welt werden zu lassen.

01:04:06: Und zwar nicht nur zu meinem Wohl, sondern zum Wohle anderer Versus zu fragen wo bin ich falsch?

01:04:11: Wo muss ich mich verändern und noch mehr erreichen oder anders sein als ich bin um okay zu

01:04:18: sein?".

01:04:20: Insofern ist – das ist vielleicht auch so eine ganz grundsätzliche Idee – Die Suchgewägung geht eigentlich nach innen Um Antworten auf die Welt da draußen zu finden und nicht nach außen umzugucken, was gibt die Welt vor wie ich zu sein habe?

01:04:35: Und mich dann in einer hemmungslosen Spirale von Überforderung zu verlieren.

01:04:40: Solange ich jede Reise nach außendoch eine Reise noch innen, es bleibt immer ein Schaler beigeschmackt

01:04:46: oder bleibt selbst Entfremdungen.

01:04:48: wo eigentlich Selbstfindung oder Selbstverwirklichung das wäre, worum sie eigentlich geht.

01:04:55: Jetzt weiß ich in der positivem Psychologie, ist es so ihr habt immer sehr praxisnah und alltagstaugliche Techniken mit denen ihr Menschen helft für sie zentrale Fragen zu beantworten.

01:05:07: Ich meine dass dieser Weg zum eigenen Wesenskern wahrscheinlich einer der, ich finde nicht sagen der Beschwerlichsten aber sicherlich eine der längsten und herausforderndsten unseres Lebens ist und sich wahrscheinlich auch bis zum Ende unseres Lebens nicht wirklich beschließen lässt oder finalisieren lässt.

01:05:22: was sind erste Schritte die Menschen tun können?

01:05:25: Die sagen, da möchte ich gerne mehr darüber erfahren.

01:05:27: Ich möchte mich selbst besser

01:05:28: verstehen.".

01:05:30: Ein ganz kleiner erster Schritt kann sein sich abends drei Fragen zu stellen.

01:05:38: also es gibt unterschiedliche Modelle davon.

01:05:39: aber es gibt drei Fragen wo ich immer denke die bringen Menschen eigentlich am weitesten.

01:05:45: das eine wäre die Frage was war für mich heute ein bedeutungsvoller Moment?

01:05:53: Und wenn ich diese Frage mal über mehrere Tage vielleicht sogar Wochen hinweg jeden Tag beantworte, dann komme ich damit dem Sinn meines Lebens ein bisschen näher.

01:06:03: Was entsteht für einen Muster?

01:06:04: Was sehe ich?

01:06:05: was immer wieder auftaucht als?

01:06:07: das ist bedeutungsvoll für mich gewesen!

01:06:11: Die zweite große Frage die sich lohnt zu stellen ist – was hat mich heute

01:06:15: energetisiert?!

01:06:17: Also wo hatte ich das Gefühl, da bin ich in meine Kraft gekommen.

01:06:20: Da sind wir bei dem Engagement von dem was Oliver vorhin angesprochen hat.

01:06:23: Wo komme ich in Kontakt zu meinen Stärken und meinem Wesenskern?

01:06:27: Und etwas, woran ich das beobachten kann ist... ...wo komme ich mit meiner Energie und meiner Kraft und davon

01:06:33: mehr?".

01:06:36: Die dritte schöne Frage die man sich am Ende des Tages stellen kann war eigentlich für mich ein erfüllter Tag.

01:06:44: Was hat dazu beigetragen?

01:06:48: Wenn man sich über ein Zeitraum von, weiß ich nicht, zwei Wochen vielleicht jeden Abend fünf Minuten nimmt um diese Fragen in aller Kürze für sich mal zu beantworten.

01:06:59: Dann kommt man sehr schnell wie du so schön sagen würdest, hi dir Zwiebelnstück näher.

01:07:04: Das heißt also dann bewege ich mich innerlich nach innen und kann dann vielleicht mehr und mehr die Frage beantwortet und wo habe ich heute zu etwas beigetragen?

01:07:15: Und dann wirklich in dieser Bewegung zu kommen von, wo finde ich mich in mir wieder?

01:07:21: Und im meinem Leben.

01:07:22: Wo finde ich sich in meinem Leben wieder und dann mehr und mehr dahinzukommen, zu sagen es ist nicht mehr das Leben lebt mich sondern ich liebe mein Leben und bin darin wirksam.

01:07:33: Ein wunderbarer Schlusssatz!

01:07:34: Ich lebe das Leben und nicht das Leben Lebt Mich.

01:07:37: Ganz herzlichen Dank, liebe Judith.

01:07:39: Das war grandios dir die letzte Stunde durch dieses Thema zu gehen.

01:07:45: Du hast uns leicht beschenkt.

01:07:46: Ganz herzlichen Dank.

01:07:47: Danke für die wunderbare

01:07:58: Einladung!

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