Fühlen statt Funktionieren: Was dein Körper dir sagen will - mit Bioenergetiker Heiner Steckel

Shownotes

Viele Menschen können ihre Muster gut erklären – und bleiben trotzdem darin stecken. Warum? Weil jede Form von Veränderung nicht nur eine „Kopfsache“ ist, sondern echte körperliche Arbeit erfordert.
In dieser Folge sprechen wir mit Heiner Steckel, einem der erfahrensten bioenergetischen Analytiker Deutschlands.

Als Diplompädagoge und Heilpraktiker für Psychotherapie begleitet er seit über 20 Jahren Menschen dabei, körperlich gespeicherte Emotionen und Stressmuster wahrzunehmen – und über Atmung, Bewegung, Ausdruck und Erdung Schritt für Schritt zu verarbeiten. Sein Ansatz: Verkörperung statt Verstandeskontrolle.

5 Take-aways aus der Episode:

  1. „Ich habe keinen Körper – ich bin mein Körper.“ Erlebtes prägt den Körper – nicht nur Gedanken.
  2. Unterdrückte Emotionen zeigen sich oft in chronischer Spannung – und lassen sich selten wegdenken.
  3. Grounding bringt Sicherheit ins Jetzt: Eine einfache Kniebeuge kann regulieren.
  4. Grenzen sind körperlich: Wer nie „Nein“ durfte, hat es oft verlernt – und kann es wieder üben.
  5. Einsicht ist nicht Integration: Veränderung braucht körperlich-emotionale Erfahrung.

Mehr Infos: www.niba.de Norddeutsche Institut für Bioenergetische Analyse: https://www.niba-ev.de/ () Persönliche Kontaktaufnahmen per e-mail : heiner.steckel@t-online.de

Transkript anzeigen

00:00:02: Werde CEO deines Lebens.

00:00:06: Der T-Talk mit Oliver Herrmann

00:00:08: und Kai Schrader.

00:00:13: Unser heutiger Gast ist Diplompädagoge, Heilpraktiker für Psychotherapie und zählt zu den erfahrensten bioenergetischen Analytikern in Deutschland.

00:00:22: Seit über zwei Jahrzehnten begleitet er Menschen dabei, emotionale Spannungen, Energieblockhaben und Schutzmuster im Körper sichtbar zu machen und hilft ihnen die verankerte Traumata zu lösen.

00:00:34: sein Ziel echte Selbstführung durch Verkörperung.

00:00:38: Er verbindet Körperwissen, den Umgang mit starken Gefühlen und ein feines Gespür für innere Spannungen zu einem Ansatz der nicht reparieren will sondern Bewusstseinschaft – wo hält der Körper fest?

00:00:50: Wo schützt er sich?

00:00:52: Und wovor?

00:00:53: Besprechen darüber wie sich unsere Lebensgeschichte im Nervensystem einschreibt warum echte Veränderungen nicht im Kopf beginnt und wie wir den Weg zur Mehrlebendigkeit und Selbstwirksamkeit über den Körper finden können, wenn der Körper weiß oft mehr als du mit dem Verstand erfassen kannst.

00:01:09: Und genau dort liegt oft der Schlüssel zu echter Veränderung und innerer Freiheit.

00:01:14: Herzlich willkommen bei Werde CEO eines Lebens Heiner Steckl!

00:01:18: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:20: freue mich hier zu sein und habe mich durchaus in der Einleitung wieder erkannt Wenn ich auch gedacht habe, es ist fast noch ein bisschen schlimmer.

00:01:30: Also es sind tatsächlich mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnte aber das ist ja nicht so ein wesentliches Detail.

00:01:51: Das

00:01:58: ist eine große Frage.

00:02:00: Ich hoffe, dass er oder sie sich erst mal bewusst wahrnimmt in der Art wie ich gerade da bin Sitze stehe – ich nehme mal an das sind die beiden Daseinsformen, die ein Zuhörer in diesem Podcast im Wesentlichen verzieht und spürt.

00:02:19: wenn ich jetzt atme und wie ich so in meinem Körper bin Bin ich da zufrieden fühle ich mich lebendig und wo?

00:02:27: vielleicht bin ich so mehr oder weniger anwesend, spüre ich mich nicht so oder fühle ich mich sehr gehalten.

00:02:34: Und dann hoffe ich dass wir in diesem Gespräch einen Zugang finden das diese Haltung und Verkörperung die ich erstmal in so einer Selbstvernehmung aufspüre, dass die möglicherweise Hinweise darauf geben wie ich mich schon immer im meinem Leben organisieren musste, wie das auch ganz sicher mal sinnvoll war und in der Gegenwart vielleicht nicht mehr so sinnvoll ist.

00:02:57: Also dass das, was sich Wahrnehmer relikte sind, überreste sind aus Strategien mich körperlich zu verfassen diese sinnvoll waren und mich jetzt auch etwas einschränken.

00:03:08: Und wenn da ein interessantes Gespür für entsteht und ein Interesse dann glaube ich es schon ganz viel gewonnen.

00:03:19: Da steckte jetzt drin Körperwahrnehmung Da steckt ja sowas drin wie Körpergedächtnis.

00:03:25: Du hast von Relikten gesprochen, also auch von vorsichtig vergangenen Erfahrungen die sich im Körper abgespeichert haben und die anscheinend eine gewisse Auswirkung haben auf die Art und Weise wie wir unser Leben aktuell erleben.

00:03:40: Vielleicht noch mal vorne anfangen.

00:03:42: warum ist der Körper so wichtig?

00:03:44: Ich bin mein Körper!

00:03:46: Wir sprechen ja ganz häufig davon ich habe einen Körper.

00:03:50: eigentlich ist das schon eine Verschiebung.

00:03:52: Also eigentlich bin ich ja mein Körper.

00:03:54: Es gibt ja nicht ein Ich, was einen Körper hat sondern ich bin ja verkörpert in meinem Körper.

00:03:59: also alles das mir widerfährt wie ich mein Leben gestalte und was ich erfahren habe und vor allem wie ich mit dem Leben umgegangen bin ist immer auch eine körperliche Tätigkeit.

00:04:10: Insofern kann man sagen was immer mehr im Leben begegnet ist und vor allen Dingen wie ich dann damit umgegangen bin wird körperlicher Auswirkungen haben.

00:04:20: Wir glauben jetzt oder ich glaube von unserem Ansatz her, dass wenn wir Veränderungsprozesse anstoßen wollen.

00:04:28: Also wenn wir davon ausgehen – Ich bin mit irgendetwas nicht so zufrieden in mir oder wie es läuft mit mir und der Welt oder mit meinem Beruf – dann sind die körperlichen Impulse und die körperlichen Verfassung ein ganz wesentlicher Zugang.

00:04:42: So wie der Oliver gesagt hat also im Körper steckt dann eben auch ganz häufig schon das Lösungspotenzial sowie aber auch das Erkenntnispotenzial drin steckt.

00:04:52: Wie lebe ich mich und wie gehe ich um mit dem Leben, mit mir selbst?

00:04:57: Und wie nehme ich auch die Welt wahr?

00:04:59: Die nehme ich ja durch meinen Körper wahr!

00:05:01: Also mein Körper ist ein Wahrnehmungsorgan und natürlich auch ein Tätigkeitsorgan.

00:05:07: also ich beziehe mich auf die Welt körperlich so wie sie auch körperliche wahrnehme bin.

00:05:12: nicht damit in etwa im Rahmen der Frage.

00:05:16: Ich glaube, du kannst es gerne noch weiter erläutern.

00:05:20: Ich hätte aus einer vielleicht anderen Perspektive auch die Wahrnehmung eingenommen, dass vieles von dem Du gerade sagst, das spielt sich im Körper ab.

00:05:28: Hätte ich vermutet, das spielte sich primär im Gehirn ab!

00:05:31: Also ich meine natürlich ist das Gehirnteil des Körpers.

00:05:33: aber vielleicht kannst Du da auch nochmal ein bisschen darauf eingehen.

00:05:35: also sprichst Du grade vom Gehirnen?

00:05:37: Vom Körper?

00:05:37: Von beidem?

00:05:39: Ich spreche auf jeden Fall von Beidem.

00:05:41: Also man könnte ja so sagen, ich will jetzt nicht zu fach chinesisch werden.

00:05:44: Das Gehirn ist ein bisschen der Organisator auch des körperlichen Geschehens.

00:05:48: also wenn ich etwas wahrnehme dann wird es im Gehirne über die Wahrnehmungsorgane organisiert.

00:05:54: Ich nehme etwas wahr und das Gehirnen macht sowas wie eine Unterscheidung.

00:05:58: Ist das was ich wahrnehmere?

00:06:00: Was angenehmes ist das was wo ich ganz ruhig bleibe dabei?

00:06:04: Ist das etwas was mich sehr herausfordert?

00:06:06: Dann gibt's einen anderen Kreislauf, dann komme ich schon eine Herausforderung Stress.

00:06:11: Oder ist das, was ich wahrnehme, etwas, was mich sofort unter Bedrohung setzt?

00:06:15: Dann laufen ganz andere Vollzüge im Gehirn wie auch im Körper.

00:06:18: Also wir könnten so sagen, wie der Wodiellen das früher mal gesagt hat, Gehirnen meldet an Muskulaturstress.

00:06:25: du musst vorbereitet sein Der Tiger ist hinter dir her dann werden bestimmte Stoffe ausgesehen.

00:06:31: Meine Muskulature ist Aktivitätsspannung.

00:06:34: Ich bin bereit zu laufen, wegzulaufen oder zu kämpfen.

00:06:37: Das berühmte Kampffluchtsystem ist angeworfen, Adrenalin ist da und das sind alles sehr vernünftige Vorgänge.

00:06:45: Und das ist gar nicht problematisch.

00:06:47: aber wenn ich das jetzt aus irgendwelchen Gründen dann nicht in Bewegung umsetzen kann zum Beispiel.

00:06:54: Ich hängen bleibe auf diesen Nicht-Ausgewöhnungsbewegungen Dann können sich daraus festgehaltene Spannungsmuster entwickeln.

00:07:02: Und dann gibt es eben nicht nur diesen Kanal Gehirn meldet an Peripherie, also an Körper.

00:07:08: Pass auf!

00:07:08: Du musst vorbereitet sein so und so mit deiner Situation umzugehen sondern das Gehirnen nimmt auch den Körper wahr.

00:07:16: und wenn er jetzt angespannt bleibt, dann denkt sich dieser Teil im Gehirne oh der ist weiter in Gefahr oder der ist unter Stress.

00:07:24: Dann haben wir diese Rückkopplungsschleife vom Gehirn im Körper oder Muskulatur und das ist etwas, wo wir zentral beschäftigt sind.

00:07:32: Wo wir dann glauben die läuft sehr viel schneller als die kognitive Erfassung der Realität.

00:07:37: Und deswegen sind Menschen ganz häufig in ihrer Wahrnehmung was sie Außenwahrnehmungen anbelangt und die Innen-Wahrnehnung.

00:07:44: also ich gebe mal ein Beispiel wenn ich eigentlich im Gartensitze und es gemütlich habe und dass alles gut und schön dann kann ich mich ja entspannen.

00:07:55: Wenn ich aber parallel ein Signal aus meinem Körper bekomme, aus welchem Grund auch immer das in diesem Garten in jedem Moment an wildes Tier auftauchen könnte.

00:08:05: Also wenn mein Körper irgendwo in einem solchen Anspannungszustand ist dass er immer darauf vorbereitet ist auf eine Gefahr dann werde ich diesen schönen Garten möglicherweise gar nicht genießen können weil ich ja aus meinem unmittelbaren Körper einen ganz anderes Signal bekomme.

00:08:20: und das überwiegt den äußeren Eindruck weil das im Sinne des Überlebens wichtiger ist und auch mal wichtiger war.

00:08:30: Und da sind dann die chronifizierten Spannungszuständen, zum Beispiel Erregungszustände, die durch alle mögliche Auslöser ausgelöst werden können im Körper.

00:08:40: Dann ist der Außenwahrnehmung nur noch bedingt zu trauen.

00:08:44: Da kann man jemand sagen du kannst dich doch eigentlich entspannen.

00:08:46: Das ist eine wunderbare Situation hier aber dein Organismus gibt dir konstant eine ganz andere Information.

00:08:52: also du bist immer auf hundert Und dann klappt das mit der Entspannung eben nicht und der Außenwahrnehmung.

00:08:57: Das ist jetzt ein bisschen ein Beispiel, ne?

00:09:00: Und da meinen wir eben deswegen parallel zu allem kognitiven Erfassen natürlich es wichtig dass sich die Augen aufmachen.

00:09:06: sehr mein Gott.

00:09:08: in dieser Situation besteht eigentlich gar keinen Grund mich so zu stressen.

00:09:11: das schon wesentlich.

00:09:13: nur durch diese kognitive Erfassung werde ich diesen Mechanismus möglicherweise wenn er sehr stark und wesentlich war.

00:09:19: auch mal historisch werde ich den nicht einfach unterbrechen können.

00:09:23: Ich konnte also noch in einen ganz blöden Zustand kommen, wo ich mir dann selbst vorwärfe.

00:09:28: Also das erlebe ich dann zum Beispiel vielen Menschen mit denen ich arbeite die sagen naja es könnte mir doch gut gehen warum geht's mir denn nicht gut hier?

00:09:35: Es stimmt doch alles äußerlich!

00:09:38: Ja ich realisiere...ich bin gar nicht unter Bedrohung und trotzdem gibt mir mein Körper innerlich immer diesen Zustand vor dass ich mich immer so fühle wie wenn was Schlimmes passieren könnte.

00:09:49: Und deswegen ist die Körperarbeit und die Arbeit an diesen chronifizierten Verspannungen meines Erachtens so wesentlich daran zu arbeiten, um sozusagen wirklich in die Gegenwart kommen zu können im körperlich-selischen Geschehen.

00:10:06: Wenn ich jetzt meinen Körper reinhöre Mich frage, welche Anzeichen sollte ich den achten, die mir Sorge bereiten sollten oder die dann auf sowas hindeuten.

00:10:16: Dass da vielleicht so eine chronifizierte Verspannung ist?

00:10:19: Oder dass das Gedächtnis etwas signalisiert was eben nicht auf Ausgewogenheit ausbalanciert hat oder Gesundheit hindeutet?

00:10:27: Wie erkenne ich das?

00:10:28: oder wie unterscheide es von?

00:10:30: Ich sag mal, ich habe ja jetzt heute früh beim Sport irgendwie die Schulter verrenkt.

00:10:36: Naja wenn du dir heute morgen beim Sport die Schultern fremdest Dann hast Du eigentlich schon Die Antwort gegebenen hast du Ursache und Wirkung schon erfasst.

00:10:43: Also da ist irgendwas geschehen heute Morgen, dann kann ich mir diese verankte Schulter oder diese Anspannung in der Schulter jetzt zum Beispiel auch erklären.

00:10:51: Die Schulter ist angespannt weil die beschäftigt sich damit mit einer Verletzung wie ich heute Morgen gehabt habe.

00:10:57: und entwirkt dich das nicht besonders beunruhigen – das geht vorüber!

00:11:02: Wenn Du jetzt aber da sitzt und Du hast heute morgen Dich nicht verletzt und wir sprechen jetzt zusammen, es wird noch an meiner Stimme hören.

00:11:09: Ich bin etwas agitierter ich bin etwas lebendiger als ich vielleicht vorher war im Gespräch weil ich möchte ja auch was rüberbringen.

00:11:17: das heißt mein Darfensystem ist in einem euch Stress in einem angenehmen Stresszustand der mir hoffentlich hilft auch etwas von dem anzuzapfen was sich rudern bringen will.

00:11:29: wenn ich aber merken würde zum Beispiel dass das so stark wird meine Schultern chronisch hochgezogen sind und denke ich, meine Güte, meine Gütter, was ist denn los?

00:11:39: Lass dich mal.

00:11:40: Die wollen ja doch gar nichts Böses!

00:11:44: Also ich merke nicht Erklärbare mit der momentanen Situation, erklärbare Spannungszustände im Körper die vielleicht auf einmal ausgelöst sind.

00:11:55: Jetzt ist das Blöde daran wenn du das fragst Oliver.

00:11:57: Das Schwierigste sind eigentlich die habituellen Spannungen, die chronischen Spannung weil die nehmen man dummerweise nicht wahr.

00:12:03: Da denkt man, man ist ja einfach so.

00:12:07: Die würde man also dann erst wahrnehmen wenn sie mit dem Lebendigen selbst in Konflikt geraten.

00:12:14: Damit arbeiten wir jetzt auch.

00:12:16: wie geht das?

00:12:16: Also wenn jetzt ein menschsmalsches Formel steht und sagt, ich sage aber deswegen bist du denn da?

00:12:22: So es könnte jetzt in einer Beratung sein, könnte in der Therapie sein, es konnte in einem Coaching sein, wo jemand dasteht und sagt Ja ich bin immer in dieser Situation Ich weiß gar nicht, was da mit mir los ist.

00:12:34: Ich kann mich so schlecht einlassen oder ich kann auch schlecht einschlafen am Abend weil mir immer noch Gedanken durch den Kopf gehen.

00:12:42: Dann gucke ich als Bier energetiker erstmal wieder Mensch vor mir stehen.

00:12:45: dann sehe ich möglicherweise dass der wirklich ganz hohe Anspannung hat in den Schultern also sich wie wir sagen hochzieht vom Boden.

00:12:53: das kann man im Körper dann sehen wenn man so ausgebildet ist und es jetzt auch nicht so schwierig Und dann würde dieser Mensch aber erst mal gar keine Beziehung dazwischen herstellen können.

00:13:03: Dann sage ich ihm ja, probier doch mal jetzt einfach dich runter zu lassen die Knie so ganz leicht zu beugen.

00:13:09: also wenn vielleicht jetzt Zuhörer dabei sind die Lust haben das mal direkt mitzumachen warum nicht?

00:13:14: Dann sollen sie ihn vielleicht mal aufstehen sich hinstellen und meine Knie durchstrecken und sagen Ich bin jetzt ganz präsent und ganz stark da dann ist mich in unserer Kultur häufig die Stärke dadurch definiert, dass man sich steif macht.

00:13:28: Also die Knie durchsteigt hochsteigt.

00:13:30: jetzt bin ich ganz präsent anstatt da.

00:13:33: und dann sage ich jetzt machst du mal das umgekehrt und lass die Kniere so ein bisschen los nur so ein bißchen einbeugen und stellts dir vor, dass dein Körpergewicht unten in den Füßen anlandet also auf dem Boden.

00:13:47: Und dann drückst du die Füße nochmal etwas aktiv gegen den Boden und spiel es so ein bischen mit den gebeugten Knien Beugen strecken, beugen streckten und benutzt dazu den Boden.

00:13:57: Also die Bewegung nach unten um sich nach oben zu entfalten.

00:14:02: Oh da fühle ich mich aber schwach.

00:14:05: Sag ich was?

00:14:06: Da fühlst du dich schwach!

00:14:07: Ja da passiert so eine leichte Belebung oder Zittern und so.

00:14:10: das ist ja Schwäche.

00:14:11: Das ist vielleicht auch Lebendigkeit.

00:14:15: Und dann könnte es sein ganz häufig ist das so wenn denn der Kontakt zum Boden zum Beispiel belebt ist dass sich Der Mensch anfängt so Bewegung in den Schultern zu machen.

00:14:26: Dann dreht er die Schulter ein bisschen und bewegt das, und sage ich... Und was gab's jetzt gerade für Impulse?

00:14:33: Du sagst da Impulse!

00:14:35: Also es ist so wie wenn man Chinesisch spricht, wenn man Menschen manchmal auf Impulse anspricht, sagt der Ich weiß gar nicht Impulse.

00:14:41: Na ja, ich hab grad gesehen dass deine Schultern angefangen haben sich zu belegen.

00:14:45: Ach, das nennste Impulsen, sage ich Ja weil ich habe dir ja nicht gesagt Beweg mal deine Schulter nicht hatte gesagt beugt die Knie etwas und fokussiert so ein bisschen den Kontakt zum Boden.

00:14:56: Und dann hat der Körper selbst angefangen, das war gar nicht angefragt von mir!

00:15:01: Also ich war ja auch nicht der Sportlehrer, der gesagt hat jetzt mach mal die schönen Kreisenbewegungen Schultern... Das hat er ganz von alleine gemacht.

00:15:08: Und meine Erklärung wäre jetzt, der hat gemerkt, jetzt ist auf einmal so einen Halt von unten da und dann können die Schultern sagen ach ich muss gar nicht alles hier oben halten sondern ich könnte mich auch ein Stück lassen.

00:15:23: Und dann sagt er, und was hat das jetzt alles mit meiner Problematik zu tun, die ich präsentiert habe?

00:15:29: Naja es könnte sein dass wenn du dich abends hinlegst zum Beispiel oder in einem Gespräch bist, dass dein Körper automatisch meint, du musst jetzt ganz ganz stark sein und fest sein weil er das so gelernt hat und genau das macht's dann schwierig für dich, sondern in so einer gelassenen Aktivität oder dich im Schlaf z.B.

00:15:51: dann zu lassen Weil der Dauern, der die Botschaft bekommt, da gibt es gar keinen Halt von unten.

00:15:59: Das nennen wir in der Biologie das Grounding oder die Erdung.

00:16:03: Also ein gewisses Gehalten sein was man dann auch übertragen kann fühle ich mich auch etwas gehalten im Leben.

00:16:10: So also das war jetzt so ein kleines praktisches Beispiel wie wir auch schon daran gehen.

00:16:16: Ich finde dieses Erdungsthema ja super spannend und vielfältig anwendbar.

00:16:21: so eine kleine Intervention gebracht, könntest du noch mal so eine Intervention vielleicht für alle anleiten.

00:16:27: So zwiesig Sekunden Erdungsübung wo jeder mitmachen kann die man quasi immer anwenden kann weil ich glaube mal das ist für ganz viele Menschen ja könnte relevant sein.

00:16:40: Ja klar also die Zuhörer haben sich hinzustellen und im Moment einfach mal den Kontakt der Füße wahrzunehmen.

00:16:49: zum Boden.

00:16:52: Und jetzt ist es ganz häufig so, dass ein Mensch dann runterguckt in dem Moment und das dürfte keiner auch tun.

00:16:57: Schaut ruhig mal runter auf die Füße und stellt die Füsse dann mal so in etwa Becken breit kommt nicht auf einen Millimeter an.

00:17:07: Das fühlt sich für manche schon etwas komisch an weil der sichere Stand für viel Leben ist, was man sich sehr breit bei nicht stellt.

00:17:13: Also ich lade ein in einer gewissen unsicheren Position zu stehen also die Füssige etwa so beckenbreit Und parallel.

00:17:24: Dann schaut man nochmal runter und sagt, ah, parallel?

00:17:28: Ich dachte es wäre parallel!

00:17:29: Und dann sieht man häufig das aber die Füße in so einer leichten V-Form stehen.

00:17:34: Also die Vorderfüße schauen ein bisschen nach außen, lasst die Fersen mal da stehen... ...und eben die Voderfüse jetzt ein bisschen so rein, dass die Füsse richtig parallel stehen wie wenn sie auf zwei Eisenbahnschienen stehen würden.

00:17:49: Und dann dürfte man auch einmal ausatmen und den Unterkiefer etwas hängen lassen.

00:17:57: Also ein Mund leicht geöffnet, wem das so blöd vorkommt weil dann guckt man manchmal so ein bisschen dumm ich sage auch manchmal guck mal dumm also den Mund mal hängenlassen.

00:18:08: Wem das zu blöd vor kommt mit offenen Mund der kann es auch mit geschlossenen Nippen machen um die Zähne einfach so ein bißchen voneinander wegbewegen dass der Kiefe eine gewisse Entspannung hat.

00:18:20: Und dann lasst mir die Knie ganz leicht einbäugen Das muss gar nicht viel sein.

00:18:26: Und drücken die Füsse gegen den Boden und durch den Druck der Füße gegen dem Boden kommt man so ein paar Zentimeter wieder hoch, das macht man mit dem Ausatmen.

00:18:37: Also wir atmen ein mit dem Einbeugen der Knie wenn das Gewicht runterkommt und dann drücken füße gehen im Boden und ich atme aus und für sich selbst ruhig mal die Ausatmung hörbar werden lassen.

00:18:57: Das muss nicht ein großer Ton sein, aber vielleicht sogar ein Seufz.

00:19:02: Ich sage immer Seufzen bevor man es muss ist ganz gut unseren Gespür dafür zu kriegen dass die Entfaltung das in Erscheinung treten Die Entfaltungen des Dasein eigentlich in der Verwurzelung beginnt.

00:19:18: also wir machen das eigentlich wie einen Baum in der Natur.

00:19:21: deswegen nennen wir's auch kaum denn der schlägt Wurzel nach unten und dadurch kommt zur entfaltung oben.

00:19:28: Also das wäre so eine ganz simple Übung Und das kann man tatsächlich überall tun und das rate ich dann auch Patienten oder Menschen, die mit mir arbeiten.

00:19:39: Ob man an der Bushaltestelle ist, ob man im Supermarkt ist – man kann sich mehrmals täglich einfach mal daran erinnern, die Knie ganz leicht zu beugen und den Boden richtig aktiv zu benutzen, auch den eigenen Körper in dem Sinn zu nutzen dass man sich von unten aufrichtet und nicht hochhält.

00:19:59: Hochhalten ist eine unglaublich anstrengende Aktivität, leider oft das was kulturmäßig sehr verkauft wird.

00:20:06: Also wir müssen uns hochhalten warum?

00:20:08: Wir können es doch aufrichten von unten.

00:20:12: also das wäre so eine einfache grauenden Burg.

00:20:17: Ich habe es jetzt gerade mal mitgemacht und hab festgestellt dass ich bei dem dass wir uns durch den Druck in den Boden eben aufrichten sollen habe ich gemerkt dass beide ersten beiden Malen meine Schultern auch mit hochgezogen haben.

00:20:28: Haben die mit hochgezogen oder sind die?

00:20:30: Ist dann Brustkorb nach vorne gekommen?

00:20:33: Ne, also Brustkorb hat sich nicht bewegt.

00:20:35: Es war nur, dass ich das Gefühl hatte, ich musste meine Schultern noch leicht hochziehen.

00:20:40: Das könnte sein, dass deine Schultern die wollten sich schon auch entfalten und vielleicht kennen sie aber als Entfaltungsmöglichkeit erst mal das Hochziehen.

00:20:51: Jetzt könntest du probieren wenn es jetzt so mit dir... arbeiten würde, dann würde ich sagen probier doch ruhig mal das nochmal zu machen und wenn du dann oben bist und spürst noch einmal in die Füße.

00:21:02: Dann lässt du die Schultern nochmal einsinken aber nicht zusammenfallen.

00:21:07: Darum geht es nicht sondern wie man sich das vorstellt also auch anatomisch dass die Schulter eigentlich so ausladende Arme sind und die Wirbel soll in der Mitte dass sie sich tragen lassen Über die Wirbelsäule, die Wirbsäule verlängert sich dann.

00:21:22: Die wird getragen im Becken und das Becken verteilt sich wieder auf die beiden Beine und die Füße.

00:21:28: also manchmal machen wir auch so eine Reise von oben dass man sagt der Kopf der ja auch immer so ganz wesentliches oben sitzt, Kopf und Schultern.

00:21:36: Der Kopf darf auf der Wirbelsalle ruhen, die Schulter dürfen an der Wirbelsalle ruhe.

00:21:41: Die Wirbelsolle findet sich in den Becken Und das Beken findet sich mit den Beinen und die Beine finden sich in ihren Füßen am Boden.

00:21:48: Also man kann es von oben nach unten und dann wieder von unten nach oben ausrechnen.

00:21:53: Wenn ich dich richtig verstehe, man sagt ja so die Augen sind der Spiegel der Seele aber sind vielleicht aus deiner Sicht ohne dir was in den Mund liegen zu wollen ist vielleicht eher der Körper des Spiegels der Seeleh.

00:22:02: und wenn ich das richtig verstanden habe dann sagst du dass wir immer wieder in bestimmte Situationen geraten werden wo unser Gehirn bestimmte Signale an unseren Körper schickt zum Beispiel sich bereit zu machen, vor irgendwas wegzulaufen oder irgendetwas anzugreifen und in dem Moment wo wir das nicht tun, wo wird es nicht ausergieren also quasi körperlich auf die Signale aus dem Gehirn reagieren dann kann sich das quasi im Körper ablagern oder in irgendeiner Form verankern.

00:22:32: Und auf Dauer kann das zu chronischen Spannungen führen und das kann problematisch sein.

00:22:37: Ja ich würde jetzt sagen die Augen sind Trotz dem Spiegel der Seele, gerade ein Klink mit dem ich heute Morgen gearbeitet habe.

00:22:44: Der sagte dann so schon mein Körper ist sowas wie die Bühne meiner Seele also auch spiegelt aber auch die Böhne meiner Sele wo sich das seelische Geschehen inszeniert über die Augen.

00:22:58: sie sind schon spiegelter Seele und in den Augen sehen wenn wir bereit sind zu sehen ganz häufig den Vordergründigen aber auch manchmal den Hintergründen Gefühlsausdruck eines Menschen.

00:23:11: Deswegen ist Augenkontakt so intim und deswegen schaut man meistens nicht so gerne, solange in die Augen.

00:23:17: Im positiven Sinne spricht man doch auch von Verliebtheit oft in den ersten Blick.

00:23:20: also es hat so beides.

00:23:22: Lass uns da vielleicht später nochmal drauf eingehen.

00:23:24: aber was ich spannend fand war vorhin.

00:23:25: Du hast ja dieses Beispiel gebracht vom Garten.

00:23:27: Ich sitze im Garten und kann mich nicht entspannen oder der Mensch dazu dir kommt und sagt Sag mir warum ich immer noch nicht glücklich bin.

00:23:32: eigentlich passt doch alles.

00:23:34: Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann ist die These, die du vertrittst, die folgende.

00:23:38: Nämlich dass wenn es uns nicht gelingt ausreichend regelmäßig auf bestimmte Situationen in denen unser Gehirn bestimmte Signale an den Körper sendet und indem der Körper irgendetwas tun soll zum Beispiel für irgendwas wegrennen oder gegen etwas kämpfen oder aufarten gegenüber einer Sache Dann kann sich das quasi in irgendeiner Form ablagern und Perspektivisch über Zeit Unser inneres Gleichgewicht negativ beeinflussen.

00:24:07: Ja, vielleicht ablagern... Das ist ja alles auch sehr sinnvoll!

00:24:11: Wir erinnern vor allen Dingen was funktioniert hat.

00:24:15: Das ist hier alles auch erlebtes und gelerntes Verhalten.

00:24:18: Ich sage mal das ganze Leben ist sowas wie Bodybuilding.

00:24:22: Wir haben auch ein psychisch emotionales Bodybuilding Und wenn ich eben erlebt habe mich immer sehr stark zu fordern und mich anzupassen an die Erwartungen Also das dürfte ein sehr, sehr starkes Motiv sein in der Dauernspannung zu sein.

00:24:38: Wenn ich also sowas wie den Innenbezug einen Stück aufgegeben habe dafür weil ich immer den Erwartungen entsprechen möchte dann hat das aber erst mal funktioniert.

00:24:48: dadurch ist dann Kontaktzustände gekommen und da wir ein tiefes Kontaktbedürfnis haben menschlich dass es nichts Rotisches oder Schlimmes.

00:24:57: wenn wir aber gelernt haben Ich gebe den Kontakt im Grunde um zu mir und Anerkennung nach außen zu haben, denn trage ich praktisch ein dauerndes Anspannungsfeld mit mir selbst ohne dass ich es dann auch wahrnehme.

00:25:12: Und bin damit möglicherweise sehr erfolgreich.

00:25:15: Das ist das was ich ganz häufig bei sehr erfolgreichen Menschen merke die kommen und sagen ja ich habe wirklich Erfolg im Beruf alles gut und bestens und auf einmal fühle ich mich so furchtbar leer Und die geraten dann in diese tiefe Sinnkrise füreinander.

00:25:28: Man nennt das Midlife Crisis, vielleicht nennt man es immer noch so oder Manager-Krankheit und so.

00:25:33: Sie sagen ja ist alles da, ist Geld da, Beruf hat alles funktioniert... ...und auf einmal weiß ich überhaupt nicht mehr wofür und wozu.

00:25:40: In der Beziehung klappt's auch nicht!

00:25:42: Und manche sagen es dann sogar, ich hab mich ein Stück verloren im Erfolg.

00:25:48: Ja?

00:25:49: Dann ist eine innere Haltung, seelische Haltung aber eben auch Körperhaltung durchaus erfolgreich gewesen, aber auf Kosten des engen Kontakts zu mir selbst.

00:26:02: Und die Rechnung geht dann – man könnte es fast sagen zum Glück am Ende nicht auf –.

00:26:07: natürlich kann das sehr dramatische Lebenskrisen oder auch somatische Krisenzeiten.

00:26:14: Es geht jetzt ein bisschen über deine Frage hinaus, aber das ist etwas was dann die dramatischen Folgen an sind.

00:26:19: Das müssen jetzt gar nicht schwere traumatische schocktraumatische Erlebnisse sein.

00:26:24: Das können eigentliche Anpassungsstrategien sein, die jedes Kind vollzieht weil wir alle brauchen Beachtung und Kontakt.

00:26:34: Und die Frage ist immer wie viel gebe ich auch von mir?

00:26:38: Von mir essenziell wesensmäßig für den Kontakt und für das, was mir von außen zugeführt wird.

00:26:47: Oder wie weit bleibe ich irgendwie in Kontakt mit mir selbst?

00:26:51: Wenn ich jetzt bei dem Beispiel bleibe einmal, dass jemand so zu dir kommt und eben genau diesen Kontakt zu sich selbst verloren hat aus genau diesen Gründen weil er immer oder sie dafür den Kontakt zu anderen bekommen hatte und das karrierefördernd war Und du arbeitest jetzt mit so einer Menschen heißt es dann, gleich alles hinschmeißt und kündigt, nur um sich selbst wieder zu spüren und in Kontakt zu kommen.

00:27:17: Beziehungsweise was passiert dann emotional mit so den Menschen?

00:27:21: Wenn sozusagen durch diese Körperarbeit, durch GIG-Sachen freigesetzt werden?

00:27:28: Es kann schon diesen Impuls geben, alles hinzuschmeißen!

00:27:31: Ich würde das niemandem raten.

00:27:34: Ich würde sowieso dass es fast eine Grundregel niemandem rate aus einer Krise heraus Entscheidungen zu treffen.

00:27:41: Das ist immer sehr gefährlich und hoffe dann, dass ich einen Menschen ermutigen kann im Dialog und im Kontakt mit mir.

00:27:49: Dass es da andere Wege gibt als alles hinzuschmeißen.

00:27:53: Ich kann aber diese Entscheidung natürlich nicht für einen Menschen treffen.

00:27:56: Ich kann ihn nur anbieten, dass man noch mal Alternativen sich erschließen kann weil Es ist ja gut!

00:28:04: Es ist was Gut gelungen Und das muss man ja nicht wegwerfen.

00:28:08: Das wäre schade.

00:28:10: nur den Innenbezug dazu.

00:28:12: Den kann man verändern, aber dazu braucht es den Innenbetrug und das kann dann manchmal auch ein schmerzlicher Prozess sein.

00:28:21: Schmerzliche Prozesse im Sinne von dass man realisiert Mensch.

00:28:26: ich konnte zum Beispiel nie wirklich nein sagen.

00:28:29: also das Nein ist zum Beispiel ein ganz wesentliches Wort für mich als ich über mit jedem Patienten oder auch im Coaching sage ich eine Körperhaltung zu finden wo man mal die Hände nach vorne streckt und seine Grenzen.

00:28:43: Also wo man das, was wir eben gemacht haben, dass wäre jetzt die nächste Übung sozusagen des Grounding- und das Nächste wäre, dass ich meinen Raum definiere also dass sie so die Arme nehme und sage Ich stehe!

00:28:55: Das ist mein Platz und das ist mein Raum.

00:28:59: Dann kann ich sagen, ich habe ein Recht auf meinen Stand Und einen recht auf meinem Raum.

00:29:03: Das können dann manche noch sagen aber ich fühle es gar nicht schon.

00:29:07: wenn ich das sage glaube ich mir nicht.

00:29:09: Und das Nächste ist mal die Hände nach vorne zu strengen und zu sagen, nein.

00:29:14: Das Nein kann ja ein Ja zu sich selbst sein.

00:29:19: Ich sage Nein – ich kann es ziemlich ab!

00:29:23: Oder habe ich immer gelernt Ja zusammen zum anderen und Nein zu mir selbst?

00:29:28: Da bin ich also nicht so einen Befürworter von alles hinschmeißen.

00:29:32: Hinschmaßen, das ist nicht so eine gute Idee.

00:29:34: Wo möchte ich mich denn darauf

00:29:36: zubewegen?!

00:29:38: Hinscheißen wäre ja nur, ich will jetzt von was weg… Das ist jetzt nichts mehr für mich und so.

00:29:44: Und dann ist immer die große Gefahr, dass man ins nächste Rhein läuft eigentlich mit der gleichen inneren Haltung.

00:29:51: Dann hat man nur sozusagen die Fronten gewechselt.

00:29:54: das wäre es nicht.

00:29:55: aber Die Hinbewegung wenn ich jetzt sage Ich erschließe mir mein Nein das heißt Aber Nicht Jetzt Nächsten Morgen zum Boss zu Gehen oder So sagen Ich Muss Mal Jetzt üben Mit Dir Nein Zu Sagen Ja Es Kann Schlecht Kommen sondern das ist mehr so eine innere Haltung, dass man vielleicht tatsächlich auch haltungsmäßig mal übt.

00:30:14: Ich trete mal in ein Gespräch.

00:30:17: wenn ich jetzt mein Ding mit dem vorgesetzt bin dann mache ich vorher so ne kleine Grounding-Übung und ich mache das vorher.

00:30:23: manchmal sage ich auch direkt vorm Gespräch mach's doch ruhig auf der Toilette Mach doch nichts!

00:30:27: Dass du es mal verkörpast Geh nicht rein und sag nein aber erschließt den Moment.

00:30:33: ich nehme mir meinen Recht zurück ja zu mir selbst zu sagen gehe ich rein und sage, ich finde das so.

00:30:41: Ich muss ja nicht sagen du machst es

00:30:42: blöd.".

00:30:43: Du sagst, ich sehe das so?

00:30:46: Vielleicht sagt er ja auch ist interessant vielleicht sagt der war auch sieht das ganz anders.

00:30:50: Das heißt aber nichts dass sich sofort innerlich meine Position aufgebe Und nun mal sowas zu üben das sind oft mehr innere Haltung Aber die sich natürlich in äußeren Körperhaltungen manifestieren und die man auch ein Stück Sich zurück erschließen kann Und das ist dann häufig eine Körpertie.

00:31:08: Aber es ist oft auch ein schmerziger Prozess, weil Schmerzen, die mehr mit der Vergangenheit zu tun haben, dass man sieht, oh Mensch!

00:31:17: Es gab doch viele Situationen und da musste ich eigentlich... Das darf man sich nicht vorwerfen von mir ein Stück ablassen um genügend Kontakt zur Außenwahl zu haben.

00:31:29: Also es ist auch so was, dass einem Menschen denn dieser Krise so etwas aufbaut wie ein freundlichen inneren Beobachter.

00:31:38: Leicht gesagt, gar nicht so leicht weil wir oft haben sehr kritische innere Beobachte also die mal sagen du solltest mehr anders sein.

00:31:46: vor allem der freundliche wäre jetzt erstmal der sagt Mensch Du hast das eigentlich toll gemacht bis hierhin was du alles geschafft hast und da ist etwas auf der Schrecke geblieben Und das schaue ich jetzt mal mit dir zusammen freundlich an und gucke, ob wir das was auf der Strecke geblieben ist nochmal neu beleben können.

00:32:07: Ich sehe diese Prozesse mehr so als im Sinne von hinschmeißen weg und da mag es den ein oder anderen geben für den das gut gelingt.

00:32:15: Ich habe nicht so viel richtig gelungene Beispiele dafür erlebt, als dass sich das sehr fördern

00:32:22: wollte.".

00:32:25: Mindful Moment Vielleicht hast du gerade beim Zuhören und Mitmachen gemerkt Wenn wir anfangen, uns selber wieder zu spüren, taucht nicht nur Erkenntnis auf sondern oft auch der innere Kritiker.

00:32:42: Der, der sofort die Lupe darauf hält was falsch läuft, der, der kommentiert bewertet und dir im Zweifel symbolisch die Bratwanne über den Kopf zieht.

00:32:54: Heiner schlägt vor das Gegenkonzept zu installieren – einen freundlichen inneren Beobachter Eine innere Instanz, die wahrnimmt ohne zu verurteilen.

00:33:04: Die neugierig nachfragt statt zu beschämen.

00:33:09: Du kannst sie ganz konkret einladen zum Beispiel über kleine Körpercheck-Ins im Alltag an der Bushaltestelle kurz vor einem Termin oder auch auf der Toilette zwischen zwei Meetings.

00:33:22: Frage dich in diesen Mikromomenten folgendes Wie ist meine innere Haltung gerade?

00:33:30: Eng oder eher weit?

00:33:34: Wo halte ich vielleicht gerade Spannung?

00:33:38: In den Schultern, im Kiefer, im Bauch.

00:33:43: Was will ich eigentlich stattdessen verkörpern – vielleicht mehr Ruhe, Klarheit, Halt,

00:33:52: Abstand?

00:33:55: Der freundliche Beobachter hilft dir genau hier zu bleiben!

00:34:00: Nicht bei was stimmt nicht mit mir sondern bei was brauche ich gerade?

00:34:06: und welcher kleine Schritt würde mir jetzt gut tun.

00:34:29: starke Form des Perspektivwechsels zu bedingen oder zu beinhalten, denen es braucht um die Sache nochmal quasi aus einer anderen Brille zu sehen.

00:34:36: Also mehr Neinen zu sagen, erst zu sich selbst einzustehen noch mal zu reflektieren verfolge ich die Dinge überhaupt aus dem richtigen Zielsetzung heraus etc.

00:34:45: Das ist ja gefühlt etwas was sich tendenziell auch mit einem reinen Psychotherapeuten der mit Körper und Energiearbeit gar nichts zu tun hat besprechen könnte.

00:34:52: Aber meine Hypothese ist, um soweit zu kommen braucht es erst mal wieder die Reconnection zum eigenen Körper.

00:35:00: Das ausagieren potenzieller – das war jetzt wieder mein Wort – Verhaftungen dieser emotionalen Zustände im Körper und überhaupt diese innere Freiheit zu bekommen sich aus einer neuen Perspektive dieser Problembestellung zu öffnen.

00:35:15: Ist das richtig?

00:35:15: Und kannst du das gerne nochmal ein bisschen ausführen?

00:35:18: Ja, also du hast jetzt das Wort ausargieren gesandt.

00:35:20: Das ist verpönt natürlich...

00:35:22: Entschuldigung, ja.

00:35:23: Warum ist es verpönnt?

00:35:24: Verpönmt ist dass ein bisschen, wir sollen nicht ausargiren sondern wir sollen uns ordentlich verhalten.

00:35:31: Aber das ist ja wahrscheinlich der Casus knackzus hier, gell?

00:35:34: Das ist der Casos Knackzus.

00:35:35: deswegen sage ich sehe das nicht so negativ.

00:35:37: Ich sag nur, Halschie wird das Wort aussargieren und Gospels werden hier wird ausargiert da werden einfach Impulse aussargiert.

00:35:44: Nein, da bin ich sehr dafür.

00:35:46: Aber in einem sicheren Rahmen – also in einen therapeutischen oder beratungsrahmen lade ich durchaus einen Menschen ein!

00:35:53: In diesem Sinne etwas auszugehen... Ich sage ja nicht geh hin und verprügel deinen Chef oder verprügel deine Mutter oder dein Vater.

00:36:01: Ja auch noch im Nachhinein aber ich sage vielleicht gibt es Protest-Bewegungsempulse in deinem Körper.

00:36:10: Denken wir mal an das kleine Kind was sich auf den Boden wirft und diesen Topsuchsanfall hat.

00:36:14: Ich werfe das Alter nicht vor, dass das nicht besonders Begeisterung hervorruft.

00:36:19: Aber es ist eine ganz wesentliche Selbstäußerung, wo der gesamte Organismus ... Nein!

00:36:26: Im Grunde genommen müsste das wertgeschätzt werden.

00:36:30: sein Mensch diese Vitalität.

00:36:32: Wer hat die noch später im Leben?

00:36:34: Ich denke an gestern Abend

00:36:36: und ja ich habe die Tochter gesehen.

00:36:38: Genau ein kleines Vierherr.

00:36:40: Du weißt wovon ich spreche.

00:36:42: Jetzt ist aber dieser Bewegungsausdruck für sie unwahrscheinlich wichtig.

00:36:47: Was sie lernen wird, ist dass das nicht in jedem Kontext so sinnvoll ist.

00:36:53: Aber hoffentlich wird der Papa ihr nicht sagen du darfst das nicht tun sondern er wird vielleicht sagen naja hier ist es jetzt vielleicht nicht so toll das zu machen im Wohnzimmer nicht weil da könnten Sachen kaputt gehen dann kannst du dich auch verletzen.

00:37:07: Aber mach das doch mal auf deiner Matratze in dein Zimmer und trock dich etwas aus.

00:37:11: Und später hat sie vielleicht Spaß an entsprechenden sportlichen Aktivitäten, also Bewegung ist ja doping fürs Gehirn!

00:37:18: Also das brauchen wir ja ohne Bewegungen, es ist ja furchtbar.

00:37:21: nur werden die ursprünglichen Bewegungsimpulse und jetzt komme ich auf deine Aussage hinzu die werden ihm häufig ganz schnell eingegrenzt unterdrückt eingegrenzt oder Sie werden zu früh geformt.

00:37:34: Das ist die andere.

00:37:35: Sie werden zu früh auf Leistung geformt, was auch schade ist und dann werden sie mit hohen Spannungsmustern verbunden.

00:37:41: Also ich mache das tatsächlich so dass sich jemand in meiner Praxis, wenn ihr jetzt in meine Praxis kennt, da würdet ihr einen großen Matratze sehen und dann lade ich Menschen durchaus ein sich auf diese Matratzen zu legen um nochmal den kindlichen Truppsaufstand fahrzumachen also mit dem Nein nicht nur stehen und abgrenzen sondern sagen Ich lass mal ganz körperlich meinen Nein Und dann dürfen sie es auch laut machen und überwiegend nach einer ersten gewissen Charme-Attacke oben Gottes Willen, wie kann ich mich denn so kindlich?

00:38:12: Dann sage ich, naja das soll jetzt nicht auf der Straße machen.

00:38:15: Aber vielleicht eine Rückbesinnung auch körperlicher an dieser Vitalität, an diese Vitalkraft die sich dann wenn Sie in Rohform erst mal wieder im Besitz genommen wird, dann können Sie sich auch regulieren und gestalten.

00:38:32: Und so arbeiten wir durchaus und das kann dann sehr wesentlich sein bei den, wie ich das nenne unterbrochenen emotionalen Ausdrucksbewegungen.

00:38:43: Also was ist das denn?

00:38:45: Jetzt kommen wir in einen traumatischen Bereich rein.

00:38:48: also ich gebe ein Beispiel von mir.

00:38:50: Ich bin Brasilien mal überfallen worden und ich habe allen immer gesagt die nach Brasilien reisen also ich hab alles gemacht was ich meinen Schülern gesagt habe was sie nicht tun sollen.

00:39:00: ja ich habe es alles falsch gemacht.

00:39:02: Warum?

00:39:03: Weil ich war nicht vorbereitet.

00:39:05: Ich war immer vorbereitet, wenn der jemand die Knarre hinhält oder das Messer dann rückt dein Geld raus und verziehe dich und so ist es alles besser als sich zu wehren.

00:39:15: Worauf ich nicht vorbereitete war ist dass jemand direkt auf meinen Körper geschrungen ist also der mich direkt körperlich attackiert hat.

00:39:24: und da habe ich konnte ich mich nicht mehr kontrollieren.

00:39:26: Da konnte ich all die Weiß halten, die gingen nicht mehr.

00:39:28: Da bin ich explodiert.

00:39:31: Also habe mich gewährt, habe mich in große Gefahr gebracht und hatte viel Glück.

00:39:34: Aber dann habe ich zum Glück noch gemerkt okay das kommt jetzt nicht gut die anderen sind auch viel stärker.

00:39:41: Ich habe vergessen wie alt ich war.

00:39:43: Das ist auch interessant in so einer Erfahrung.

00:39:46: Und hab dann umgeschaltet auf den dissoziativen Mechanismus.

00:39:51: also abschalten und aufgeben um das aber hinterher zu bearbeiten.

00:39:58: Da brauchte ich dann selbst den Kollegen mit mir, damit das nicht in mir stecken bleibt.

00:40:01: Das liegt nicht.

00:40:02: das nächste Mal wenn... ...ich an eine ähnliche Stelle komme wieder abgeschaltet bin.

00:40:08: Dann musste ich nochmal diese Bewegung, den Bewegungsausdruck der erst momentan war dass aufplatzen.

00:40:15: Dass dann aber gestoppt wurde im Sinne der Sicherheit.

00:40:18: Einglück hat mein Organismus das für mich so entschieden.

00:40:21: Stopp und gib auf!

00:40:24: Aber der steckt ja noch fest.

00:40:26: Das heißt, dass ich den später – und das können dann zum Teil sehr kindliche und frühe Erfahrungen sein.

00:40:32: Ich habe jetzt extra eine relativ harmlose traumatische Erfahrung von mir genommen.

00:40:37: Ich konnte andere klinische Beispiele geben, wo diese Bewegung im Sinne des Überlebens gestoppt wird.

00:40:44: Das ist aber auch eine Aktivität, auch wenn es erst mal so aussieht wie wenn ich nichts tue.

00:40:51: Und wenn wir den Körper da wieder in Besitz nehmen wollen, zum Abschluss bringen, in einer sicheren Situation.

00:40:58: Das heißt dann darf ich das nochmal tun, möchte das tun und vielleicht auch mich stimmlich äußern um nicht in diesem Mechanismus stecken zu bleiben?

00:41:06: Also das wäre jetzt das sinnvolle Ausagieren im Sinne eines neuen Besitznehmens meiner Vitalkräfte.

00:41:15: Habe ich das richtig verstanden?

00:41:16: du bist noch mal in diese Situation quasi reingegangen und hast es zu Ende geführt was du damals abgebrochen hast.

00:41:24: Ja Aber das ist jetzt das Wesen.

00:41:26: Ich bin noch mal reingegangen im vollen Bewusstsein des Jetzt, das waren nicht so viele Zeit dazwischen.

00:41:33: aber manchmal wenn ich mit Patienten arbeite dann kann es sein dass wir eine Situation bearbeiten die Jahre oder Jahrzehnte zurückliegt und in Bewegungsausdruck ist die Person voll an diese Situation erinnert.

00:41:47: und jetzt ist es wichtig Berater und Therapeut, das hier und jetzt repräsentiere.

00:41:54: Und sage Jetzt ist das möglich!

00:41:57: Das wird manchmal falsch verstanden in Therapien, dass wir einfach in die Vergangenheit gehen sondern wir gehen ein Stück in die vergangenheit wie ein Pendel aus der Jetztmöglichkeit heraus.

00:42:09: Wir können das nur abschließen weil es jetzt sicher ist.

00:42:13: In der gegebenen Situation war's absolut sinnvoll so zu reagieren.

00:42:18: Ja und das ist aber dann eben ein körperliches Geschehen.

00:42:22: Und da bin ich sehr der Meinung, dass das dann eben rein über den Gespräch manchmal begrenzt möglich ist.

00:42:30: Ich möchte keine andere Methode eingrenzend beurteilen.

00:42:34: Dazu kenn' ich sie nicht genug.

00:42:36: Aber da bin die Meinung von meiner Erfahrung her, dass dazu auch die körperliche Erfahrung wesentlich ist weil sie dann auch eine korrigierende körperlicher Erfahrung.

00:42:48: Also da hat uns mal der Gerad Hüter, dieser sehr bekannte deutsche Neurologie, den ich sehr, sehr schätze und auch ein guter Freund eines guten Kollegen von mir ist.

00:42:57: Damit ihr mich oft zusammenarbeite.

00:42:59: Der uns dann auch in einem Vortrag mal gesagt hat das Körpertherapeutin hier wisst... Da sind Grenzen das kognitiv zu warten.

00:43:05: Es braucht korrigierende Erfahrungen damit sich neue Verschaltungen auch im Gehirn waren.

00:43:11: Und die Erfahrung ist wesentlich und damit ist die Bewegungs-Erfahrung so wesentlich glühender Vertreter von Bewegung, was wir schon allein kulturell mit unseren Kindern machen.

00:43:21: Wenn in der Schule alle still sitzen müssen.

00:43:24: Das Sitzen ist ja schon eine Strafe an sich und völlig unorganismusche.

00:43:29: Also da könnte man jetzt in breite Themen reingehen.

00:43:33: also leider habe ich häufig mit sexuellen Übergriffen gearbeitet und auch zum Beispiel Frauen die Vergewaltigung oder auch sexualen Missbrauch erlebt haben, was ein furchtbares Geschenes.

00:43:45: Keiner möchte, dass das zu unserer Realität gehört.

00:43:48: Tut es aber!

00:43:50: Das Gute ist... das Gute?

00:43:52: Nichts daran ist gut.

00:43:53: Aber das gute im Organismus ist, dass wir die Möglichkeit haben diese Situation aus dem stecken gebliebenen Impuls zu befreien.

00:44:02: also zum Beispiel Frauen mit denen ich gabelt habe, die das erlebt haben, die sagen fast an einem gewissen Punkt hab' ich einfach gesagt hier hast du meinen Körper aber nicht mich Zum Glück.

00:44:15: Also die haben diesen dissoziativen Mechanismus bedient, sich zu lösen von ihrem Gefühl im Körper.

00:44:23: Und das war sehr sinnvoll!

00:44:24: Einglück konnte einen Mensch das tun in der Situation.

00:44:28: Es ist nur furchtbar wenn später in ähnlichen Situationen wo der Körper daran erinnert wird In einem schönen lustvollen sexuellen Erlebnis zum Beispiel Das gleiche passiert Weil der Körper meint irgendwas.

00:44:41: dem Gehirn meint Ja das hat ja geholfen Und jetzt unterscheidet er nicht mehr.

00:44:46: Dann haben wir ein drastisches Symptom, dann haben wir eine furchtbare Lebensanschränkung, Lust- und Lebensansschränkungen in den Menschen, die im Jahrzehnte begleiten können.

00:44:56: Und dann glaube ich, kann es der hilfreichsten Tanz verleben zum Beispiel dann körpertherapeutisch In der klaren Differenzierung von Vergangenheit und Gegenwart.

00:45:07: Jetzt kann ich meine Beine benutzen und meine Aggression benutzen das, was der Körper hätte tun wollen nämlich wegstoßen und wirklich aggressiv zu geben.

00:45:19: Das kann ich tun und ich kann meine Beine etwas befreien aus diesem.

00:45:24: manchmal werden dann Physiotherapie gemacht immer und immer wieder aufgrund von chronischen Verspannungen in den Adduktoren oder in den Beuge Muskulaturen Und es kann sehr hilfreich sein.

00:45:36: aber wenn dass ein emotionales Geschehen ist, was dahinter steckt.

00:45:41: Dann kannst du immer wieder Physiotherapie machen, weil der Körper kann sich halt daraus nicht lösen und möchte sich nicht auslösen, weil er dann denkt... ...dann gebe ich ja auf!

00:45:52: Und wenn man dann den Bewegungsausdruck, dem ursprünglichen Bewegungsausdruck in einem sicheren Kontext rausarbeiten kann, wie man spürt.. Ich krieg mich zurück in meinem eigentlich sinnvollen Impuls das ich hätte explodieren wollen, In meinem Beispiel in Brasilien geschehen ist, das ist ja ein originärer Impuls und dem musste ich im Sinne des Überlebens stoppen.

00:46:16: Und jetzt holen wir uns den zurück und dann haben wir neue Möglichkeiten und es wird eben dann energiefrei die für Zurückhaltung benutzt werden musste und weiter benutzt wird.

00:46:28: Das wäre so der Ansatz!

00:46:30: Das ist einfach gesagt – das sind natürlich nachvollziehbar nicht einfach so gradelinige Prozesse.

00:46:36: Das kommt dann sehr auf die einzelnen Geschichten an.

00:46:39: Aber der Ansatz ist so...

00:46:43: Vielleicht springen wir nochmal einen Schritt weiter, gab es denn für dich über diese Begegnung in Brasilien hinaus?

00:46:49: In deinem Leben ein Punkt, an dem dich deinen Körper durch entsprechende Signale, die du vielleicht im Vorfeld überhört hast, regelrecht in die Knie gezwungen hat wo du gemerkt hast dass du selbst ganz persönlich nicht nach deinen eigenen Prinzipien lebst?

00:47:03: das gab es immer mal wieder.

00:47:07: Also Bewegung war auch immer eine wichtige Geschichte für mich und ich bin lange Zeit geritten.

00:47:14: Und als ich angefangen habe zu reiten, da war das Reitenlernen für mich geradezu eine therapeutische Erfahrung.

00:47:20: Ich hatte auch eine wunderbare Reitlehrerin die sehr gute Beobachtungen hatte von meinem Körper.

00:47:25: und dann musste ich realisieren dass sich eben hab' ich diese Grounding-Übung gemacht und das hat dich ja schon nengst gewonnen!

00:47:34: Aber dann zu realisieren, was ich mit mir selbst mache.

00:47:37: Wenn ich das fährt unter dem Popo spüre und das in seiner Lebendigkeit und das mochte ich auch losgehen wollte und dass mir das Angst gemacht hat.

00:47:45: Und dann zu merken, jetzt ziehe ich mich hoch!

00:47:51: Dann läuft dir das Reiter sagen unterm Arsch weg.

00:47:53: also das Signal für ein Pferd ist wenn der Reiter sich hochzieht Kannst bloß galoppieren, ja.

00:47:58: Also das Blöde ist was man machen kann wenn man Angst hat vom Galopp.

00:48:01: es sich hoch zu ziehen wird jeder Reiter sofort verstehen.

00:48:04: Das war aber wie eine reflekshafte Geschichte in meinem Körper und da musste ich richtig nochmal lernen.

00:48:08: Da musst du ein Stück Kognitiv lernen.

00:48:11: Einer erinnert dich an das Grounding Lass Dich runter Popo in den Sattel Damit das Pferd spürt Du bist hier.

00:48:19: der der die Grenzen gibt Ist ein harmloses Beispiel war aber für mich sehr spannend nochmal zu erleben.

00:48:26: Mit allem meinem Wissen, was ich da hatte hat mir das erst mal da nichts genützt.

00:48:31: Ich brauchte auch die Sicht von außen.

00:48:33: Dann noch einmal die Arbeit in mir selbst Wie viel früher Angst tatsächlich auch in mir steckt?

00:48:40: Die ich immer wieder dadurch auch bewältigt habe indem ich mich hochgezogen habe

00:48:46: Gibt so typische Muster dass bestimmte Lebensthemen sich im bestimmten Körper musst dann widerspielen.

00:48:53: Also Kontrolle, Anpassung und Rückzug.

00:48:55: spiegelt sie sich in bestimmten Haltungen wieder?

00:48:57: oder Angst die du gerade eben beschrieben hast?

00:48:59: Oder bestimmte Verhalten ja oder bestimmte Haltung?

00:49:02: gibt es sowas?

00:49:03: kann man sowas zuordern?

00:49:04: Das kann man mit einer gewissen Vorsicht.

00:49:07: Die Vorsicht ist ich möchte nicht so küffend psychologisch sage ich mal daher gehen und sagen das sieht dann immer schon so aus.

00:49:14: aber In den Ausbildungen bin ich als Ausbilder seit über dreißig Jahren unterwegs.

00:49:18: sind diese Therapiemethode Da ist etwas, was wir das Körperlesen nennen.

00:49:22: Also Körperlesend wäre jetzt, dass man sich einen genauen Verständnis erarbeitet von einem Menschen über den körperlichen Ausdrucker.

00:49:30: Man schaut tatsächlich den Menschen an in seiner physischen Verfasstheit und das ist nicht so plakativ, dass es sagt oh ich sehe jetzt das und das an dir und es gibt aber gewisse Grundmuster wo wir sagen die gewisse Rückschlüsse erlauben auch im Dialog mit der Person zum Beispiel in welcher Lebensphase es besonders notwendig war, gewisse Haltungsmuster aufzubauen die dann immer noch im Körper deutlich sind.

00:49:59: Also einfaches Beispiel jetzt du hast Zurückhaltung gesagt.

00:50:03: Eine Zurückhaltung sieht man häufig in einem Organismus Im wahrsten Sinne des Wortes.

00:50:08: wenn ich das wenn du siehst dass jemand steht und du würdest mal von der Seite schauen Und man stellt sich so von der seite eine Seitenlinie vor.

00:50:17: Auf einmal kannst du vielleicht sprachlich übersetzen, weil das ist der Zeug.

00:50:20: Ich halte mich zurück.

00:50:24: Das heißt der Oberkörper ist quasi nach hinten gebeugt?

00:50:27: Ich beuge mich so ein bisschen raus und ich halte mir hier zurück und komme vielleicht mit dem Kopf sehr neugierig nach vorne.

00:50:34: Bin aber in der Mitte eher ein Stück zurückgehalten.

00:50:37: wenn er das nur simuliert und du kommst nicht aus dieser klassischen Haltung dann merkst du wie viel Kraft auffand dass er fordert wenn du das aber immer gemacht hast und ich sag ja bring doch dein Gewicht mal so ein bisschen mehr in die Mitte um Gottes Willen.

00:50:54: Ich falle auf die Schnauze, ja?

00:50:55: Ich fall nach vorne rüber.

00:50:58: Dann sagt er das auf einmal.

00:50:59: Da merkt man so aus einer chronischen Haltung sich zu erlauben mal den anderen reinzugehen.

00:51:07: Das sind schon heftige Prozesse und es ist doch interessant Du hältst dich bis in dieser zurückgehaltenen Haltung Ja, da bin ich sicher.

00:51:16: Jetzt komme ich so ein bisschen nach vorn und dann kommt die Idee ganz häufig... Ich falle!

00:51:22: Sag' jetzt hast du etwas völlig vergessen?

00:51:24: Das ist ja einfach kleiner Test zu machen.

00:51:26: Dann habe ich gedacht, darf ich dich mal anstupsen von hinten?

00:51:31: Ja aber ich fall doch dann, sag' ich nicht mehr.

00:51:32: Ich übernehme die Garantie.

00:51:34: Ist noch nie jemand gefallen.

00:51:36: Noch nie.

00:51:37: Was passiert denn?

00:51:39: Wenn ich dann von hinten anstupsse, der macht einen Schritt.

00:51:43: Keiner fällt zuhin.

00:51:44: Das ist aber jetzt sehr wesentlich, weil in der Zurückhaltung hat das System vergessen, dass es einen darauf zugehen gibt.

00:51:52: Und es ist tatsächlich körperlich so vollzogen, dass wir nun Menschen aus der zurückhaltenden Position anregend nach vorn kommen, dass er sofort an Fallen denkt und nicht darauf zugeht.

00:52:02: Das sind keine Zufälle!

00:52:03: Das sind die Sachen wie sich Körperhaltung und seelische Haltung dann immer wieder gegenseitig bedingen – also wie gesagt auch ein harmloses Beispiel.

00:52:12: Das sind natürlich praktische Seminare, wo man das mal ausprobiert.

00:52:16: Die sind dann ganz hilfreich!

00:52:17: Das kann man jetzt wahrscheinlich in so einem Podcast nicht alles im Detail rüberbringen mehr so die Grundidee.

00:52:24: Was mich interessieren würde ist wie kann uns bewusste Körperarbeit dabei helfen?

00:52:29: In so typischen Situationen, die jeder von uns kennt, die uns typischerweise triggern, bewusster zu agieren und nicht effektiv zu reagieren.

00:52:37: also muss jetzt ein Freund denken der mir zum Beispiel sagt er merkt es irgendwie immer wütender wird und das auch irgendwie dann in der Bahn rauslässt.

00:52:45: Und sonstiges, und er weiß eigentlich kognitiv ist das total fehl am Platz und es sollte so nicht sein aber er kann dieses Verhalten irgendwie nicht steuern.

00:52:53: Das heißt also für ihn ist es so hat die kognitive Erkenntnis dass es nicht die richtige Art und Weise mit seinem Umfeld zu kommunizieren und trotzdem kommt er nicht aus diesem affektiven Verhalten heraus.

00:53:04: was führt zudem aus einer körper energetiker bioenergetik perspektive herausraten?

00:53:09: Wir

00:53:10: sollen ja niemanden auf die Straße gehen und Einladen zu uns kommen.

00:53:13: Aber wenn er das jetzt merkt, dann würde ich sagen da ist ja was Positives drin allerdings in einer blöden Art Ja?

00:53:21: Also es positiv wäre.

00:53:22: ja der möchte sich lebendig ausdrücken.

00:53:25: also der merkt der spürt seinen Ärger oder seine Wut Und dann möchte sich das motorisch Oder Motorisch wäre auch verbal oder wie auch immer möchte sich dass umsetzen.

00:53:35: Das ist ein ganz natürlicher Prozess.

00:53:37: Dummerweise macht das auf eine Art die ihm genau das einbringt, was er wahrscheinlich früher erlebt hat.

00:53:43: Deswegen ja jetzt Wut aufgestaut hat und mich dass man gegen ihn ist.

00:53:47: Wenn es sich natürlich dann so benimmt... Dann erlebt der vor allen Dingen Zurückweisung.

00:53:52: Ja klar wird niemand begeistert seit wenn er einfach das sich so ausplätts.

00:53:56: Das heißt er bringt sich unbewusst genau in einen Mechanismus rein, der möglicherweise genau dazu geführt hat, dass er jetzt auf einem Aggressionsstau sitzt.

00:54:05: Verstehst du, das wäre jetzt erstmal so.

00:54:07: natürlich wieder eine kognitive Erkenntnis.

00:54:09: Wenn man sagt Moment, pass mal auf was du damit gemacht hast.

00:54:13: aber der Bewegungs- und Ausrugsimpuls ist erst einmal sinnvoll Und jetzt brauchen wir nur eine sinnvolle Umgebung dafür.

00:54:21: Jetzt ist die Frage muss vielleicht nicht jeder gleich dafür eine Therapie machen?

00:54:26: Vielleicht kann ihm ja auch helfen wenn er sagt Mensch Kauft er doch erstmal ein Boxsack.

00:54:32: Manche finden dann auch den richtigen Sport dafür, dass man das in einer etwas geordneten Form aber dem motorischen Impuls erst mal wertschätzt.

00:54:42: Dass er jetzt zwar sieht, dass er was Blödes macht, aber sich nicht so dafür verurteilt weil dann wird er noch wütender sondern dass er eine Verständnisperspektive entwickelt und sagt ja Mensch ich bin wieder ausgeflippt in der Bahn muss irgendwas mit Autoritäten zu tun haben.

00:54:57: oder vielleicht fühle ich mich auch so hilflos und da kann ich nicht anders mit umgehen.

00:55:01: Oder ich sehe eine Uniform oder irgendwas, dass er die Auslöser vielleicht entdeckt und dann guckt wo er aber den körperlich-motorischen Impuls in einer sicheren Form ausdrücken kann.

00:55:14: Dass er also erst mal ein gewisser Abfuhr erlebt, aus dem Stau rauskommt so das dann Bewegung sich wieder freier organisieren kann.

00:55:23: Also jede zurückgehaltene Bewegung blöderweise auch durch traumatische Erlebnisse Prozedualen Gedächtnis abgespeichert.

00:55:33: Das wird nicht abgespeichtert in einem Gedächnis, wo man sagen kann oh das gehört da und dahin.

00:55:38: deswegen ist es immer wieder auslösbar dass daraus zu kriegen müssen wir die erst mal wie ein stück abschließen.

00:55:46: Und dann kann man sagen okay ich sitze auf dem Stau weil Da erinnert mich an das und das damit die Zündschnur nicht sofort immer losgeht Dann kurzes und sofort los geht das, was mit Fachschinesisch sagen wir fragmentierten Trauma-Erinnerungen oder so zu tun haben die dann immer wieder entzündbar sind.

00:56:12: Und da würde ich ihm dann schon raten damals vielleicht dann durchaus mal eine Beratung der Therapeuten schranze gehen um das in einem sicheren Rahmen ausdrücken zu können.

00:56:24: Ich hätte da jetzt anschließend weil du das Stichwort Boxsack erwähnt hast hier hatte man mir auch ein Boxsac gekauft anderen Motivation heraus und mich würde interessieren, ob das auch für dich so eine bioenergetische Arbeit ist.

00:56:38: Um mit dieser Emotion Wut ja die bei mir einfach nicht wirklich gut ausgebildet war besser in Kontakt zu kommen habe ich mir einen Voxhack gekauft um das eben wieder zu spüren um da ein Kanal zu entwickeln.

00:56:51: du nix.

00:56:51: also das ist quasi so ne Art bio energetische Arbeiten richtig?

00:56:55: Ja zum Beispiel meiner Praxis machen wir es dann mit dem Tennis Schläger und einem Würfel wo ich dann jemand mit dem Tennisstegger schlagen lässt und dann sagt er, warum soll ich den jetzt schlagen?

00:57:05: Ich bin doch gar nicht wütend.

00:57:07: Und sag ich naja aber Aggression, Ärger-und Wut ist ein Grundgefühl!

00:57:13: Man kann die gleiche Technik benutzen um jemanden wenn der offen Stau sitzt etwas von diesem Stau abarbeiten zu lassen und dann eine Regulation reinzubekommen.

00:57:23: also dass wir jetzt ein bisschen das Beispiel was Gekei gebracht hat Und du hast genau das andere Beispiel gebracht, dass man die gleiche Technik nutzen konnte, um jemand zu helfen.

00:57:32: Ich sag mal Wut und Ärger muss man nicht lernen!

00:57:35: Das kann man nur verlernen.

00:57:37: Du bist damit geboren, das ist ein Grundgefühl.

00:57:40: Dann ist irgendetwas geschehen... ich möchte dich jetzt nicht analysieren oder reingehen... dann ist irgend etwas geschehene wo du den Zugang dazu verloren hast, aufgegeben hast?

00:57:51: Und dann ist er irgendwann aufgefallen, auch mit Staffel mehr was.

00:57:54: Das möchte ich mir zurückholen.

00:57:55: Super Idee und das kann ich mir zum Beispiel durch so eine aggressive Aktivität zurück holen, zurück erschließen... ...und dann habe ich es wieder im Boot, ja?

00:58:06: Im Repertoire!

00:58:08: Ich finde unsere Gefühle sind zu unserem Grundrepoir und idealerweise hätten wir sie alle zur Verfügung für die Situation wo Sie da notwendig sind.

00:58:17: Das ist so unsere Grundausstattung.

00:58:19: Es gibt auch einige Emotionen, wir können es nicht alle durchgehen.

00:58:22: Aber du sagst, idealerweise können wir die ganze Klaviatur unserer Emotion da spielen und sind in Kontakt mit denen und können ja immer genau dann in der richtigen Dosierung anwenden?

00:58:33: Was

00:58:33: hast Du vielleicht sonst noch für die Zuhörerinnen bei uns so eine Idee wo jeder mal mit dem was wir haben Atmung Muskeln Haltung Körper was kann man so vielleicht im Alltag auch anwenden, um zu lernen mehr uns zu spüren und zu fühlen in diesen Emotionen in Kontakt zu kommen.

00:58:57: Das ist so eine Riesenfrage.

00:58:59: Ja, das ist eine Riesenfrage!

00:59:01: Ich reiße mich nicht darum Vorträge zu machen aber manchmal wenn ich dann irgendwo bin mache ich häufig das.

00:59:07: denn könnte ich sagen ja ihr könnt doch mal ein paar Grundemotionen die ich meine dass sie hoffentlich zur Verfügung stehen kurz anspielen?

00:59:17: Also wir könnten sagen, ich ball mal die Fäuste und guck mal Böse.

00:59:24: Und ich gucke mal so wie ich mir vorstelle... Ich gucke auch bedrohlich!

00:59:27: Also ich guck richtig wütend.

00:59:30: Ich zeig' die Zähne.

00:59:33: Und das könnte jeder machen im Moment.

00:59:35: Und für sich dann spüren wenn nicht nur diesen Körperausdruck Spiele.

00:59:39: Ich sage da manchmal so spielerisch, ich mach jetzt ein Casting und suche einen guten Schauspieler für den richtigen Killer.

00:59:46: So der möchte das so.

00:59:48: Und jetzt machen wir ein Casting.

00:59:50: Dann machen wir eine kurze, nicht selbst Reflexion.

00:59:55: Jetzt spiele ich das und dann kann ich im Moment wahrnehmen, habe ich mich jetzt völlig schauspielerisch gespielt gefühlt?

01:00:02: Habe ich einen kurzen Zugang gehabt?

01:00:04: Ich spiel es und spürt... Oh!

01:00:06: Ich hab den inneren Zugang zu diesem Gefühl in dem Moment und dann entspanne ich mich und sage, ah, ich hab's ja nur angespürt.

01:00:15: Anderes wesentliches Grundgefühl wäre jetzt Angst.

01:00:19: Dann sage ich, da mache ich die Augen mal weiter auf und spiele mal.

01:00:24: Ich gucke was ganz Bedrohliches und ich spiele es nur!

01:00:26: Bitte das noch mitmachen von den Zuhörern wenn sie jetzt geflammt haben dass sie sofort merken oh Sie kriegen auch wirklich Angst dann sofort rausgehen und sagen ach ich habe's ja nur angespürt.

01:00:38: Traurigkeit Ganz wesentlich.

01:00:40: Ja.

01:00:41: also wenn wir das verloren haben Ich lasse den Gefühlsausdruck der Trauermann in meinem Gesicht Ekel.

01:00:50: Ganz wichtiges Gefühl, weil damit regulieren wir ja da riecht was schlecht und so oder möchte man sich weg bewegen davon.

01:00:59: Ganz häufig ist dieses Gefühl gebrochen worden dadurch dass ein Kind überfüttert wurde und immer Mama meinte jetzt ist der richtige Moment und das kleine Baby hat schon alles zusammengezogen und gesagt ne will ich jetzt nicht?

01:01:13: Und dann wird die Nase zugehalten, dann geht der Mund auf aber nicht damit Essen rein kommt sondern damit man wieder atmen kann Und weil jetzt irgendeiner Wachsneuer der Beerzeugung ist, jetzt ist gerade der richtige Moment da was reinzustopfen und dann wird dieser ganz ursprüngliche Mechanismus, dass man das eigentlich reguliert über diese Sinuswarnigung.

01:01:31: Was reinkommt und wie nah was rankommt aneinander kann das schon ganz früh gebrochen werden.

01:01:37: also ekel ist sehr wesentlich und so da hätte man Freude.

01:01:42: natürlich ja.

01:01:43: Da wundert man sich manchmal und man sagt, macht einen freudigen Gesichtsausdruck.

01:01:47: Da denken man die Leute ja wie ist das denn?

01:01:51: Ja!

01:01:52: Und der Test wäre jetzt.

01:01:54: wenn ich das so sage jetzt gibt es noch zwei drei andere.

01:01:57: Wenn ich jetzt zu einem kurzen Gefühlsausdruckspiele und ich habe gar keinen Bezug dazu also Ich fühle das gar nicht in dem Moment Dann würde ich sagen Das könnte spannend sein dem ein bisschen nachzugehen.

01:02:14: Wenn ich es spüre, dann ist das sozusagen mit dem Rettpertoire.

01:02:18: Wenn ich's gar nicht spüre könnte es sein dass sich aus irgendeinem Grund in meiner Entwicklung gelernt habe mich von diesem Gefühl zu entfernen also es nicht mehr so einfach zu spüren oder sogar ein Gegengefühl dazu aufzubauen.

01:02:35: Also wir Männer zum Beispiel Wir sind... Das ist ja so bisschen vielleicht nicht mehr die Männerrolle aber ich sage mal klassischerweise ist es schon so, dass Männer eher wenn sie anstatt traurig werden werden wir leichter wütend.

01:02:47: Ja also weil man weint nicht ich meine das nicht aber das ist in der Kultur vermittelt.

01:02:52: deswegen haben bei ganz häufig Ärger und Wut.

01:02:56: In der männlichen Erziehung haben wir das ganz häufig als gegen.

01:02:59: Und bei Frauen ist oft umgekehrt eine frauen schwache geschlecht ja Entschuldigung bin ich das jetzt mal noch die sind tradierten werden sozusagen Die dürfen weinen.

01:03:08: wenn die wütenden werden dann sind sie keine netten Frauen mehr.

01:03:12: Also es ist natürlich Blödsinn, aber das ist gelernte Geschichte.

01:03:15: Aber in Therapien und Beratungen erlebe ich das häufig, dass dann der Mann anstatt wenn's eigentlich über was spricht, was eigentlich taurig ist eher so verbrüssen und nütend wird und die Frau manchmal, wenn sie eigentlich adäquat wäre zu sagen, hör da bin ich richtig sauer drauf, damit den Tränen ausbricht.

01:03:37: also dann haben wir diese Gegenspieler Und das kann man ganz leidend so einen kleinen Selbsttest mit sich machen, den man einfach den Gesichtsausdruck, Körperausdruck mal kurz anspielt und dann sich so innerlich fragt.

01:03:50: Ist es okay für mich?

01:03:52: Rüten zu sein?

01:03:53: ist es ok für mich ängstlich zu sein traurig zu sein freudig zu seien?

01:03:58: ist es OK für mich wenn ich ein Ekel spüre und ich sage nur da stink mir was ja in der Sprache ist es auch drin.

01:04:12: Gefühle wollen nicht analysiert, sondern ausgedrückt werden.

01:04:15: Nicht wahllos, nicht ungefiltert, sondern so dass sie sich bewegen dürfen statt sich festzusetzen.

01:04:23: Vielleicht magst du dir ja einen Moment nehmen und dich fragen.

01:04:28: Welche Emotionen meldet sich gerade bei mir häufiger?

01:04:32: Und wo und wie darf sie in Bewegung kommen?

01:04:36: Nicht jede Emotion braucht dieselbe Form von Ausdruck.

01:04:39: Unterschiedliche Gefühlen brauchen unterschiedliche Kanäle.

01:04:43: Vielleicht ist es für dich bei Wut und Ärger zum Beispiel das Ballen der Faust mit den Füßen aufstampfen, auf einen Boxer kauen oder ein strammer Spaziergang draußen vor der Haustür.

01:04:55: Geht es um Angst und Unruhe?

01:04:58: Ist es vielleicht eine ausschüttelnde Arme- und Beine, eine Joggingrunde durch den Wald oder etwas Ähnliches ein Kanal für dich?

01:05:14: Einfach mal wieder lachen, bis der Bauch wehtut.

01:05:18: Vielleicht ist nicht die wichtigste Frage warum du etwas fühlst sondern wo und wie darf dieses Gefühl durch dich hindurch?

01:05:35: Ich finde das so spannend!

01:05:36: Also zum einen haben wir jetzt diese Grundemotion was glaube ich nicht alle aufgezählt aber einige dabei Freude Trauigkeit Ekel Angst

01:05:44: und Wut.

01:05:45: dabei.

01:05:46: von diesen fünf ist jetzt eine Freude eine gesellschaftskonforme Emotion, würde ich sagen.

01:05:53: Ja?

01:05:53: Dass man sich freut ist so schließlich accepted.

01:05:57: und dann haben wir Traurigkeit, Ekel, Angst und insbesondere Wut.

01:06:01: entweder zeigt man sie nicht gerne weil man glaubt die werden nicht gerne gesehen insbesondere sowas wie Wut oder Ekelt.

01:06:07: es möchte man eigentlich auch so grundsätzlich sich nicht gegenseitig zumuten Und das finde ich extrem spannend Weil das stellt ja ein wahnsinns Spannungsfeld da wenn du sagst Das sind die Grundemotionen Die gehören zu uns.

01:06:17: Ja das ist wichtig dass wir die fühlen regelmäßig da und wir aber gleichzeitig in der Gesellschaft leben, wo eigentlich der Großteil dieser Gefühle gar nicht erwünscht ist.

01:06:27: Deshalb dürfte die Tür eigentlich gar nicht mehr stillstehen und das Telefon gar nicht aufhören zu klingeln.

01:06:31: Wie muss ich mir das vorstellen?

01:06:34: Ganz so schlimm ist es nicht!

01:06:38: Weil es tritt doch einen Gewöhnungseffekt ein.

01:06:40: also Wir haben ja dann konventionelle unausgesprochene Vereinbarungen Also dass man es zum Beispiel nicht mehr zeigt oder so tut wie häufig.

01:06:52: Also Freude ist gesellschaftlich akzeptiert, aber ich würde sagen zu viel auch nicht.

01:07:02: und wahre Freude.

01:07:03: also es wird ja auch viel vorgespielt.

01:07:07: In der mancher freudigen Fassade verbirgt sich tiefe Traurigkeit.

01:07:13: Da müssen wir aber bereit sein das zu sehen.

01:07:16: Ja das ist schade!

01:07:17: Das ist eine gewisse Armut einer Kultur, dann kann man einen sehr breiten Bereich rein.

01:07:23: Wie gesagt deswegen ist es mit der Magierend.

01:07:25: Es geht nicht darum sie auszurgieren, sie zur Verfügung zu haben.

01:07:27: Das ist wieder innere Werkzeugkopfer um die Situation umzugehen dass ich sie zur verfügung habe und da natürlich auch Ausdrücke.

01:07:36: jetzt kommt aber dazu und das ist die Selbstregulation also der Lohn der Begründer der Bioenergetik wo ich auch das Glück hatte, viele Jahre mit ihm ganz persönlich zu lernen.

01:07:48: Also auch durchaus mein persönlicher Lehrer nennen darf.

01:07:51: Der hat immer gesagt eine starke Persönlichkeit ist definiert durch drei Fähigkeiten.

01:07:56: Gefühle sich wahrnehmen spüren sie ausdrucken zu können und Sie kontrollieren zu können.

01:08:04: der dritte Aspekt er ist häufig dann auch manchmal in der bionägetischen Arbeit weil es nicht so spektakulär ist Wo die Bioenergetiker arbeiten immer nur an diesem starken, kathatischen Gefühlsausdruck.

01:08:15: Ist nicht wahr?

01:08:16: Die Arbeiten darin, dass man Gefühle regulieren kann.

01:08:19: Dass man sie schon auch ausdrücken kann... Also erstmal muss man sich natürlich spüren, dass die Grundvorsitzungen ausdricken können und dann regulieren können.

01:08:28: Das heißt adäquat ausdrucken wann wo wie!

01:08:32: Diese Kontrolle ist was anderes als die Kontrolle, die zu einer Verdrängung führt also das man gar keinen Zugang mehr zum Gefühl hat.

01:08:40: Ich kann ein Gefühl nur regulieren und kontrollieren, wenn ich erst Zugang dazu habe.

01:08:47: Also die früheste Kontrolle, die dann den Zugang zum Gefühl verstellt – das ist eine sehr gefährliche Kontrolle über die Zeitbombengeschichte.

01:08:57: also die tickt dann da!

01:08:58: Gefühle, die überhaupt nicht gefühlt werden können sind hochgefährlich.

01:09:03: Gefühlen, die gefühlede und nicht ausgeholt werden können haben auch einen Gefahrencharakter weil in Anführungsstrichen, wie so Kellerkinder nenne ich das immer.

01:09:11: Die eingesperrt sind die warten.

01:09:14: Animal in the cage sagt man in Englisch also ein gefangenes Tier.

01:09:19: Das hat Bedrohlichen gesagt.

01:09:20: Also wir müssen diese aus dieser Gefangenschaft ein Stück rausholen nicht um sie einfach frei flotierend außer zu agieren ist überhaupt nicht DRD sondern um sie dann regulieren zu können.

01:09:34: aber dazu müssen Sie Freunde werden.

01:09:37: Meine Wut muss mein Freund sein.

01:09:39: Mein Ekel muss mein Freund sein, meine Angst muss meine Freund oder Freundin sein.

01:09:44: Wenn wir es bedrohungen werden dann wird's schwierig und als Faustregel können wir sagen da ich jetzt ja aus dem therapeutischen Bereich komme als faustregeln können wir uns sagen Wir werden mit diesen Grundgefühlen geboren und dann brauchen wir eine gut genug vollzogene Resonanz und Spiegelung durch die frühen Bezugspersonen damit sie auch in uns wirklich beheimatet sind.

01:10:11: Wenn ich jetzt aber erlebe, dass ich nicht gesehen bin und keine Co-Regulation erfahre durch Mama, Papa oder frühe Bezugspersonen die sagen oh du bist aber wütend heute ja?

01:10:22: Und wie kannst Du wütender sein?

01:10:24: Ja das ist was anderes!

01:10:27: Das Kind kommt ängstlich in der Nacht an und möchte in Mama oder Papas betten.

01:10:33: so ich habe Angst sagt man selbst, also nicht weil man es böse meint.

01:10:37: Man sagt auch du brauchst doch gar keine Angst zu haben!

01:10:40: Nein!

01:10:41: Ach Du hast Angst ja?

01:10:44: Also dass man erst mal das Gefühl in Empfang nimmt und da ist oder das Kind kommt traurig an und sagt oh was passiert das tut weh.

01:10:53: und dann sagt Mama sofort weil sie es meint ist gut oder sie hat's selbst nicht anders erlebt.

01:10:57: auch guck mal die Sonne scheint du musst doch hast doch gar keinen Grund traurigt zu sein.

01:11:02: nein ach du bist traurige.

01:11:04: Dann nehmen wir erstmal die Tauer in den Empfang und dann gucken wir weiter.

01:11:09: Also dieses In-In-Armen genommen werden mit dem Crybaby cry, also wein dich bei mir aus!

01:11:15: Komm erstmal in den Arm.

01:11:17: Das fehlt ja vielen von uns Und dann wird oft dann eben auch die Berührung sofort eine Besämpfdinge da.

01:11:25: Ich nehme dich schon im Empfang Aber zu dem Preis das du sofort wieder zeigst Das Lächeln aufsetzt und das Entscheidungen.

01:11:35: Das ist aber alles in einem entsprechenden therapeutischen oder wachstumsprozess noch mal bearbeitbar, weil es ist ja alles da!

01:11:44: Es ist nur verdeckt.

01:11:46: Das positive Nachricht?

01:11:48: Es ist NUR verdeckt!

01:11:50: Wenn jemand das Gefühl hat ich will noch unbedingt mehr erfahren wo können Menschen noch mehr über dich und deine Arbeit erfahren?

01:11:56: Sie können das in den Institut für dass sich arbeite.

01:12:00: Das Norddeutsche Institut für biologische Analyse ist ein Ausbildungsinstitut in Deutschland, das in dieser Methode ausbildet und auch in einer zweiten Selbsthilfe-Methode die TAE.

01:12:15: Und wer da interessiert ist soll ruhig auf die Website gehen oder sich da informieren Niba, NIBA, Norddeutes Institut von Biologischen Analyses.

01:12:25: Da findet man mich dann auch als einen der tätigen Ausbilder.

01:12:30: Man darf sich bedingt auch noch an mich wenden, aber bedingt sage ich mir sage da würde ich nicht zu viel Hoffnung machen.

01:12:36: Ich bin jetzt auch seventy Jahre alt und meine Praxis ist reduziert.

01:12:40: Ich arbeite noch gerne aber doch auch sehr reduziert und meine Haupttätigkeit bewegt sich im Sinne der Ausbildung wo ich Therapeuten ausfinde.

01:12:48: insofern habe ich jetzt nicht soviel Platz das ich sagen könnte kommt alle her und arbeitet direkt mit mir.

01:12:54: Aber es gibt Möglichkeiten die man dann über dieses Institut findet.

01:12:59: Vielen, vielen Dank, lieber Einer.

01:13:00: Und vielen Dank für die tolle und wichtige Arbeit, die du und deine Kolleginnen da machen!

01:13:05: Und vielen dank, dass du uns da heute einen tollen Einblick gegeben hast.

01:13:09: Wir fühlen uns sehr geehrt.

01:13:10: Danke.

01:13:11: Ich bedanke mich für die Einladung.

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